Gesetzliche Krankenversicherung: Kündigung und Wiederaufnahme bei Auslandsaufenthalt

Es gilt in Deutschland eine allgemeine Versicherungspflicht, die aber nicht alle Personengruppen, betrifft. Deshalb sollte die Kündigung der GKV vor einem Auslandsaufenthalt gut überlegt sein. Hier erfährst du, wann eine Anwartschaft Sinn macht und wie du nach der Rückkehr wieder versichert wirst.

Kaum ein anderes Thema wird hier auf dem Blog so heiß diskutiert, wie der Austritt aus der gesetzlichen Krankenversicherung und der Sinn einer Anwartschaft. Leser berichten von widersprüchlichen Aussagen der Versicherer, weshalb die Kündigung der GKV vielleicht auch dir Kopfschmerzen bereitet.

Möglich ist der Austritt aus der gesetzlichen Krankenversicherung dann, wenn du eine selbständige Tätigkeit aufnimmst, über der Versicherungspflichtgrenze verdienst oder für längere Zeit ins Ausland gehst. Besonders um letztere Gruppe geht es in diesem Beitrag.

Zu diesem Beitrag gibt es den praktischen “Guide für Reise- und Auslandskrankenversicherungen” zum kostenlosen Download.

Mini Guide herunterladen

Bevor wir uns mit gesetzlichen Grundlagen und Regelungen der Krankenkassen beschäftigen, noch kurz zum allgemeinen Verständnis. Es gibt drei Gruppen von Versicherten:

  • Gesetzlich Pflichtversichert: seit 2007 gilt in Deutschland eine allgemeine Versicherungspflicht nach §5 SGB V. Versicherungspflichtig sind demnach alle im Inland gemeldeten Personen, die nicht hauptberuflich selbständig erwerbstätig sind oder speziellen Berufsgruppen angehören.
  • Privat versichert: versicherungsfrei sind nach § 6 SGB V sind Selbständige, Freiberufler und bestimmte Berufsgruppen (z.B. Beamte, Richter, Zeitsoldaten) sowie alle, die mehr als 54.900 Euro im Jahr verdienen (Versicherungspflichtgrenze für 2015). Sie können sich freiwillig in der GKV versichern lassen oder einkommensunabhängig in einer privaten Krankenversicherung.
  • Freiwillig gesetzlich versichert: wer nach  § 6 SGB V versicherungsfrei ist, muss sich nicht privat versichern lassen, sondern hat die Wahl zur freiwilligen Mitgliedschaft in der GKV (§ 9 SGB V). Abhängig von Alter, Einkommen und Gesundheitszustand kann die freiwillige GKV die bessere Wahl sein.

 

Um für dich so konkrete und verlässliche Informationen wie möglich zu sammeln, habe ich mir Unterstützung von einer Expertin für das Thema geholt.

Madeleine von Reisepolice24Madeleine ist als freie Mitarbeiterin für das Unternehmen ReisePolice24 tätig und hat sich bereiterklärt, fachkundige Auskünfte zu geben. Reisepolice24 vermittelt verschiedene Produkte rund um Reisversicherungen und bietet dir eine persönliche Beratung an.

Hinweis 1: Auch wenn alle Angaben von Madeleine besten Wissens, Gewissens und fachlichem Kenntnisstand stimmen, kann sie damit keine rechtsverbindlichen Aussagen treffen oder gar eine Rechtsberatung zu den Themen „Gesetzliche Krankenversicherungspflicht“ und „Anwartschaft“ machen.

Hinweis 2: Ich bin kein Affiliate für ReisePolice24 und es bestehen auch keine anderen geschäftlichen Beziehungen. Madeleine hat durch ihre Kommentare auf meinem Blog bereits vielen Menschen helfen können. Jetzt gibt sie weitere Auskunft und bietet dir gleichzeitig eine Beratung zu Reiseversicherungen an. Das klingt doch nach einer Win-Win-Situation, oder? 

 

Gesetzliche Versicherungspflicht in Deutschland

Die gesetzliche Grundlage für die Versicherungspflicht in Deutschland ist im §5 SGB V geregelt. Versicherungspflichtig sind demnach alle im Inland gemeldeten Personen, die nicht hauptberuflich selbständig erwerbstätig sind und speziellen Berufsgruppen (z.B. Beamte, Richter, Zeitsoldaten) angehören.

Diese gesetzliche Versicherungspflicht gilt natürlich auch dann, wenn du nach der vorübergehenden Abmeldung wegen Auslandsaufenthalt wieder nach Deutschland zurückkehrst und dich polizeilich anmeldest. Die Aufnahme einer Beschäftigung ist keine Voraussetzung für die Versicherungspflicht, wohl aber dein vorangegangener Versicherungsstatus.

Madeleine: Seit dem 1. April 2007 besteht für Personen, die keinen anderweitigen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall haben und zuletzt (in Deutschland) gesetzlich krankenversichert waren eine Versicherungspflicht in der GKV. Für Personen, die aus dem Ausland zurück nach Deutschland kommen, bedeutet dies, dass sie ab dem ersten Tag im Inland Anspruch auf Krankenversicherungsschutz haben. Regulär kann man sagen, dass jeder, der behördlich in Deutschland gemeldet ist auch versicherungspflichtig ist, d.h. sich krankenversichern muss.

Trotz der Versicherungspflicht gibt es immer wieder Beispiele, bei denen die gesetzliche Krankenversicherung die Wiederaufnahme verweigert. Das ist vor allem dann der Fall, wenn du vor der Abmeldung aus Deutschland freiwillig gesetzlich versichert warst.

Madeleine: Zur Annahmepflicht einer GKV der Hinweis: es kommt darüber hinaus immer etwas auf die individuelle Situation an. Das bezieht sich aber vielmehr darauf, wie die Person vor der Ausreise aus Deutschland versichert war: freiwillig gesetzlich oder pflichtversichert oder sogar privat versichert. Deshalb kann keine grundsätzliche Auskunft gegeben werden. Für die meisten Globetrotter wird jedoch zutreffen: Sie waren vorher und sind wieder versicherungspflichtig und damit muss die zuletzt da gewesene GKV sie auch wieder versichern, egal ob Sie krank oder gesund aus dem Ausland zurückkehren.

 

Austritt aus der gesetzlichen Krankenversicherung

Aufgrund der gesetzlichen Versicherungspflicht kannst du dich nicht einfach so aus der GKV abmelden. Du musst nachweisen, dass du nicht mehr in Deutschland wohnst, was in der Regel mit der Abmeldebescheinigung geschieht. Ob ein Flugticket oder ein Visum ausreicht, liegt in der Kulanz der Versicherer.

§ 190 Abs. 13 Nr. 2 SGB V: “Die Mitgliedschaft der in § 5 Abs. 1 Nr. 13 genannten Personen endet mit Ablauf des Vortages, an dem:
1. ein anderweitiger Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall begründet wird oder
2. der Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthalt in einen anderen Staat verlegt wird.”

Das entscheidende Wort in diesem Gesetz ist das “oder” (nicht: und). Nach der offiziellen Abmeldung aus Deutschland ist der Ausstieg aus der GKV problemlos möglich. Aber auch dann, wenn du noch in Deutschland gemeldet bist, sich aber dein gewöhnlicher Aufenthalt im Ausland befindet.

Das Problem mit dem gewöhnlichen Aufenthaltsort ist, dass dieser nicht immer klar zu bestimmen ist. Es gibt zwar die 183-Tage-Regelung, die aber alleine nicht zur Begründung reicht. Es ist also nicht nur wichtig, wo du dich mehr als 6 Monate im Jahr zusammenhängend aufhältst, sondern auch, wo du deine soziale und berufliche Bindung hast.

Madeleine: Es muss die behördliche Abmeldebestätigung aus Deutschland (über das Einwohnermeldeamt zu bekommen) vorliegen, weil die Person erst dann nicht mehr der Versicherungspflicht unterliegt. Manchmal reicht auch als Nachweis schon die Auslandskrankenversicherung über einen längeren Aufenthalt (nicht nur 6 Wochen Urlaub). Einige Kassen sträuben sich dagegen, eine gesetzlich versicherte Person wegen eines „vorübergehenden“ Auslandsaufenthaltes aus der GKV raus zulassen.

 

Wenn dein gewöhnlicher Aufenthaltsort außerhalb von Deutschland ist, dann muss dich die GKV aus der Mitgliedschaft herauslassen. Wie weist du nun also trotz nicht vorhandener Abmeldebescheinigung nach, dass sich dein gewöhnlicher Aufenthaltsort nicht mehr in Deutschland befindet? Folgende Unterlagen

  • Beurlaubung durch den Arbeitgeber
  • Police der Reise-/Auslandskrankenversicherung
  • Reiseunterlagen wie Flugtickets und Hotelbuchungen
  • Meldebescheinigungen oder Mietverträge im Ausland
  • Visa oder Aufenthaltsgenehmigungen für Drittländer

 

Gut zu wissen: Nachdem deine gesetzliche Versicherungspflicht aufgrund des Auslandsaufenthaltes erlischt, dann gilt eine Nachversicherungspflicht für gesetzliche Krankenversicherungen. Damit hast du nach Beendigung der Mitgliedschaft als Pflichtversicherter noch einen Monat lang Anspruch auf Sachleistungen (keine Krankentagegeld), solange du keine andere Beschäftigung ausübst oder dich als Selbständiger in der PKV versicherst.

