Der MüllsammlerEigene Abfälle bis zum Monatsende herumtragen

Was wäre, wenn wir jeglichen selbst verursachten Müll mit uns herumtragen müssen? Wir würden wahrscheinlich deutlich bewusster konsumieren. Ich werde es testen und herausfinden, wie viel oder wenig Abfall ich bis zum Monatsende auf meinem Rücken tragen muss.

Ziele und Regeln:

  • alle verursachten Abfälle sammeln und bis zum Monatsende mit mir in einem Beutel oder Rucksack herumtragen
  • organische Abfälle werde ich Zuhause selbst kompostieren
  • möglichst viel auf Einwegverpackungen verzichten und unverpackt einkaufen
  • keinen Mehrweg-Plastikmüll (inkl. Tupperware) oder Papierverpackungen verwenden
  • Buch darüber führen, wie viel mehr Aufwand an Zeit und Geld der Zero-Waste-Lifestyle benötigt
  • lernen, wie Abfälle vermieden, reduziert und wiederverwertet werden können

Über 600 kg produziert jeder Deutsche im Durchschnitt jedes Jahr. Wenn ich meinen Müll einen Monat lang sammeln und immer mit mir rumtragen müsste, dann hätte ich am Monatsende mindestens 50 kg zu schleppen.

Auch wenn ich bereits sehr minimalistisch lebe, trage meinen Teil zur Wegwerfgesellschaft genauso bei, wie die meisten Menschen. Dieses radikale Experiment soll mir dabei helfen, meinen Konsum noch stärker zu hinterfragen.

Das bedeutet, Mehrweg statt Einweg, unverpackt statt verpackt, Thermostasse statt To-Go-Becher und echtes Besteck statt Plastikgabeln. Jeglichen Abfall, den ich produziere (ausgeschlossenen sind organische Abfälle), werde ich aufheben und jederzeit auf dem Rücken mit mir rumtragen. Ich bin gespannt, wie voll mein Müllsack nach einem Monat ist.

Der Dank für die Anregung zu diesem Experiment geht gleich an drei Leserinnen und Leser, die mich mit ihren Vorschlägen, auf das Müll- und vor allem Plastikproblem aufmerksam zu machen, dazu inspiriert haben.

 

Hinweis: dieses Experiment wurde am 06.12.2017 eingestellt (2 Tage später) und startet deshalb mit der Anzahl an Stimmen, wie das Experiment mit den wenigsten Stimmen zu diesem Zeitpunkt (38 Stimmen).