e-Residency in Estland: Unternehmensgründung, Kontoeröffnung und Besteuerung als e-Resident

Seit 2015 gibt es die e-Residency in Estland und seitdem haben sich mehr als 20.000 Menschen angemeldet. Als e-Resident, also virtueller Bürger, kann ich Konten eröffnen, Unternehmen registrieren oder Patente und Marken anmelden. All das funktioniert komplett digital. Um Fragen zu Steuern, Buchhaltung und mehr zu beantworten, habe ich in Estland nachgefragt.

Meiner Meinung nach ist das e-Residency Programm der estnischen Regierung eine spannende Innovation, die auch in der praktischen Anwendung immer mehr Vorteile mit sich bringt. Die Regierung eines kleinen Landes agiert wie ein Startup und stellt Ausländern öffentliche Dienstleistungen zur Verfügung. Das allein ist für mich Grund genug, um die Entwicklungen zu verfolgen.

Über meine Erfahrungen als e-Resident von Estland sowie die Unternehmensgründung und Kontoeröffnung in dem baltischen Staat habe ich bereits geschrieben. Beide Artikel haben viel Aufmerksamkeit und auch Fragen auf sich gezogen, die ich in diesem Beitrag zusammenfassend beantworten möchte.

Sollten deine Fragen in diesem Beitrag unbeantwortet bleiben, dann schreibe sie bitte in die Kommentare. Ich werde mich bemühen, diese zu beantworten und den Artikel im Laufe der Zeit zu erweitern.

Dabei ist es mir wichtig zu betonen, dass dieser Artikel keine Werbung für Estland als Unternehmensstandort ist. Es gibt wie immer Vor- und Nachteile. Nach dem Lesen des Beitrags kannst du hoffentlich eine fundierte Entscheidung darüber treffen, ob Estland für dich geeignet ist oder nicht.

In einem Webinar vom 29.03.2017 hat Erik Mell, der Geschäftsführer der estnischen Gründungsagentur Xolo (früher LeapIN), viele Leserfragen rund um Estland als Firmenstandort beantwortet. Das Gespräch wurde teils auf Englisch, teils auf Deutsch geführt, wobei die meisten Fragen und Antworten auch in diesem Artikel verschriftlicht sind. Die Aufzeichnung kannst du dir direkt hier oder auf Facebook ansehen.

 

Aufzeichnung des Webinars “e-Residency und Firmierung in Estland” vom 29.09.2017.

Posted by Sebastian Kuehn on Mittwoch, 29. März 2017

 

75 Euro geschenkt: wenn du mit Xolo (früher LeapIN) zusammenarbeiten möchtest, bekommst du mit dem Referral Code “WirelessLife” ein Startguthaben von 75 Euro (einzugeben beim “Sign up”). Sobald du dein Setup abgeschlossen hast, bekomme auch ich 75 Euro. Klingt doch nach Win-Win-Situation, oder?

 

 

Fragen zum e-Residency Programm in Estland

Seit 2015 kann sich jeder Mensch, unabhängig der Nationalität, für die estnische e-Residency bewerben. Als e-Resident kannst du dich über eine ID-Karte virtuell ausweisen und verschiedene Services der estnischen Regierung nutzen.

 

Welche Vorteile habe ich als e-Resident?
Zunächst sei gesagt, dass du als e-Resident keinerlei Verpflichtungen eingehst. Du kannst innerhalb eines Tages ein Unternehmen komplett online eröffnen, das digitale Unternehmensregister einsehen und Jahresabschlüsse und Steuererklärungen für dein Unternehmen einreichen. Über die Smart ID Card kannst du ein Konto mit der estnischen LHV, der Swedbank und SEB Bank eröffnen. Du kannst komplett online europäische Patente, Handelsmarken und Warenzeichen anmelden. Alle Verträge und Dokumente unterzeichnest du dabei digital.

 

Welchen Status hat die e-Residency?
Die e-Residency ist nicht gleichzusetzen mit einer Staatsbürgerschaft, einer Arbeitserlaubnis oder einem steuerlichen Wohnsitz. Als e-Resident bist du ein virtueller Bürger von Estland, was keinerlei Pflichten mit sich bringt. In anderen Ländern kannst du mit der ID Karte nichts anfangen.

 

Wer kann sich als e-Resident bewerben?
Bewerben kann sich grundsätzlich jeder, der über 18 Jahre alt und nicht vorbestraft ist. Solltest du vorbestraft sein, musst du dich bei der Bewerbung erklären.

 

Was kostet die Bewerbung als e-Resident?
Die Gebühr beträgt 100 Euro (plus ca. 2 Euro Kartengebühr) und muss per Kreditkarte bezahlt werden. Die Zahlungsaufforderung bekommst du nach dem Ausfüllen des Online-Antrags. Wenige Minuten nach der Zahlung bekommst du eine Bestätigung über den Geldeingang von der “Politsei- ja Piirivalveamet” in Estland.

 

Wie lange dauert der Bewerbungsprozess?
Bei mir hat der gesamte Prozess von der Bewerbung bis zur Abholung der Smart ID Card knapp zwei Monate gedauert, andere haben es in einem Monat geschafft. Derzeit wird auf der Webseite von e-Estonia aufgrund der erhöhten Nachfrage auf verlängerte Wartezeiten hingewiesen. Plane also mindestens einen Monat ein.

 

Wie bewerbe ich mich für die e-Residency?
Du füllst auf der Seite von e-Estonia einen Antrag aus. Neben deinen persönlichen Angaben musst du ein paar Sätze zu deiner Motivation für die Bewerbung schreiben und ein Passfoto sowie einen Scan deines Reisepasses oder Personalausweises hochladen. Nach 2-4 Wochen solltest du eine E-Mail vom Estonian Police and Border Guard Board (Bundesgrenzschutz) darüber bekommen, ob deine Bewerbung akzeptiert wurde. Wieder ein paar Wochen später bekommst du die E-Mail mit der Aufforderung zur Abholung deiner Smart ID Card bei deinem angegebenen Standort. Mehr zum Bewerbungsablauf kannst du hier nachlesen.

 

Wo hole ich die Smart ID Card ab?
Abgeholt werden kann deine Smart ID Card und das Starter Kit mit dem Kartenlesegerät in einem von insgesamt 38 estnischen Konsulaten in Europa, Asien und den USA. Mitbringen zur Abholung musst du nur dein Ausweisdokument, das du bei der Bewerbung angegeben hast. Vor Ort werden dann noch deine Fingerabdrücke genommen.

 

Kann eine andere Person die Smart ID Card für mich abholen?
Nein, du musst deine Karte persönlich abholen, da neben der Identifizierung deiner Person über dein Ausweisdokument auch deine Fingerabdrücke genommen werden.

 

Ist die e-Residency zeitlich befristet?
Die e-Residency an sich ist nicht befristet aber genauso wie andere Ausweisdokumente hat auch die Smart ID Card ein Ablaufdatum. Anfänglich waren es drei Jahre. Stand 2019 haben die Karten eine Laufzeit von 5 Jahren. Danach können sie nicht verlängert, sondern müssen komplett neu beantragt werden.