 § 19 Abs. 2 SGB V: “Endet die Mitgliedschaft Versicherungspflichtiger, besteht Anspruch auf Leistungen längstens für einen Monat nach dem Ende der Mitgliedschaft, solange keine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird.”

 

Wiedereintritt in die gesetzliche Krankenversicherung

Die Kündigung der GKV ist die eine Sache. Kopfschmerzen bereitet aber eher die Wiederaufnahme nach der Rückkehr. Wie bereits geschildert, gilt für Personen, die vor Ihrer Ausreise gesetzlich pflichtversichert waren auch nach deren Rückreise nach Deutschland wieder die Versicherungspflicht.

Was ist aber, wenn ich nach meiner Rückkehr nach Deutschland nicht mehr in meine alte GKV zurück möchte, sondern zu einem anderen Versicherer? Besteht die Pflicht zur Wiederaufnahme nur für meine vorherige Kasse oder kann ich frei wählen?

Madeleine: Es gilt eine reguläre Frist von 3 Monaten, in denen man sich (sofern man die Voraussetzungen erfüllt) in einer gesetzlichen Krankenkasse seiner Wahl versichern kann. Verpasst man diese Frist, muss man in die Kasse, in der man vorher versichert war. In den meisten Fällen wird es einfacher sein, die zuletzt da gewesene Kasse gleich zu kontaktieren statt eine andere GKV.

Die Wiederaufnahme für gesetzlich Versicherte ist also problemlos. Anders sieht es bei freiwillig gesetzlich und privat Versicherten aus. Genau für diese Gruppen gibt es die Anwartschaftsversicherung.

 

Wann macht die Anwartschaftsversicherung Sinn?

Ein heiß diskutiertes Thema ist die Anwartschaft bei Auslandsaufenthalt. Damit wird gegen eine monatliche Zahlung der einfache Wiedereinstieg in die KV nach der Rückkehr gesichert. Während der Dauer der Anwartschaftsversicherung besteht natürlich kein Leistungsanspruch. Bedeutet also, dass Kosten für Krankenhaus- und Arztbesuche, Medikamente, Hilfsmittel usw. nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

Die Kosten für die Anwartschaftsversicherung decken die Verwaltungskosten für den Versicherer. Der Beitrag wird nicht am Einkommen bemessen, sondern errechnet sich aus einer Bezugsgröße, die im Jahr 2012 monatlich 2.625 Euro betrug. Daraus ergeben sich Beiträge in Höhe von 40,69 Euro plus 5,12 Euro für die Pflegeversicherung (5,78 für Kinderlose).

Bei der Anwartschaft in der PKV werden die Beiträge für Verwaltungskosten und Altersrückstellungen verwendet und berechnen sich anteilig zum individuellen Monatsbeitrag.

Als Argument für die Anwartschaft sprechen Versicherungen immer wieder vom Leistungsausschluss:

§ 52a SGB V (Leistungsausschluss): “Auf Leistungen besteht kein Anspruch, wenn sich Personen in den Geltungsbereich dieses Gesetzbuchs begeben, um in einer Versicherung nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 oder auf Grund dieser Versicherung in einer Versicherung nach § 10 missbräuchlich Leistungen in Anspruch zu nehmen. Das Nähere zur Durchführung regelt die Krankenkasse in ihrer Satzung.”

Das bedeutet im Grunde, dass die GKV nicht leistet, wenn du krank aus dem Ausland zurückkehrst. Das wäre besonders dann fatal, wenn du arbeitsunfähig bist und damit nicht durch die Aufnahme einer Beschäftigung oder die Meldung bei der Arbeitsagentur wieder in die GKV aufgenommen werden kannst.

Dazu schrieb ein Leser in einem Kommentar, dass “nach § 52a SGB V nur solche Fälle erfasst werden, in denen der gewöhnliche Aufenthalt in Deutschland lediglich begründet wird, um Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen.”. Danach trifft dieser Leistungsausschluss nur auf Personen zu, die nie die Absicht für eine Rückkehr nach Deutschland hatten, sich dann aber aufgrund einer Krankheit die Behandlung über das heimische Gesundheitssystem erschleichen wollen.

Madeleine: Laut Richtigstellung der AOK geht es in diesem Paragraphen darum, sich Leistungen aufgrund vorsätzlicher und/ oder grob fahrlässiger Eigenschadenzufügung zu erschleichen, d.h. ich habe beabsichtigt und bewusst einen Schaden/Erkrankung verursacht und erschleiche mir nun durch die begründete Rückkehr nach Deutschland Leistung über das deutsche Gesundheitssystem. Ebenso bezieht sich das Erschleichen auf Leistung darauf, den gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland lediglich zu begründet, um Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen.

Der Leistungsausschluss gilt demnach nur für Personen, die nicht der gesetzlichen Versicherungspflicht nach § 5 SGB V unterliegen und die vorsätzlich die Leistungen der GKV missbrauchen. Demnach ist dieser Paragraph zumindest für gesetzlich Pflichtversicherte nicht mehr als ein Verkaufsargument für die Anwartschaft.

Gesetzlich Pflichtversicherte brauchen also in keinem Fall eine Anwartschaft, da die GKV keine Vorerkrankungen ausschließen darf. Für wen macht der Abschluss dann also Sinn?

Madeleine: Für die Anwartschaft spricht ein einfaches, schnelles und unbürokratisches Wiederinkraftsetzen des ursprünglichen Versicherungsschutzes. Bei nicht pflichtigen weil freiwillig gesetzlich Versicherten (also Personen, die die Kasse nach Ihrer Rückkehr ablehnen kann) ist die Anwartschaft ratsam.

 

Freiwillig Versicherte: Bei freiwillig Versicherten macht die Anwartschaft Sinn, wenn du für längere Zeit ins Ausland gehst, da die GKV nicht zur Wiederaufnahme verpflichtet ist. Kehrst du arbeitsunfähig zurück, dann hast du kaum eine Chance auf Mitgliedschaft in der GKV und musst auf eine private Krankenversicherung ausweichen.

Eine Versicherungspflicht gibt es nur, wenn innerhalb von zwei Monaten nach der Rückkehr eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen wird oder du dich arbeitslos meldest.

Eine Ausnahme besteht hier, wenn du innerhalb der EU entsendet wist, da in diesem Fall die Zeit im Ausland als Vorversicherungszeit anerkannt wird. Die Beitragsbemessung und der Leistungsanspruch für freiwillig gesetzlich Versicherte wird in §240 Abs. 4a SGB V geregelt.

 

Mitversicherte Familienmitglieder: Für den speziellen Fall, dass du als Versicherter ohne mitversicherte Familienmitglieder für längere Zeit ins Ausland gehst, solltest du auf gar keinen Fall eine Anwartschaft abschließen.

Madeleine: Bleiben die in der GKV mitversicherten Familienangehörigen in Deutschland, sollte keine Anwartschaftsversicherung abgeschlossen werden, da für diese sonst kein Versicherungsschutz mehr besteht. Deshalb ist es in dieser Situation ratsam, die bestehende Versicherung weiterlaufen zu lassen.

 

Gesetzesänderungen: Sinnvoll kann die Anwartschaft außerdem bei längeren Auslandsaufenthalten über mehrere Jahre sein. Denn dann besteht das Risiko, dass sich Gesetze ändern und damit die Wiederaufnahme nicht garantiert wird. Madeleine sagte dazu Folgendes:

Madeleine: Zu berücksichtigen ist, dass sich die Gesetzeslage – insbesondere nach Regierungswechseln – ändern kann. Zwar gilt auch in diesem Zusammenhang, dass Besitzstände zu wahren sind, dennoch warnen auch einige Auslandskrankenversicherer davor, sich darauf nicht zu verlassen. Mit einer Anwartschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung stellt man zwar sicher, bei der Rückkehr nach Deutschland in jedem Fall wieder von der Kasse aufgenommen zu werden aber zum aktuellen Zeitpunkt sind die Kassen eben auch ohne Anwartschaft dazu verpflichtet.

Abhängig davon, wie wahrscheinlich eine Rückkehr aus dem Ausland ist und wie lange der Auslandsaufenthalt andauert, kann die Anwartschaft als im Einzelfall Sinn machen. Wenn du dir unsicher darüber bist, kannst du dich persönlich von Madeleine und ihrem Team beraten lassen.

 

Besteuerung von Rentnern: Sinn macht die Anwartschaftsversicherung auch für Menschen in der “zweiten Lebenshälfte”. Eine Leserin schrieb dazu: “Die Anwartschaft wird auch für die erforderliche Vorversicherungszeit für die spätere Krankenversicherung der Rentner angerechnet. Der Unterschied zeigt sich insbesondere, wenn der Auslandsaufenthalt in der 2. Hälfte des Berufslebens stattfindet. Ist man als Rentner pflichtversichert in der GKV bezahlt man nur Beiträge auf die Einkünfte aus der Rente, ist man als Rentner in der GKV aber freiwillig versichert zahlt man Beiträge auf alle Einkommensarten, also auch auf Einkünfte aus Kapitalerträgen sowie Vermietung und Verpachtung. Für manche Zeitgenossen kann das einen gewaltige Beitragsunterschied ausmachen. Für eine (beitragsschonende) Pflichtversicherung als Rentner ist jedoch eine Vorversicherungszeit in der GKV zwingend erforderlich – diese beträgt mindestens 90 Prozent der zweiten Hälfte des Berufslebens. Dies kann durch eine Anwartschaft ebenfalls sichergestellt werden, denn diese wird auf die Vorversicherungszeit angerechnet.”

