Umsatzsteuer im Internet: Der Guide für den Verkauf digitaler Produkte und Dienstleistungen in der EU

Seit dem 01.01.2015 gilt in Europa ein neues Umsatzsteuergesetz für elektronisch erbrachte Leistungen. Das Ziel war es, die länderübergreifende Behandlung der Umsatzsteuer gerechter und einfacher zu gestalten. An diesem Ziel sind die Gesetzgeber deutlich vorbeigeschossen.

Seit dem 01.01.2015 gilt in Europa ein neues Umsatzsteuergesetz für elektronisch erbrachte Leistungen. Das Ziel war es, die länderübergreifende Behandlung der Umsatzsteuer gerechter und einfacher zu gestalten. An letzterem Ziel sind die Gesetzgeber deutlich vorbeigeschossen.

Den meisten von uns stößt es beim Gedanken an Steuergesetze sauer auf. Aber nicht nur uns Laien scheint es so zu gehen, sondern auch Steuerberater und Fachanwälte sind meiner Erfahrung nach bei der Kombination aus internationalem Steuerrecht und online erbrachten Leistungen oft überfragt.

Solange du als deutscher Anbieter nur in Deutschland verkaufst, ist das Umsatzsteuersystem auch kein Problem: du stellst die Mehrwertsteuer in Rechnung und machst monatliche Steuererklärungen, in denen du deine bezahlte Vorsteuer gegenrechnest. Sobald du aber Produkte oder Dienstleistungen online verkaufst, wird das Thema deutlich komplexer, denn du kannst nicht ausschließen, dass sich ein Käufer im Ausland befindet, womit sich eventuell der Umsatzsteuersatz ändert.

Die EU hat derzeit 28 Mitgliedsstaaten mit über 75 verschiedenen Umsatzsteuersätzen. Seit 2015 müssten wir als digitale Unternehmer, die innerhalb der EU verkaufen, theoretisch all diese Steuersätze kennen und die entsprechende Umsatzsteuer im Käuferland abführen.

Mit diesen irrsinnigen Regelungen müssen wir Kleinunternehmer heute leben, da große Unternehmen wie Amazon oder Apple die Umsatzsteuer nicht im Land des Verkaufs, sondern am Unternehmensstandort mit niedrigem Umsatzsteuersatz abführen und damit enorme Wettbewerbsvorteile haben. Ob ein Finanzamt Anspruch auf Umsatzsteuern für heruntergeladene eBooks oder Online-Kurse haben sollte, bleibt diskussionswürdig, muss wohl aber erstmal so hingenommen werden.

Wenn du in der Praxis alles richtig machen willst, ohne dabei den Verstand zu verlieren, dann gibt dir dieser Beitrag eine Anleitung. Ich muss dabei erwähnen, dass ich kein Steuerexperte bin, sondern hier eine Sammlung aus eigenen Erfahrungswerten, Auskünften von Rechtsanwälten und recherchierten Beiträgen aus dem Internet aufbereitet habe. Wenn du Fehler entdeckst, dann hilf uns durch deinen Kommentar dabei, diesen Guide besser zu machen.

WICHTIG: dieser Guide bezieht sich speziell auf den grenzüberschreitenden Verkauf von elektronisch erbrachten Leistungen in der EU. Die Begriffe Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer werden synonym verwendet.

 

Umsatzsteuer im Internet Quick & Dirty

Wenn du keine Lust hast, dich in das Thema einzulesen, dann sind dies die wichtigsten, stark pauschalisierten Fakten, die du als Online Unternehmer zur Umsatzsteuerpflicht kennen solltest:

  • Elektronisch erbrachte Leistungen sind alle automatisierten Produkte und Dienstleistungen, die über das Internet angeboten werden
  • die Umsatzsteuerpflicht ist abhängig von der Art der Leistung, dem Leistungsort und dem Status des Leistungsempfängers
  • Leistungen zwischen Unternehmen (B2B) werden am Ansässigkeitssort des Dienstleistungserbringers besteuert
  • Leistungen an Privatpersonen (B2C) in der EU werden grundsätzlich am Ansässigkeitssort des Käufers besteuert
  • Beim Ausweis von Preisen auf Webseiten und in Rechnungen muss immer der Endpreis (Brutto) angegeben werden
  • Durch den Verkauf über Reseller kannst du die eigene Abführung der Umsatzsteuer vermeiden

 

 

 

1. Allgemeines zur Umsatzsteuerpflicht

Grundsätzlich ist jeder Unternehmer oder Freiberufler umsatzsteuerpflichtig, wobei nicht alle angebotenen Produkte oder Services der Umsatzsteuerpflicht unterliegen (z.B. medizinische Leistungen). Eine Ausnahme gibt es allerdings mit der Kleinunternehmerregelung.

Sobald du eine selbständige Tätigkeit aufnimmst (gewerblich oder freiberuflich) musst du dich beim Finanzamt steuerlich erfassen lassen. Im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung gibst du deine prognostizierten Umsätze der nächsten Jahre an, woraufhin das Finanzamt über deine Umsatzsteuerpflicht entscheidet.

Solange dein angegebener Umsatz im ersten Jahr 17.500 Euro und im folgenden Jahr 50.000 Euro nicht überschreitet, kannst du von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen. Damit bist du von der Umsatzsteuer befreit. Die Umsatzgrenzen müssen in den Folgejahren überprüft und bei Überschreiten eine Umsatzsteuervoranmeldung abgegeben werden.

Die Befreiung macht den Einstieg in die Selbständigkeit leichter und sorgt dafür, dass du deine Produkte und Services für den Endverbraucher günstiger anbieten kannst. Gleichfalls kannst du aber keine Vorsteuer für Aufwendungen geltend machen. Du kannst als Kleinunternehmer jederzeit freiwillig auf die Befreiung verzichten und zur Umsatzsteuer optieren. Diese Optierung ist für 5 Jahre bindend.

Alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen oder Freiberufler müssen die Umsatzsteuervoranmeldung entweder monatlich oder vierteljährlich beim Finanzamt online einreichen.

 

1.1 Umsatzsteuerpflicht in der EU

Alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmer, die Dienstleistungen im EU-Ausland erbringen, müssen die entsprechende Umsatzsteuer im In- oder Ausland abführen. Da wir bei elektronisch erbrachten Leistungen (z.B. automatisierte Downloads) nicht vorher wissen können, in welchem Land der Käufer sitzt, müssen wir uns europaweit für die Abführung der Umsatzsteuer registrieren.

Die rechtliche Grundlage für die Umsatzsteuer in der EU ist die einheitliche europäische Mehrwertsteuerrichtlinie 2006/112/EG (MwStRL) und die dazugehörige Durchführungsverordnung (EU) Nr. 282/2011 (MwStVO), die anders als die Richtlinie verbindlich für alle Mitgliedsstaaten ist. Speziell für elektronisch erbrachte Leistungen gibt es die Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1042/2013 zu den Änderungen seit Anfang 2015.