 

Wie nutze ich die Smart ID Card?
Bevor du dich im Online-Portal von e-Estland anmelden kannst, musst du zuerst die Software für deine ID Karte herunterladen (DigiDoc3 Client und ID-card utility). Ein paar Stunden (kann auch bis zu 5 Tage dauern) nach der ersten Anmeldung im Online-Portal von e-Estland werden die Zertifikate für deine Smart ID Card aktiviert, womit du dann alle Services der e-Residency nutzen kannst.

 

 

Fragen zur Unternehmensgründung in Estland

Als e-Resident kannst du innerhalb weniger Tage ein Unternehmen in Estland anmelden (der Weltrekord für die Unternehmensgründung in Estland liegt bei 18 Minuten). Das Ganze geschieht komplett online und ist vergleichsweise günstig. Eines ist Estland aber ganz sicher nicht: ein Steuerparadies.

 

Welche Gründe sprechen für Estland als Unternehmensstandort?
Es sind vor allem drei gute Gründe, die für Estland sprechen: die niedrigen Kosten, eine bequeme Online-Verwaltung des Unternehmens und die Gründung ohne Wohnsitz in Estland. Damit wird Estland zur Option für alle Leute ohne festen Wohnsitz. Auch wenn Estland alles andere als eine Steueroase ist, ist interessant zu wissen, dass Gewinne erst dann besteuert werden, wenn sie das Land verlassen.

 

Welche Gründe sprechen gegen Estland als Unternehmensstandort?
Estland ist kein Land zur Steueroptimierung. Es besteht ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland und Informationen werden bereitwillig mit Behörden in anderen Länden ausgetauscht. Auch haben viele Deutsche noch negative Assoziationen, wenn sie eine Rechnung von einer Limited bekommen bzw. diese im Impressum einer Webseite sehen.

 

Ist die Anmeldung eines Unternehmens in Estland sinnvoll für mich?
Ganz allgemein gesprochen, macht Estland als Unternehmensstandort dann Sinn, wenn du dich in einem internationalen Umfeld bewegst. Entweder du bist selbst als digitaler Nomade oder Freelancer in der Welt unterwegs oder deine Kunden sind über den Globus verteilt. Wenn du in Deutschland wohnst und deutsche Kunden bedienst, dann ist Estland nicht attraktiv für dich.

 

Für welche Geschäftsmodelle eignet sich Estland als Unternehmensstandort?
Das e-Residency Programm zielt ganz klar auf Freelancer und kleine Online Unternehmen ab, die international aktiv sind. Dabei ist es egal, ob du Dienstleistungen über das Internet anbietest, digitale oder physische Produkte verkaufst. Die Agentur Xolo arbeitet aufgrund des Buchhaltungsaufwand derzeit nicht mit Online-Händlern zusammen, was das Geschäftsmodell FBA jedoch nicht generell für Estland ausschließt.

 

Welche Rechtsformen gibt es für Unternehmen in Estland?
Die üblichste und empfohlene Rechtsform ist eine Private Limited Company (osaühing – OÜ), die ähnlich der deutschen GmbH ist. Nach Einzahlung eines Stammkapitals von mindestens 2.500 Euro ist die Haftung auf das Vermögen des Unternehmen beschränkt. Neben der PLC gibst es noch den Sole Proprietor (Einzelunternehmen), die Limited Partnership (KG), General Partnership (OHG), Public Private Company (AG) und Non-Profit Association. Weitere Informationen zu den Rechtsformen findest du hier.

 

Was passiert, wenn ich das Stammkapital von 2.500 Euro nicht einzahle?
Bei der Online-Registrierung deiner Private Limited Company kannst du einen Haken bei “Establish the company without making capital contribution” setzen und die Einzahlung später vorzunehmen. Es gibt zwar keine Verpflichtung zur Einzahlung des Stammkapitals von mindestens 2.500 Euro, jedoch wird erst dann die Haftung auf das Firmenvermögen beschränkt. Bis zur Einzahlung haftest du mit deinem Privatvermögen. Auch Dividenden können erst ausgezahlt werden, sobald die Stammeinlage eingezahlt wurde.

 

Wie zahle ich das Stammkapital ein?
Die Einlage musste bis Anfang 2019 zwingend auf ein estnisches Geschäftskonto eingezahlt werden, selbst wenn ein Geschäftskonto in einem anderen Land besteht. Mittlerweile kann es auch auf Geschäftskonten in anderen Staaten im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) eingezahlt werden. Das Stammkapital muss von dem Privatkonto des Anteilseigners kommen und darf nicht aus den erwirtschafteten Gewinnen des Unternehmens stammen. Die Bank muss dann eine Bescheinigung ausstellen, die im Company Portal eingereicht wird (sehr unkompliziert ist der Vorgang bei der LHV und Holvi).

 

Brauche ich einen lokalen Ansprechpartner für mein Unternehmen in Estland?
Nicht wenn du einen Wohnsitz in der EU oder der Schweiz hast. Wenn dein Wohnsitz als Eigentümer des Unternehmens in einem anderen Land ist, dann musst du einen lokalen Repräsentanten benennen. Diese Person oder Agentur ist Ansprechpartner für estnische Behörden, ist aber nicht mit Vollmachten oder Pflichten für dein Unternehmen ausgestattet.

 

Kann ich auch mit mehreren Gesellschaftern gründen?
Bei der Registrierung hast du die Möglichkeit neben deiner Person auch weitere Gesellschafter einzutragen, die ebenfalls e-Resident sein müssen. Die Anzahl der Gesellschafter und die Verteilung der Anteile kann jederzeit über den Online-Antrag im e-Business Register geändert werden. Die Agentur Xolo betreut derzeit jedoch nur Unternehmen mit einem einzigen Gesellschafter.

 

Kann ein ausländisches Unternehmen Eigentümer einer Private Public Company in Estland sein?
Ja, das ist grundsätzlich möglich in Estland. Jedoch kann das estnische Unternehmen dann nicht mit der Smart ID Card gegründet und verwaltet werden, da die Karte nur auf Personen ausgestellt wird.

 

Muss ich zur Anmeldung des Unternehmens nach Estland reisen?
Nein. Die Anmeldung erfolgt komplett online, ohne dass du nach Tallinn reisen oder jemals ein Stück Papier anfassen musst. Lediglich zur Eröffnung eines Geschäftskontos mit einer Filialbank (LHV, Swedbank, SEB) musst du vor Ort sein, wobei es auch hier Alternativen gibt.

 

Was brauche ich, um ein Unternehmen in Estland zu gründen?
Für die Anmeldung einer Private Limited Company über das Online-Portal brauchst du die e-Residency Card, eine Geschäftsadresse in Estland und einen Gesellschaftsvertrag in englischer Sprache. Sollte sich dein Wohnsitz außerhalb der EU befinden, musst du zudem einen Repräsentanten in Estland benennen. Zur Gründung benötigst du nicht zwingend ein estnisches Geschäftskonto.

 

Wie lange dauert die Registrierung einer neuen Private Limited Company?
Der offizielle Weltrekord liegt bei 18 Minuten. Ganz so schnell ging es bei mir allerdings nicht, da der Antrag erst nach Überweisung der Anmeldegebühr bearbeitet wird. Sobald das Geld eingegangen ist, dauert es in der Regel nicht länger als einen Tag, bis du eine E-Mail von der Registrierungsstelle (Estonian Court) bekommst. Beschleunigen kannst du diesen Prozess mit Xolo (damit wird die Wartezeit für die Banküberweisung umgangen).

