Grenzen sind da, um überschritten zu werden. Trau dich etwas!

Ortsunabhängig zu leben, ohne Ballast und unnötige Verpflichtungen, das erfüllt mich mit Glücksgefühlen. Grenzen einzureißen und voller Neugier auf Neues zuzugehen, das macht mein Leben lebenswert. Ganz sicher willst auch du dein Leben selbst bestimmen, anstatt es von örtlichen Grenzen und mentalen Barrieren bestimmen zu lassen.

Das unbeschwerte Gefühl, nicht an Dinge oder Orte gebunden zu sein, erfüllt mich mit extrem viel Glück. Ich möchte mich weder durch Landesgrenzen, noch durch mentale Barrieren einschränken lassen.

Viele werden damit nicht übereinstimmen. Das hängt von der eigenen Einstellung, Erziehung und der individuellen Situation ab, in der sich jemand befindet. Ich will hier auch niemanden eines besseren belehren.

Jedoch bin ich davon überzeugt, dass viele unter uns ihre Grenzen aus reiner Gewohnheit nicht überschreiten. Einfach deshalb, weil wir es nicht anders gelernt haben. Weil wir Grenzen doch respektieren müssen – sowohl physische als auch mentale.

Was würde passieren, wenn du deine Grenzen übertrittst? Wenn du dich aus deinem gewohnten Umfeld herauswagst?

Vielleicht würdest du feststellen, dass du dich in deiner gewohnten Umgebung am wohlsten fühlst und wieder dorthin zurückkehren.

Vielleicht aber würdest du merken, dass es viel mehr im Leben gibt, als die dir bekannte Komfortzone. Dinge, die dich glücklich machen, die deine Leidenschaft brennen lassen und dein Leben für immer verändern.

Ich habe die ersten 20 Jahre meines Lebens innerhalb festgelegter Grenzen gelebt und gedacht. Dann hat sich so einiges in meinem Leben verändert. Seitdem kann ich nicht nur auf viele tolle Erlebnisse zurückblicken, sondern habe mich vor allem für Neues geöffnet.

Ich habe meine Grenzen durchbrochen, indem ich oft Ja gesagt habe, anstatt neuen Erfahrungen skeptisch gegenüber zu stehen.

 

Es gibt zum einen örtliche Grenzen und zum anderen mentale Barrieren im Kopf. Ersteres besteht vor allem aus materiellem Besitz und Heimatverbundenheit. Letzteres ist eine Einstellungssache. Mentale Barrieren werden nur durch Offenheit und Neugier durchbrochen.

Hast du dir schon mal überlegt, was dich eigentlich an einen Ort bindet?

Das sind nicht nur deine Staatsbürgerschaft, deine Familie und der Arbeitsplatz. Es kann eine ganze Menge guter Gründe dafür geben, sich nicht von einem Ort lösen zu wollen:

  • Familie und Freunde
  • Arbeitsplatz, Uni oder dein Unternehmen
  • Haus oder Wohnung
  • Besitztümer und Verträge jeglicher Art
  • Gewohnte Umgebung aka Komfortzone
  • Angst vor der Ungewissheit

 

Trenne dich von Dingen, die dich belasten

Es fällt ganz sicher nicht jedem leicht, sich von all diesen Dingen zu trennen. Einige Dinge sorgen allerdings dafür, dass wir uns selbst in einer Situation gefangen halten, die nicht immer optimal ist, die uns unglücklich macht.

Besonders durch Besitztümer sollten wir uns auf keinen Fall an einen Ort binden lassen. Was bringen uns all die über die Jahre angehäuften materiellen Dinge, wenn sie unser Leben nur belasten, anstatt es schöner zu machen? Das Abwerfen von Besitz und Kündigen von Verträgen hat zumindest auf mich unglaublich befreiend gewirkt.

Genauso wenig sollte eine Wohnung Einfluss auf wichtige Entscheidungen haben. Ob als junger Single oder mit Familie – du kannst zur Zwischenmiete wohnen, die Wohnung flexibel untervermieten oder einfach kündigen. Wohnungen sind ein Mittel zum Zweck und sollten uns nicht beherrschen.

Für einen Großteil von uns bestimmt der Arbeitsplatz den Aufenthaltsort. Keine gute Ausrede, denn heutzutage ist eine ortsunabhängige Festanstellung oder die Selbständigkeit als Freelancer oder Online Unternehmer eine Alternative, die für alle von uns umsetzbar ist.