 

Um die gesamte Argumentation auf den Punkt zu bringen, siehst du hier, ob eine Anwartschaft für dich Sinn macht oder nicht:

  • Gesetzlich Pflichtversicherte: die Anwartschaft ist in den meisten Fällen absolut unnötig, da die vorherige GKV zur Wiederaufnahme verpflichtet ist und keine Vorerkrankungen ausschließen darf.
  • Freiwillig gesetzlich Versicherte: die Anwartschaft macht sehr viel Sinn, da für die GKV keine Pflicht zur Wiederaufnahme besteht und als Option dann nur eine eventuell kostspielige private Versicherung bliebe.
  • Privat Versicherte: die Anwartschaft ist empfehlenswert, da sie eine Option auf Wiedereinstieg in die PKV mit 100% Leistungen ohne erneute Gesundheitsprüfung bietet. Es besteht zwar auch für private Krankenversicherer Pflicht zur Wiederaufnahme, allerdings nur im Basistarif. Abhängig ist die Entscheidung von Alter, Gesundheitszustand und persönlicher Risikoabschätzung.

 

Gut zu wissen: Es gibt keine zeitliche Grenze für die Laufzeit der Anwartschaft und auch keine minimale Dauer (gewöhnlich sind mindestens 3 Monate), ab wann die Anwartschaft abgeschlossen werden kann. Letzteres liegt natürlich im Ermessen der GKV. Anders ist dies bei privaten Krankenversicherungen, die in der Regel begrenzte Anwartschaften über 5 Jahre (mit Option auf Verlängerung) ermöglichen.

 

Willst du für längere Zeit ins Ausland?

Und dabei arbeiten? Genau so machen es digitale Nomaden mit ihrem Online Business. Im Wireless Life Guide erfährst du, wie andere Unternehmer und ich die digitale Selbständigkeit nutzen, um Reisen und Arbeiten zu verbinden.

Zum Wireless Life Guide

 

 

Gesetzliche Krankenversicherung innerhalb der EU

Bei Reisen innerhalb der EU gilt zwar, dass die GKV weiterhin leistet, das aber nur mit wesentlichen Einschränkungen. Bei längeren Aufenthalten solltest du also auch innerhalb Europas über eine separate Reise- oder Auslandskrankenversicherung nachdenken.

Madeleine: Zwar gibt es ein Abkommen mit den gesetzlichen Krankenkassen aber dennoch wird bei Aufenthalten auch innerhalb der EU (außerhalb Deutschlands) eine Auslandskrankenversicherung zwingend empfohlen. Grund: die GKV gewährt Deckung nur für max. 6 Wochen, weist massive Deckungslücken auf (Leistungen nur in Verbindung mit Vertragsärzten) und zahlt zudem keinen Rücktransport.

 

Pflegepflichtversicherung bei Anwartschaft

Als Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung bist du automatisch auch in der Pflegeversicherung. Was passiert also im Pflegefall, wenn du aus der Krankenkasse austrittst und keine private Pflegeversicherung hast?

Madeleine: Bei Abschluss einer Anwartschaftsversicherung in der GKV wird auch automatisch die Pflegepflichtversicherung ruhend gestellt. Der Vorteil: Die gesetzlich vorgeschriebene Wartezeit von zwei Jahren bleibt erhalten. Der Gesetzgeber hat nämlich bestimmt, dass im Pflegefall nur derjenige sofort Anspruch auf Leistungen hat, der innerhalb der letzten zehn Jahre mindestens zwei Jahre lang Beiträge für die Pflegeversicherung gezahlt hat.

Die Anwartschaftsversicherung sorgt also dafür, dass diese “Wartezeit” als vollwertige Versicherungszeiten für Ansprüche aus der Pflegeversicherung angerechnet werden. Das bedeutet also, wenn du jetzt (im Jahr 2015) deine GKV kündigst, in die du die letzten 2 Jahre (2013 – 2015) eingezahlt hast, dann hast du bis zum Jahr 2023 Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung.

 

Krankenrücktransport und Kostenübernahme durch die GKV

Jetzt lassen wir unserer Fantasie mal freien Lauf und denken an den schlimmsten Fall, in dem du aus dem Ausland in ein deutsches Krankenhaus eingeflogen wirst. Auf deutschem Boden endet der Schutz der Reise- oder Auslandskrankenversicherung und in deinem Zustand kannst du dich schlecht wieder beim Meldebüro anmelden, um wieder in der GKV versichert zu sein.

Wer übernimmt in diesem Fall die Kosten für die Behandlung?

Madeleine: Es kommt auch hier immer auf die Gesamtsituation an, ob die Kasse aufnehmen muss oder nicht. Die Auslandskrankenversicherung übernimmt immer „nur“ den Rücktransport. Die Kasse übernimmt die entstehenden Krankheitskosten dann für die Behandlungen in Deutschland. Versicherungspflicht besteht bei behördlicher Meldung, auch nachträglich und rückwirkend. Alternativ kann auch per Flugticket der Einreisetag nachgewiesen werden, auch dies gilt für die GKV um rückwirkend zu versichern (so u.a. die Aussage der AOK). Es gilt eine reguläre Frist von 3 Monaten, in denen man sich (sofern man die Voraussetzungen erfüllt) in einer Gesetzlichen Krankenkasse seiner Wahl versichern kann.

 

Richtig versichert für den Auslandsaufenthalt

Jetzt sollte also klar geworden sein, wann du aus der gesetzlichen Krankenversicherung austreten kannst und wann eine Anwartschaftsversicherung sinnvoll ist. Nun geht es darum, die richtige Versicherung für die Zeit im Ausland zu finden.

Generell wird zwischen zeitlich begrenzten Reiseversicherungen für bis zu 5 Jahren Dauer und langfristigen Auslandskrankenversicherungen mit umfassendem Schutz (Zahnarztkosten, stationäre Behandlungen, Rehabilitation) unterschieden.

Reiseversicherungen gibt es bereits ab 0,60 Euro/ Tag. Bei Auslandskrankenversicherungen bis 3 Jahren Reisedauer kannst Du mit mindestens 25 Euro im Monat rechnen (hier gibt es eine Unterscheidung nach Zielgruppen, d.h. je nachdem was du im Ausland tust).

Suchst Du eine Auslandskrankenversicherung bis 5 Jahre Reisedauer kannst Du mit mindestens 34 Euro pro Monat (bestimmte Zielgruppen) rechnen oder mit mindestens 59 Euro pro Monat (unabhängig der Reiseart). Zudem benötigen einige Reisende einen Versicherungsschutz der beispielsweise Visumbestimmungen (u.a. J1-Visum) erfüllen.

Madeleine: Eine Auslandskrankenversicherung deckt den medizinischen Notfall im Ausland oder auch während des Heimaturlaubes (Deutschland oder je nachdem welches Land Dein Heimatland ist) ab. Meist nicht versicherbar bleiben Vorerkrankungen (speziell chronische) und allgemeine Vorsorgeuntersuchungen. Für Vorsorgeuntersuchungen haben wir mittlerweile auch KV Lösungen. Bei chronischen Vorerkrankungen (typischerweise Diabetis, Hypertonie o.ä.) tritt auch die GKV während der Auslandszeit ein. Hier reicht der GKV meistens auch die Bestätigung, dass die Auslandskrankenversicherung tatsächlich Vorerkrankungen ausschließt.

ReisePolice24 bietet unterschiedliche Lösungen für Stundenten, Au-Pair, Work & Travel, Wwoofing, Farmarbeit, beruflich Entsannte, Ausländer im Ausland oder einfach Globetrotter an. Hierzu kann dich Madeleine fachkräftig beraten.

Madeleine: Als Auslands-Krankenversicherungslösung würde ich immer zunächst einen zeitlich begrenzten Tarif empfehlen (taggenau | 12 | 18 | 24 | 36 oder max. für 60 Monate buchbar), denn je länger ein Tarif laufen kann, desto teurer ist er. Bleibst Du dann doch länger oder befindest Dich bereits im Ausland und hast es verpasst eine KV abzuschließen, dann kannst Du immer noch einen Tarif wählen, der bis zum 67. Lebensjahr oder für unbegrenzte Zeit versichert. Diese Tarife sind i.d.R. etwas hochpreisiger (bei uns ab 79 €/ monatlich)

 

Reisepolice24Wenn du noch auf der Suche nach dem passenden Reiseschutz bist oder immer noch offene Fragen hast, dann wende dich am besten direkt an Madeleine von ReisePolice24. Das Team mit Geschäftsführer Mathias Jensch, Michaela Sieber im Reisebereich und 4 Mitarbeitern im Office können dir ganz sicher weiterhelfen. Du erreichst sie unter der 0351 83288-30.

Die Experten von ReisePolice24.de stellen für dich die besten Angebote für günstigen Reiseschutz online zusammen. Über Zielgruppen und die Kategorien ReisekrankenversicherungAuslandskrankenversicherungReiserücktrittsversicherung und Sonstige Reiseversicherung kannst du einfach nach dem gewünschten Produkt suchen und findest sofort alle Tarife, Anbieter und Preise im Vergleich.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Madeleine für ihre fachkundigen Auskünfte bedanken und hoffe dass du die Antworten auf deinen Fragen gefunden hast.