 

Was kostet die Anmeldung einer Private Limited Company?
Die Anmeldegebühr beträgt 190 Euro und muss nach dem Ausfüllen des Online-Formulars überwiesen werden, damit die Registrierung weiter bearbeitet wird. Dazu kommen deine Kosten für die Bewerbung als e-Resident (100 Euro) und eventuell Reisekosten für die Eröffnung des Geschäftskontos in Tallinn.

 

Was kostet die Verwaltung des Unternehmens in den Folgejahren?
Die Kosten für das Mieten der virtuellen Geschäftsadresse betragen zwischen 200-400 Euro pro Jahr. Weitere Kosten entstehen nicht, wenn du die Buchhaltung und Steuererklärung selbst übernimmst. Wenn du dafür den Service einer Agentur oder eines Steuerbüros nutzt, solltest du mit monatlichen Kosten von 50-100 Euro planen.

 

Wo registriere ich mein estnisches Unternehmen?
Um als e-Resident ein Unternehmen in Estland anzumelden, steckst du dein Kartenlesegerät mit Smart ID Card ein und meldest dich im Company Registration Portal an. Im Hauptmenü wählst du “Submission of application”, woraufhin du unter dem Feld “Registration of a new enterprise” aus einer Liste mit möglichen Unternehmensformen auswählen kannst. Weitere Informationen zur Registrierung kannst du hier nachlesen.

 

Kann ich den Namen des Unternehmens frei wählen?
Du kannst vorher im e-Business Register nachschauen, ob dein Unternehmensname noch frei ist.

 

Wie bekomme ich eine Geschäftsadresse in Estland?
Du brauchst eine Geschäftsadresse in Estland, um dort dein Unternehmen anmelden zu können. Die Geschäftsadresse muss bei der Online-Registrierung bereits angegeben werden und kann bei verschiedenen Anbietern gemietet werden. Ich kann dir die Agentur Xolo wärmstens empfehlen, die 29 Euro/Monat für das Bereitstellen der Geschäftsadresse und die Weiterleitung von eingegangener Post berechnet. Wenn du mit Xolo (früher LeapIN) zusammenarbeiten möchtest, bekommst du mit dem Referral Code “WirelessLife” ein Startguthaben von 75 Euro (einzugeben beim “Sign up”). Sobald du dein Setup abgeschlossen hast, bekomme auch ich 75 Euro. Klingt doch nach Win-Win-Situation, oder?

 

Was gehört in den Gesellschaftsvertrag?
Die Articles of Association (Gesellschaftsvertrag) kannst du einer Vorlage aus dem Company Registration Portal entnehmen oder in englischer Sprache selbst verfassen (lassen). Wenn es keine besonderen Anforderungen zur Struktur deiner Gesellschaft gibt, dann änderst du in der Standard-Vorlage lediglich ein paar Angaben und kannst diese verwenden.

 

Kann ich als Gründer auch gleichzeitig Geschäftsführer, Shareholder und Angestellter sein?
Ja, du kannst in Estland als Einzelperson eine Private Limited Company führen, gleichzeitig der alleinige Eigentümer sein und dir als Angestellter des Unternehmens auch selbst ein Gehalt auszahlen.

 

Brauche ich für mein estnisches Unternehmen eine Umsatzsteuer-ID?
Eine estnische Umsatzsteuernummer brauchst du dann, wenn du an Privatkunden innerhalb der EU verkaufst oder dein Umsatz 40.000 Euro im Jahr übersteigt. Die Anmeldung einer estnischen Umsatzsteuer-ID muss spätestens drei Tage nach Erreichen dieser Umsatzgrenze erfolgen. Hier findest du weitere Informationen zur Umsatzsteuer innerhalb der EU.

 

Wie bekomme ich eine Umsatzsteuer-ID?
Sobald du dein Unternehmen erfolgreich registriert hast, kannst du beim Estonian Tax and Customs Board eine VAT-Number beantragen. Bei der Beantragung musst du begründen, warum du die Umsatzsteuer erheben möchtest/musst. Die Ausstellung kann bis zu fünf Tage dauern und dann auf den Seiten der Europäischen Kommission überprüft werden. Estnische Agenturen wie Xolo oder 1office übernehmen die Beantragung der VAT-Number für ca. 100 Euro.

 

Kann ich feste Mitarbeiter anstellen?
Empfohlen wird die Arbeit mit Freelancern, die auf Rechnungsbasis beschäftigt werden, aber auch eine Festanstellung ist möglich. Sobald du Mitarbeiter über dein estnisches Unternehmen anstellst, musst du diese beim Estonian Tax and Customs Board anmelden und Social Tax abführen.

 

Wie kann ich mein estnisches Unternehmen liquidieren?
Insofern dein estnisches Unternehmen keine Außenstände zu begleichen hat (Steuerschulden und andere Verbindlichkeiten), entstehen keine Kosten für die Abmeldung. Die Einlagen können steuerfrei an die Gesellschafter ausgezahlt werden, wenn die letzte Steuererklärung eingereicht wurde. Der offizielle Prozess bis zur endgültigen Liquidierung kann jedoch ein halbes Jahr lang dauern. Ich habe bereits eine Firma liquidiert, was sich zwar hingezogen hat, jedoch mit keinem großen Aufwand un Mehrkosten verbunden war.

 

 

Fragen zur Eröffnung eines Geschäftskontos in Estland

Um ein Unternehmen in Estland zu gründen ist es nicht zwingend notwendig, ein estnisches Geschäftskonto zu haben. Alternativen sind digitale Konten bei sogenannten Payment Institutions. Die Eröffnung eines Bankkontos via Online-Identifikation soll auch für Filialbanken möglich gemacht werden. Bis dahin lohnt sich ein Besuch im wunderschönen Tallinn allemal. Die Hin- und Rückflüge aus Deutschland gibt es bereits für ca. 100 Euro.

 

Kann ich das Geschäftskonto in Estland online eröffnen?
Aufgrund der strengen Identitätsprüfungen musst du zur Kontoeröffnung derzeit noch nach Tallinn fliegen, was sich jedoch ändern soll. Ende 2016 gab es bereits eine Gesetzesänderung in Estland, die eine Authentifizierung via Online-ID ermöglicht. Der Stand Januar 2019 ist, dass die Banken die Online-Eröffnung von Geschäftskonten immer noch testen.

 

Brauche ich zur Registrierung des Unternehmens bereits ein Geschäftskonto?
Nein, du kannst das Unternehmen auch ohne bestehendes Konto eröffnen. Nach maximal drei Monaten musst du das Geschäftskonto dann nachreichen. Bis dahin kannst du den geschäftlichen Zahlungsverkehr auch über ein privates Konto laufen lassen, welches du später über das Geschäftskonto ausgleichst.

 

Kann ich das Geschäftskonto auch außerhalb von Estland haben?
Ja, es ist generell möglich ein Geschäftskonto in einem anderen europäischen Land zu nutzen, das im Namen des estnischen Unternehmens eröffnet wird. Seit Anfang 2019 muss auch das Stammkapital von 2.500 Euro nicht mehr zwingend auf ein estnisches Konto eingezahlt werden. Die Nutzung einer Bank vor Ort erleichtert jedoch die Zusammenarbeit mit lokalen Steuerbüros und Agenturen.

