Der ArmeLeben unter der Armutsgrenze mit 40% des mittleren Einkommens

Als Student bin ich mit 600 Euro im Monat ausgekommen. Diese Zeiten sind lange vorbei. Heute kann ich mir schwer vorstellen, mein Leben mit 20 Euro am Tag zu bestreiten. Genau das ist der Betrag, der in Deutschland als Armutsgrenze definiert wird.

Ziele und Regeln:

  • festes Monatsbudget in Höhe von 40% des Medianeinkommens im Aufenthaltsland (in Deutschland ca. 20 Euro am Tag)
  • Konsumverzicht und Priorisierung von Einkäufen nach Notwendigkeit
  • Führen eines Haushaltsbuches, welches alle Ausgaben erfasst
  • nur Nahrungsmittel verzehren, die in diesem Monat gekauft wurden
  • keine Annahme von Einladungen durch Freunde oder sonstige Hilfe

 

Meine privaten monatlichen Ausgaben liegen im Durchschnitt bei 2.000 – 3.000 Euro. Das mag darin liegen, dass ich viel reise und mich auch in recht teuren Städten aufhalte. Vor allem aber liegt es daran, dass ich nicht sehr sparsam mit meinem Geld umgehe. Der Lebensstandard steigt jedes Jahr und Abstriche zu machen, fällt immer schwerer.

Über 10% der Weltbevölkerung leben mit unter 2 USD am Tag, was ungefähr 50 Euro im Monat entspricht. Der Zahlenwert für die Armutsgrenze variiert natürlich zwischen Ländern und Regionen. In Deutschland etwa lag die Armutsgefährdungsgrenze (60 % des Medianeinkommens) 2015 bei 1.033 Euro (16,7 % der Bevölkerung).

Als Armut wird ein Einkommen gesehen, das den Erwerb aller lebensnotwendigen Ressourcen nicht möglich macht. In der EU werden alle Personen, denen weniger als 40% vom Medianeinkommen (durchschnittliches Nettoeinkommen) zur Verfügung stehen, als arm angesehen. Als armutsgefährdet gelten alle Personen, die weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens haben.

Weltweit gesehen definieren die WHO und die OECD alle Personen als arm, denen weniger als 50 Prozent des Medianeinkommen zur Verfügung stehen. Die Weltbank drückt die Armutsgrenze seit Oktober 2015 mit 1,9 USD pro Tag aus, wonach rund 10 % der Weltbevölkerung in Armut leben.

Je nach Aufenthaltsland werde ich mit weniger als 40% des dort herrschenden durchschnittlichen Einkommens leben. Ich möchte zum einen wieder mehr Bewusstsein über meinen Konsum erlangen und zum anderen verstehen, was es bedeutet, wirklich arm zu sein.

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