Danke für 285 Kommentare

Wir freuen uns über deine Fragen, deine Hinweise und dein allgemeines Feedback. Wenn du eine spezielle Frage zum Beitrag hast, schaue bitte zuerst in den bisherigen Kommentaren nach, ob du die Antwort dort findest.

285 Kommentare zu "Gesetzliche Krankenversicherung: Kündigung und Wiederaufnahme bei Auslandsaufenthalt"

avatar
Sortieren nach:   Neueste | Älteste | Beliebteste
kurt bruckner
Leser
kurt bruckner

hallo,
ich habe eine frage, ich bin altersrentner und noch selbstständig.die rentenkasse zahlt mir nun den betrag den sie normalerweise an die krankenkasse überweißt auf meine rente aus.ichzahle nun den ganzen beitrag, plus den beitrag aus meiner selbtständigkeit.
nun ist meine frau verstorben und ich möchte auf die philipinnen auswandern.habe schon einmal 2jahre auf den phils.gelebt und habe dort auch verwante.nun meine frage wenn ich doch irgendwann zurück will, muß mich die gesetzl.krankenv. wieder aufnehmen.
danke,

Martina Björkqvist
Leser
Martina Björkqvist

Hallo!
Danke für den super informativen Blog – den hat mir sehr geholfen! Ich habe eine Fage und zwar habe ich neulich meine Mitgliedsschaft bei der gesetzlichen Krankenkasse wegen eines längeren Auslandsaufenthaltes gekündigt. Die letzten 5 Monate habe ich allerdings gleichzeitig eine Auslandskrankenversicherung gehabt und hatte also parallell sowohl die deutsche Krankenversicherung (TK) als auch die Auslandskrankenversicherung (HanseMerkur). Ich würde gerne wissen, ob es möglich ist, das Geld von TK für diesen Zeitraum wiederzubekommen? Es handelt sich also um den Zeitraum wo ich doppeltversichert war (Jan 2017-Juni 2017) aber die GKF noch nicht gekündigt hatte (Gekündigt ab dem 1. Juni 2017).

Vielen Dank!

Maria-Theresa Bauer
Leser
Maria-Theresa Bauer

Hallo!
Ich sage auch danke für den super Beitrag, bin da aber auch ein Spezialfall und wollte noch einmal nachfragen.
Schon seit Jahren reise ich viel im Ausland und arbeite ab und zu so zwischendurch für ein Paar Monate in Österreich. Im Ausland habe ich natürlich eine Auslandskrankenversicherung, in Österreich bin ich natürlich mit dem Arbeitgeber versichert, werde jedoch nach Arbeitsende gleich abgemeldet.
Bisher war es so, dass wenn ich nach Arbeitsende noch kurz für 1- 2 Wochen nach Deutschland ging um Familie zu besuchen, ich noch mit meiner Mutter Familienkrankenversichert war (unter 23). Nun ist das jedoch nicht mehr der Fall (Alter) und ich bin nur während meinem Aufenthalt in Österreich, sowie im Ausland versichert. Was mache ich nun in Deutschland? Kann mir jemand helfen oder TIps geben was ich für 1-2 Wochen Heimaturlaub machen kann oder muss? Vielen Dank =)

Hendrik
Leser
Hendrik

Hallo Sebastian!

Zunächst einmal vielen Dank für die vielen Infos zu diesem Thema.
Meine Situation ist folgende:
Ich bin derzeit freiwillig in der GV versichert, meine Frau ist privat versichert. Wir planen einen 2,5 Monate langen Auslandsaufenthalt aufgrund Elternzeit (in dieser Zeit erziele ich keine Einkommen und mein arbeitsverhältnis ruht) in einem Nicht-EU Land (meine Krankenkasse erbringt dort keine Leistungen), für welchen wir einen Versicherungsschutz abgeschlossen haben.
Ich habe mich von der Krankenversicherung abgemeldet, da sich unser gewöhnlicher Aufenthalt während dieser Zeit nicht in Deutschland befindet. Nachweisedokumente wie Mietwagen, Flugticket, Visum habe ich vorgelegt. Natürlich habe ich aufgrund der Dauer nicht meinen Wohnsitz abgemeldet.
Nun stellt sich die Krankenversicherung bei der Abmeldung quer, da ich freiwillig versichert bin und nicht gesetzlich. Zudem besteht mein Angestelltenverhältnis fort. Auch eine Anwartschaft wird nicht gestattet. Meine Frage ist nun, gibt es eine Chance den Mindestbeitrag zu umgehen? Ich selbst habe zu viele mündliche Aussagen der Mitarbeiter, dass es sowohl möglich ist als auch nicht.

Danke und viele Grüße,
Hendrik

Ilka
Leser
Ilka

Hallo alle zusammen!
Ich denke mein Fall ist etwas speziell und hoffe dass ihr mir helfen könnt. Ich bin 35 und Studentin (habe über den 2. Bildungsweg Abitur nachgeholt etc.). Ich falle trotzdem nicht mehr unter die studentische Versicherung, sondern zahle den normalen Beitrag. Ich gelte also als freiwillig versichertes Mitglied. Nun gehe ich im Rahmen eines Austauschprogrammes für ein Jahr nach Australien und benötige dort für mich und meinen Sohn (ich bin alleinerziehend) eine spezielle Versicherung (OSHC). Da diese vor allem mit Kind sehr! teuer ist, möchte ich mir die 175 Euro die ich hier monatlich zahlen muss gerne sparen. Allerdings heißt es dass Studenten ihre Versicherung im Inland nicht kündigen können, da sie sonst exmatrikuliert werden, und ich bin ja hier weiterhin eingeschrieben, da es sich um ein Austauschprogramm meiner Uni handelt. Ich frage mich ob diese Regelung des nicht kündigen (oder aussetzen) dürfens für mich als freiwilliges Mitglied auch gilt?? Wenn ja, macht es Sinn, noch schnell in eine private Versicherung zu wechseln?? Vielen Dank für eure Antworten. LG Ilka

Daniel
Leser
Daniel

Hallo Sebastian,

ich war jetzt 1 Jahr in Neuseeland zum Work und Travel und hab ab August einen Job in Perth/Australien.

Ich will im Juni/Juli für knapp 6 Wochen nach Deutschland, und wundere mich jetzt wie ich mich am besten versichern kann in dieser Zeit. Momentan bin ich bei der Hanse Merkur, der Vertrag endet aber Ende Juni und kann leider nicht verlängert werden.

Ist dir eine Option bekannt, bei der man die GKV vermeiden kann, ich würde mich in Deutschland nicht anmelden da ich ja nur kurz zu Besuch da bin.

Gruß Daniel

Iris Steinigeweg
Leser
Iris Steinigeweg

Hallo Sebastian,
habe folgendes Problem, meine Tochter befindet sich seit Juli 2015 in den USA als Aupair und kommt jetzt Ende August zurück nach Deutschland!
Nun hat sich die GKV gemeldet und mitgeteilt das sie sich ab Mai selbst versichern muss da sie 23 wird, können die darauf bestehen obwohl sie gar nicht hier ist?
Sehe es nicht ein das sie monatlich 170 € zahlen soll, sie hat ja auch in dem Sinne kein Einkommen !
Ihre Meldeadresse ist allerdings noch immer bei uns aber die GKV weiß von ihrem Auslandsaufenthalt da wir uns damals erkundigt hatten wie es weiter geht mit der Krankenversicherung, dort drüben ist sie privat versichert.

Liebe Grüße
Iris

Marcel
Leser
Marcel

Hallo!

Erstmal vielen Dank für die vielen Infos zu diesem leidigen Thema. Bei mir stellt sich die Situation wie folgt dar:
Ich bin derzeit in der GV pflichtversichert und möchte ab Juli 2017 für 6 Monate auf Europareise im Camper gehen. Dazu habe ich meine Job gekündigt.
So wie ich es verstehe, sollte ich mich von der GV abmelden können, da sich mein gewöhnlicher Aufenthalt während dieser Zeit nicht in Deutschland befindet. Nachweisen könnte ich das allerdings nur durch das Vorzeigen der abgeschlossenen Reisekrankenversicherung. Schließlich haben wir weder Flugtickets oder Visa o.ä.
Wird dies als Nachweis ausreichen? Kann sich die GV bei der Abmeldung quer stellen, weil wir nur im EU Ausland unterwegs sind? Gibt es für das EU Ausland besondere Regeln?

Danke und viel Grüße
Marcel

Carina Webermann
Leser
Carina Webermann

Hallo!
Ich bin derzeit Studentin und habe mich 2012 von der GV befreien lassen und bin seitdem bei meinen Eltern in der PV familienversichert. Nun werde ich bald 25, die Familienzuschläge fallen weg und somit wird es für mich sehr sehr teuer, solange ich noch studiere. Nun studiere ich ab September für mindestens 1 Jahr in Frankreich und möchte mich dort krankenversichern. Da ich jedoch später definitiv wieder nach Deutschland zurückkomme zum Arbeiten und nicht mehr im Studentenstatus, möchte ich dann in eine GV wechseln. Funktioniert dies problemlos oder brauche ich eine Anwartschaft für die Pflegeversicherung bei einer privaten Versicherung während meines Auslandsaufenthaltes?