Nach der für alle EU-Länder einheitlichen Mehrwertsteuerrichtlinie müssen alle Mitgliedsstaaten eine Umsatzsteuer von mindestens 15% erheben (ermäßigter Steuersatz mindestens 5 %), wobei es keine Obergrenze gibt. Den niedrigsten Umsatzsteuersatz hat übrigens Luxemburg, weshalb Apple, Google und Amazon dort ihre europäischen Niederlassungen haben, was seit 2015 jedoch weniger relevant ist. Die Umsatzsteuersätze in allen EU-Ländern findest du hier.

 

1.2 Umsatzsteuerpflicht in Drittländern

Außerhalb der EU legen die Staaten ihre eigenen Regelsätze für VAT (Value added tax) oder GST (Goods and Services Tax) fest. Laut einem Bericht von KPMG lag der weltweit durchschnittliche Umsatzsteuersatz in 2016 bei 15,6%, wobei die EU-Staaten mit durchschnittlich 21,5% deutlich darüber waren.

140 Länder weltweit erheben eine Umsatzsteuer. Ausnahmen sind neben wirtschaftlich eher unbedeutenden Ländern Hong Kong, arabische Staaten und die USA (unterschiedliche Sales Tax in den einzelnen Bundesstaaten).

Sobald du als Unternehmer mit Sitz in einem Drittland an Privatkunden in der EU verkaufst, gelten für dich jedoch die europäischen Regelungen. Selbst wenn dein Unternehmen in einem Land ohne Umsatzsteuersystem registriert ist, musst du beim Verkauf innerhalb der EU die landesübliche Umsatzsteuer ausweisen und abführen.

 

1.3 Umsatzsteuer für elektronisch erbrachte Leistungen

Der Ort der Leistungserbringung und damit die Umsatzsteuerpflicht bestimmt sich neben anderen Faktoren durch die Art des Umsatzes. Neben dem Erwerb und der Lieferung von Gegenständen, gehören dazu Dienstleistungen. In diesem Beitrag sind für uns die elektronisch erbrachten Dienstleistungen interessant, die auf europäischer Ebene in Artikel 56 und Anhang II der MwStRl und im deutschen Umsatzsteuer-Anwendungserlass in Abschnitt 3a.12 UStAE geregelt sind.

Demnach gehören zu den elektronisch erbrachten Leistungen alle Leistungen, “die über das Internet oder ein elektronisches Netz (…) erbracht wird und deren Erbringung auf Grund der Merkmale der sonstigen Leistung in hohem Maße auf Informationstechnologie angewiesen ist.“Also alle Leistungen, die mit minimaler menschlicher Beteiligung (automatisiert) über das Internet erbracht werden. Dazu gehören Hosting- und Streaming-Angebote, kostenpflichtige Mitgliederportale, Datenbanken mit Filmen, Bildern oder Musik sowie E-Books und sonstige digitale Produkte.

Ausgeschlossen davon sind Online-Shops, die physische Waren verkaufen und selbst versenden. Weiterhin ausgeschlossen ist die reine Versendung des Ergebnisses einer Leistung über das Internet (z.B Logoentwurf oder Gutachten wird via E-Mail versandt).

Vor der Neuregelung der Umsatzbesteuerung von elektronischen Leistungen galt, dass der Leistungsort dort ist, wo der Anbieter seinen Sitz hat. Was bis Ende 2014 recht einfach geregelt war, gestaltet sich ab dem 1. Januar 2015 deutlich schwieriger. Der Leistungsort und damit die Pflicht zur Abführung der Umsatzsteuer bestimmt sich jetzt dadurch, wo der Abnehmer seinen Sitz hat und ob es sich beim Käufer um ein Unternehmen oder eine Privatperson handelt.

 

 

 

2. Ort der Leistungserbringung

Der Ort der Leistungserbringung ist wichtig, um die Umsatzsteuerpflicht und damit den Mehrwertsteuersatz sowie die Rechnungsvorschriften zu bestimmen. Das Problem bei digitalen Produkten wie eBooks, Online-Kursen oder Mitgliederbereichen ist es, dass du den Kundenstamm nicht oder nur schwer auf Deutschland beschränken kannst.

Die Umsatzsteuer für alle elektronisch erbrachten Leistungen wird ab 2015 generell dort geschuldet, wo sich der Endkunde (Leistungsempfänger) befindet. Das kann beispielsweise ein Deutscher mit Wohnsitz in Südafrika oder ein Unternehmer mit Standort in Schweden sein.

Die Umsatzsteuer muss dann dort abgeführt werden, wo der Kunde wohnt bzw. das Unternehmen seinen Sitz hat. Leider gibt es einige Ausnahmen, weshalb es nicht so einfach ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Um die Frage zu klären, in welchem Land eine erbrachte Leistung umsatzsteuerlich erfasst wird, kommt es auf mehrere Faktoren an:

  • Leistungserbringer: Unternehmern innerhalb der EU oder in einem Drittland?
  • Leistungsempfänger: Unternehmer oder Nicht-Unternehmer innerhalb oder außerhalb der EU?
  • Art und Ort der Leistungserbringung: Dienstleistung, digitales Produkt, Seminar?

Um den Ort der Leistungserbringung korrekt zu bestimmen, müssen wir also die genaue Art der Dienstleistung und den Status des Dienstleistungsempfängers kennen. In der Praxis wird der Ort der Leistungserbringung anhand der IP-Adresse des Käufers, den Spracheinstellungen im Browser oder der Wohnortangabe im Bestellformular ermittelt. Zuverlässig ist das natürlich nicht.

Je nach Art der Leistung ändert sich der Leistungsort. Bei Seminaren (Fernunterrichtsleistungen) ist der Ort der Leistungserbringung der, an dem das Seminar stattfindet. Bei anderen Dienstleistungen ist es der Ort, an dem die Dienstleistung erbracht und verwertet wird. Und bei digitalen Produkten (Apps, eBooks, Online-Kurse, Musik, Filme) ist der Ort der Leistungserbringung der Ort, an dem der Käufer sitzt.

 

Vermutungen für Empfängerort

Wenn die elektronisch erbrachte sonstige Leistung nur an einem bestimmten Ort erbracht werden kann und die physische Anwesenheit des Leistungsempfängers erforderlich ist (z.B. Internetcafé), gilt die Vermutung, dass der Leistungsempfänger an diesem Ort ansässig ist. Werden die Leistungen über einen Festnetzanschluss erbracht, gilt die Vermutung, dass der Empfängerort am Ort des Festnetzanschlusses liegt. Bei der Leistungserbringung über mobile Netzwerke ist der Ländercode der SIM-Karte maßgeblich.

In allen anderen Fällen reichen dem Unternehmer zur Feststellung des Empfängerorts zwei Beweismittel, die einander nicht widersprechen. Als Beweismittel gelten u.a. die Rechnungsanschrift, IP-Adresse oder Bankangaben. Das alles sind Indizien, die vom Finanzamt jedoch widerlegt werden können, wenn Hinweise auf Missbrauch bestehen.

