Weltweit gebührenfrei Geld abheben mit diesen Kreditkarten

Wie kommst du beim Reisen an Geld in der jeweiligen Währung? Traveler cheques? Geldtausch vor dem Flug oder nach der Einreise? Alles sehr umständlich und teuer. Am besten funktioniert es mit einer Kreditkarte. Und mit diesen Kreditkarten geht das weltweit sogar komplett gebührenfrei.

Um es ganz kurz zu machen: der einzig sinnvolle Weg, um im Ausland gebührenfrei an Bargeld zu kommen, führt über eine Kreditkarte. Bitte fange nicht an, dich mit Reisechecks rumzuquälen oder bereits in Deutschland mehrere Hundert Euro umzutauschen. Auch EC-Karten funktionieren außerhalb der EU entweder gar nicht oder nur mit hohen Gebühren.

Nutze eine kostenlose Kreditkarte und hebe bei der Ankunft am Flughafen so viel oder wenig Geld ab, wie du benötigst. Das ist nicht nur unkompliziert, sondern bei einigen Anbietern komplett gebührenfrei. Neben den Jahresgebühren gibt es bei einigen Kreditkarten die folgenden (versteckten) Gebühren, die du im Auge behalten solltest:

  • Auslandseinsatzgebühren: einige Banken erheben eine Gebühr von 1-2% des Entgeltes, sobald du Geld in einer Fremdwährung abhebst oder per Kreditkarte bezahlst. Von dieser Gebühr bekommst du nichts mit, da diese direkt am Geldautomaten abgezogen wird und nicht auf dem Kontoauszug erscheint.
  • Fremdwährungsgebühren: die Differenz zwischen Geldkurs (von der Bank festgelegt) und Mittelkurs (von der EZB festgelegt) wird direkt am Geldautomaten eingehalten. Die Wechselmarge unterscheidet sich je nach Bank und Währung, ist aber niedriger als in Wechselstuben. Behalte die Kurse deiner Karten einfach mal im Auge und vergleiche diese miteinander.
  • Fremdnutzungsgebühren: eine Gebühr, die in manchen Ländern vom Betreiber des Geldautomaten berechnet wird. Über diese Gebühr wirst du beim Abheben informiert und musst zustimmen. Vor allem in Südostasien und Zentralamerika kommt das vor. Bis Anfang 2016 haben sowohl die DKB als auch comdirect die Fremdnutzungsgebühren von 3-6 Euro noch erstattet, was jetzt nicht mehr der Fall ist. Die einzige Bank, die diese Gebühren immer noch erstattet, ist die Santander. Grund dafür war die Deckelung des sogenannten Interbankenentgeltes auf 0,3% im Dezember 2015. Diese Gebühr war vorher deutlich höher und eine beachtliche Einnahmequelle der Kreditkartenanbieter, die jetzt durch höhere Auslandseinsatzgebühren oder gestrichene Leistungen kompensiert werden muss.

Noch ein wichtiger Tipp: beim Geldabheben im Ausland die Kreditkarte niemals direkt in Euro belasten lassen, so wie das manchmal angeboten wird (als “without conversion” auswählen). Die Wechselkurse der lokalen Banken sind in der Regel immer schlechter als die von deiner Bank.

 

In den letzten Jahren habe ich so einige Banken ausprobiert … mindestens genauso viele, wie ich Kreditkarten verloren habe. Anfang 2016 habe ich es tatsächlich fertig gebracht, zeitgleich 3 meiner Karten unbrauchbar zu machen (gesperrt, verloren und im Bankautomaten vergessen). Gut, dass ich Backup-Karten dabei hatte, denn bis mich die neuen Karten im Ausland erreichten, ist ein guter Monat vergangen.

Die folgenden 3 kostenlosen Kreditkarten habe ich in den letzten Jahren für die gebührenfreie Abhebung von Bargeld im Ausland selbst genutzt und kann diese mit bestem Gewissen empfehlen:

  1. N26 (Mastercard): meine absolute Empfehlung – gebührenfrei, extrem benutzerfreundlich, viele innovative Features. N26 zeigt, wie privates Banking der Zukunft funktioniert.
  2. DKB Cash-Konto (Visacard): aufgrund kürzlich vorgenommener Änderungen nur noch beschränkt empfehlenswert. Für mich eine gute Backup-Karte und die beste Lösung mit Wohnsitz im Ausland.
  3. MLP Gold-Card (Mastercard): die Bank des Versicherungsunternehmens MLP, die sich auf Akademiker konzentriert. Die Kreditkarte ist weltweit gebührenfrei und hat mich in 10 Jahren nie im Stich gelassen.
  4. Sonstige (comdirect, Santander, Advanza, barclaycard): der Vollständigkeit halber stelle ich noch weitere Kreditkarten vor, die mir immer wieder empfohlen werden.

