Ein schneller und ein besserer Weg zum Geld verdienen im Internet

Schnell und einfach Geld im Internet zu verdienen ist und bleibt ein Tagtraum. Dass es funktioniert, steht außer Frage – nur nicht über Nacht und nicht ohne Schweiß. In diesem Beitrag gebe ich dir einen schnellen und einen nachhaltigen Weg zum Geld verdienen im Internet.

Diesen Beitrag schreibe ich nicht ganz ohne egoistische Motive. Ich möchte damit eine Frage beantworten, die mich öfter per E-Mail als jede andere:

“Sag mal, wie kann ich eigentlich schnell und ohne großen Aufwand Geld im Internet verdienen?”

Und ja, ich habe eine Standardantwort darauf, die recht einfach ist. Es wird dich nicht überraschen, dass es den schnellen und einfachen Weg nicht gibt. Wenn dir jemand etwas anderes erzählt, dann sollte dein inneres Alarmsystem anspringen.

Aber natürlich geht es. Ich verdiene selbst seit drei Jahren mein komplettes Einkommen online. Im Grunde gibt es zwei verschiedene Wege, wie auch du Geld im Internet verdienen kannst.

 

Der Schnelle Weg zum Geld verdienen im Internet

Schnell geht es nur, wenn du deine Zeit gegen Geld verkaufst. Du bist also Freelancer und arbeitest direkt für jemand anderen. Anders als in der Festanstellung kannst du zumindest selbst bestimmen, für wen, wann und von wo aus du arbeitest. Die Bezahlung erfolgt zeitnah nach Abschluss des Projekts.

Wenn du bereits Erfahrungen als Grafikdesigner, Programmierer oder Werbetexter hast, dann bist du hier natürlich im Vorteil. Aber auch ohne Qualifikationen in dieser Richtung, kannst du deine Arbeitskraft im Internet verkaufen.

“Aber ich habe nicht die benötigten Qualifikationen zum Freelancing. Das kann man doch nur als Programmierer oder Designer machen.”

Die hatte ich auch nicht als ich im Bereich Übersetzungen und Online Marketing mit dem Freelancing begonnen habe. Was viel mehr zählt als eine Ausbildung, ein Zertifikat oder deine Vorkenntnisse sind deine Positionierung und Selbstvermarktung.

Im Internet fragt niemand nach deinem Lebenslauf. Was zählt ist dein Auftritt im Netz (eigene Website, Portfolio, Online-Profile). Bezahlt wirst du nach Ergebnissen und selten nach geleisteten Stunden. Je qualifizierter du bist (auch hier zählt der subjektive Eindruck), desto mehr wirst du verdienen.

Es gibt allgemeine Tätigkeiten, die du auch ohne besondere Kenntnisse erledigen kannst. Zugegeben, der Verdienst dabei ist anfangs eher gering aber immer noch besser als bei einem Nebenjob als Kellner. Hier ein paar Beispiele:

  • Content erstellen (Texte schreiben, Videos drehen oder bearbeiten)
  • Assistenzarbeiten (E-Mails beantworten, Kunden-Support via Telefon, Flugbuchungen usw.)
  • Rechercharbeiten (Excel-Listen anlegen, Kontaktdaten sammeln)
  • Übersetzen (von Deutsch in eine zweite Sprache, die du beherrschst)

Um an diese Jobs heranzukommen, meldest du dich bei einem internationalen oder deutschem Freelancer Portal an. Um so mehr Referenzen du dort bekommst, um so höher kannst du deine Stundenpreise ansetzen. Zusätzlich lässt du deinen Bekanntenkreis und deine sozialen Netzwerke wissen, welche Leistungen du anbietest.

Und hier kommt der Haken: die oben aufgeführten Jobs bringen dir tatsächlich einen schnellen Zusatzverdienst, sind langfristig aber alles andere als befriedigend. Es ist ein kurzfristiger Weg – direkte Bezahlung für deine Arbeitszeit.

Wenn du langfristig von dem leben willst, was du im Internet machst, und dabei auch noch Spaß haben willst, dann gibt es einen viel besseren Weg …

 

Der Bessere Weg zum Geld verdienen im Internet

Zum langfristigen Erfolg im Internet gehört in aller Regel eine Plattform. Das kann ein Blog, eine Facebook Gruppe, ein YouTube Kanal oder etwas ähnliches sein. Es ist ein Ort, an dem du Leser, Klienten und Kunden gewinnst, um später dann deine eigenen oder fremde Produkte zu verkaufen.