Der Ort des Leistungsempfängers befindet sich nach Artikel 57-60 der MwSt-Richtlinie an dem Ort, an dem die Leistung tatsächlich genutzt und ausgewertet wird. Dieser Ort ist bei:

  • Unternehmen (Steuerpflichtige) in dem Land, in dem das Unternehmen seinen rechtlich eingetragenen Sitz oder eine feste Niederlassung hat, die die Leistung empfängt. Die Betriebsstätte ist nach dem Umsatzsteuerrecht (UStAE Abschnitt 3a.1. Absatz 3) eine “feste Geschäftseinrichtung oder Anlage mit ausreichend Mindestbestand an Personal- und Sachmitteln, der für die Erbringung der betreffenden Dienstleistungen erforderlich ist”. Hat der steuerpflichtige Empfänger der Dienstleistung keine feste Niederlassung, wird die Leistung am Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt des Käufers besteuert.
  • Nicht-Unternehmern (Nichtsteuerpflichtige) in dem Land, in dem der Käufer gemeldet ist, seinen ständigen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort hat.

 

Status des Leistungsempfängers

Für die Umsatzsteuerpflicht wichtig ist die Unterscheidung zwischen B2B- und B2C-Geschäften, also ob der Leistungsempfänger ein steuerpflichtiges Unternehmen oder eine nichtsteuerpflichtige Privatperson ist.

  • Zu Unternehmen (Steuerpflichtige) gehören alle unternehmerisch tätigen juristischen Personen, die eine USt-ID-Nr. haben. Der Kauf der Leistung muss für das Unternehmen ausgeführt werden, wovon ausgegangen werden kann, wenn der Leistungsempfänger seine USt-ID-Nr. für die Rechnung verwendet (hier ein Tool zur Validierung der USt-ID). Aber auch wenn ein Leistungsempfänger keine Mehrwertsteuer-Identifikationsnummer hat, gilt er dann als Steuerpflichtiger, wenn er eine wirtschaftliche Tätigkeit selbständig ausübt (Art. 9 Abs. 1 MwStRL), selbst dann, wenn er keine USt-ID-Nr. besitzt. Das können beispielsweise Kleinunternehmer sein oder ausländische Anbieter, die es mit der Umsatzsteuer nicht so genau nehmen.
  • Zu Nicht-Unternehmen (Nichtsteuerpflichtige): gehören alle Privatpersonen, die als Endverbraucher handeln. Zu den Nicht-Unternehmern zählen natürliche Personen, die keine USt-ID-Nr. haben, aber auch juristische Personen (Unternehmen), die die bezogene Leistung nicht für ihr Unternehmen verwenden.

In der Praxis bedeutet das für dich, dass du immer dann an Unternehmer verkaufst, wenn dir der Leistungsempfänger seine Mehrwertsteuer-Identifikationsnummer (USt-ID-Nr.) mitgeteilt hat. Wenn du keine Informationen hast, die für den Verkauf an einen Steuerpflichtigen sprechen, dann kannst du von der Leistungserbringung an Privatpersonen ausgehen.

 

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Bestimmung der Umsatzsteuerpflicht

Vor der Neureglung der Umsatzsteuer galt bei grenzüberschreitenden Leistungen an einen Nicht-Unternehmer das Sitzortsprinzip, wonach die Umsatzbesteuerung in dem Land anfiel, in dem das leistende Unternehmen seinen Sitz hat.

Seit Anfang 2015 gilt für alle grenzüberschreitenden Leistungen an Unternehmen und Endverbraucher das Empfängerortsprinzip (Bestimmungslandprinzip). Die Umsatzbesteuerung liegt damit grundsätzlich in dem Land, in dem der Leistungsempfänger wohnt bzw. sein Unternehmen betreibt.

Sobald feststeht, in welchem Land die Dienstleistung erbracht und damit besteuert wird, muss noch geklärt werden, wer die Umsatzsteuer schuldet. Grundsätzlich ist das leistende Unternehmen der Steuerschuldner, wobei es auch hier wieder Ausnahmen gibt.

Diese Ausnahme ist das sogenannte Reverse-Charge-Verfahren, das bei B2B-Geschäften zwischen zwei Steuerpflichtigen greift. Danach findet eine Umkehr der Steuerschuldnerschaft statt, wenn der steuerpflichtige Dienstleistungserbringer innerhalb der EU eine sonstige Leistung (wie digitale Produkte und Dienstleistungen) an ein Unternehmen erbringt und nicht im Mitgliedstaat des Dienstleistungsempfängers ansässig ist (Artikel 196 MwStRL und § 13b UStG).

Durch die “Umkehr der Steuerschuldnerschaft” wird der Leistungsort in das Land des Leistungserbringers verlagert. Der Dienstleistungserbringer stellt seine Leistung dann netto (ohne MwSt) in Rechnung und weist auf die Umkehr der Steuerschuldnerschaft hin. Dafür gelten die Vorschriften zur Rechnungslegung des EU-Mitgliedstaats, in dem der Dienstleistungserbringer seinen Sitz hat. Der Empfänger der Leistung berechnet dann eigenständig die Mehrwertsteuer und führt diese ab.

Das bedeutet umgekehrt auch, dass du für ein in der EU ansässiges Unternehmen die Umsatzsteuer für empfangene Leistungen von ausländischen Unternehmern auf Grundlage der ausgestellten Rechnung selbst berechnen und abführen musst.

Das klingt in der Theorie alles ziemlich komplex, wird aber in der Praxis leider nicht viel einfacher. Hier ein paar Beispiele, die dir die Bestimmung des Leistungsortes verdeutlichen sollen:

  • eine in Paris lebende Privatperson schaut einen kostenpflichtigen Film über ein amerikanisches Streaming-Netzwerk. Die Umsatzsteuer wird in Frankreich fällig.
  • ein deutsches Unternehmen bietet eine Software zum Download an. Eine Privatperson in Australien kauft die Software. In Deutschland fällt keine Umsatzsteuer an und wird auch nicht in Rechnung gestellt.
  • ein ungarisches Unternehmen verkauft ein eBook an einen deutschen Unternehmer, der das Buch für geschäftliche Zwecke nutzt. Das eBook wird netto in Rechnung gestellt und die Umsatzsteuer aufgrund des Reverse-Charge-Verfahrens in Deutschland geschuldet.
  • ein Anbieter aus Hong Kong verkauft ein Webinar an einen Geschäftskunden in Österreich. Die Umsatzsteuer wird in Hong Kong geschuldet, wo es kein Umsatzsteuersystem gibt, wodurch die Umsatzsteuer komplett entfällt.

 

 

 

3. Umsatzsteuer für Unternehmen in der EU

Die theoretischen Grundlagen zur Bestimmung der Umsatzsteuerpflicht haben wir geklärt. Lass uns doch mal schauen, wie die praktische Anwendung aussieht, wenn dein Unternehmen bzw. eine Niederlassung in Deutschland oder einem anderen EU-Staat gemeldet ist. Da die europäischen Richtlinien zur Umsatzsteuer für den gesamten EU-Raum gelten, macht es zur Bestimmung der Umsatzsteuerpflicht übrigens keinen Unterschied, ob sich dein Unternehmen in Deutschland oder einem anderen EU-Mitgliedsstaat befindet.

Solltest du als deutscher (nicht umsatzsteuerpflichtiger) Kleinunternehmer Leistungen an ausländische Kunden erbringen oder von diesen empfangen, ist die Umsatzsteuerbefreiung aufgehoben. Das liegt ganz einfach daran, dass einige andere Staaten die Kleinunternehmerregelung nicht kennen oder Regelungen mit anderen Schwellenwerten haben. International gilt: (Klein)Unternehmer ist gleich Unternehmer.