 

 

MEINE ERSTE WAHL: MASTERCARD VON N26

N26 MastercardIm Januar 2015 war ich einer der Ersten, der das neue vielversprechende Girokonto samt Mastercard von N26 (damals Number26) getestet hat. Anfangs als Backup, mittlerweile ist N26 mein absoluter Favorit.

Das Konto bietet nicht nur eine Kreditkarte, mit der du weltweit gebührenfrei Geld abheben kannst (ohne Auslandseinsatzgebühren), sondern vor allem auch eine extrem benutzerfreundliche App für mobiles Banking und weitere Vorteile.

Mit einem Klick im Online Banking bzw. Fingerzeig in der App kannst du nicht nur die Karte sperren, sondern auch die Bargeldabhebung im Ausland oder das Bezahlen im Internet deaktivieren. Selbst deine PIN für die Mastercard kannst du über die App jederzeit ändern.

Was ich mir von einem privaten Girokonto mit gebührenfreier Kreditkarte immer gewünscht habe, ist mit N26 in Erfüllung gegangen:

  • Kontoeröffnung in weniger als 8 Minuten komplett online via IDnow (Verifizierung aus dem Ausland möglich)
  • schneller Geldtransfer über das Handy mit MoneyBeam und TransferWise ohne TAN-Listen und IBANs
  • eine extrem benutzerfreundliche Banking App mit Push Benachrichtigungen und vielen innovativen Features
  • weltweite gebührenfreie Bargeldabhebung ohne Auslandseinsatzgebühren mit kostenloser Mastercard
  • weitere Features: N26 Invest, Dispokredit, Maestro-Karte, Cash26, …

 

Zur Kontoeröffnung müssen keine Unterlagen eingereicht oder ausgedruckt werden. Alles was du brauchst, ist eine Anschrift in Deutschland oder einem weiteren europäischen Land, die deinem ständigen Wohnsitz entsprechen muss. Zudem musst du die App von N26 auf deinem Smartphone installieren können.

Die Echtzeit-Identifizierung wird mit IDnow durchgeführt. Während der Verifizierung sprichst du via Webcam mit einem Mitarbeiter, der ein Foto von dir macht, ein paar Daten abfragt und dich darum bittet, deinen Ausweis bzw. Reisepass in die Kamera zu halten.

Was du für die Aktivierung des Kontos außerdem angeben musst, ist eine Handynummer, an die ein Code gesendet wird. Die Banking App kannst du danach auf einem beliebigen Handy installieren und brauchst die deutsche Nummer für zukünftige Überweisungen nicht mehr.

Du kannst das Konto also problemlos aus dem Ausland eröffnen. Bei mir hat die komplette Kontoeröffnung tatsächlich weniger als 10 Minuten gedauert. Lediglich die Kreditkarte muss dir dann aus der Heimat nachgesendet werden.

Ich kann mich nur wiederholen: ich bin begeistert! N26 zeigt eindrucksvoll wie viel Innovationspotenzial in konservativen Branchen wie der Bankenindustrie steckt. Wenn du Anspruch an Benutzerfreundlichkeit und Design hast und dazu eine tolle Kreditkarte für den weltweit gebührenfreien Einsatz willst, dann ist N26 meine Top-Empfehlung.

Änderungen zum 30.11.2016: alle Transaktionen laufen nicht mehr über die Wirecard Bank, sondern über die eigene N26 Bank. Außerdem wurde ähnlich wie bei anderen Banken eine “Fair Use Policy” eingeführt, was in unterschiedlichen Karten resultiert. Die Standardkarte ist auch weiterhin kostenlos, jedoch mit Gebühren für Bargeldabhebungen in Fremdwährungen (1,7%). Die Abhebung ist mit der N26 Black Karte auch weiterhin gebührenfrei. Die Premium Karte kostet 5,90 Euro pro Monat und beinhaltet verschiedene Versicherungen.

Hier geht’s zur Kontoeröffnung mit N26 und hier zu einem ausführlichen Erfahrungsbericht

P.S. wenn du die Wartezeit bei der Kontoeröffnung umgehen willst, dann lass mich dich einladen. So erhalte ich eine kleine Provision und du kommst schneller an dein Konto. Poste einfach deine E-Mail-Adresse in die Kommentare oder schicke mir eine kurze Mail mit dem Betreff “N26” an sebastian@wirelesslife.de.