Stefan Kleiner
Leser
Stefan Kleiner

Ich möchte 2jahre nach Thailand, Bin aber 70 jahre Alt, wo kann ich mich Krankenversichern? Such mit selbstbehald.

Bitas
Leser
Bitas

Hallo Sebastian,

Wenn ich mich in D Abmelde, besteht keine KK Versicherungspflicht mehr.
Darf die KK andere Beweise verlangen, außer die Abmeldebescheinigung der Meldebehörde, wenn ich mich wieder in D anmelde und somit bei der KK?
Muss ich z.B. mit Tickets (Bahn/Flug/Bus) oder Reisepass oder sonst wie Beweisen, das ich Deutschland wirklich verlassen habe, damit die KK mich wieder ohne Probleme aufnimmt?

Danke und Gruß
Bitas

Danilo
Leser
Danilo

Hallo Sebastian,

vielen Dank für die vielen hilfreichen Informationen in diesem Beitrag!
Auch ich stehe gerade vor der Herausforderung, was ich mit meiner KV mache, wenn ich ab 29.04 für 3 Monate nach Asien fliege.
Ich habe im Oktober meinen Bachelor abgeschlossen, anschließend habe ich ein 6 monatiges Praktikum gemacht (in welchem ich pflichtversichert war), welches ich am 31.03 beendet habe.
Ab April bin ich jetzt erstmal wieder in der Familienversicherung, bis ich 23 bin. Da ich jedoch auf der Reise 23 werde, müsste ich mich ab diesem Zeitpunkt freiwillig versichern. Die AKV verhindert das zunächst ja erst einmal.
Ich werde Anfang August zurück kommen, jedoch erst im September mein Master Studium beginnen, d.h., dass ich mich in dieser Zeit entweder freiwillig versichern oder arbeitslos melden muss. Ab dem Master wäre ich dann wieder in der FV.
Nun aber meine Frage: Habe ich als zuletzt Familienversicherter das Recht nach meiner Rückkehr in die freiwillige KV zurück / rein zu kommen?
Und was passiert, wenn ich per Krankentransport nach Deutschland zurück transportiert werden sollte? Sollte ich mir hierfür einen bereits unterschriebenen Vertrag mit der KV zurecht legen, sodass mich eine bevollmächtigte Person direkt bei meiner Ankunft bei der KV anmelden kann?

Vielen Dank Vorab und beste Grüße,
Danilo

Christin
Leser
Christin

Hallo,
ich bin momentan noch angestellt und plane meine Firma in Deutschland Ende des Monats zu verlassen und meinem Mann in die USA zu folgen (ich bin dann dort mit ihm versichert, da er für 3 Jahre entsendet wurde). Die TK meinte auf meinen Kündigungswunsch, ich müsste 2 Monate Kündigungsfrist einhalten weil ich nicht gesetzlich sondern freiwillig versichert bin (anscheinend bin ich über der Einkommensgrenze, wonach man dann als freiwillig versichert gilt). Weiß jemand, ob man diese Kündigungsfrist irgendwie umgehen kann bzw. ob eine Anwartschaftversicherung wirklich Sinn macht? Bin mir nicht sicher ob man wieder aufgenommen wird nach der Zeit im Ausland ohne Anwartschaft und die Aussagen dazu sind überhaupt nicht eindeutig. Bin für jede Hilfe dankbar! Gruß C.

Lena
Leser
Lena

Ist denn eine Anwartschaft möglich wenn ich mich aus DE abmelde? Kam schon mal jemand von euch nicht wieder als freiwillig Versicherter in die GKV rein?
Und wenn man die PKV kündigen will wegen Nomadentum auf unbegrenzte Zeit (nachweislich durch Flugtickets), könnte man dann bei Rückkehr freiwillig in eine gesetzliche KV? Spreche hier natürlich über Selbstständigkeit.

Alejandro
Leser
Alejandro

Hallo, also ich bin etwas verwirrt und komme nicht weiter. Mein Arbeitsverhältnis endete ende Februar 2017 ..also auch meine Pflichtversicherung in der GKV (verzichte auf Leistungen der Arge). Nun dachte ich dass ich noch Anspruch auf nachgehende Leistungen hätte da ich auch keiner Erwerbstätigkeit nachgehe und habe deshalb den Beginn meiner Auslandskrankenversicherung auf den ersten April gelegt laut § 19 Abs. 2 SGB V. Nun heißt es von meiner GKK dass dies nur für Versicheungslücken Bsp. zwischen 2 Beschäftigungen oder 2 Arbeitsamtmeldungen bestünde. Heißt im Endeffekt dass ich für den Mon. März eine freiwillige KV bekomme, die dann mit einer Kündigungsfrist von 2 Mon gekündigt werden muss. Also irgend was stimmt doch da nicht. Dabei war ich mir doch sicher dass ich recht auf nachgehende Leistungen hätte.
Hoffe hier auf Erleuchtung.

GRUß

Dennis
Leser
Dennis

Hallo ich habe vor als Freelancer von der dominikanischen Republik aus zu arbeiten. Ich bin zurzeit noch in einem Angestelltenverhältnis und pflichtversichert. Allerdings ​möchte ich weiter in die deutsche Sozialversicherung einzahlen, also Rente und KV. Meine Frau soll über mich familienversichert bleiben . Ich würde mich komplett abmelden in Deutschland. Meine Frage ist jetzt, erlauben das deutsche gesetzliche Krankenversicherugen überhaupt dass man dauerhaft im Nicht EU- Ausland ist, und trotzdem in der Versicherung bleibt ? Ich würde mich dann freiwillig versichern als Freelancer. Wir wollen dass deshalb machen, weil wenn wir mal was ernstes haben, können wir uns in Deutschland behandeln lassen. In der Domrep haben wir natürlich eine Extra Krankenversicherung für kleinere Sachen.

Herri
Leser
Herri

Hallo Sebastian, Hallo Madeleine!
Ich bin mit einer Thai verheiratet, wir haben ein Haus (angemeldeter Wohnsitz) dort und haben die letzten Jahre jeweils 5-6 Winter-Monate dort verbracht. Zunächst hat mir meine GKV jeweils auf Antrag die KV-Beiträge zurück erstattet. Zwei Jahre, nachdem ich in normale Altersrente gekommen bin, hat sie das jedoch eingestellt und mir auf Anfrage mitgeteilt, dass die vorherige Handhabung falsch gewesen sei, sie aber aus Kulanzgründen keine Rückforderungen stellen würde.
Ich habe mich daraufhin an die Aufsichtsbehörde gewandt und um Klärung gebeten. Die Behörde hat aber das Vorgehen der GKV mit einem “Bescheid” sanktioniert (mein Eindruck: es kann nicht sein, was nicht sein darf). Die Behörde hat u.a. argumentiert, dass trotz monatelanger Abwesenheit mein Lebensmittelpunkt Deutschland sei und die von mir vorgenommenen Ab- bzw. Anmeldungen beim Einwohnermeldeamt überhaupt keine Rolle spielen würden.
Lohnt sich eine gerichtliche Auseinandersetzung bzw. hätte die eine Erfolgs-Chance? Danke für die Mühe!

RieRie
Leser
RieRie

Hallo, eins macht mich bei dem Artikel stutzig. Bin bei der AOK freiwillig versichert bezahle den Minitarif ca. 180€ . Wollte nicht zum Arbeitsamt bzw ich gehe lieber meinen Hobbys nach. Wenn ich 3 Monate nach Asien gehe können die mich nicht ablehnen wenn ich zurück komme (gesund oder krank spielt keine Rolle), Anwartschaft macht für mich auch keinen Sinn außer das ich in die PV einbezahle. Irgendwo müsste es ja einen Paragraphen/Vertragsbedingungen geben, die können ja nicht einfach was behaupten. Die Krankenversicherungspflicht habe ich mir nicht ausgedacht, die GKV muss mich wieder freiwillig versichern. Oder gibt es da einen Denkfehler?

Christine
Leser
Christine

Hallo lieber Sebastian
Vielleicht kannst Du mir weiterhelfen?
Ich bin 24 Jahre in Australien gewesen und jetzt fuer 5 Jahre immer zwischen Indien,Italien und Deutschland am hin und her pendeln.Mein Partner ist Italiener.Wie kann ich wieder in die gesetzliche Krankenkasse kommen?Nur wenn ich den Hauptwohnsitz in Deutschland haette….zum ‘Beispiel bei meiner Schwester mich anmelden wuerde?Kann ich auch einen 2ten Wohnsitz in Italien haben und Krankenversichert sein.?Auch habe ich keine Arbeit in Deutschland und arbeite ‘freiberuflich’ als Yoga Lehrerin.Zu Zeit bin ich in Indien und werde im April nach Deutschland kommen ….was fuer Moeglichkeiten habe ich ?

jan
Leser
jan

Hallo Sebastian, auch ich finde deinen Beitrag hier klasse.
Allerdings habe ich auch noch eine Frage, ich hoffe, dass du und dein Team mir da weiterhelfen kann, zur Frage:

Ich bin in Deutschland freiwillig gesetzlich krankenversichert gewesen und nun seit etwa 3 Monaten in Australien für ein Work and Travel-Aufenthalt.
Die Krankenkasse stellt weiterhin Forderungen an mich, da sie der Meinung sind, dass ich aufgrund des zuletzt gültigen Status “freiwillig versichert” die Kündigungsfrist einhalten muss, auch wenn ich während dieser Frist bereits nicht mehr in Deutschland bin.

