Der PilgererLaufend auf der Suche nach mir selbst

Das Pilgern im ursprünglichen Sinne geschah, um Apostel oder Heiligtümer zu ehren und den Bund zu Gott zu stärken. Heute suchen auch Atheisten “auf dem Weg” Antworten auf Lebenskrisen und andere Erkenntnisse. Was passiert mit mir nach 30 Tagen meditativem Wandern?

Ziele und Regeln:

  • einen Pilgerpfad von 500 – 800 km Länge laufen
  • übernachten in Pilgerherbergen und bei Familien vor Ort
  • Gespräche mit anderen Pilgerern suchen und deren Motivation verstehen
  • das Wandern als meditative Reise zu mir selbst ausprobieren

 

Pilgerwege sind Pfade, die auf einer Wallfahrt zu einem heiligen Ort führen. Spätestens nachdem der Jakobsweg an Popularität gewonnen hat, machen sich aber auch Atheisten immer mehr auf den Weg, um bei wochenlangem Wandern nach Antworten auf Lebenskrisen und ihre Beziehung zu Gott zu suchen.

Pilgerwege gibt es in allen Religionen. Die Ziele sind meist Gräber von Aposteln, Heiligtümer oder besonders spirituelle Orte. Die bekanntesten Pilgerpfade für Christen sind:

  • Jakobsweg (800 km von St. Jean Pied de Port in Frankreich nach Santiago de Compostela in Spanien)
  • Via Francigena (1.700 km von Canterbury in England nach Rom)
  • Jerusalemweg (verschiedene Startorte in Europa über die Türkei nach Jerusalem)
  • Martinsweg (1.200 km von Szombathely in Ungarn nach Tours in Frankreich)
  • Paulusweg (500 km von Perge bei Antalya nach Pisidien in der Türkei)

Auch außerhalb von Europa gibt es Pilgerwege, die sich gut dafür eignen einerseits die Schönheiten der Landschaft in einem langsamen Tempo zu entdecken und andererseits zu Erkenntnissen auf dem Weg zu gelangen.

Ich möchte 30 Tage lang pilgern mit einem Streckenpensum von 500 – 800 km. Dabei möchte ich erfahren, was die Verbundenheit mit der Natur, die Gespräche mit anderen Pilgerern und die Einsamkeit mit mir macht. Welche Gedanken und Erkenntnisse kommen einem Pilgerer, der einen Monat lang nur ein Ziel hat: anzukommen.

 

Hinweis: dieses Experiment wurde am 08.12.2017 eingestellt (4 Tage nach den anderen Experimenten) und startet deshalb mit der Anzahl an Stimmen, wie das Experiment mit den wenigsten Stimmen zu diesem Zeitpunkt (44 Stimmen).