Für innergemeinschaftliche Leistungen, also Geschäften mit Unternehmen in anderen EU-Ländern, brauchst du auch als Kleinunternehmer eine USt-ID-Nr. Das gilt sowohl für den Einkauf als auch den Verkauf von Leistungen. Auch das Reverse-Charge-Verfahren gilt für Kleinunternehmer, was in § 13 b Abs. 8 des UStG explizit vermerkt ist.

Wenn du als umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer mit Sitz in Deutschland oder im EU-Ausland eine grenzüberschreitende Leistung verkaufst, dann gibt es drei mögliche Konstellationen:

  • Leistungsempfänger ist EU-Unternehmen: nicht du als leistender Unternehmer, sondern der Empfänger der Leistung schuldet die Umsatzsteuer in dem EU-Mitgliedsstaat, in dem sein Unternehmen sitzt. Die Verlagerung der Steuerschuld beruht auf dem Reverse-Charge-Verfahren. Das bedeutet, dass du keine Umsatzsteuer auf der Rechnung ausweisen und keine Umsatzsteuer abführen musst.
  • Leistungsempfänger ist Privatperson in der EU: der leistende Unternehmer schuldet die Umsatzsteuer in dem EU-Mitgliedsstaat, in dem der Käufer wohnt bzw. seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Du musst die entsprechende Umsatzsteuer ausweisen und abführen. Die Umsatzsteuersätze der EU-Mitgliedstaaten findest du hier.
  • Leistungsempfänger ist Unternehmen oder Privatperson außerhalb der EU: Umsätze an Unternehmen oder Endverbraucher in Drittländer sind nach §4 Nr. 1a UStG nicht steuerbar. Auf der Rechnung wird entweder keine oder die landesübliche Umsatzsteuer im Empfängerland (Drittlandsregelungen) ausgewiesen. Wenn die Leistung im Zielland keiner Umsatzsteuer unterliegt, erfolgt ein Hinweis darauf, dass es sich um eine steuerfreie Ausfuhrleistung handelt.

 

 

 

4. Umsatzsteuer für Unternehmen im Drittland

Wenn sich dein Unternehmen in einem Drittland befindet, dann solltest du dich natürlich mit den Steuervorschriften in diesem Land vertraut machen. Unabhängig von den nationalen Regelungen gelten allerdings für erbrachte elektronische Leistungen im EU-Raum wieder die gleichen Regeln, die auch für europäische Unternehmen gelten.

Ist der Leistungsempfänger ein Unternehmer in der EU, schuldet dieser die Umsatzsteuer in dem EU-Mitgliedsstaat, in dem sein Unternehmen sitzt (Reverse-Charge-Verfahren). Du musst als Anbieter keine Umsatzsteuer auf der Rechnung ausweisen und deshalb auch nicht abführen. Wichtig ist, dass du die USt-ID-Nr. des Käufers hast.

Ist der Leistungsempfänger eine Privatperson in der EU schuldest du als Unternehmer die Umsatzsteuer in dem EU-Mitgliedsstaat, in dem der Käufer wohnt bzw. seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. In der Praxis wird dies entweder beim Kauf über die Rechnungsangaben abgefragt oder automatisch über die IP-Adresse des Käufers ermittelt. Du musst die entsprechende Umsatzsteuer ausweisen und abführen.

Besonders wenn dein Unternehmen in einem Land mit einem geringen Mehrwertsteuersatz oder sogar ohne Umsatzsteuersystem (wie z.B. Hong Kong) registriert ist, ist die Abführung der Umsatzsteuer bei Verkäufen an Privatpersonen in der EU ein Ärgernis. Was es für Alternativen gibt, erfährst du am Ende des Beitrags.

Noch eine persönliche Randnotiz zur praktischen Anwendbarkeit des USt-Wahnsinns: wenn du bei den nächsten Käufen einer Software, eines Online-Kurses oder sonstiger digitaler Produkte mal darauf achtest, ob dir als Käufer mit Wohnsitz innerhalb der EU die Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt wird, wirst du überrascht sein. Vor allem US-amerikanische Unternehmen scheinen sich wenig Gedanken darüber zu machen, dass sie bei Verkäufen in die EU faktisch Steuern hinterziehen, indem sie keine Umsatzsteuer berechnen. Ernsthafte Konsequenzen scheint es bisher nicht zu geben.

Das bedeutet nicht, dass du damit genauso leichtfertig umgehen solltest, denn mit Crawlern wie dem Xpider kann das Bundeszentralamt für Steuern ohne viel Aufwand Webseiten ausfindig machen, die unternehmerisch tätig sind, sich aber durch die Nichtabführung der Umsatzsteuer einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

 

 

 

5. Ausweis der Umsatzsteuer

Der korrekte Ausweis der Umsatzsteuer betrifft zum einen die Kennzeichnung von Preisen auf Webseiten und zum anderen die Rechnungslegung.

Sobald du Produkte oder Dienstleistungen an Privatkunden verkaufst, musst du Preise nach der Preisangabenverordnung als Endpreis für den Verbraucher angeben (inkl. Umsatzsteuer und evtl. Versandkosten). Ein Zusatz zum Nettopreis wie “zzgl. MwSt” ist nicht ausreichend. Wenn du Leistungen auf deiner Webseite verkaufst, kannst du selten ausschließen, dass nur Unternehmer kaufen, weshalb du die Umsatzsteuer im Zweifel ausweisen musst.

 

Kennzeichnung von Preisen auf Webseiten

Das Problem mit der Preisauszeichnung auf Webseiten ist, dass du nicht weißt, wo der Leistungsort ist, der letztendlich die Höhe der Umsatzsteuer bestimmt. Praktisch gesehen also ein Albtraum. Bisher gibt es keine einheitlich anerkannte Lösung, sondern nur Indikatoren für die Herkunft des Kunden:

  • IP-Adresse
  • Spracheinestellungen des Browsers
  • Abfrage des Herkunftslandes über das Bestellformular
  • Ländercode der SIM-Karte bei Bestellungen über Handys

In der Praxis hat sich bisher durchgesetzt, dass du die Mehrwertsteuer deines Haupt-Absatzmarktes ausweist und einen Vermerk wie “Im Preis enthalten ist bereits die deutsche Mehrwertsteuer von 19%. Bei Bestellungen aus einem anderen Land verändert sich der Endpreis je nach der landesüblichen Mehrwertsteuer. Wenn du als Unternehmen bestellst, entfällt die Mehrwertsteuer.” unter der Preisangabe hinzufügst.

Generell ausweisen musst du als Unternehmer oder Freiberufler deine UST-ID.Nr. nach § 5 TMG im Impressum deiner Webseite.

 

Ausweis der Umsatzsteuer auf Rechnungen

Kleinunternehmer sind bei innerdeutschen Leistungen umsatzsteuerbefreit. Um diese Befreiung geltend zu machen, reicht ein Zusatz auf der Rechnung: “Als Kleinunternehmer im Sinne von § 19 (1) UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.” Sobald grenzüberschreitend Leistungen verkauft werden (was sich in der Praxis kaum vermeiden lässt), müssen auch Kleinunternehmer die Umsatzsteuer ausweisen und abführen.