Ich habe auf das Teritorialitätsprinzip verwiesen – nicht in Deutschland – also auch keine Gültigkeit des SGB und somit keine Kündigungsfrist.

Ist meine Annahme korrekt?

Ich und bestimmt auch ein paar andere Leute würden sich mit Sicherheit darüber freuen, wenn du eine passende Antwort findest.

Danke im Vorraus!

Grüße aus Australien

Jan

Benjamin
Leser
Benjamin

Hallo Sebastian!

Vielen Dank fuer den interessanten Artikel!
Ich bin durch meinen deutschen Arbeitgeber in ein nicht-EU Land ohne Sozialversicherungsabkommen entsendet. Da ich hier privat krankenversichert bin, habe ich versucht meine GKV auf Anwartschaft umzustellen. Nun habe ich Antwort bekommen, dass dies nicht moeglich sei, da es kein Sozialversicherungsabkommen gibt. Kann ich das anfechten oder gibt es eine gesetzliche Grundlage fuer diese Entscheidung?

Vielen Dank fuer deine Tipps!
Benjamin

Jenny
Leser
Jenny

Hallo Sebastian, Hallo Madeleine!

Mein Freund und ich planen eine zweijährige Weltreise und die Krankenversicherung bereitet uns – wie vielen anderen – großes Kopfzerbrechen. Geplanter Start ist der 1.06.. Mein Freund ist bis Ende April sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ich bin Studentin und freiwillig gesetzlich versichert. Unseren deutschen Wohnsitz wollen wir abmelden. Ein paar Angebote von AKV haben wir schon eingeholt – aber was uns wirklich beschäftigt: Wie sieht es bei der Rückkehr nach Deutschland aus? Müssen wir dann evtl. Beiträge nachzahlen für die Zeit, in der wir im Ausland waren? So hat es mir zumindest mein Versicherungsberater prophezeit…
Irgendwie kann ich das nicht glauben. Dass für mich eine Anwartschaft Sinn machen könnte, habe ich schon gemerkt – allerdings versuche ich für die letzte Zeit noch einen SV-pflichtigen Job zu bekommen um wieder gesetzlich krankenversichert zu sein.
Wie seht Ihr das? Müssen wir mit Beitragsnachzahlungen rechnen? Und wo finden wir mehr Infos darüber – am besten verbindliche…

Liebe Grüße,
Jenny (und Axel ^^)

Marla Anderson
Leser
Marla Anderson

Hi, vielen Dank für die tollen Infos,
ich bin Deutsche, war nun 5 Jahre in den USA und ziehe nun im Mai mit meinem Mann ( Amerikaner ) zurück nach Dland.
Ich war bevor ich gegangen bin gesetzlich versichert. Stimmt es, dass ich nun zu meiner alten KV zurückkehren kann?
Wenn ja, wa muss ich vorzeigen und was ist mit Meinem Mann ( wird er Automatisch mitversichert )?
Im Moment wird er in Deutschland weiterhin Über die USA arbeiten ( wo mein keine Versicherung braucht).

Vielen Dank, Marla

Chris
Leser
Chris

Hi, erstmal, danke für den super Beitrag. Ich habe folgende Fragen:

Ich arbeite bei einem Unternehmen im EU-Ausland (Kanada). Ich bin in Deutschland über meine GKV freiwillig versichert und habe während meiner Auslandsaufenthalte eine Anwartschaftsversicherung. Muss ich das im Ausland verdiente Vermögen meiner GKV offenlegen und falls ja, hätte das Auswirkungen auf meinen Krankenkassenbeitrag? Ich bin im Ausland wiederum gesetzlich versichert.

Ich spiele außerdem mit dem Gedanken in Deutschland ein Kleingewerbe oder eine GmbH anzumelden. Könnte ich dann (wie bisher) eine Anwartschaft während meiner Auslandsaufenthalte abschließen um die hohen Krankenkassenbeiträge zu sparen?

Danke schonmal im Voraus!

Christian Wedel
Leser

Danke für den Beitrag!
Unsere Versicherung wollte auch erstmal die Abmeldebestätigung sehen, bevor sie uns ziehen lässt. Aber dank Euch habe ich jetzt den passenden Gesetzestext finden können. Scheinbar geht es ja auch, wenn man seinen gewöhnlichen Aufenthalt ins Ausland verlagert.
Schöne Grüße aus Marokko

Jana Kemle
Leser
Jana Kemle

Hallo zusammen,

ich hätte eine Frage zur Rückkehr nach Deutschland aus einem längeren Auslandsaufenthalt (Entsendung).

Folgender Fall liegt vor.

Ein Mitarbeiter wurde entsandt und hat bei der GKV eine Anwartschaft abgeschlossen. Für die Zeit im Ausland war er privat kranken versichert. Er überschreitet die gültige JAE-Grenze.

MUSS der Mitarbeiter auf Grund der abgeschlossenen Anwartschaft nach der Rückkehr ins Inland in die gesetzliche KV oder darf er weiterhin in der privaten KV bleiben?

Könnte mir bitte jemand helfen.

Vielen Dank und viele Grüße

Jana

Arthur Dent
Leser
Arthur Dent

Hallo,

meine Frau ist Brasilianerin und war von 2011 bis Mitte 2013 in der TK. Seit 2013 ist sie wieder zum Arbeiten in Brasilien. Die Versicherung wird seitdem als Anwartschaft geführt. Ende 2017 wird sie wieder zurückkommen. Können wir damit rechnen, daß die Versicherung problemlos wieder aufgenommen wird?

Das spezielle Problem ist, daß sie sich hier nie abgemeldet hat. Die Versicherung hatte beim Aktivieren der Anwartschaft aber auch keine Abmeldung verlangt.

Oder kann es sein, daß die TK dann trotz Anwartschaft eine Nachversicherung verlangt?

Wäre es sinnvoll, sie jetzt noch bei der Meldestelle abzumelden und Ende 2017 wieder anzumelden? Dann würde sie aber vielleicht ihren Aufenthaltstitel verlieren. Den wollte sie behalten.

Michi
Leser
Michi

Hi Sebastian,

ich habe meinen Job in DE kündigen müssen. Bin dann einen einzigen Tag arbeitslos und beginne daraufhin einen neuen Job in den USA als Ingenieur. Bisher war ich freiwillig versichert. Mit Arbeitslosigkeit müsste ich doch erneut als pflichtversichert gelten, oder? Meine Frau und kids bleiben zunächst hier bis ihr Visum fertig ist, sprich die Kids werden von meiner Familienversicherung auf die meiner Frau überschrieben werden müssen. Haben vor für 2-5 Jahre in die USA zu gehen. Würdest du mir zur Anwartschaft raten und müssten wir dann 2 davon abschließen? Meine Frau ist pflichtversichert. Ich werde zunächst über den Arbeitgeber drüben versichert, natürlich ganz andere Konditionen als die die wir in DE gewöhnt sind mit hohen SB. Die meisten Auslandskrankenversicherungen allerdings schließen prinzipiell alles aus was bereits vor Abreise bestand oder diagnostiziert wurde und besonders wenn man die Staatsangehörigkeit des anderen Landes auch besitzt, trotz deutschem Wohnsitzes 🙁 Hast du einen guten Tipp? Gerade bei kids die halt öfter mal was haben wäre mir eine deutsche Police ehrlich gesagt lieber.
LG Werner

Andreas & Sabrina
Leser
Andreas & Sabrina
Hi Sebastian, klasse Seite – schon mal vielen Dank vorab. Vielleicht kannst du uns, bei unserer etwas verzwickten Lage auch weiterhelfen? Meine Freundin und ich, beide deutsche Staatsbürger, wohnen seit 3 Jahren in Österreich. Ich bin privat versichert, da ich in Liechtenstein arbeite und meine Freundin ist gesetzlich pflichtversichert. Vorher haben wir in Deutschland gelebt und beide waren gesetzlich pflichtversichert. Zum Anfang März wollen wir für ca 1 Jahr auf Weltreise gehen und haben uns schon eine passende Ausland-/Reisekrankenversicherung rausgesucht (STA Travel). Wir werden bis Ende Februar arbeiten und in Österreich versichert sein und dann am 12.3. unsere Reise starten. Unser Plan wäre, dass wir uns für die Zeit der Reise wieder bei unseren Eltern in Deutschland wohnhaft melden. Nun zu unseren Fragen/Befürchtungen: 1. Laut unserem research gibt es in Österreich keine Nachversicherungspflicht – was also tun im Zeitraum zwischen Jobende und Reisebeginn (12 Tage). –> unsere Idee wäre die Auslands-/Reisekrankenversicherung früher zu starten und die von STA angebotenen 6 Wochen Heimaturlaub zum Teil bereits zu verwenden. 2. Nach der Weltreise wollen wir vermutlich wieder in unsere ursprünglichen gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland eintreten und müssen daher unbedingt vermeiden, dass sie einen Grund (z.B.: Lücken in der Versicherungszeit / fehlende Anwartschaft,…)… Mehr lesen »
Jenni
Leser
Jenni

Hallo Sebastian,

vielen Dank fuer deinen Blog – er hilft wirklich sehr sich im Buerokratendschungel in Deutschland zurecht zu finden!

