Der JudeLeben nach Tanach, Torah und Mitzwot

Koscher essen, den Sabbat heiligen, das Gespräch mit Rabbinern suchen und nach Israel reisen – diese und andere Dinge möchte ich tun, um mehr über das Judentum zu lernen. Außerdem möchte ich sensible Themen wie Antisemitismus und den Holocaust diskutieren.

Ziele und Regeln:

  • die heiligen Bücher Tanach, Torah und Mitzwot lesen
  • die orthodoxen jüdischen Lebensregeln (Mitzwot) befolgen
  • dreimal täglich am Gebet teilnehmen
  • mindestens 2 Wochen in Israel verbringen
  • das Gespräch mit Rabbinern und anderen Gläubigen suchen
  • einer jüdischen Gemeinschaft beitreten und an Diskussionen teilnehmen

 

Als Deutsche sind wir durch die ewig andauernde antisemitische Propaganda besonders anfällig für Vorurteile. Das Wort Jude wurde in meiner Jugend als Schimpfwort benutzt. Die Assoziationen mit dem Judentum reichen von Zigeunern bis Geldabschneidern.

In der Schule wurde viel über den Holocaust gelehrt. Das ist auch gut so, denn dieser Völkermord sollte nie in Vergessenheit geraten. Aber sonst habe ich nicht viel gelernt über das Judentum, das in den abrahamitischen Religionen eine ganz besondere Rolle einnimmt.

Auch wenn ich einige jüdische Freunde habe, reichte mein Interesse für die Religion nie besonders weit. Das möchte ich ändern. Ich möchte einen Monat lang die jüdischen Lebensregeln (Mitzwot) strengstens befolgen sowie nach Israel reisen und dort die Gespräche suchen. Außerdem möchte ich erforschen, wie viel Antisemitismus heute noch rund um den Globus besteht.

 

Tanach, Torah und Mitzvot

Als Tanach werden die Bibeltexte im Judentum bezeichnet, die durch das Christentum in veränderter Anordnung als Altes Testament übernommen wurden. Der Tanach, der auch als hebräische Bibel bezeichnet wird, besteht aus Tora (Weisung), Nevi’im (Propheten) und Ketuvim (Schriften).

Die Torah (fünf Bücher Mose) ist die heilige Schrift der Juden und der wichtigste Hauptteil des Tanach, in der es um die Erwählung des Gottesvolks und die Offenbarung seiner Rechtsordnung geht. Die um 250 v. Chr. fertiggestellte Schriftensammlung gilt als Gesetzbuch und Grundlage des Jerusalemer Tempelkults.

Neben der schriftlichen jüdischen Lehre aus der Torah gibt es die mündliche Lehre, die im Talmud von erfahrenen Rabbinern diskutiert wird. Auf beiden Auslegungen basiert die Halacha, das jüdische Gesetz, das von Gott auferlegt wurde.

Diese Halacha beinhaltet im Judentum 613 Lebensregeln (Mitzwot – Pflichten und Gebote), die in der Tora beschrieben sind. Diese Regeln wurden Mose auf dem Berg Sinai von Gott übergeben. Wie im Christentum sind auch den Juden besonders die Zehn Gebote wichtig, die den Umgang mit Gott beschreiben und moralische Standards vorgeben. Weitere wichtige Mitzwa sind:

  • Koschere Speisen: Koscher schreibt frommen Juden genau vor, was sie essen dürfen. Zu den koscheren Speisen gehören Fleischprodukte von Paarhufern und Wiederkäuern (Schaf, Rind, Ziegen und Reh), Geflügel, solange es sich vegetarisch ernährt, sowie Fische mit Schuppen und Flossen. Verboten sind Schweinefleisch, Schalen- und Krustentiere. Fleisch- und Milchprodukte gehören strikt voneinander getrennt.
  • Gebet: Dreimal täglich sollen Juden beten, wobei Männer die Kippa (Käppchen), Tallith (Gebetsumhang) und werktags den Tefillin (Gebetsriemen) tragen.
  • Heiligung des Sabbats: der Sabbat ist der siebte Wochentag, an dem das Ruhen Gottes am siebten Tag der Schöpfung sowie der Auszug der Israeliten aus Ägypten gefeiert wird. Der Sabbat beginnt am Freitagabend mit dem Sonnenuntergang und endet am Samstagabend. Während dieser Zeit achten orthodoxe Juden darauf, zu ruhen und – egal durch welche Handlung – keine neue Situation geschaffen werden (z.B. kein Auto fahren oder Lichtschalter betätigen).

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