Du kannst dich dafür selbst als Experte in einer Branche positionieren, um dann selbst (digitale) Produkte zu verkaufen oder dir deine Arbeitszeit als Coach, Berater oder Freelancer gut bezahlen zu lassen. Am besten funktioniert das über einen Blog, auf dem du dein Know-How zur Schau stellst.

Wenn du selbst nicht in der Öffentlichkeit stehen willst, dann baust du dir ein Online Business auf, das unabhängig von deiner Person ist. Du musst nur einen anderen Zugang zu deiner Zielgruppe finden. Zum Beispiel über einen Online-Shop mit eigenen oder fremden Produkten, ein WordPress Plugin oder einen Productized Service.

“Eine eigene Website kommt für mich nicht in Frage. Ich kenne mich überhaupt nicht mit Webdesign aus und schreibe auch nicht gerne.”

Wenn dir die technischen Fertigkeiten fehlen, dann musst du sie dir aneignen. Mit Hilfe von WordPress musst du keine Programmierkenntnisse haben. Du musst dich lediglich etwas mit der Materie beschäftigen und Google zu deinem Freund machen.

Wenn du nicht gerne schreibst, dann mache Videos, nimm Songs auf oder bezahle jemand anderes für das Schreiben. Ohne irgendeine Art von Inhalten zu erstellen, wird es schwer, dich oder dein Produkt im Internet sichtbar zu machen.

Hier ist mein Rat an dich: Suche dir ein Thema, mit dem du dich leidenschaftlich gerne beschäftigst oder etwas, das ein Problem löst. Setze einen WordPress Blog aus und beginne über das Thema zu schreiben. Vielleicht 3-4 Stunden in der Woche.

Bekomme ein Gefühl dafür und tausche dich mit anderen Menschen in den Kommentaren deines Blogs und in sozialen Netzwerken zu diesem Thema aus. Nach ein paar Monaten wirst du merken, für welche Angebote deine Zielgruppe bereit ist, Geld auszugeben. Du wirst außerdem merken, was dir daran besonders viel Spaß macht.

Langfristig kannst du dann entweder deinen Blog mit Werbung und Affiliate Marketing monetarisieren. Oder du erstellst eigene Produkte wie ein E-Book, eine Software, eine Beratungsdienstleistung oder ein physisches Produkt. Sobald du Zugang zu deiner Zielgruppe hast, ergeben sich die Möglichkeiten fast von selbst.

 

Zusatzoption: der Mittelweg

Vielleicht fehlt es dir ganz einfach an Vertrauen darin, dass du wirklich Geld im Internet verdienen kannst. Das kann ich gut nachvollziehen, denn das Thema wird aufgrund von zwielichtigen Internet Marketern nicht zu unrecht so misstrauisch betrachtet.

Um dich ohne große Investitionen und Zeitaufwand davon zu überzeugen, dass es funktioniert, habe ich einen Vorschlag für dich: erstelle eine kleine Affiliate Nischenseite.

Dabei handelt es sich um eine recht kleine Website, die du über Affiliate Marketing monetisierst, also fremde Produkte empfiehlst. Hier ein grober Abriss, wie das Ganze abläuft:

  1. Produktnische mit wenig Wettbewerb und genügend Bedarf auswählen (z.B. HDMI VGA Adapter)
  2. Website mit WordPress erstellen und allgemeine Informationen zum Produkt schreiben
  3. Top-Produkte aus deiner Kategorie mit gut recherchierten oder eigenen Informationen jeweils in einem Beitrag vorstellen
  4. Anmeldung bei einem Affiliate Programm (z.B. Amazon) und Einpflegen der Affiliate Links auf der eigenen Seite, die dann zum Produktanbieter führen
  5. Gutes SEO betreiben, um genügend Besucher auf deine Seite zu bekommen

So eine kleine Seite kannst du auch neben der Arbeit erstellen. Der Zeitaufwand wird wohl irgendwo zwischen 20 und 50 Stunden liegen. Nach zwei bis drei Monaten hast du garantiert die ersten Euro verdient. Danach steigen die Einkünfte aus dem Affiliate Programm mit den Besucherzahlen deiner Seite.