Ich habe noch etwas weiter recherchiert und habe das Bürgertelefon des Ministeriums fuer Gesundheit gefunden. Hier bekommt man tatsächlich sehr guten Rat fuer alle “speziellen Situationen” und kann die Informationen auch schriftlich beantragen. So steht es dann auf schwarz und weiss was einem geraten wurde, was durchaus später mal nuetzlich sein könnte, falls doch falsche Informationen gegeben wurden, bzw es verhindert dass “etwas einfach so gesagt wurde” was dann doch nicht stimmt (ich hatte sehr schlechte Erfahrungen mit dem Arbeitsamt hierzu).

Hier ist der Link fuer alle die noch etwas mehr Absicherung brauchen:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/buergertelefon.html

schick
Leser
schick

Hallo,

mein Vater ist deutscher Staatsbürger und im Jahr 2008 nach Asien gereist, weil es seiner dort lebenden Mutter gesundheitlich schlecht ging. Er hatte seinen Wohnsitz damals noch bei mir angemeldet. Bis heute war er jedoch nicht mehr in Deutschland, und ich zog ein paar Jahre später dann selbst innerhalb Deutschlands um. Somit ergab sich das Problem, dass ich ihn nicht mehr an meinem neuen Wohnort anmelden konnte, da seine physische Präsenz vorausgesetzt wird.

Nun hat er vor, nach Deutschland zu kommen, um neue Ausweisdokumente und seine Rente zu beantragen. Kann er sich bei der Krankenversicherung problemlos anmelden, oder werden sie hohe Nachzahlungen verlangen, weil er sich nicht “korrekt” ins Ausland abgemeldet hatte?

In Asien hat er einen festen Wohnsitz.

Ebru
Leser
Ebru

Hallo
Ich hab da auch mal ein problem und würde mich über eure antworten freuen…
Seit sommer 2012 lebe ich in der Türkei mein ehemann ist Türke..bin in deutschland bei meinen elternhaus gemeldet bekomme aber keinerlei hilfe vom.staat oder so..
Bin ofters gerne in Deutschland malda mal drüben..bin in deutschland nicht versichert aber habe ein dokument dabei das.ich im.notfall hier behandelt werden kann das meine versicherung innder turkei alles übernimmt. Meine frage wenn ich jetzt wieder zuruck mochte muss ich mich dann privat versichern?

Alex
Leser
Alex

Hallo Sebastian,

erstmal ein riesengroßes Dankeschön für den ausführlichen Beitrag und dafür das du wirklich Zeit nimmst Fragen zu beantworten.
Ich habe jedoch eine Frage die bisher noch keiner gestellt hat. Ich arbeite und wohne in England und bin auch in England privat versichert.
Ich habe mich vor ca 2,5 Jahren in Deutschland abgemeldet, da ich nur noch zu Besuch in Deutschland bin.
Ich bin im Moment dabei eine UG in Deutschland zu gründen und werde diese auch als Gesellschafter zusammen mit einem Freund der in Deutschland wohnt führen . Dies kann ich tun ohne in Deutschland gemeldet zu sein. Ich frage mich nun aber ob ich GKV oder andere Krankenkassenbeiträge zahlen muss obwohl ich nicht in Deutschland wohne und die UG grösstenteils aus England betreiben werde ( werde nur in Deutschland sein wenn ich dort Workshops oder Kundentreffen habe ) ?

Vielen Dank im voraus.

Liebste Grüsse,

Alex

Duc
Leser
Duc

Hallo, vielen Dank für den hilfreichen Beitrag. Ich hätte jedoch noch diese eine Frage: ich habe vor, nächstes Jahr für circa 6 Monate ein Auslandspraktikum in Vietnam zu machen. Nun: ich bin eigentlich Vietnamese, studiere hier, und machen daher ein “Auslandspraktikum” in meinem eigenen Heimatland. Nach diesen 6 Monaten werde ich natürlich wieder nach Deutschland zurückgehen, um mein Studium abzuschließen. Eine Kündigung-und-Wiederaufnahme läge mir momentan in Erwägung, da dadurch für einen Studenten wie mich eine ordentliche Summe gespart werden könnte. Für den Zeitraum in Vietnam werde ich mich bei einer vietnamesischen Krankenkasse versichern lassen, was ich aber erst nach Ankunft in Vietnam machen kann. Würde es in meiner Situation irgendwie Probleme geben können?

Vielen Dank für deine Hilfe 🙂
Beste Grüße,
Duc

Felix
Leser
Felix

Solange du deinen Studentenstatus beibehältst, musst du weiterhin deine Beiträge in Deutschland zahlen soweit ich weiß. Würdest du ein freiwilliges Praktikum absolvieren und im gleichen Zug auch nicht mehr Student sein, könntest du von deiner gesetzlichen Krankenversicherung abtreten.

LG
Felix

Simon
Leser
Simon

Hallo,

Toller Blog. Nun muss ich doch etwas genauer nachhaken, und zwar bin ich als Selbstständiger für ein Institut in Deutschland tätig.
Ich habe mich von meiner GKV abgemeldet, und es hatte ausgereicht, einen Versicherungsnachweis der DKV nachzureichen (Im Internet auffindbar unter A12SV). Nun habe ich eine Auslandskrankenversicherung bei der DKV, mit der ich auch bis zu 3 Monate am Stück in Deutschland versichert bin. Ich war mehr als 183 Tage nicht in Deutschland. Nachweise für Flüge und Unterkunft habe ich auch. Soweit läuft alles super, ich habe dennoch die Sorge, dass es im Nachhinein böse Überraschungen geben kann.

Hinzu kommt, dass in Deutschland ja Pflegeversicherungspflicht herrscht. Die DKV-Mitarbeiterin meinte zwar, dass ich mir keine Sorgen machen muss, da meine GKV mich nicht rausgelassen hätte, wenn mein Versicherungsnachweis etwas Bedenkliches aufgewiesen hätte, konnte mir aber nicht sagen, ob ein Pflegeversicherungsbeitrag auch im Vertrag enthalten ist, denn falls nicht, wäre ich somit seit Monaten nicht pflegeversichert, und das wäre ein Problem, oder?

Madeleine Jensch
Leser

Hallo Simon,
hier wäre zu klären, um welche Art von KV es sich bei Deiner DKV handelt. Wenn die Mitarbeiterin Dir nicht sagen konnte, “ob ein Pflegeversicherungsbeitrag auch im Vertrag enthalten ist”, dann ist das auch nicht der Fall – eine Auslandskankenversicherung beinhaltet diesen Baustein nämlich nicht. Du bist dazu tatsächlich aufgrund Deiner Situation NICHT verpflichtet, solltest nur wissen, wenn Du ein Pfelgefall wirst (wovon Du jetzt nicht ausgehst), keinen Leistungsanspruch aus einer Pflegeversicherung hast.

wangxu
Leser
wangxu

wenn ich für lange Zeit ins Ausland gehe, kann ich trotzdem meine Krakenversicherung in Deutschland weiter behalten, damit das Problem mit dem Wiederaufnahme vom Tisch ist?

Matthias
Leser
Matthias

Hallo Sebastian,
vielen Dank für deinen hilfreichen Artikel. Ich bin gerade dabei meine Arbeit über die ich gesetzlich krankenversichert war zu beenden und für 3 Monate eine Reise durch das südöstliche Asien anzutreten. Zum 1.1.2017 werde ich mich arbeitslos melden jedoch am selben Tag mich vom Arbeitsamt aufgrund der Reise wieder abmelden. am 10.01.2017 soll es dann losgehen.
1) Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich die Gebühren für die Krankenversicherung zahlen muss oder ob ich die GKV für die Zeit kündigen bzw. in Anwartschaft gehen soll.
2) Und zudem stellt sich mir dir Frage, was denn passieren würde, falls ich im Krankheitsfall frühzeitig die Reise abbrechen und nach Deutschland zurückkehren müsste. Übernimmt die Krankenkasse in diesem Fall die Kosten?
P.s.: Über eine Auslandskrankenversicherung über den Zeitraum von 3 Monaten verfüge ich natürlich.
Ich hoffe, du kannst mir weiterhelfen. Vielen Dank schon einmal für deine Antwort
Liebe Grüße
Matthias

Silvia Wagner
Leser
Silvia Wagner

Hallo und guten Tag,

ich bin Rentnerin und pflichtversichert in der BEK. Ich wohne seit 4 Jahren in Spanien und habe mich auch in Deutschland abgemeldet. Außerdem bin ich in der gestrichen Krankenkasse in Spanien angemeldet.
Durch die Auszahlung meiner Direktversicherung muss ich immer noch ca. 57 Euro monatlich (bis Mitte 2020 ) an die BEK zahlen. Ist das korrekt oder kann ich die Zahlung einstellen weil ich jetzt im Ausland lebe?
Danke für eine Antwort

Hofmann, Manfred
Leser
Hofmann, Manfred

meine Frau ( 67 Jahre ) wohnt seit 2,5 Jahre in Andalusien. Da ich leider aus geschäftlichen Gründen nicht nachziehen kann , möchte sie
wieder zurück nach Deutschland. Sie ist derzeit bei der Helvetia in Spanien privat versichert.
Gibt es eine Möglichkeit , dass sie von einer GKV in Deutschland aufgenommen wird und was ist dafür zu tun ?