Als Unternehmer musst du bei elektronisch erbrachten Leistungen keine Umsatzsteuer ausweisen, wenn dein Unternehmen eine grenzüberschreitende Leistung an ein anderes europäisches Unternehmen verkauft. Auch wenn du keine Umsatzsteuer ausweisen musst, gilt es bei der Rechnungsstellung trotzdem diese Regelungen zu beachten:

  • EU-Unternehmen verkauft an EU-Unternehmen: bei innergemeinschaftlichen Leistungen, also dem Verkauf innerhalb der EU, an Unternehmer bist du nach dem Reverse-Charge-Verfahren nicht der Schuldner der Umsatzsteuer und darfst diese deshalb nicht ausweisen. Dennoch ist es wichtig, dass die Rechnung sowohl deine als auch die USt-Id-Nr. (anstelle der nationalen Steuernummer) des Leistungsempfängers enthält. Außerdem ist folgender Hinweis auf die Umkehr der Steuerschuld verpflichtend: “Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers” (Übersetzungen in andere Sprachen).
  • Unternehmen im Drittland verkauft an EU-Unternehmen: wenn du über ein Unternehmen in einem Drittland eine Leistung an ein EU-Unternehmen verkaufst, dann gibt es aus europäischer Sicht keine besonderen Anforderungen an die Rechnung, da der Umsatz beim Empfänger nicht steuerbar ist. Natürlich musst du die Regelungen im Land des Unternehmenssitzes beachten.
  • EU-Unternehmen verkauft an Unternehmen oder Privatkunde im Drittland: da die Leistung im Drittland steuerbar ist, richten sich die formalen Anforderungen an die Rechnungsstellung nach den Drittlandsregelungen. Nach deutscher und europäischer Gesetzgebung bestehen keinerlei Sonderregelungen für Rechnungen. Empfohlen wird jedoch ein Hinweis darauf, dass es sich um einen nicht im Inland steuerbaren Umsatz handelt “nicht im Inland steuerbare Leistung”. Solltest du nach Drittlandsregelungen die Umsatzsteuer schulden, musst du diese in der Rechnung ausweisen

 

Beim Verkauf an Privatkunden in der EU musst du bei grenzüberschreitenden, elektronisch erbrachten Leistungen grundsätzlich die Umsatzsteuer auf der Rechnung ausweisen,  unabhängig davon, wo dein Unternehmen gemeldet ist. Beim Verkauf von digitalen Produkten und Dienstleistungen ist das sicher die Mehrheit der Geschäftsvorfälle. Auf der Rechnung müssen in diesem Fall die folgenden Angaben gemacht werden:

  • USt-Id-Nr. des leistenden Unternehmens, anstelle der nationalen Steuernummer (hier ein Test-Tool zur Validierung der USt-ID)
  • anzuwendender Umsatzsteuersatz im Land des Leistungsempfängers
  • Betrag der zu zahlenden Umsatzsteuer unter Angabe der verwendeten Währung
  • Datum und Betrag der erhaltenen Zahlungen
  • Art der erbrachten Dienstleistung
  • Datum der Dienstleistungserbringung
  • Name und Adresse des Dienstleistungsempfängers, soweit dem Steuerpflichtigen bekannt
  • Informationen zur Bestimmung des Orts, an dem der Dienstleistungsempfänger ansässig ist oder seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat

Die Rechnungen sind wie gewohnt 10 Jahre lang aufzubewahren und müssen dem Finanzamt nach Bedarf auf elektronischem Wege zur Verfügung gestellt werden können.

 

 

 

6.Abführen der Umsatzsteuer

Die Steuerschuld entsteht zu dem Zeitpunkt, zu dem die Dienstleistung erbracht wird (Artikel 63 MwStRL). Wenn der Verkauf über mehrere Raten abgewickelt wird, entsteht die Steuerschuld mit der letzten Rate, spätestens jedoch nach Ablauf eines Kalenderjahres (Artikel 64 MwStRL).

Zur ordnungsgemäßen Abführung der Umsatzsteuer benötigst du eine USt-ID-Nr., die du beim Bundeszentralamt für Steuern beantragen kannst, und musst deine Umsatzsteuererklärung termingerecht abgeben.

 

Registrierung für die Umsatzsteuer

Um die Umsatzsteuerabführung innerhalb der EU zu vereinfachen, gibt es seit Anfang 2015 die sogenannte MOSS-Lösung (Mini-One-Stop-Shop) oder auf deutsch die KEA (kleine einzige Anlaufstelle). Im Grundprinzip sammelt das europaweite Finanzamt bzw. das BZSt die Umsatzsteuer zentral ein und leitet diese dann an die jeweiligen Länder weiter. Du musst dich also nicht in allen EU-Staaten umsatzsteuerlich erfassen lassen, sondern benötigst nur eine USt-IdNr.

Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-ID-Nr.) ist die standardisierte Kennzeichnung für Unternehmen innerhalb der EU. Alle Unternehmen, die innergemeinschaftliche Lieferungen erbringen, benötigen die ID. Erteilt wird die Nummer auf Antrag kostenlos vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt). Der Registrierungsbeginn ist grundsätzlich der erste Tag des kommenden Quartals nach der Anmeldung. Mit der Beantragung der USt-ID-Nr. ist dein Unternehmen automatisch für das vereinfachte Besteuerungsverfahren nach § 18 h UStG (MOSS/KEA) angemeldet.

Die Voraussetzung für die Teilnahme an diesem vereinfachten Verfahren ist, dass dein Unternehmen seinen Sitz oder eine umsatzsteuerliche Betriebsstätte in einem EU-Mitgliedsstaat hat (wenn sich der Sitz des Unternehmens außerhalb der EU befindet). Eine weitere Option für Unternehmen in Drittländern ist die Registrierung für VOES (VAT on eServices) in einem beliebigen EU-Mitgliedsstaat. Hier gibt es weitere Informationen zur Registrierung für Unternehmen außerhalb Deutschlands.

 

Termingerechte Abgabe der Umsatzsteuererklärung

Die Umsatzsteuererklärung muss in der Regel (abhängig von den Umsätzen) alle 3 Monate online beim Bundeszentralamt für Steuern eingereicht werden. Der Stichtag ist jeweils der 20. des Folgemonats für den Besteuerungszeitraum des vorangegangenen Quartals (z.B. 20.04. für Quartal I).

Die Steuererklärung muss unabhängig davon eingereicht werden, ob du Umsätze hattest oder nicht. Wenn im gesamten Besteuerungszeitraum keine Umsätze ausgeführt wurden, gibst du eine Nullmeldung ab. Von den Vorauszahlungen befreien lassen kannst du dich, wenn die Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr weniger als 1.000 Euro betrug.

Sobald die Steuerlast für das letzte Kalenderjahr mehr als 7.500 Euro beträgt, kann die Umsatzsteuervoranmeldung monatlich eingereicht werden. Wenn du davon Gebrauch machen willst, musst du die Voranmeldung für den ersten Kalendermonat bis zum 10. Februar des laufenden Kalenderjahres abgeben. Wird dieses Wahlrecht ausgeübt, bist du für das gesamte Jahr an den monatlichen Voranmeldungszeitraum gebunden.