Was bleibt sind die immateriellen Werte. Dinge, mit denen wir einen emotionalen Wert verbinden, denen gegenüber wir uns in der Verantwortung sehen, an die wir uns gewöhnt haben. Diese loszulassen, ist wohl der schwerste Part.

 

Etwas aufzugeben bedeutet Fortschritt

Wie heißt es so schön: “der Mensch ist ein Gewohnheitstier”. Wir sind in der Lage, uns schnell an neue Situationen anzupassen. Ebenso haben viele von uns aber auch Probleme damit, Gewohnheiten aufzugeben und geliebte Menschen zurückzulassen.

Mir fällt es mittlerweile leicht, mit Gewohnheiten zu brechen. Ebenso fiel es mir nie schwer, einen Job, eine Wohnung oder eine Beziehung aufzugeben, wenn ich mit der Situation nicht zufrieden war. Etwas aufzugeben ist keine Schwäche, es eröffnet immer neue Möglichkeiten.

Schwieriger ist es, Familie und Freunde zurückzulassen. So sehr ich meine Ortsunabhängigkeit und meine Flexibilität lieben gelernt habe, so sehr fehlen mir auch geliebte Menschen in der Heimat und neue Bekanntschaften, die ich unterwegs geschlossen habe.

Wenn ich dann jedoch überlege, wie oft ich meine Familie damals gesehen habe, als ich in Berlin wohnte, dann revidiert sich das schnell. Anstatt 6-10 mal im Jahr sind es jetzt zwar nur noch 1-2 mal jährlich, dafür ist die Zeit aber sehr viel intensiver.

Meine Freunde sehe ich deutlich weniger als früher. Mir fehlen die Nachmittage im Park, die vertrauten Gesprächspartner und die legendären Partys. Auf der anderen Seite habe ich in den vergangenen Jahren viele neue Freunde gefunden, die mein Leben auf ganz verschiedene Weisen bereichert haben. Der Kontakt zu den wahren Freunden ist dennoch bestehen geblieben.

Was bleibt ist die Angst vor der Ungewissheit!

Das ist meiner Erfahrung nach der entscheidende Punkt, der Menschen daran hindert, ihr Leben zu ändern. Die Wohnung, Besitz, Familie, Freunde und der Arbeitsplatz werden als Ausreden aufgeführt, was aber wirklich hemmt, ist  die Ungewissheit.

Ja, eine ungewisse Zukunft kann manchmal etwas beängstigend sein. Mehr noch, wenn man nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Menschen verantwortlich ist.

Aber ist es denn nicht auch schön, dass das eigene Leben nicht vorbestimmt ist? Überraschungen bereichern doch den tristen Alltag. Neue Erfahrungen lassen uns doch als Person wachsen.

Warum nicht mal etwas riskieren? Besonders dann, wenn die momentane Situation unbefriedigend ist.

 

Ich will dir mit diesem Beitrag nicht erzählen, wie du dein Leben gestalten sollst. Ich weiß, dass in deinem Leben ganz eigene Umstände herrschen.

Was ich dir aber mit auf den Weg geben möchte, ist, dass Veränderungen für mich immer etwas Positives mit sich gebracht haben. Ich habe Dinge aufgegeben und Menschen zurückgelassen, was dazu beigetragen hat, dass ich befreiter lebe.

Mein Leben selbst zu bestimmen und nicht durch örtliche oder mentale Grenzen bestimmen zu lassen, das ist für mich das ultimative Glück.

Was auch immer es für dich ist, ich hoffe du findest deinen Weg dorthin und bist mutig genug, den ersten Schritt zu gehen.

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1 Kommentar zu "Grenzen sind da, um überschritten zu werden. Trau dich etwas!"

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Francisco Ramirez
Leser
Francisco Ramirez

Hallo Sebastian,

Ich kann mich sehr gut mit Deinem Artikel identifizieren. Genau wie Du habe ich meine Heimat verlassen und bin aus Lateinamerika nach Berlin umgezogen, mit der Zeit kann ich sagen, dass ich auch ähnliche Erlebnisse hatte und bin zur Schlussfolgerung gekommen , dass man die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten soll, um die lokalen und
mentalen Grenzen zu erweitern.
Würde gerne mit Dir diesen Artikel teilen: http://www.lebeblog.de/leben/lebe-deinen-traum/ denn es ist etwas, das mir geholfen hat, den ersten Schritt zu machen

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