S.Thielmann
Leser
S.Thielmann

Hallo,
ich habe eine etwas andere Frage.
Ich werde meinen Wohnsitz in Deutschland nun abmelden, da ich meine Wohnung gekündigt habe. Ich werde die nächsten ein bis zwei Jahre im nicht-europäischen Ausland verbringen, jedoch zweimal im Jahr mehrere Wochen in Deutschland verbringen. Ich habe nach der Abmeldung jedoch keine neue Meldeadresse in Deutschland vorzuweisen, möchte jedoch freiwillig gesetzlich versichert bleiben. Kann ich dies auch ohne Meldeadresse, nur mit Postadresse, bzw. kann ich mich bei meinen Eltern anmelden?
Danke und viele Grüße
R.

Carsten
Leser
Carsten

Und noch eine zweite Frage: Welche Bedingungen existieren für langfristige Auslandsreisekrankenversicherungen, wenn ich zB. im Ausland lebe, aber einmal im Jahr für ein paar Wochen in Deutschland wäre? Könnte ich in diesem Falle bspw. jeweils Einjahresverträge abschließen? Müsste ich dann zB. eine Karenzzeit einhalten, in der ich zwischen den beiden Einjahresverträge in Deutschland bleiben müsste, oder ggf. unversichert bliebe? Oder müsste ich gleich einen Vertrag mit mehrjähriger Laufzeit abschließen?

Danke nochmal,

Carsten

Carsten
Leser
Carsten

Schönen Guten Abend,

wie sieht es denn aus, wenn ich dauerhaft ins Ausland gehen will, aber dennoch in der GKV bleiben möchte? Zur Zeit bin ich freiwillig in der TK versichert. Meine Beschäftigung in Deutschland würde ich aufgeben, und statt dessen einer selbstständigen Beschäftigung im Ausland nachgehen (Vermietung und Exkursionsführer). Dafür würde ich mich lokal bzw. per langfristiger Auslandskrankenversicherung versichern, aber zusätzlich aufgrund einer chronischen Erkrankung die deutsche GKV beibehalten wollen, um mich weiterhin in Deutschland behandeln lassen zu können. Wäre das möglich und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Insbesondere frage ich mich:

– bräuchte ich weiterhin einen Wohnsitz in Deutschland?
– ich wäre regelmäßig für jeweils ein paar Wochen im Jahr in Deutschland. Gäbe es Bedingungen, wie oft und wie lange ich mich mindestens in Deutschland aufhalten müsste?
– wonach würden sich die Beiträge bemessen?
– wäre in dieser Konstellation der Bezug von Medikamenten im Ausland über die GKV abrechnungsfähig? Gäbe es hier Unterschiede für Länder außerhalb und innerhalb der EU?
– gibt es andere Dinge die ich beachten müsste, um nicht in Gefahr zu laufen den Versicherungsschutz zu verlieren?

Generell würde mich auch interessieren, wie die versicherungstechnischen Unterschiede sind wenn ich außerhalb, oder innerhalb der EU meinen neuen Wohnsitz hätte.

Vielen Dank für Ihren Rat,

Carsten

ashu
Leser
ashu

I came as a student in germany and was told to take private insurance and then i continued . I never had a GKV. i moved out og Germany for 4 years and now want to go back. Can I Take GKV.. I will have a job more than 65K pa

Johanna Zimmer
Leser
Johanna Zimmer

Hallo,
ich gehe Mitte November für 6 Monate in das Ausland und möchte mich bei meiner Krankenkasse abmelden. Ich bin zur Zeit Student (über 25) und habe schon eine Exmatrikulationsantrag bei meiner Uni gestellt und wollte diesen nachreichen. Doch das reicht nicht aus, meine Krankenkasse sagt, dadurch, dass ich Student bin, muss ich bis Ende des Semesters den Beitrag bezahlen. Was ist, wenn ich nun meinen Wohnsitz abmelde?
Ich freue mich über eine Antwort!

Liebe Grüße,
Johanna

Mirela Olariu
Leser
Mirela Olariu

ja

Mirela Olariu
Leser
Mirela Olariu

Hallo ich bin nach Rumänien zurück 2 Jahre und ich habe mich nicht abgemeldet und jetzt muss ich einen grosse Sume zahlen zur AOK ich bin in diesen 2 Jahren nicht gearbeitet. Bin auch nicht beim Arzt gewesen. ARGE hat Weiterzahlung von ALG2 abgelehnt. Sozialamt bzw. Amt zur Existenzsicherung hat Antrag abgelehnt, mit der Begründung, die ARGE wäre zuständig. Wieder zur ARGE, diese schickten mich zurück zum Amt für Existenzsicherung. Folglich ein hin und her, bei dem für mich kosten inkl. Beiträge von 9000.- € entstanden sind, wie ich nicht weis diese zu bewältigen. wer kann mir Helfen? wie komme ich dagegen an, um die Lasten zu reduzieren bzw. zu entfernen.

Gabriele Weltsch
Leser
Hallo Ansprechpartner, ich war mehr als die letzten 30 Jahre bei einem deutschen Arbeitgeber beschäftigt, mit dem ich dann auch das Rentenalter erreichte, der uns Mitarbeiter in einer Gruppenversicherung Auslandskrankenversichert hat (Aussendienst Tourismus). Während alle mir bekannten Kollegen nach Rückkehr nach Deutschland keine Probleme mit der Wiederaufnahme in die vorherige GKV hatten, habe ich hier grosse Schwierigkeiten. Ich habe viele Jahre in Spanien gearbeitet und war dort auch bis letztes Jahr Resident und habe dort auch die letzten Jahre Steuern bezahlt. Jezt bin ich schon seit 2009 in Rente, hätte auch den Teil der Spanischen Rente, der mir zusteht, beantragen können, was ich jedoch nicht getan hatte, da ich die Information hatte, dass das von meinem Haupt-Rententräger Deutschland automatisch geschehen würde. Die geringen Beträge kann ich auch verschmerzen. Und da ich den mit der Rente verbundene spanische Versicherungsschutz nicht in Anspruch nahm, fiel mir das auch nicht auf. Ich hatte zur zusätzlichen Absicherung (wie fast alle meiner Rentner-Ex-Kollegen auch) noch eine zusätzliche Versicherung abgeschlossen, die ich immer noch habe, da das Verfahren mit der deutschen Kasse immer noch nicht abgeschlossen ist. Diese deutsche Versicherung ist nun der Meinung, dass ich seit 2011 privat versichert gewesen sei und sie mich deshalb… Mehr lesen »
Robert Degenhardt
Leser
Robert Degenhardt

Hallo Sebastian,
die Seite ist sehr informativ aufgebaut, dennoch habe ich eine weitere Frage. Meine Mutter(74) mit schweiz. Staatsbürgerschaft denkt nach dem Tod ihres Mannes darüber nach in die BRD zu ziehen. Sie war zuletzt Anfang der 60er Jahre in der BRD gesetzlich krankenversichert. Ich weiss allerdings nicht ob sie sich noch an die damalige GKV erinnern kann. Welche Möglichkeiten gibt es?

Julia Williams
Leser
Julia Williams
Hallo alle zusammen. Ich habe eine Frage, die mir nicht jeder beantworten kann. Ich versuche nun hier mein Glueck. Ich bin Deutsche, 37 Jahre und lebe seit 15 Jahren im Ausland. Ich hab davor leider nur 1 Jahr in Deutschland gearbeitet und soweit ich weiss war ich damals bei der AOK versichert. Nun moechte ich nach 15 Jahren wieder zurueck nach Deutschland kommen weiss jedoch nicht wie ich mich am besten versichern soll. Ich habe noch keine Arbeitsstellen, sprich ich kann nicht sagen ob ich bis zu meiner Heimkehr am 29. December einen sicheren Arbeitsplatz habe. Wie laeuft das? Wer wird mich versichern und was kostet der Spass? Ich habe mir bereits bei Arbeitsamt gemeldet aber habe noch keine Antwort erhalten. So, nun zu dem 2. Teil und noch schwierigerem dazu. Mein Mann, Suedafrikaner kommt natuerlich mit. Meine Kinder natuerlich auch aber die haben einen Deutschen Pass und ich denke die kann ich bei mir mitversichern. Also, mein Mann. Suedafrikaner und wir sind nun gerade beim Visum beantragen. Im Visumsantrag steht aber geschrieben dass wir die Versicherungsnummer und das Versicherungsunternehmen angeben muessen, bei welcher er in Deutschland versichert waere. Das haben wir ja noch nicht und ich weiss auch gar… Mehr lesen »
Daniel
Leser
Daniel

Hallo Sebastian,

ich bin aktuell in der Situation für ein paar Monate im Ausland zu sein. Ich war vor meiner Abreise gesetzlich pflichtversichert. Ich werde bei meiner Rückkehr allerdings keinen sozialversicherungspflichtigen Job annehmen (Promotionsstipendium).
Gilt dort auch der Grundsatz, dass wenn man vorher pflichtversichert war, ich ohne Probleme wieder in die GKV reinkomme, auch wenn es dann “nur” freiwilig versichert wäre? Wie sieht in diesem Fall die Wahlmöglichkeit der GKV aus?

wpDiscuz