Wenn du die Umsatzsteuervoranmeldung monatlich einreichst, kannst du eine Fristverlängerung beantragen, wenn du eine Sondervorauszahlung für die Umsatzsteuer des kommenden Kalenderjahres leistest. Die Sondervorauszahlung beträgt ein Elftel aller Vorauszahlungen für das letzte Kalenderjahr.

Wie gewohnt kannst du bei der Umsatzsteuervoranmeldung die Vorsteuer geltend machen. Dafür benötigst du eine ordnungsgemäß ausgestellte Rechnung inklusive der USt-ID.Nr. des leistenden Unternehmens.

 

 

 

7. Umsatzsteuerpflicht vermeiden

Wahrscheinlich hast du beim Lesen des Beitrags mehrfach die Hände über dem Gesicht zusammengeschlagen. Zumindest ging es mir so, als ich mich tiefergehend mit der Thematik auseinandergesetzt habe. Aber keine Panik, es gibt auch einfachere Optionen.

Je nachdem, wo dein Unternehmen registriert ist und welche Kunden du bedienst, kommen verschiedene Optionen in Frage, wenn du die Umsatzsteuerabführung nicht selbst machen möchtest.

Die drastische Lösung wäre es, den Verkauf an Privatkunden in der EU einzustellen. Das funktioniert bei Zahlungsdienstleistern wie Sendowl über IP-Sperrungen. Damit schließt du natürlich den kompletten europäischen Markt von deinem Angebot aus.

Alternativ könntest du die angebotenen Leistungen umbenennen. Die nachteiligen Regelungen zur Bestimmung des Leistungsortes und damit der Umsatzsteuerpflicht gelten für elektronisch (automatisch) erbrachte Dienstleistungen, jedoch nicht für klassische Leistungen, die manuell erbracht werden. Anstatt mein Buch als reines eBook zu verkaufen, könnte ich es als Consulting anbieten, bei dem es das Buch als kostenlose Zugabe gibt. In dem Consulting-Gespräch könnte ich dem Käufer danken und ihm alles Gute wünschen. Ziemlich umständlich, aber ich denke du verstehst das Prinzip.

Die am sinnvollsten erscheinende (aber auch kostspieligste) Lösung ist die Nutzung eines Resellers mit Sitz in Deutschland. Anbieter wie DigiStore24, elopage oder affilicon sind Reseller, treten also als Verkäufer auf und zahlen dir als Kunde eine Provision bzw. Lizenzgebühr aus. Der Vertrag und die Zahlungsabwicklung läuft zwischen dem Endkunden und dem Reseller ab. Das heißt, dass diese in Deutschland umsatzsteuerpflichtigen Anbieter letztendlich auch für die Abführung der Umsatzsteuer verantwortlich sind.

Wenn du beispielsweise einen Online-Kurs für 100 Euro über Digistore24 verkaufst, dann berechnet Digistore24 basierend auf den Käuferangaben automatisch die entsprechende Umsatzsteuer (z.B. in Deutschland 19 Euro). Die Umsatzsteuer stellt Digistore24 dem Kunden in Rechnung und führt diese ab. Du bekommst alle zwei Wochen eine Provision von ca. 90% des eingenommenen Nettobetrages ausgeschüttet.

Wenn du als deutscher Unternehmer selbst umsatzsteuerpflichtig bist und deine USt-ID bei dem Reseller einreichst, erhältst du die Auszahlung deiner Provision brutto, also inklusive Umsatzsteuer. Als nicht-umsatzsteuerpflichtiger Kleinunternehmer bekommst du die Auszahlung netto.

Für ausländische Unternehmer wird die Umsatzsteuer beim Verkauf an Privatpersonen nicht erstattet, da keine deutsche USt-ID vorhanden ist, d.h. du bekommst den Netto-Betrag ausgezahlt. Beim Verkauf an Unternehmenskunden berechnet der Reseller keine Umsatzsteuer, womit dein Auszahlungsbetrag brutto gleich netto ist.

 

Konsequenzen bei Nichteinhaltung der Umsatzsteuerregelungen

Als ausländischer Anbieter in einem Drittland könnest du natürlich die Regelungen ignorieren, genauso wie es viele amerikanische Unternehmen machen. Was würde passieren? Sehr wahrscheinlich nicht viel. Du verstößt zwar damit gegen eine Richtlinie und riskierst damit in der Zukunft Steuernachzahlungen leisten zu müssen, aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass europäische Finanzämter kleine Unternehmer kontrolliert.

Bußgelder und strafrechtliche Verfolgung ist in der Theorie dann möglich, wenn du vorsätzlich Umsatzsteuern hinterzogen hast. Aber wer kann dir schon nachweisen, dass du Kenntnis von den USt-Regelungen für elektronische Leistungen hattest? Mir könnte es nach der Veröffentlichung dieses Beitrags nachgewiesen werden, weshalb ich nicht mehr auf Unwissenheit plädieren kann.

Derzeit ist jeder EU-Mitgliedsstaat selbst dafür verantwortlich, die Richtlinie mit Audits durchzusetzen. Steuerprüfungen sind dann wahrscheinlich, wenn einer deiner Kunden eine Rechnung bei seiner Steuererklärung einreicht. Eine solche Prüfung ist in der Praxis sehr unwahrscheinlich.

Wenn sich dein Unternehmen in einem Drittland befindet, dann müsste das europäische Finanzamt mit der entsprechenden ausländischen Finanzinstitution kooperieren, um entsprechende Forderungen durchzusetzen. Diese Kooperation ist ebenso unwahrscheinlich, da Drittländer die USt-Forderungen der EU alles andere als begrüßen und wenig Interesse daran haben, Geld in die EU zu senden.

Sobald du dich einmal für MOSS oder VOES registriert und deine USt-ID erhalten hast, ist es damit natürlich vorbei, denn die Institutionen erwarten deine Steuererklärungen.

 

 

 

Was kommt noch auf uns zu?

Die Regeln zur Umsatzsteuer wurden geändert, um große Unternehmen wie Amazon oder Apple fairer zu besteuern. Es war sicher nicht die Absicht der europäischen Gesetzgeber, uns Kleinunternehmer zu bestrafen. Wir sind lediglich Kollateralschaden.

Im April 2016 hat die Europäische Kommission einen Aktionsplan zur Vereinheitlichung der Mehrwertsteuer in Europa angenommen. Die daran festgelegten Maßnahmen sollen die Regelungen für grenzüberschreitende Lieferungen (insbesondere für digitale Leistungen) in Europa vereinheitlichen und modernisieren.

Aufbauend darauf stellte die Europäische Kommission Anfang Dezember 2016 in einer Pressemitteilung neue Steuervorschriften zur Förderung des elektronischen Geschäftsverkehrs für Online-Unternehmen vor. Damit soll vor allem kleinen Online-Händlern das Leben leichter gemacht werden.

Aufgrund des komplizierten Mehrwertsteuersystems ist der Geschäftsverkehr im Binnenmarkt besonders für kleine Unternehmer kostspielig. Genau diese kleinen Unternehmen (Startups und KMUs) sollen durch Gesetzesänderungen begünstigt werden. Ob das in der Praxis der Fall sein wird oder die geplanten Maßnahmen ausschließlich auf die Schließung der Mehrwertsteuerlücke (erwartete – tatsächliche Mehrwertsteuereinnahmen) abzielen, bleibt wohl abzuwarten.

