Was zeichnet die Gattung der digitalen Nomaden aus?

Moderne Webworker und Nomadentum. Welche Verbindung besteht und was macht jemanden zum digitalen Nomaden? Ich werde manchmal gefragt, ob ich ein digitaler Nomade bin und kann dies nicht eindeutig beantworten. Die Definition des digitalen Nomaden wird immer noch heiß diskutiert. In diesem Beitrag möchte ich meine Version teilen.

Das allgemeine Bild vom digitalen Nomaden entspricht wohl einem lässig gekleidetem Backpacker, der mit seinem Laptop irgendwo in der Welt am Strand sitzt und arbeitet. Diese Vorstellung entspricht jedoch ganz und gar nicht dem Alltag der digitalen Nomaden.

Hängematte und Cocktail beim Arbeiten kommen sicher vereinzelt vor, jedoch brauchen auch digitale Nomaden feste Strukturen und einige Grundvoraussetzungen, um ihre Tätigkeiten auszuüben. Selbst der genügsamste Nomade braucht die folgenden Dinge:

  • Internetverbindung: Egal ob im Flugzeug, Starbucks, im Shared Office oder am Strand, gutes WiFi oder eigene Datenverbindung übers Smartphone ist Pflicht.
  • Technische Ausstattung: Ein leichter und robuster Laptop ist das Minimum. Hinzu kommen Smartphone, Kamera, Mikrofon und andere technische Ausrüstung.
  • Reisedokumente: Dazu gehören (Auslandskranken-) Versicherung, Visa und weitere Unterlagen, die für das Reisen benötigt werden.
  • Organisatorische Barrieren: Auch digitale Nomaden bleiben nicht vor der Unternehmensgründung und den einhergehenden Pflichten bewahrt. Eventuell ist auch eine Abmeldung des Wohnsitzes und die Weitersendung der Post nötig.

 

Was genau ist nun also ein digitaler Nomade?

Die Definitionen unterscheiden sich hauptsächlich in dem Aspekt der Reisefreudigkeit. Ist ein digitaler Nomade jemand, der oft den Standort wechselt oder beschränkt sich der Begriff auf die digitale Komponente?

Sicher ist, dass digitale Nomaden kein physisches Büro haben und damit ortsunabhängig arbeiten könnten. Sie benutzen digitale Technologien, um als Freelancer oder an eigenen Projekten arbeiten zu können und damit ihr Einkommen zu verdienen.

Meiner Auffassung nach zeichnen sich digitale Nomaden durch folgende Kernpunkte aus:

Digitale Nomaden leben meist minimalistisch, sind an keinen festen Ort gebunden und arbeiten mit Hilfe digitaler Technologien immer dort, wo es eine Internetverbindung gibt.

Ich würde mich wohl eher nicht als digitalen Nomaden bezeichnen, solange ich einen festen Wohn- und Arbeitsplatz habe, da ich damit im Grunde nur ein Freelancer/Unternehmer bin, der sein Einkommen über das Internet verdient.

Andere Auffassungen tendieren dazu, digitale Nomaden als jemanden zu definieren, der durch die ortsunabhängige Arbeit lediglich die Option zum Reisen hat, diese aber nicht unbedingt wahrnehmen muss. Viele Nomaden haben Ihre Home Base in Deutschland und reisen nur sporadisch für einige Wochen im Jahr, wohingegen andere den Großteil der Zeit unterwegs sind.

Was ist deine Meinung dazu? Bist du selbst ein digitaler Nomade oder bist dir nicht so ganz sicher, ob die Definition auf dich zutrifft?

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