Weißt du was Krabben mit schlechten Freunden gemeinsam haben?

In einer bestimmten Situation zeigen Krabben ein faszinierendes Verhalten, das sich ohne weiteres auch auf Menschen übertragen lässt. Sie stehen sich gegenseitig im Weg, manipulieren und demotivieren sich, anstatt gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten. Hoffentlich machst du es besser als die Schalentiere.

In der Soziologie gibt es den Begriff Krabbenmentalität. Dieses Verhalten bezeichnet Krabben, die in einem Eimer gefangen sind und sich einander daran hindern, an der Eimerwand herauszuklettern. Sie ziehen sich immer wieder gegenseitig hinunter, ganz nach dem Motto: wenn ich nicht entkommen kann, dann bleibst auch du hier.

Dieses kuriose Verhalten gibt es natürlich nicht nur bei Krabben. Du hast das sicher schon bei Personen in deiner Umgebung beobachtet. Angst, Neid, Gier, Eigensinn oder einfach Unverständnis führen dazu, dass wir uns gegenseitig Steine in den Weg legen.

 

Warum es so schwer ist, einander etwas zu gönnen?

Ich hatte in der Vergangenheit immer wieder Gespräche mit Leuten, die dem Großteil meiner Ansichten und Ideen weniger positiv gegenüberstanden. Das hat sich dan so oder so ähnlich angehört:

“Wie, du lebst in China? Da ist doch die Luft so dreckig und der Lebensstandard viel schlechter als hier?” oder “Warum suchst du dir denn keine Festanstellung nach deinem Masterabschluss? Du würdest doch viel mehr Geld in einem großen Unternehmen verdienen!”

Sicher sind diese Einwürfe nicht unberechtigt und für kritische Bemerkungen bin ich auch stets dankbar. Aber sollten wir nicht besonders von Freunden unterstützende Worte erwarten, anstatt uns ständig rechtfertigen zu müssen?

Sicher kennst du das. Wie haben Bekannte reagiert, als du ihnen von deinen Plänen der digitalen Selbständigkeit erzählt hast? Oder als du dich auf unbestimmte Zeit aus Deutschland verabschiedet hast?

Dieses engstirnige Denken rührt wohl daher, dass viele Personen sich nicht aus Ihrer Komfortzone herauswagen wollen (oder nicht können). Um sich selbst nicht schlecht zu fühlen, wollen sie allerdings auch nicht, dass dies jemand anders tut.

Es könnte ja durchaus sein, dass Veränderungen positive Aspekte mit sich bringen und das wäre natürlich fatal für die Ansichten eines konservativ Denkenden. Also, zurück zu den Krabben, bleiben wir lieber alle in Gefangenschaft, anstatt einander etwas Gutes zu gönnen.

 

Wann du aufhören solltest, auf deine Freunde zu hören

Kennst du das Sprichwort: du bist der Durchschnitt der 5 Personen, denen du am nächsten stehst? Wenn du deinem Leben eine neue Richtung geben willst, dann gehört über kurz oder lang auch ein verändertes Umfeld dazu. Du solltest Beziehungen pflegen, die dich bei Veränderungen unterstützen.

Versuche dich mit Menschen zu umgeben, die das geschafft haben, was du erreichen willst, oder dich zumindest dabei inspirieren und motivieren können.

Ständig nörgelnde und überkritische Freunde wirken wie ein riesiger Klotz am Bein, da sie dich immer wieder in die bestehende “Realität” zurückholen. Sie wollen nicht, dass sich der Status Quo ändert, denn das birgt Risiken.

Bitte verstehe mich nicht falsch. Es ist mir durchaus wichtig, an langjährigen Freundschaften festzuhalten. Menschen nehmen jedoch im Laufe des Lebens unterschiedliche Abzweigungen und das macht es oft schwer, eine Freundschaft aufrecht zu erhalten. Beziehungen sollten ganz einfach nicht auf Postleitzahlen, sondern auf gemeinsamen Interessen und Ansichten.

 

Wenn die Krabben doch nur etwas schlauer wären…

Ja, es gibt für die Krabben auch einen Alternativplan. Wenn diese weniger egoistisch wären, dann würden Sie sich einfach alle auf einer Seite des Eimers versammeln und diesen dadurch umkippen. Damit würden alle zur gleichen Zeit entkommen und niemand würde sich ungerecht behandelt fühlen.

Mit dieser Metapher will ich nur sagen, dass du dich mit Gleichgesinnten umgeben solltest. Hin und wieder eine ehrliche Meinung von einem guten Freund zu hören ist von unschätzbarem Wert. Noch wichtiger sind allerdings motivierende Worte, die dich bei deinen Vorhaben unterstützen.

In diesem Sinne: Gönne anderen das Glück und vor allem, umgib dich mit Leuten, die dir das Gleiche gönnen.

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5 Kommentare zu "Weißt du was Krabben mit schlechten Freunden gemeinsam haben?"

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