Dieser Weg führt weder zu schnellem Geld im Internet, noch ist er wirklich nachhaltig, da du komplett von Google und dem jeweiligen Affiliate Programm abhängig bist. Es ist aber ein guter Weg, um dich mit den Themen WordPress, Affiliate Marketing, Webdesign und SEO auseinanderzusetzen.

Ein großer Teil meines Einkommens kommt aus solchen Affiliate Seiten, für die ich nach der einmaligen Erstellung kaum noch Zeit mehr investieren muss. Wenn du mehr darüber erfahren willst, dann schau dir den Kurs zur Erstellung einer solchen Affiliate Nischenseite und meine Einnahmenberichte auf My Wireless Life an.

 

Ich hoffe damit konnte ich meine Sicht der Dinge zum Geld verdienen im Internet veranschaulichen. Natürlich ist es ein breites Thema, über das noch viel mehr geschrieben und diskutiert werden kann. Dennoch sollte dir der Beitrag eine erste Orientierung geben und mir dabei helfen, weniger E-Mails beantworten zu müssen.

Kommt einer der Wege für dich in Frage oder zweifelst du noch?

Danke für 9 Kommentare

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Pascal

Sehr schön und ausführlicher Beitrag 🙂
Ich persönlich bin vor einiger Zeit bei MyAdvertisingPays eingestiegen und habe meinen Einsatz jetzt schon wieder “drin”.
Man klickt quasi 10 mal am Tag auf eine Werbeanzeige, schaut sie sich 10-30 Sekunden lang an und wird somit am weltweiten Umsatz des Unternehmens beteiligt 🙂

Parallel dazu, um entsprechend “zweigleisig” zu fahren, bewerbe ich per AffiliateMarketing Produkte und hab damit im ersten Monat bereits ~60€ verdient.

Nicht viel, aber Kleinvieh macht auch Mist und wie war das ? – “Gut sein – Besser werden” 🙂

Liebe Grüße
Pascal

Johannes

Kann mich in deinem Artikel gut wiederfinden! Hier ein Tipp: Wer unbedingt in dieses neue Leben eintauchen will, sollte zweigleisig fahren.

1. Suche dir eine gute Tätigkeit im Bereich Freelancing heraus. Idealerweise etwas, wo die großen Freelance-Portale meiden kannst. Wie schon beschrieben ist es schwer hier motiviert zu bleiben wg niedriger Löhne, viel Wettbewerb etc. Investier die Zeit und suche nach Firmen, die Freelancer anstellen.

2. Finde deine Leidenschaft, schau aber auch dass du damit Geld verdienen kannst! Man sollte vorher eine Idee vom Endprodukt haben (E-Book, Werbung, Affiliate etc.) und mit Recherche validieren, ob das ein guter Weg ist. Oft stürzt man sich vor lauter Begeisterung auf ein Thema, ohne die notwendige Recherche gemacht zu haben (braucht der Markt mein Produkt? Wer würde dafür zahlen?). Spreche aus eigener, leidvoller Erfahrung…

Hätte mir gewünscht, dass ich vorher gewusst hätte wie ich den Einstieg als (digitaler) Nomade am besten schaffe und vor allem auch dabei bleibe!

Susanne

Vielen Dank für die Übersicht über verschiedene Möglichkeiten des Geldverdienens im Internet! Wahrscheinlich kommt es vor allem darauf an, was man erreichen will. Wenn es nur um ein Taschengeld nebenbei geht, für das man das Haus nicht verlassen will, sind Auftragsarbeiten sicher eine Option – zumindest, wenn einem die Tätigkeiten Spaß machen (z.B.) schreiben. Für den Lebensunterhalt wird man wohl auf die langfristigen Strategien setzen müssen. Passives Einkommen aufzubauen scheint mir dabei besonders wichtig. Ich mache mich eben erst daran, das auf verschiedenen Wegen auszuprobieren und bin gespannt, wohin mich das führt.

Florian @FlorianFelsing.com

Hi Sebastian,

das “oder” habe ich mal glatt überlesen, sorry 😉

Wobei… letztlich hätte ich wohl nicht so einen langen Kommentar geschrieben, wenn ich es nicht überlesen hätte! Also halb so schlimm, denke ich.