 

BACKUP-KARTE: VISAKARTE VON DER DKB

DKB VisacardViele Reiseblogger empfehlen die DKB Visa-Card. Sie müssen es wissen, schließlich sind es die Menschen, die einen großen Teil des Jahres im Ausland verbringen.

Anfang 2014 habe auch ich ein DKB-Cash Konto eröffnet und bin bisher super zufrieden. Für mich ist es quasi eine Backup-Karte zu der Kreditkarte von N26 (es ist immer ratsam Visa und Mastercard dabei zu haben). Mit beiden Karten kann ich problemlos kostenlos auf der ganzen Welt Geld abheben.

Änderungen zum 01.06.2016: Bisher hat die DKB Fremdgebühren an ausländischen Geldautomaten erstattet. Mit dem neuen Preis- und Leistungsverzeichnis hat sich dies ab Mitte 2016 geändert (Punkt 8 im Kleingedruckten):

“Geldautomatenbetreiber können Entgelte erheben, die zusätzlich zum Auszahlungsbetrag belastet werden. Die Höhe dieses direkten Kundenentgelts vereinbart der Geldautomatenbetreiber vor der Auszahlung des Betrages mit dem Karteninhaber am Geldautomaten. Mit der erfolgten Auszahlung gilt dieses Entgelt als akzeptiert. Dieses Entgelt wird von der DKB AG nicht erstattet.”

Diese Fremdgebühren fallen jedoch nur in einigen Ländern an, vor allem in Südostasien und Zentralamerika, und dann auch immer abhängig von der Bank. Meiner Erfahrung nach gibt es aber in den meisten Ländern Banken, bei denen du gebührenfrei abheben kannst (außer Thailand und Mexiko).

Auch neu ist, dass die Auslandseinsatzgebühr für Zahlungen in Fremdwährungen, die 1,75% beträgt, für Aktivkunden ab dem 01.12. zurückerstattet wird. Diese Gebühr fällt allerdings nur für Zahlungen mit der Kreditkarte und nicht bei Bargeldabhebungen an.

Änderungen zum 01.12.2016: was bei vielen Filialbanken schon der Fall ist, wird jetzt auch bei der DKB zur Realität: du bekommst als Kunde unterschiedliche Leistungen je nach Geldeingang. Aktivkunden mit einem monatlichen Geldeingang von mindestens 700 Euro bekommen Top-Konditionen, alle anderen Kontoinhaber müssen Abstriche machen.

Neukunden und auch Bestandskunden bleiben ab dem 01.12.2016 zunächst für ein Jahr Aktivkunden und können auch weiterhin weltweit gebührenfrei Geld abheben und per Karte bezahlen. Gehen nach dem ersten Jahr keine 700 Euro monatlich auf dem Konto ein, ist es mit diesen Privilegien vorbei.

Trotzt dieser Änderungen ist das DKB-Cash Konto mit der Visacard eine gute Option, um weltweit günstig an Bargeld zu kommen:

  • Girokonto mit komplett kostenfreier Kontoführung
  • ausgezeichneter Kundenservice sowohl via E-Mail als auch Telefon
  • weltweit an über 1 Million Automaten gebührenfrei Geld abheben (mindestens bis 12/2017)
  • Visacard mit Tagesgeldfunktion und täglich verfügbarem Guthaben
  • Eröffnung auch ohne deutschen Wohnsitz über Video-Intent möglich

Der letzte Punkt ist für mich ein entscheidender Vorteil der DKB. Eine (deutsche) Kreditkarte aus dem Ausland zu bekommen ist zwar möglich aber kein leichtes Unterfangen. Die DKB liefert hier (neben der comdirect) die einzige mir bekannte Lösung.

Als deutscher Staatsbürger kannst du selbst mit ausländischer Meldeadresse ein Konto eröffnen. Die Verifizierung der Adresse läuft ganz bequem über einen DKB-Partner im Ausland. Dafür ein ganz großes „Daumen hoch“ für die DKB. Das ist sensationell, genauso wie der extrem gute Kundenservice.

Eröffnen kannst du das DKB-Cash-Konto ganz bequem im Internet. Nach dem Ausfüllen der Online-Anmeldung wirst du eventuell noch nach Unterlagen gefragt. Bei mir war es die aktuelle Meldebescheinigung und mein Reisepass.

