Der FrutarierErnähren mit Obst, Nüssen und Samen

Frutarier gehen einen Schritt weiter als Veganer, indem sie das Recht auf artgerechtes Leben nicht nur Tieren, sondern auch Pflanzen zusprechen. Eine noble Ideologie, aber wie gesund ist es, sich nur von Obst, Nüssen und Samen ernähren? Ich möchte es herausfinden.

Ziele und Regeln:

  • nur Lebensmittel essen, die von der Pflanze gepflückt werden können, ohne diese zu beschädigen
  • Gesundheitscheck mit Blutwerten zu Beginn und am Ende des Experiments
  • Tagebuch über Gewicht und Gemütszustand führen
  • genaue Buchführung über alles, was verzehrt wird
  • das Gespräch mit langjährigen Fruitariern und deren Kritikern suchen

 

Frutarier (oder Fruganisten) befolgen eine streng vegane Ernährung, die auf Früchten basiert. Angestrebt wird dabei, nur pflanzliche Produkte zu essen, die keine Beschädigung der Pflanze bedingen. Eine extreme Auslegung ist es, nur Obst zu essen, das bereits vom Baum gefallen ist. Die ethischen Motive von Frutariern liegen darin, nicht natürlich erfolgten Tod zu verhindern. Dabei sprechen Frutarier das Recht auf artgerechtes Leben nicht nur Tieren, sondern auch Pflanzen zu. 

Zum Speiseplan von Frutariern gehören nur Lebensmittel, die von der Pflanze gepflückt werden können, z.B. Obst wie Äpfel oder Beeren, Gemüse wie Tomaten und Kürbisse, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte wie Erbsen oder Bohnen. Ausgeschlossen werden Knollen, Blätter oder Wurzeln von Nahrungspflanzen sowie Lebensmittel tierischen Ursprungs. Umstritten ist, ob Getreideprodukte und Honig verzehrt werden sollte.

Kritisiert wird an dieser extremen und einseitigen Ernährungsweise die unzureichende Zufuhr von Proteinen, Vitaminen wie B12, Calcium, Zink, Eisen und Iod.

Ist dem wirklich so? Wie ändern sich Blutwerte und Gemütszustand nach einem Monat fruganer Ernährung? Und wie sozial verträglich ist diese extreme Ernährungsform? Ich werde es einen Monat lang testen und genauestens Buch führen.

 

Zum Anfangsbericht vom 31.01.2018

Zum Abschlussbericht vom 01.03.2018