Mich würde es brennend interessieren, ob und welche Gedanken du dir als Online Anbieter Gedanken zur Umsatzsteuerpflicht gemacht hast. Auch freue ich mich riesig über Anregungen und Korrekturen zum Beitrag. Schreibe dein Feedback einfach in die Kommentare.

 

Wie handhabst du den korrekten Ausweis und die Abführung der Umsatzsteuer für elektronisch erbrachte Leistungen?

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Wir freuen uns über deine Fragen, deine Hinweise und dein allgemeines Feedback. Wenn du eine spezielle Frage zum Beitrag hast, schaue bitte zuerst in den bisherigen Kommentaren nach, ob du die Antwort dort findest.

33 Kommentare zu "Umsatzsteuer im Internet: Der Guide für den Verkauf digitaler Produkte und Dienstleistungen in der EU"

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Andi
Leser

Ich schließe mich den anderen Kommentaren an: Beste Zusammenstellung zu dem Thema überhaupt! 🙂

Eine Frage gibt es zu dem STATUS DES LEISTUNGSEMPFÄNGERS:
Als Unternehmen gelten diejenigen – vereinfacht gesagt – die unternehmerisch tätig sind, selbst wenn diese keine USt-ID vorweisen können. Bei den weiter unten aufgeführten Hinweisen zum Ausweis der Umsatzsteuer wird allerdings erwähnt, dass auf dem Dokument zwingend die USt-ID den Leistungsempfänger aufgeführt sein muss. Bedeutet dies, dass ein Leistungsempfänger als Privatkunde behandelt werden muss, wenn dieser über keine USt-ID verfügt? Gilt dies auch für den Fall, wenn man an Kunden Leistungen erbringt, die beispielsweise als Shop-Betreiber implizit immer Steuerpflichtig sind?

Jörg
Leser
Jörg

Respekt für _diese_ Aufarbeitung, *Hut lupf*
Ich habe hunderte von Seiten gelesen, nochmal so viele Youtube-Channels gesehen und Angebote aus diversen Quellen inhaliert einschließlich solcher, die persönlich weitergegeben werden (z.B. MLM-Systeme). Kein einziges, also ich meine: nicht eines (!) hat auch nur ansatzweise eine solche Informationsflut losgelassen. Zwar bin ich im Moment mehr verwirrt, als alles andere, aber das legt sich wieder. Optionen sind ja nachzulesen 😉
Für den Fall, dass andere Anbieter (nicht nur) digitaler Produkte und Leistungen mitlesen: Ich verkaufe Euch gerne das Brotmesser, damit Ihr Euch hier eine fette Scheibe abschneiden könnt. Natürlich korrekt versteuert.

Tobi
Leser
Tobi
Hallo, zuerst einmal auch von mir ein großes Danke für diesen informativen Artikel. Das muss eine unglaubliche Arbeit gewesen sein, alle Infos so gut aufzuarbeiten. 🙂 Aber ich habe noch eine Frage, bzw. würde gerne Gegenchecken, ob ich alles richtig verstanden habe. Ich (Sitz in Deutschland) verkaufe Softwarelizenzen selbstentwickelter Produkte. Definitiv digitale Güter. Desweiteren schließe ich Privatkunden aus, sowohl in meinen AGBs als auch mit Hinweis auf meiner Website und im Shop. Im Shop ist desweiteren die Angabe eines Firmennamens verpflichtend. * Liefere ich eine Softwareliznz an ein Unternehmen in D wird Umsatzsteuer fällig. * Liefere ich eine Softwarelizenz an ein Unternehmen in der EU gilt das Reverse-Charge-Verfahren: Nettobetrag, meine USt-ID und die des Kunden sowie ein entsprechender Hinweis auf die Rechnung. Basta. * Liefere ich eine Softwarelizenz an ein Unternehmen außerhalb der EU und nicht nach Deutschland erfolgt die Preisangabe netto. Soweit alles korrekt? Jetzt aber zwei Dinge, bei welchen ich mir unsicher bin: * Liefere ich eine Software an ein Unternehmen in der EU (ausgenommen D) und gibt dieses keine USt.-ID an, berechne ich bislang die deutsche Umsatzsteuer und führe diese in D auch ab. Ist das korrekt? Oder schulde ich die Umsatzsteuer im Land des Kunden, wie… Mehr lesen »
Tobi
Leser
Tobi

Ich nochmal… vor mir liegt – zeitlich passend – die Rechnung eines australischen Download-Anbieters, über den ich von einem österreichischen Programmierer eine Lizenz erworben habe. Meine USt-ID ist angegeben, der australische Anbieter gibt eine USt-ID beginnend mit EU… an.

Ich muss jetzt also den österreichischen Umsatzsteuersatz herausfinden, über das MOSS-Verfahren eine Erklärung abgeben und die österreichische Umsatzsteuer abführen ? Trifft’s das ?

Max
Leser
Max

Hallo Sebastian,
erstmal vielen Dank für den doch sehr informativen Artikel.
Ich habe auch eine Frage die sich auf meine derzeitige Situation bezieht 🙂
Ich habe ein in Deutschland angemeldetes Gewerbe. Ich erwirtschafte, auf Bestellung (z.B. Kunde wünscht 100 der virtuellen Währung x), automatisch mit Hilfe meiner Computer und eventueller anderer notwendiger Systeme (z.B. Spielekonsolen) virtuelle Währungen für Onlinespiele. Diese virtuelle Währung lagert auf automatisch erstellen Spieleaccounts. Meine Kunden, alle samt chinesische Unternehmen, zahlen mir nun einen Betrag und erhalten im Gegenzug Zugang zu dem Spieleaccount um über die virtuelle Währung verfügen zu können um diese an Endkunden zu verkaufen. Ich erhalte mein Geld also ausschließlich China. Meiner Meinung nach ist dies eine elektronische Dienstleistung auf die keine Mehrwertsteuer für mich anfällt. Ist das so korrekt oder liege ich daneben?

Liebe Grüße

Max

Jan
Leser
Jan

Vielen Dank für den tollen Artikel. Zu “Weiterhin ausgeschlossen ist die reine Versendung des Ergebnisses einer Leistung über das Internet (z.B Logoentwurf oder Gutachten wird via E-Mail versandt).” Mir schickt ein Kunde ein Logo, ich erstelle daraus ein Video bei mir zu Hause und schicke ihm das Ergebnis der Leistung per E-Mail/Download-Link zurück. Ich bin Kleinunternehmer. Wie sähe es da aus?

Sven J.
Leser
Sven J.

Wenn ich also bspw. ein Dropshipping E-Commerce Shop habe über eine HK Limited und die Artikel direkt von China nach Deutschland/Frankreich usw. geschickt werden, muss ich dann die MwSt. bezahlen?

