Der SlumbewohnerMittellos leben in einem Armenviertel

Was für uns als unzumutbar gilt, ist für über 800 Millionen Menschen weltweit Realität – das Leben in Slums auf engstem Raum und ohne jegliche Infrastruktur. Um herauszufinden, wie sich diese Armenviertel bilden und organisieren, werde ich selbst 30 Tage lang in einen Slum gehen.

Ziele und Regeln:

  • nach Möglichkeit 30 Tage selbst in einem Slum leben oder zumindest tagsüber dort sein
  • mit Slumbewohnern ins Gespräch kommen und herausfinden, was ihr Antrieb und ihre Träume sind
  • verstehen, wie ein Slum organisiert ist und was die größten Probleme der Bewohner sind
  • die Arbeit von Hilfsorganisation genau unter die Lupe nehmen und vergleichen

Zu Slums gehören alle informellen Siedlungen in oder am Rande von Großstädten, die von den ärmsten Menschen unserer Erde bewohnt werden. In diesen Armenviertel drängen sich viele Menschen auf engstem Raum, meist ohne fließend Wasser, Elektrizität, Müllentsorgung oder sonstigen Anschluß an die städtische Infrastruktur. Zu den größten Problemen in Slums gehören Kriminalität, Drogensucht und HIV.

Die Armenviertel sind in Südafrika als Townships, in Brasilien als Favelas und auf den Philippinen als Tondos bekannt. Das sind noch lange nicht alle Länder, in denen sich immer dort Slums bilden, wo generell hohe Armut herrscht oder die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinander geht.

Ich habe viel über das Eigenleben, das sich in Slums entwickelt, gelesen und habe auf Reisen auch so einige Siedlungen selbst gesehen. Allerdings eben immer mit einem gewissen Abstand, der auf Angst und Respekt vor den Bewohnern basiert.

Wie organisieren sich die Slumbewohner in ihren Siedlungen? Wie funktioniert der Handel untereinander? Welche Hierarchien gibt es? Welche Gesetzmäßigkeiten? Warum gibt es anscheinend auch wohlhabende Slumbewohner, die trotzdem in den Armenvierteln leben bleiben?

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, möchte ich 30 Tage lang selbst in dem Slum eines Entwicklungslandes leben (je nach Möglichkeit) oder zumindest tagsüber mit den Bewohnern in Form von Freiwilligenarbeit (Unterrichten, mit Kindern spielen, Infrastruktur errichten) Zeit verbringen.

Der Dank für diese Anregung geht an eine Leserin, die selbst in Südafrika lebt. Über weitere Kontakte zu gemeinnützigen Projekten oder Erfahrungen, die bei der Organisation dieses Experimentes helfen, bin ich unglaublich dankbar.

 

Hinweis: dieses Experiment wurde am 06.12.2017 eingestellt (2 Tage später) und startet deshalb mit der Anzahl an Stimmen, wie das Experiment mit den wenigsten Stimmen zu diesem Zeitpunkt (38 Stimmen).

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