Ich finde es gut, dass wir in Hinblick auf “Geldverdienen mit einer Leidenschaft” der gleichen Meinung sind. Wie ich es auch geschrieben habe – das ganze kann definitiv funktionieren. Nur blind seiner Leidenschaft zu folgen und zu denken, dass man am Ende damit auf jeden Fall Geld verdient, ist eben gefährlich. Wenn die Chance aber wirklich besteht, dann kann (und sollte) man sie auch nutzen. Dann hat man nämlich wiederum sehr viele Vorteile auf seiner Seite. Etwa ein längeres Durchhaltevermögen und Spaß an der Arbeit, auch wenn die Resultate am Anfang noch mager sind.

Persönlich verfolge ich auch den Ansatz von Tim Ferriss. Meine Leidenschaften eignen sich halt einfach nicht wirklich gut zum Geldverdienen 😉

Florian @FlorianFelsing.com

Hi Sebastian, alles in allem ein wirklich toller Beitrag. Du bringst die 3 wichtigsten Wege, die es gibt sehr gut auf den Punkt: 1.) Arbeit als Freelancer (tausche Zeit gegen Geld) 2.) Arbeit als Unternehmer (tausche Produkt oder Leistung eines Geschäftsmodells gegen Geld) 3.) Hybrid aus beiden Varianten Einem Punkt kann ich aber überhaupt nicht zustimmen, nämlich diesem hier: “Hier ist mein Rat an dich: Suche dir ein Thema, mit dem du dich leidenschaftlich gerne beschäftigst oder etwas, das ein Problem löst. Setze einen WordPress Blog aus und beginne über das Thema zu schreiben. Vielleicht 3-4 Stunden in der Woche.” Pauschal halte ich das für keine gute Idee. Oder zumindest nicht für den besten Ansatz. Ich stimme dir zu, dass es von Vorteil ist, wenn man sich mit einem Thema leidenschaftlich gerne beschäftigt. Wenn man von dem Blog (oder von der Webseite, vom YouTube Kanal, etc.) am Ende aber wirklich leben will (oder vielleicht sogar gut leben), muss vor allem Geld in der jeweiligen Nische stecken. Oder auch: Das Verhältnis zwischen der Stärke der Konkurrenz und den finanziellen Chancen muss stimmen. Nur, weil man sich selbst gerne mit einem Thema beschäftigt und regelmäßig darüber bloggt, bedeutet nicht, dass man am… Mehr lesen »

Hi Sebastian, die Übersicht ist für alle, die sich mit dem Thema zu beschäftigen beginnen, sehr gut. Eine Anmerkung sei erlaubt: Das Freelancen über die bekannten Portale ist eine Ochsentour, die kaum besser (wenn überhaupt) als Putzen und Kellnern bezahlt wird. Da musst du schon fast rund um die Ohr buckeln, um einigermaßen über die Runden zu kommen. Ich rate erst einmal zu einem anderen Weg: Schrei in die Welt hinaus, was du kannst. Du hast Freunde, Bekannte, Ex-Kollegen, da gibt es Facebook, XING, etc – je mehr Menschen du davon erzählst, desto wahrscheinlicher sind (vernünftig bezahlte) Aufträge. Vielleicht musst du am Anfang ein paar finanzielle Abstriche machen, um deine ersten Referenzen zu bekommen, aber danach kannst du ganz selbstbewusst für gute Arbeit auch gutes Geld verlangen. Und noch was zum Freelancen: Ich finde das eine sehr gute Möglichkeit, um auszuloten, ob ich mit meinen Fähigkeiten/meinem Portfolio/meinen Referenzen genug Geld verdienen kann. Wenn ich mir hier einmal einen Ruf aufgebaut habe (bei mir ging das innerhalb von drei/vier Monaten), kann ich jederzeit darauf zurückgreifen, falls irgendwelche Online-Projekte in die Hose gehen sollten. Deshalb würde ich Freelancen als Basis jedem empfehlen und mag diese “Zeit-gegen-Geld-Falle”-Geschreibe nicht. Auch für einen Onlinekurs, ein… Mehr lesen »