Anonym
Leser
Anonym

Hallo,
ich biete bezahlte Mitgliedschaften sowie selbst erstellte Foto- und Videoaufnahmen an. Die Auslieferung erfolgt auf elektronischem Wege. Somit fällt mein Angebot vollständig in die Rubrik “digitale Inhalte” bzw. “elektronisch erbrachte Leistungen”.
Aufgrund der neuen Gesetzeslage in DE bzw. in der EU seit 2015 musste ich mein Angebot für C außerhalb Deutschlands komplett einstellen. Für alles andere ist mir der Aufwand zu groß – nicht nur der finanzielle. So macht mein Mini-Gewerbe eigentlich gar keinen Sinn und keinen Spaß mehr…
Kann man gegen diese neuen Regelungen klagen? Hat das vielleicht schon jemand getan? Wenn ich bloß wüsste, wie die “klugen Köpfe” namentlich heißen, die sich diesen Schwachsinn ausgedacht haben… Denen müsste man mal gründlich das Gehirn waschen. 🙂

Bob
Leser
Bob

Hi , vielen Dank für die tolle Zusammenfassung!

Eine Anmerkung zu:
“Mit der Beantragung der USt-ID-Nr. ist dein Unternehmen automatisch für das vereinfachte Besteuerungsverfahren nach § 18 h UStG (MOSS/KEA) angemeldet.”
Mir wurde schon vor ein paar Jahren eine USt-ID-Nr. zugeteilt, aber zur Teilnahme an MOSS/KEA ist anscheinend noch eine gesonderte Registrierung erforderlich und diese erfolgt NICHT automatisch mit der Beantragung einer USt-ID-Nr. , siehe: http://www.bzst.de/DE/Steuern_International/Mini_One_Stop_Shop/FAQ/FAQ_Texte/faq_07.html?nn=21274

Momentan hänge ich am Punkt Leistungsempfänger B2B/B2C:
Der Leistungsempfänger hat mir KEINE USt-ID-Nr. mitgeteilt, aber in der Rechnungsanschrift ist eine Firmenname enthalten.
Mir ist keine USt-ID-Nr. bekannt, aber ich habe auch noch weitere Anhaltspunkte dafür, dass der Leistungsempfänger C sein könnte.
Wonach bestimme ich denn jetzt, ob der Leistungsempfänger B oder C ist? Gibt es da ein entscheidendes Kriterium?
Muss ich, solange mir keine USt-ID-Nr. des Leistungsempfängers bekannt ist, davon ausgehen, dass er C ist?
Da meine Dienstleistung nicht automatisch erbracht wird, sondern nur elektronisch übermittelt, ist B oder C wesentlich für die Besteuerung. Irgendeine Idee?

Viele Grüße,
Bob

Tina
Leser
Tina

WOW! Ich bin gerade so unglaublich dankbar diesen Artikel gefunden zu haben. Vielen, lieben Dank für all die Informationen Sebastian 🙂 Vielleicht kannst du mir bei meinem Anliegen helfen.
Ich habe vor ein digitales Produkt in Form eines Guides zu verkaufen. Mein Gewerbe habe ich in Deutschland angemeldet, allerdings wird meine Hauptzielgruppe in den USA sein. Ich habe inzwischen rausgefunden, welche US-Staaten Sales Tax auf digitale Produkte erheben, was ich allerdings nicht verstehe ist was genau ich mit der Sales Tax mache die ich vom Kunde erhalte. Nur mal ein Beispiel: Ein Kunde aus Seattle möchte mein Guide käuflich erwerben. Meine Website wird automatisch erkennen dass er sich in Washington State (ein US-Staat der Sales Tax für Digitale Medien erhebt) befindet und dadurch die jeweilige Sales Tax zusätzlich zu meinem Kaufpreis verlangen. Die Gesamtsumme landet dann auf meinem Deutschen Paypal Konto. Meine Frage ist, muss ich die aus Amerika erhaltene Sales Tax in den USA abführen? Oder in Deutschland? Mir ist das irgendwie nicht so ganz klar 🙂

Evi
Leser
Evi

Hallo Sebastian,
vielleicht weist Du Rat. Ich möchte ein Portal mit einem kostenpflichtigen Mitgliederbereich anbieten, ohne Kommunikationsmöglichkeit der Mitglieder untereinander. Dazu stelle ich verschiedene Onilne-Skripte zur Verfügung, mit eigenen Texten, Grafiken, etc. Es ist zwar digital, aber kein Streaming, kein Download, ähnlich wie Spiele, aber keine App. Die Leute müssen dazu auf meine Seite und können die Anwendungen nicht downloaden. Greift auch hier als Kleinunternehmer die EU-Besteuerung? Oder gibt es eine Möglichkeit das anders zu benennen?

Max
Leser
Max

Hi Sebastian,
danke für den hilfreichen Artikel. Wie ist es, wenn ich bei Sitz in Deutschland digitale Produkte in die ganze Welt verkaufe? Wie die Abführung in die EU funktioniert ist mir jetzt klar, aber wie ist es für alle anderen Länder?
Es kann doch irgendwie nicht sein, dass ich da für jedes Land die Gesetze kennen muss und gesondert die Steuer abführen muss, oder doch? Was sind da meine Möglichkeiten?

Danni
Leser
Danni

Huiuiui, was für ein kompliziertes Thema… für mich ist das alles komplett neu aber in naher Zukunft würde ich mir (erstmal als Nebenerwerb) gerne online was dazuverdienen.

Mir gefällt das Beispiel mit dem e-book, das als consulting verkauft wird. Wäre das ebenso auf andere Bereiche anwendbar? Angenommen man bietet auf der eigenen Website diverse Web-Consulting-Dienstleistungen an, ohne direkt zu verkaufen – nur die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme, und zum Consulting gibt es dann je nach Vereinbarung des Themas *gratis* z.B. eine frische Website, oder SEO-Maßnahmen .. anstelle des e-books aus deinem Beispiel. Also eine manuell erbrachte Leistung…

Wo wäre da der Leistungsort? Welcher Vermerk wäre auf einer Rechnung nötig wenn ich sowas als Kleinunternehmer anbieten würde, könnte ich das dann relativ problemlos EU-weit bzw. eher im deutschsprachigen Raum machen?

Dora
Leser
Dora

Danke, dass Du Dir für uns so viel Arbeit gemacht hast! Dein Artikel ist sehr hilfreich!

Rieke
Leser
Rieke

Hi Sebastian, danke das ist genau das wonach ich gesucht hatte und damit ist meine Frage von letzter Woche auch schon beantwortet worden! Ich werd mich da wohl noch mal ein wenig genauer einlesen müssen bevor ich mein eigenes kleines Unternehmen starte, habe schon befürchtet das das ganze recht komplex ist.

Mensch
Leser
Mensch

Mich würde interessieren, ob man Dienstleistungen (audiogeführte Meditationen, Quantenheilung, Ernährungs- und Gesundheitsberatung u.a.) im Rahmen eines Energieaustausches oder in Form von Spenden anbieten kann. Ich bin souverän und fühle mich nur noch einem Gesetz gegenüber verpflichtet und das ist das Gesetz Gottes. Kein Staat dieser Welt hat das Recht, Steuern zu verlangen. Wir sollten dieses Sklavensystem nicht weiter finanzieren. Durch unsere Steuern werden die blutigen Kriege finanziert (Blutgeld) und die Kriegstreiber unterstützt. Wie denkt ihr darüber?

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