 

Welche Filialbanken sind empfehlenswert für das Geschäftskonto?
Es gibt derzeit drei Banken, von denen die e-Residency anerkannt und unterstützt wird. Das sind die estnische LHV und die schwedischen Banken Swedbank und SEB. Die schwedischen Banken sind deutlich größer und haben mehr Filialen als die estnische LHV, jedoch fallen dort Kontoeröffnungsgebühren an und es muss ein Anfangsbetrag auf das Konto eingezahlt werden. Zudem ist die Antragsprüfung langwieriger und generell schwieriger als bei der LHV Bank, was sich durch meine E-Mail-Anfragen bestätigt hat.

 

Was spricht für die LHV Bank?
Die LHV ist die größte estnische Bank, die auch von TransferWise für alle europäischen Zahlungsvorgänge genutzt wird. Die LHV hat nur eine einzige Filiale in Tallinn, die von innen mehr an einen Uni-Campus erinnert als an eine verstaubte Bank. Der Verzicht auf die klassischen Filialen trägt dazu bei, dass die Konditionen bei der LHV deutlich besser sind als bei anderen Banken in Estland (keine Gebühren für Kontoeröffnung, Kontoführung und Überweisungen). Zudem sind die Mitarbeiter daran gewöhnt, Kunden via E-Mail und Telefon zu betreuen. Das Online-Banking der LHV kannst du mit deiner Smart ID Card nutzen.

 

Welche Gebühren fallen bei der LHV für Kontoführung und Transaktionen an? 
Es entstehen keinerlei Kosten für die Kontoeröffnung und Kontoführung. Zum Konto dazu gibt es eine Debitkarte (MasterCard) ohne Jahresgebühren. Die Überweisungen im SEPA-Raum (Europa) sind gebührenfrei und die Gebühren für Bargeldabhebungen betragen 1 Euro in der EU und 2 Euro außerhalb der EU.

 

Wie läuft die Kontoeröffnung in Estland ab?
Um auf Nummer sicher zu gehen, dass du nicht umsonst nach Tallinn fliegst, kannst du die Kontoeröffnung bereits vorher unter Angabe deiner estnischen ID online oder per E-Mail beantragen (Online-Antrag der LHV). Nach der Vorab-Bestätigung musst du dich dann vor Ort zwar immer noch mit deiner Smart ID Card und deinem Reisepass oder Personalausweis ausweisen, weißt aber bereits, ob deinem Antrag stattgegeben wird. Hier findest du weitere Informationen zur Kontoeröffnung.

 

Wann bekomme ich den Zugang zu meinem Konto und meine Debitkarte?
Wenige Stunden nach der Eröffnung des Geschäftskontos kannst du das Online-Banking deiner Bank nutzen, indem du dich mit deiner Smart ID Card anmeldest. Die Debitkarte wird ein paar Tage später zu deiner hinterlegten Geschäftsadresse in Estland gesendet. Von dort aus lässt du sie dir einfach an deinen momentanen Wohnsitz nachsenden und kannst sie dann über das Online-Banking aktivieren.

 

Kann ich als e-Resident auch ein privates Bankkonto in Estland eröffnen?
Ja, bei den drei genannten Banken kannst du dich auch für ein Privatkonto bewerben. Die Konditionen der Banken sind nicht herausragend, dafür ist die Kontoeröffnung im Vergleich zu anderen Ländern sehr einfach und nicht an Bedingungen wie eine lokale Adresse geknüpft.

 

Welche Alternativen gibt es zu den klassischen Filialbanken?
Die Eröffnung und Nutzung digitaler Bankkonten im EWR bei sogenannten Payment Institutions (Fintechs) ist günstig, schnell und flexibel. Möglich ist das bei Holvi, Paysera oder Payoneer. Ersterer Anbieter arbeitet eng mit dem e-Residency-Team zusammen, weshalb auch deren Services gut integriert sind (z.B. einfache Anerkennung des eingezahlten Stammkapitals und Anbindung an Buchhaltungsservices). Ich selbst nutze Paysera, die ich aufgrund der einfachen Eröffnung, der Benutzerfreundlichkeit und den geringen Gebühren absolut empfehlen kann.

 

Fragen zur Besteuerung und Buchhaltung in Estland

Wenn du nicht in Estland wohnst, bist du als Person dort auch nicht steuerpflichtig. Daran ändert auch die e-Residency nichts. Steuern zahlen musst du jedoch auf ausgezahlte Unternehmensgewinne (Dividenden und Gehalt) und eventuell auf laufende Umsätze (VAT). Ein großer Vorteil von Estland ist, dass Gewinne erst besteuert werden, wenn sie das Land verlassen. Die Pflichten zur Buchhaltung und die Absetzbarkeit von Geschäftsausgaben sind ansonsten ähnlich wie in Deutschland.

 

Wie funktioniert die Besteuerung die Estland?
Unternehmensgewinne aller Rechtsformen sind solange von der Steuer ausgenommen, wie sie nicht ausgeschüttet werden. Besteuert werden dann nicht der Gewinn, sondern die ausgeschütteten Dividenden (CIT; Company Income Tax) oder Vergütungen. Solange du in dein Business reinvestierst bzw. die Gewinne auf dem estnischen Bankkonto belässt, ohne dir ein Gehalt auszuzahlen oder anderweitig Geld vom Geschäftskonto zu entnehmen, bezahlst du auch keine Steuern.

 

Welche Optionen gibt es, mir Geld auf mein privates Konto auszuzahlen?
In dem Moment, in dem Unternehmensgewinne ausgezahlt werden, findet die Besteuerung statt. Zur Auszahlung gibt es drei Möglichkeiten: als Gewinnausschüttung (Dividends), Geschäftsführervergütung (Management board member salary) oder Gehalt (Employee Salary). Je nach Art der Auszahlung ändert sich die Besteuerung, wodurch Gestaltungsspielräume entstehen. Es gibt keine gesetzliche Regelung, die die Auszahlung von Dividenden oder Vergütungen für den Geschäftsführer vorschreiben.

 

Wie werden Dividenden besteuert?
Der Steuersatz für ausgezahlte Dividenden beträgt 20%. Die CIT (Company Income Tax) berechnet sich nicht am Gewinn, sondern an den ausgezahlten Dividenden, also dem Betrag, der das Land verlässt. Dabei wirst nicht du als Person in Estland besteuert, sondern dein Unternehmen. Ob du die Ausschüttung an deinem steuerlichen Wohnsitz als Kapitalertrag versteuern musst, hängt von deiner persönlichen Steuerpflicht ab.

 

Wann kann ich Gewinne als Dividenden auszahlen?
Die ersten Gewinnausschüttungen können vorgenommen werden, nachdem das Stammkapital von 2.500 Euro auf ein estnisches Geschäftskonto voll eingezahlt wurde. Gewinne können jeweils nur vom Vorjahr an dich und andere Anteilseigner ausgeschüttet werden, also frühestens im zweiten Jahr nach Gründung.

 

Wie wird die Geschäftsführervergütung besteuert?
Die Management Board Member Salary (Geschäftsführervergütung) ist die Vergütung für deine Arbeit als Direktor/Vorstand des Unternehmens, die bei Auszahlung mit 20% Personal Income Tax (Einkommenssteuer) in Estland besteuert wird. Unabhängig davon, ob du in Estland lebst oder nicht, kommen weitere 33% Social Tax hinzu. Wenn du nicht nachweisen kannst, dass du Sozialabgaben in einem anderen EU-Land leistet, kannst du dich auf Antrag mit der A1 Form von der Social Tax befreien lassen. Wenn du in Deutschland steuerpflichtig ist, dann wird die Vergütung dank eines Abkommens zwischen Estland und Deutschland nicht doppelt besteuert.