Wenn du noch etwas jünger bist, dann könnten auch Einkommensnachweise angefordert werden. Im Notfall einfach die Kontoeröfnnung über den Namen eines Elternteils laufen lassen, dann bekommt ihr am Ende zwei Kreditkarten.

Nach ein paar Tagen bekommst du dann die Aufforderung zur Legitimation. Das bedeutet, dass deine gemachten Angaben und deine Meldeadresse anhand deines Personalausweises oder Reisepasses überprüft werden.

Für die Legitimation in Deutschland gehst du mit dem PostIdent-Coupon und deinem Personalausweis einfach zu einer beliebigen Postfilialie. Das Ganze dauert 2 Minuten und danach wartest du lediglich noch ein paar Tage bis du alle Unterlagen (PIN, Tan-Liste, Karte) von der DKB zugeschickt bekommst.

Auch die Legitimation im Ausland ist nicht viel schwerer. Nach der Online-Anmeldung für das DKB-Cash-Konto bekam ich via E-Mail eine Adresse zur Identifikation in Shanghai (bei der deutschen AHK). Mitnehmen sollte ich meinen Reisepass und die lokale Meldebescheinigung. Am Ende habe ich die Legitimation während eines Heimatbesuches in Deutschland erledigt, hätte aber sicher auch in Shanghai keine Probleme damit gehabt.

Die Zusendung aller benötigten Unterlagen seitens der DKB hat dann gut vier Wochen gedauert, was aber eher an der chinesischen Post lag als an der deutschen Bank. Insgesamt eine super einfache und reibungslose Kontoeröffnung mit jederzeit freundlichen und schnellen Auskünften des DKB-Supports.

Hier geht’s zur Anmeldung für das kostenlose DKB-Cash Konto 

 

GUTE ALTERNATIVE: MASTERCARD VON MLP

MLP Gold-CardSeit 2007 bin ich bei meiner Hausbank, der MLP, und bin total zufrieden. MLP erbringt Finanzdienstleistungen, wozu neben dem Banking auch Versicherungen, Finanzierung und Vorsorge gehört. Der Fokus liegt ganz klar auf Akademikern. Die Eröffnung eines Kontos mit Kreditkarte ist aber auch für Nicht-Akademiker möglich.

Zur Eröffnung eines ganz normalen Girokontos erhältst du eine Mastercard-Kreditkarte. Je nach deinem Status (Student oder nicht / monatlicher Geldeingang) gibt es verschiedene Modelle. Ich habe derzeit die MLP Gold Card mit folgenden Eckpunkten:

  • keine Kontoführungsgebühren (abhängig von Jahresumsatz und Status)
  • 4 kostenlose Bargeldabhebungen im Ausland pro Monat (danach 3 Euro pro Abhebung)
  • Kreditlinie von 5.000 Euro
  • Immer aktuelle Ausgabe des Kontostands im Online-Banking (keine Monatsabrechnungen)

Wenn du derzeit studierst, dann ist die MLP Card für Studenten eine super Option. Dafür bezahlst du keinerlei Kontoführungsgebühren, kannst weltweit an den meisten Geldautomaten ohne Gebühren Geld abheben und hast eine Kreditlinie von 1.000 Euro.

Die Kontoeröffnung funktioniert bei MLP nur nach einem Beratungsgespräch vor Ort. Bei diesem Gespräch geht es natürlich nicht nur um das Konto, sondern auch um einen Check deiner gesundheitlichen und finanziellen Absicherung. Ich fühle mich jedoch bei meinem Berater sehr gut aufgehoben und wurde nie zum Abschluss einer Police genötigt.

Bevor ich vermehrt N26 genutzt habe, war die MLP-Mastercard meine Hauptkreditkarte mit der ich in allen Ecken der Welt Geld abgehoben habe. Selbst wenn es mal Probleme gab, konnte ich mich direkt an meinen MLP-Berater oder die Support-Hotline wenden. Der Service ist absolut spitze, weshalb ich MLP wärmstens empfehlen kann.

Hier geht’s zur Gold Card von MLP

 

WEITERE GEBÜHRENFREIE KREDITKARTEN FÜR REISENDE

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch weitere Kreditkarten erwähnen, mit denen du weltweit gebührenfrei an Bargeld kommst. Die folgenden Karten nutze ich selbst nicht, habe aber immer wieder Gutes gehört, weshalb ich sie ganz ohne Wertung vorstelle.