 

Wie wird ausgezahltes Gehalt besteuert?
Employee salary (Gehalt) kannst du dir für deine Arbeit als angestellte Fachkraft (nicht als Manager) deines eigenen Unternehmens auszahlen. Als Nicht-Resident, also jemand, der die Arbeit außerhalb Estlands verrichtet, musst du weder Einkommenssteuer noch Social Tax auf das ausgezahlte Gehalt bezahlen. Ob und wo du das Einkommen aus unselbständiger Arbeit dann an deinem Wohnsitz versteuerst, interessiert die estnischen Behörden herzlich wenig.

 

Warum sollte ich mir nicht 100% steuerfreies Gehalt auszahlen?
Auf den ersten Blick scheint die dritte Option sehr lukrativ. Wir wurden jedoch davor gewarnt, dass wir nicht sämtliche Auszahlungen als Gehalt vornehmen sollen. Ganz einfach, weil es sehr verdächtig wäre, wenn wir als Geschäftsführer nur ein Gehalt als Fachkraft und keine Vergütung für das Management unseres Unternehmens bekämen. Deshalb die Empfehlung, die Auszahlungen teilweise als Geschäftsführervergütung und teilweise als Gehalt zu versteuern (z.B. 30/70). Je größer der Anteil an steuerfreiem Gehalt ist, desto wahrscheinlich sind Nachfragen der estnischen Steuerbehörde.

 

Wie hoch ist der Umsatzsteuersatz in Estland?
Der volle Satz beträgt 20%. Der ermäßigte Steuersatz ist für digitale Geschäftsmodelle nicht relevant. Mehr zur Umsatzsteuer für digitale Geschäftsmodelle findest du in diesem Beitrag.

 

Gibt es einen Steuerfreibetrag?
Nein, es gibt keine monatlichen oder jährlichen Steuerfreibeträge für ausgezahlte Gehälter, Vergütungen oder Dividenden.

 

Müssen betrieblich bedingte Ausgaben außerhalb Estlands versteuert werden?
Nein, wenn es sich klar um geschäftliche Ausgaben handelt, dann müssen sie nicht als Entnahmen versteuert werden.

 

Was ist, wenn ich als Geschäftsführer des estnischen Unternehmens in Deutschland lebe?
Zwischen Deutschland und Estland gibt es ein Doppelbesteuerungsabkommen. Da mit der e-Residency kein steuerlicher Wohnsitz begründet wird, bleibst du als Inhaber mit deinem Einkommen in Deutschland steuerpflichtig. Alle ausgezahlten Gewinne aus der estnischen Firma musst du also in Deutschland versteuern. Wenn du einen festen Wohnsitz in Deutschland hast und ein Großteil deiner Geschäfte in Deutschland stattfindet (Büro, Lager, Kunden), dann kann es sein, dass dein estnisches Unternehmen durch das Vorliegen einer Betriebsstätte in Deutschland steuerpflichtig wird.

 

Muss ich die estnischen Unternehmensgewinne in Deutschland anzeigen und versteuern?
Jein. Solange du in Deutschland nur eine unselbstständige Niederlassung betreibst, ist das estnische Unternehmen bis zu bestimmten Umsatzgrenzen nicht steuer- und buchführungspflichtig. Bei Überschreiten dieser Grenzen ist das Unternehmen beschränkt (also mit Gewinnen, die der deutschen Betriebsstätte zugeordnet werden können) körperschaft- und gewerbesteuerpflichtig, wenn eine Betriebsstätte in Deutschland vorliegt. Weitere Information zur steuerlichen Regelung und der Unterscheidung zwischen unselbständiger und selbständiger Betriebsstätte findest du beim Bundeszentralamt für Steuern.

 

Muss ich mein Unternehmen einem externen Audit unterziehen?
Eine Überprüfung des Jahresabschlusses durch einen externen Auditor ist erst dann nötig, wenn der Jahresumsatz mehr als 1.000.000 Euro beträgt, deine Bilanzsumme 500.000 Euro überschreitet oder du mehr als 15 Mitarbeiter anstellst (2 der 3 Bedingungen müssen zutreffen).

 

Wann endet das Fiskaljahr in Estland?
Wie auch in Deutschland startet das Geschäftsjahr am 01.01. und endet am 31.12. Wenn du dein Unternehmen nach dem 01.07. eines Jahres anmeldest, musst du den ersten Jahresabschluss erst im Folgejahr machen, also gemeinsam für das erste und zweite Geschäftsjahr einreichen.

 

Wann muss ich die jährliche Steuererklärung einreichen?
Die jährliche Steuererklärung muss bis spätestens sechs Monate nach Ende des Geschäftsjahres über das e-Tax Board eingereicht werden. Alle erfoderlichen Dokumente (wie Jahresabschluss) können über das e-Business Portal hochgeladen werden. Unterstützung bei der Einreichung bieten Dienstleister wie Xolo.

 

Welche Ausgaben kann ich über das estnische Unternehmen absetzen?
Alle betrieblich bedingten Ausgaben können bis auf wenige Ausnahmen (Home Office außerhalb Estlands, Firmenwagen, Immobilienkauf und Tagespauschalen) geltend gemacht werden. Die Ausgaben, auch außerhalb von Estland, unterliegen keiner Steuerpflicht. Eine Ausnahme besteht für Geschäftsessen, die in Estland als Gehaltsnebenleistungen (Fringe Benefits) der Einkommenssteuer unterliegen.

 

Kann ich Reisekosten über das estnische Unternehmen abrechnen?
Wie alle anderen Kosten müssen auch Reisekosten für Flüge, Unterkünfte oder Verpflegung betriebsbedingt sein. Tagespauschalen für Reisen können pro Monat für 15 Tage mit 50 Euro und die restlichen Tage mit 32 Euro angesetzt werden. Wer als digitaler Nomade um die Welt reist und nicht gerade Journalist ist oder sein Geld als Reiseblogger verdient, sollte mit den Reisekosten vorsichtig sein.

 

Muss ich auf Ausgangsrechnungen eine estnische Umsatzsteuer-ID angeben?
Ja, immer dann, wenn deine Leistung umsatzsteuerpflichtig ist. Das ist dann der Fall, wenn dein Jahresumsatz 40.000 Euro überschreitet oder du an Privatkunden innerhalb der EU verkaufst.

 

Wie funktioniert die Umsatzsteuererklärung in Estland?
Die Erklärung muss jeweils bis zum 20. des Folgemonats eingereicht werden. Das kannst du selbst über das eTax-Portal machen oder einen Dienstleister wie Xolo oder 1office damit beauftragen.

 

 

Was bleibt noch zu sagen zur e-Residency in Estland?

Ich denke es ist klar geworden, dass Steuermotive nicht für Estland als Unternehmensstandort sprechen. Interessant finde ich die Option e-Residency jedoch für alle Freelancer und Unternehmen, die sich international aufstellen und keinen festen Wohnsitz haben. Mittlerweile ist auch die Eröffnung eines Bankkontos ohne Anreise möglich, was ein weiteres gutes Argument für Estland ist.

Für mich bleibt noch abzuwarten, wie aufwändig sich der erste Jahresabschluss erweist, der jetzt bevorsteht. Sobald ich erste Erfahrungswerte sammeln konnte, werde ich natürlich berichten.

Neben den bereits angebotenen Services wird sich das e-Residency Programm in den nächsten Jahren ganz sicher weiterentwickeln. Spannend wird es vor allem dann, wenn andere Regierungen ähnliche Modelle einführen und die virtuelle Staatsbürgerschaft über Ländergrenzen hinweg genutzt werden kann. Ein solcher Ansatz innerhalb von Europa ist der Digital Single Market (eIDAS), der europaweit anerkannte eID’s beinhaltet.

Mich würde brennend interessieren, wie du über die e-Residency denkst und ob du diese schon aktiv genutzt hast. Lass es uns wissen, indem du deine Erfahrungen in den Kommentaren mit uns teilst.

 

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Hallo Sebastian,

wie immer ein sehr interessanter und detailreicher Artikel, der alle Fragen beantwortet. Danke für deine Mühen und mache weiter so!
Grüße aus Spanien

Edi

Hi
Eine Frage bezüglich der Steuer wenn man Wohnsitz in Deutschland hat und über die e residency eine limited in Estland betreibt.

Du sagst sobald die Betriebsstätte in Deutschland wäre, müssen alle Steuern gezahlt werden. Mal angenommen ich verkaufe waren über Amazon UK somit habe ich ja keine Betriebsstätte in Deutschland oder? Wie hoch sind den diese genannten Umsatzgrenzen bevor es an das Finanzamt gemeldet werden muss??

Sven

Relevanter Link: https://www.emta.ee/eng/business-client/registration-business/non-residents/tax-obligations-employment-income#kaksuks Sehr guter und umfassender Beitrag. Eine Sache ist mir jedoch aufgefallen im Bezug auf die Social Tax im Bereich „Wie wird ausgezahltes Gehalt besteuert?“. Auf der folgenden Seite habe ich „Steuerbeispiele“ und Erklärungen gefunden, die besagen, dass bei der Gehaltsauszahlung auf Unternehmensseite für Residents und Non-Residents 33% Social tax anfallen. Also das Unternehmen führt diese ab. Das steht im Widerspruch zu diesem Beitrag. Vielleicht kann mich jemand diesbezüglich aufklären. Im folgenden der Abschnitt „social tax“. Besonders wichtig ist der letzte Satz …for each employee. (Jeder Angestellte, also auch ich selbst als non-resident) Social tax The social tax is paid at a rate of 33% on all payments made to employees for salaried work performed. Employers pay the social tax in full. There is always a minimum obligation on social tax to be paid, which is equal 33% of the minimum envisaged by the budget act annually. In 2019, the minimum amount for the social tax is 165 euros monthly even if there were no payments for salaried work for each employee. Es folgt die Beispielrechnung für einen non-resident als Angestellter, für den der Arbeitgeber (das Unternehmen) die social tax von 33% abführen muss. Das widerspricht diesem Beitrag… Mehr lesen »

Chris

Hi Sebastian,

mich würde brennend interessieren, was du aus heutiger Sicht (2019-02) deiner Erfahrung nach hierüber denkst. Die Frage bezieht sich auf die buchhalterischen und steuerlichen Aufwände wie z.B. den Jahresabschluss – Wie viel Zeit steckt man da in etwa rein? Selbst wenn du es z.B. per LeapIN o.ä. Anbieter abwickelst, würde mich sehr interessieren was dann noch an Aufwand übrig bleibt?

Danke & LG
Chris

Martin

Sehr interessanter und informativer Artikel. Ich bin am überlegen, ob ich ein Online-Business gründen soll, reizen würde es mich schon. Dazu hätte ich noch eine Frage.
Wenn ich dieses Unternehmen, das nur mit digitalen Gütern handelt, also nichts physisches, in Estland gründe und in Deutschland von zuhause aus betreibe, muss ich dann die jährlich erzielten Gewinne hier angeben? Es gibt ja dieses Gesetzt, dass man unter bestimmten Umständen sogar Gewinne besteuern muss, die man gar nicht ausschüttet, auch für ausländische Firmen. Die Frage rührt von einer der Antworten oben her, dieser hier:

Solange du in Deutschland nur eine unselbstständige Niederlassung betreibst, ist das estnische Unternehmen bis zu bestimmten Umsatzgrenzen nicht steuer- und buchführungspflichtig. Bei Überschreiten dieser Grenzen ist das Unternehmen beschränkt (also mit Gewinnen, die der deutschen Betriebsstätte zugeordnet werden können) körperschaft- und gewerbesteuerpflichtig, wenn eine Betriebsstätte in Deutschland vorliegt.

Würde mein Zuhause als Betriebsstätte gelten und wenn ja, könnte man da was dagegen machen (abgesehen von Wohnsitz verlagern)?

Ein Jahr später...

Nur ein Jahr nachdem der Artikel auf dieser Seite hier oben erschienen ist, gibt es es unter jener Adresse https://news.err.ee/691549/e-residency-program-under-threat-as-banks-closing-foreigners-bank-accounts einen Artikel, der beschreibt, wie seit geraumer Zeit die estländischen Banken tausende von Konten von Nicht-Esten schließen und gar keine neuen erst eröffnen, weil sie unter politischen Druck durch Geldwäsche-Gesetze geraten sind. Dies betrifft also auch EU-Bürger, die sauberes, bereits durch sämtliche Filter der EU-Geldwäschegesetze geprüftes Geld auf estländischen Konten besitzen. Es geht nicht um tatsächliche Nachweise von Steuerhinterziehung, lediglich um angebliche Möglichkeiten dazu. Der Zwergstaat mit weniger Einwohnern als München hat massiven Druck aus der EU bekommen und die Bankleute fürchten deswegen den Knast. Defacto existiert für EU-Bürger kein Zugang mehr zum estländischen Bankwesen, damit wohl auch keine legale Möglichkeit mehr, eine Firma dort anzumelden, und die e-residency ist hinfällig geworden.
Habt Ihr wirklich geglaubt, daß Euch der Moloch BRD unter der Herrschaft all dieser kriminellen Banden und Parasiten in seinem Staatswesen so einfach ziehen lassen wird?

Roland Studer

Der Beitrag war sehr hilfreich und informativ. Insbesondere wurde klar, dass die E-Residency und Gesellschaftsgründung nicht für jeden eine interessante Wahl ist.

Claudia P.

Hallo Sebastian

Vielen Dank. Dein Artikel hat mir sehr weitergeholfen! 🙂 Hier noch als kleiner Edit für die Passage mit der estnischen Umsatzsteuer-ID: Die Schwelle beläuft sich inzwischen seit 01.01.2018 bei 40.000 EUR anstatt 16.000 EUR. Generell benötigt man aber nur eine estländische VAT ID, wenn man auch seine Ware in Estland verkauft. Grob gesagt: Je nachdem, wo du deine Ware verkaufst oder lagerst, benötigst du eine Umsatzsteuer-ID von dem jeweiligen Land.

“Estonia has progressed proposals to raise its VAT registration threshold from €16,000 to €40,000 per annum.
The European Commission has approved the rise as a derogation from the EU VAT Directive which sets the limits on registration thresholds.
The new threshold will come into place from 1 January 2018.”