Es gibt derzeit nur eine einzige Bank, die auf Anfrage Fremdnutzungsgebühren am Geldautomaten erstattet: die Santander-Bank. Deshalb wir die Santander 1Plus Visa Card oft empfohlen. Wie bereits angesprochen ist das Argument der Fremdnutzungsgebühren für mich absolut nicht ausschlaggebend aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Neben der Santander Visa Card sind die comdirect, Advanzia und barclaycard gute Alternativen. Bis auf die comdirect verlangen die anderen Banken jedoch, dass du deinen Wohnsitz in Deutschland hast:

  • Santander 1Plus (Visa Card): gebührenfreie Visacard ohne zusätzliches Girokonto mit Verfügungsrahmen, die sowohl bei der Bargeldabhebung als auch beim Bezahlen in Fremdwährung (vor Ort und online) kostenfrei bleibt. Die Santander ist zudem die einzige Bank, die derzeit auf Anfrage Fremdnutzungsgebühren am Geldautomaten erstattet. Ein Manko kann das tägliche Verfügungslimit von 300 Euro im Ausland sein.
  • comdirect (Visa Card): neben der DKB die einzige Bank, bei der ein Konto ohne ständigen Wohnsitz in Deutschland eröffnet werden kann. Auch die comdirect erstattet seit Anfang 2016 keine Fremdgebühren am Geldautomaten mehr, wird aber immer noch oft empfohlen.
  • Advanzia Gold (Mastercard): eignet sich besonders zum Bezahlen im Ausland, da kein Auslandseinsatzaufschlag und keine Fremdwährungsgebühren anfallen. Die Rechnung für Transaktionen kommt monatlich per E-Mail und muss dann ausgeglichen werden (was mich ziemlich nerven würde).
  • Barclaycard Platinum Double (Visa und Master): die Premium-Variante mit 2 gebührenfreien Kreditkarten für den Auslandseinsatz, jedoch mit Jahresgebühren von 99 Euro ab dem 2. Jahr. Enthalten sind Reisekranken-, Gepäck- und Reiserücktrittversicherung sowie Vollkaskoversicherung für Mietwagen im Ausland.

Zum Weiterlesen kann ich dir einen ausgezeichneten Artikel vom Flocblog empfehlen. Florian stellt 5 verschiedene Karten vor, mit denen du nicht nur gebührenfrei Geld abheben, sondern auch Bezahlen kannst.

 

KEINEN WOHNSITZ MEHR IN DEUTSCHLAND?

Wenn du keine Meldeadresse mehr in Deutschland besitzt, dann kannst du dennoch auf 2 Banken zurückgreifen: DKB und comdirect. Bei beiden Banken bekommst du eine gute Kreditkarte mit gebührenfreiem Girokonto, die du aus dem Ausland heraus beantragen kannst. Statt mit dem Post-Intent kannst du dich per Video-Intent über die Webcam ausweisen und musst dann zur Verifizierung mit deinem Reisepass zu einer Partnerbank im Ausland.

Auch N26 (früher Number26) bietet die Identifizierung via Webcam an, allerdings musst du bei der Kontoeröffnung in einem europäischen Land gemeldet sein. Einen Adressnachweis musst du jedoch nicht erbringen. Die Kontoeröffnung wird mit dem IDnow-Verfahren über Video erledigt.

 

FÜR DEN NOTFALL: SCHNELLES BARGELD OHNE KARTE

Die beste Vorsichtsmaßnahme ist es, immer eine zweite Kreditkarte mit auf Reisen zu nehmen. Ich habe das spätestens gelernt, seit meine Karte im letzten Jahr mehrmals abhanden gekommen ist.

Mit den beiden Kreditkarten von MLP und DKB sollte eigentlich nichts mehr schief gehen. Von Vorteil ist auch, dass ich jeweils eine Mastercard und eine Visa Card habe, was beim Bezahlen und Geld abheben sehr nützlich sein kann.

Falls beide Karten verloren gehen oder geklaut werden, gibt es aber auch noch eine andere schnelle Lösung. Diese lautet, Blitzüberweisung via Western Union oder Moneygram. Mit beiden Diensten kannst du dir Geld von überall aus der Welt zu deinem momentanen Aufenthaltsort schicken lassen und dort bei einem der vielen Partner abholen.

Natürlich kostet die Überweisung Gebühren, die sich meiner Erfahrung nach aber unter 5% des gesendeten Betrages bewegen. Für den Notfall ist das für mich ist das akzeptabel, um innerhalb von wenigen Minuten an Geld zu kommen.

 

Was sind deine Erfahrungen mit den genannten Kreditkarten und wie kommst du im Ausland an Geld? 

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