LG Claudia

Hallo! Toller Beitrag, vielen Dank, das beantwortet viele meiner Fragen!

Einige Fragen blieben doch noch offen: Ich habe schon ein Swedbank Konto in Schweden, kann ich das nutzen oder muss es ein Estnisches Swedbank Konto sein?

Ich bin verheiratet und zur Zeit noch bei meinem Mann familienversichert. Kann ich das bleiben oder muss ich mich dann in Deutschland privat versichern, wenn ich in Estland meine Firma starte?

Re Doppelbesteuerung: Weisst du, wieviel Prozent die extra Steuer in Deutschland sein wird? Und ab welchem Betrag die fällig wird? (Ich arbeite nur von meinem Laptop als Autor und Coach, und habe viele Internationale Klienten, dh ich bin nicht unbedingt an Deutschland gebunden.) Hat jemand von euch Erfahrung mit der Krankenkasse oder dem Zentralamt für Steuern (Doppelbesteuerung)? Würde gern eure Meinung hören.

Vielen Dank!
Nadja

Hey,
Online liest man ganz oft von den autorisierten personenen die man zwingend braucht. Ich wohne in Deutschland und möchte als e-Resident in Estland gründen. Dafür muss ich bei der entsprechenden Agentur dann nur die Adresse und nicht noch lokale Ansprechpartner für die Behörden buchen oder?

Hallo Sebastian,
Wenn ich als Sole Proprietor (Einzelunternehmen) gründen will, dann ist kein Firmenkapital notwendig. Korrekt?
Ich frage, weil ich gedacht habe, ich könnte eine Limited gründen, aber dann schreibst Du, dass die LeapIn keine Ein-Mann-GmbHs in Ihrem Portfolio hat? Das hat mich ein wenig verunsichert. Oder vielleicht habe ich das auch falsch verstanden.
Also wenn ich will kann ich problemlos alleine eine estnische GmbH gründen. Ist das korrekt?
Danke Dir und beste Grüsse, Charles

Jean

Hallo Sebastian,
angenommen ich habe meinen ständigen Wohnsitz ganz offiziell in D. In “meiner” estländischen OÜ bin ich als Geschäftsführer eingetragen. Von D aus stelle ich der OÜ nun Rechnungen als Freiberufler indem ich der OÜ z.B. Webapplikationen vermiete und dazu kostenpflichtige Dienstleistungen wie z.B. Beratung und Fehlerbehebung erbringe. Kannst Du sagen ob das in EST als Betriebsausgabe der OÜ akzeptiert oder eher als “versteckte” Gewinnausschüttung betrachet wird? Eine Info, wer in Estland dazu Auskunft geben kann, wäre ebenso hilfreich. Vorab: Besten Dank!

Großartiger Artikel! Was nich unklar ist: Macht es noch einen Unterschied ob man eine PLC gründet oder nicht, für die Frage ob man hier in Deutschland auch noch eine Steuererklärung einreichen solltest? Ich wohne in DE, die meisten Kunden kommen noch aus DE. Aber hab kein Bock mehr auf die unglaubliche Bürokratie und überlege deswegen die Gründing in Estland.

Danke & LG

Kevin

Wie sieht es mit Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer und evtl. Kirchensteuer und anderen Steuern bei der estländischen Firma (OÜ) aus?

Vielen Dank im Voraus

B. Kühle

Hallo Sebastian,

erst einmal vielen Dank für Deine sehr aufschlussreichen und sehr detaillierten Ausführungen zum Thema Firmengründung in Estland.
Ich habe ein besonderes Anliegen.
Ich fahre ein spezielles Custom Bike von Harley Davidson. Dieses Bike ist ein Unikat und gibt es weltweit nur einmal so in der Ausführung.
Ich möchte im Jahr 2018 aber nicht mehr mit dem kleinstmöglichen Nummernschild (was aus meiner Sicht immer noch viel zu groß ist) über die Straßen hier fahren.
Mir gefällt außerordentlich die kleine Größe und die Kennzeichnung der Esstischen Motorrad-Kennzeichen.
So ein Esstisches Nummernschild möchte ich sehr, sehr gern hier fahren.
Weißt Du aus Deiner Erfahrung heraus, wenn ich eine Firma in Estland gründe, ob ich dann mein Motorrad in Estland anmelden und versichern könnte?

Michael

Hi Sebastian,
vielen Dank für deine super detaillierte Ausarbeitung!
Folgendes Szenario schwebt mir vor:
1. Gründung einer Seekabel-Ingenieurgesellschaft (Einzelpersonen) in Estland zur Akquisition der örtlichen Projekte (es sind dort einige Offshore Windparks geplant) mit örtlicher Präsenz (Teamassistenz, Büro, etc.) und zur Betreuung von anderen Offshore-Seekabelprojekten in Europa (NICHT deutsche Projekte – Konkret UK, Belgien)
2. Aufbau von lokalen Kontakten, die projektunterstützend tätig werden können („Weiterverkauf“ von Freelancern, etc.)
3. Wohnsitz bleibt Deutschland – zur Steuerung werden aber regelmäßig Arbeitsbesuche nach Estland vorgenommen – andere ausländische Projekte werden vor Ort betreut (außerhalb von Deutschland)
Folgende Fragen:
Für das örtliche gezahlte Gehalt soll in Estland die Einkommensteuer gezahlt werden. In welcher Form erfolgt die Befreiung von der Sozialversicherung. Ich bin in Deutschland privat kranken versichert und zahle auch in private Altersversorgung ein…
Unterliegt das Einkommen in Estland in Deutschland nur dem Progressionsvorbehalt?
Falls du die Fragen nicht direkt beantworten kannst, kannst du mir jemanden empfehlen?
Vielen Dank im Voraus!

Michael

BerndS

Hi Sebastian,

LeapIN ermöglicht leider keine Gründung mit einem weiteren Shareholder. Gibt es andere Service-Anbieter die das ermöglichen und gleichzeitig genauso unkompliziert und günstig sind?

Gesten Dank und Gruß
Bernd

Nikita

Wie sieht es eigentlich aus wenn ich auf die Firma in Estland ein Konto in Deutschland eröffnen will ?

Susan

Heißt das, wenn ich nach Tallinn ziehen würde, ich nie Steuern bezahlen müsste, da das Geld meiner Firma Estland nie verlässt?

Agumovic

Guten Tag,

Wenn man all diese Schritte fertig hat, e-Residency usw.

Könnte man ein Fahrzeug (Pkw) in Estland anmelden, welches vorher in Deutschland angemeldet war?!

Oder ist da mehr nötig als e Residency mit meldeadresse etc?

Vielen Dank im Voraus
Agumovic

Hella

Hallo,
ich habe meinen Wohnsitz in D und überwiegend deutsche Kunden. Ich arbeite von zu Hause aus.
Ich plane mehr aufs Ausland inkl. ads zu setzen.
Wie funtioniert das dann?
Wenn doppelt besteuert wird, wie läuft das dann? Wird die Buchhaltung auch in D kontrolliert?
Wär es eine Idee, das Auslandsgeschäft in Estland abzuwickeln mit eienr GmbH und die deutschen in D?
Gibt es dort auch Steuerfreibeträge und Freiberufe?
LG

Tom

Top Blogartikel. Ich habe versucht, an Profia heranzutreten – ohne jede Reaktion. Gibt es die noch? Welche Erfahrungen gibt es? Welche Agentur ist ggf. eine super Alternative?

VG,
Tom

Valentin

Hallo Sebastian,
danke für die tolle Arbeit und das ausführlich geschildertes Thema. Eine Frage hätte ich noch. Die Gewinnausschüttung mit diesen 3 Varianten ist soweit klar. Aber ab welchem Zeitpunkt kann man denn von einer Gewinnentnahme sprechen? Ich eröffne zu meinem estländischem Geschäftskonto zusätzlich ein estländisches Privatkonto. Darauf überweise ich einen kleinen Teil. Mit der Karte tätige ich Käufe in DE wie z.B Flugtickets nach Thailand kaufen usw. Gilt das schon als zu versteuernde Entnahme?
Schöne Grüße
Valentin

Vivien

Hallo Sebastian,
dein Artikel ist wirklich top und sehr informativ. Vielen Dank schonmal dafür. Ich habe mich noch gefragt, wie man denn an einen Repräsentanten in Estland kommt, wenn man gar keinen festen Wohnsitz hat bzw. dieser außerhalb der EU liegt. Wird das auch über Agenturen wie LeapIn geregelt oder muss man sich darum noch extra kümmern?
Danke und beste Grüße
Vivien

Ralph Schwarz

Hallo!
Du schreibst dass man sich seinen Gewinn erst im 2.Gründungsjahr auszahlen kann???
Das heisst wohl dass ich im ersten Jahr gar nicht mein Geld holen kann…
wirklich???
…außer Lohnauszahlungen???

Das ist wohl weniger interessant…

Mit freundlichen Grüßen
Ralph Schwarz

lukas

hi,

vorab vielen dank für die tollen infos! eine frage habe ich noch, diese betrifft das stammkapital.
solange die € 2.500,- nicht einbezahlt wurden haftet man mit seinem privatvermögen.
nur kann man die € 2.500,- durch laufende einnahmen einzahlen? quasi das stammkapital bootstrapen?

lg
lukas

Thomas

Hi Sebastian. Im Urlaub hab ich zunächst Dein Buch über Digitale Nomaden gelesen. Sehr hilfreich. Dann hab ich mir noch Dein Affiliate-Marketing Tutorial geholt. Auch sehr gut! Vorgestern hab ich den Antrag auf eResidency in Estland gestellt. Da ich neben Affiliate-Marketing hauptsächlich FBA machen will und da schon gut voran gekommen bin, möchte ich Dich um etwas bitten… Ich habe LeapIn direkt angesvhriangeschrieben und man macht noch immer kein FBA-Accounting etc. Hast Du irgendeine Idee, welcher andere Dienstleister (auf der Seite zur eResidency stehen ja einige) für FBA gut geeignet ist. Nach welchen Kriterien würdest Du diesen auswählen. Herzlichen Dank! Gruß aus der Heimat. Thomas

Smartfrau

Hallo Sebastian,

ich bin nicht sicher, ob du wirklich nicht mit LeapIn “zusammenarbeitest”. Denn ich habe einen Bekannter, der ich in Osteuropa auf der Reise kennengelernt hat, welcher als Nicht-EU-Ausländer in Estland wohnt und seine Firma betreibt, gefragt, wie viel das normale Angebot einer Geschäftsadresse dort kostet. Er sagte mir, monatlich 10 bis 15 Euro ist üblich.

Bei Leapin finde ich jetzt aber keine günstige Geschäftsadresse-Offer mehr. Ihr günstigen Monatsplan ist fast 60 € / Monat, das weicht von Ihrem letzten Bericht maßgeblich ab ?

Meine andere Frage ist: gibt es günstige Buchhaltungsportal- bzw. software für Estland-Firma, die ähnlich wie “Lexoffice ” funktioniert ?

Muss der Jahresabschluss durch einen externen Buchhalter/Steuerberater erstellt werden, oder kann man diesen selbst erstellen?

Ron

Hallo Sebastian,
Ein sehr guter Artikel! Ich bin in Deutschland abgemeldet und habe eine feste Adresse in Thailand, wo ich überwiegend lebe. Was würdest du empfehlen, wenn ich eine e-residency beantrage: Die alte deutsche Adresse angeben (Weiterleitung der Post wäre kein Problem), oder die Adresse in Thailand? Hast du da Erfahrungswerte, dass ein Deutscher mit Wohnistz außerhalb der EU die e-Residency beantragt hat, und es akzeptiert wurde?

Grüße aus Thailand,
Ron

Grüße,

wow. HAMMER Artikel.
Keine Fragen mehr 🙂

Grüße

Deinen Artikel finde ich richtig klasse.
Bin dabei mich selbstständig zu machen, sobald ich Einkommen habe, danach möchte ich Deutschland verlassen.
Jetzt ist meine Frage, wenn ich in Estland eine Firma gründe, wie lange dauert es bis ich eine Steuernummer bekomme? Habe ich richtig verstanden, solange ich in Deutschland wohne, das ich in Deutschland mich auch beim Gewerbeamt anmelden muss? Sollte ich zuerst in Estland die Firma anmelden und dann in Deutschland?

Hallo Sebastian,
vielen Dank für die tolle Zusammenfassung! Eine Frage hätte ich noch: ist es möglich mehrere Unternehmen (nach und nach) zu gründen?

Extrem spannend, wo finde ich eine Aufzeichnung vom Webinar. In Hamburg auf Konferenzen haben viele darüber geredet.
Bin auf weitere Infos gespannt. Ist auf jedenfall gerade in aller “munde” das mit Estland…

Mark

Habe das mit der Haftungsbeschränkung noch nicht ganz verstanden. Haftet man nun Unbeschränkt oder bis 2500 Euro, solange das Stammkapital noch nicht eingezahlt ist?

Holger

Wie funktioniert es mit dem Zertifikat, das die Identität bestätigt. Braucht man da eine spezielle Software für? Ist diese plattformunabhängig?

Christian

Klasse Bericht Sebastian!
Eine Frage:
Letztes Jahr wurde mir von LEapIn bezüglich Amazon FBA eine klare Absage erteilt.
Jetzt steht hier, dass Sie es machen. Hat sich da was geändert? Kann man jetzt bei denen Kunde sein auch wenn man mit nicht Digitalen Produkten handelt sprich, Amazon FBA?

Franz

Hallo,
ist der Firmanname frei wählbar bzw. welche Gesellschaftform ist dorf möglich?
SG
Franz

Sehr coole Zusammenfassung! Ich wünschte die hätte es schon gegeben, als ich angefangen habe mich mit dem Thema zu beschäftigen. Danke auch nochmal für das webinar gestern. Ich habe letzte Woche mit LeapIn gestartet und glaube auch, dass deren Service spitze ist. Trotzdem denke ich darüber nach ob man nicht doch alles selbst machen kann. Was mich daher ncoh interessieren würde: wie das mit deinem Jahresabschluss läuft und was du dafür bezahlst (wenn du nicht alles selbst machen solltest)? Machst du auch VAT Erklärungen unterm Jahr oder bist du noch als “Kleinunternehmer” unterwegs? Wie hoch sind deine “Betriebskosten” im Jahr für die Firma abgesehen von der Addresse?