Wireless Life https://wirelesslife.de Selbstbestimmt Leben, Ortsunabhängig Arbeiten Mon, 20 Feb 2017 03:15:30 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.7.2 https://wirelesslife.de/wp-content/uploads/2016/12/cropped-wireless_life_icon-32x32.png Wireless Life https://wirelesslife.de 32 32 Sind alle Schwäne weiß? Über kritisches Hinterfragen, Selbstreflexion und Zielerreichung https://wirelesslife.de/weisse-schwaene/ https://wirelesslife.de/weisse-schwaene/#respond Wed, 08 Feb 2017 07:35:33 +0000 https://wirelesslife.de/?p=6455 Marvin Nowozin schreibt in seinem Buch "Sind alle Schwäne weiß?" über kritisches Hinterfragen und Querdenken. Mit vielen persönlichen und fremden Beispielen inspiriert er dazu, gegebene Tatsachen in Frage zu stellen. In diesem Gastbeitrag schreibt er über einen strukturierten Prozess zur Zielerreichung mit Hilfe von Selbstreflexion.

Der Artikel Sind alle Schwäne weiß? Über kritisches Hinterfragen, Selbstreflexion und Zielerreichung kommt von Wireless Life.

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Als Marvin mich vor ein paar Monaten fragte, ob ich Interesse daran habe, einen Gastbeitrag zu seinem Buchprojekt beizusteuern, habe ich dankbar angenommen. Schon allein der Titel “Sind alle Schwäne weiß?” hat dafür den Ausschlag gegeben. In seinem Buch möchte der Jungautor zum Querdenken und kritischen Hinterfragen anregen, was ihm dank vieler Beispiele sehr gut gelungen ist.

Es braucht ganz einfach nur diesen einen schwarzen Schwan, um eine Tatsache, die lange Zeit als absolute Wahrheit feststand, in Frage zu stellen. Wir halten selbst viel zu oft an Annahmen fest, die genauso falsch sind, wie die Welt keine Scheibe ist. Kritisches Hinterfragen sollte also ein fester Bestandteil deines “Betriebssystems” sein.

Ich freue mich, dass Marvin mit diesem Gastbeitrag seinen Prozess zur Zielerreichung mit uns teilt und damit einen kleinen Vorgeschmack auf das Buch gibt.

Also, Vorhang auf für Marvin …

 

Welche Ziele setzt du dir persönlich in deinem Leben? Ganz egal, ob du einen köstlichen Mojito auf Koh Samui schlürfen oder die nächste Unicorn Company in Berlin aus den Boden stampfen willst. Es geht darum, sich Ziele im Leben zu setzen und an diesen Zielen festzuhalten, denn genau darum geht es im Leben doch, oder etwa nicht?

Wenn ich über Zielerreichung spreche, gibt es für mich immer eine notwendige Voraussetzung, und zwar Selbstreflexion. Was möchte ich in meinem Leben erreichen? Befriedige ich momentan nur die Wünsche der Gesellschaft oder ziehe ich mein eigenes Ding durch? Wer oder was beeinflusst mich in meiner Entscheidungsfindung?

Genau mit diesen Themen beschäftige ich mich seit geraumer Zeit. Nach meinem Studium zog es mich in die Logistikbranche, sodass ich seit knapp 18 Monaten ein Traineeprogramm bei einem amerikanischen Logistikdienstleister mache – und das macht mich glücklich. Doch fangen wir erst einmal damit an, was das mit Zielerreichung und Selbstreflexion zu tun haben soll.

Kurz nachdem ich meinen Job im Unternehmen begonnen habe, gründete ich gemeinsam mit knapp dreißig weiteren Millennials eine Fokusgruppe, die sich auf die Fahnen schreibt, innovative Ideen ins Unternehmen zu bringen und an diesen zu arbeiten. In unserem Kick-Off-Meeting diskutierten wir über sämtliche Themen, die uns emotional berühren.

Der Begriff „Work-Life-Balance“ fiel dabei so oft, dass ich mir mehr und mehr Gedanken über die eigentliche Bedeutung machte. Schließlich schrieb ich einen Beitrag in einem Karriereportal darüber, warum „Work-Life-Balance“ in meinen Augen etwas Kurioses ist. Die Arbeit und (das) Leben ins Gleichgewicht bringen? Für mich macht das irgendwie keinen Sinn.

Jedenfalls machte ich mir ab diesem Zeitpunkt noch viel mehr Gedanken über Dinge, die mir von meinem Umfeld als Gegeben verkauft wurden. Ich fing an, unterschiedliche Themen mehr und mehr zu hinterfragen. Die Frage, ob alle Schwäne weiß sind, wirst du sicherlich schnell verneinen.

Doch in unserem Leben existieren ähnliche Fragen, die wir nicht selbstständig beantworten, sondern die Meinung der Gesellschaft kopieren. Ganz egal, ob es Konstrukte in unserem Leben sind (wie zum Beispiel Ländergrenzen, Geld und Staatsformen) oder aber Themen wie Selbstverwirklichung und Co. – kritisch hinterfragen lassen sich so viele Bereiche in unserem Leben.

Meine Gedanken zu diesem Thema habe ich letztendlich in einem Buch mit dem Titel „Sind alle Schwäne weiß?“ zusammengefasst, welches kürzlich veröffentlicht wurde. Als nächstes möchte ich dir beispielhaft an meinem Buchprojekt zeigen, welche Punkte du im Hinblick auf Zielerreichung unbedingt beachten solltest:

 

1. SETZE DIR ZIELE

Bevor du dir Gedanken über deine Zielerreichung machen kannst, bedarf es einer notwendigen Bedingung: der Zielformulierung. Wir ernten nun mal, was wir säen. Was also nicht gesät wird, kann anschließend auch nicht geerntet werden. Sei dir darüber im Klaren, was du erreichen möchtest. Setze dir Prioritäten und sei dir deiner Kapazitäten, welche dir für die Erreichung deines Ziels zur Verfügung stehen, bewusst.

Je langfristiger dein Ziel ist, desto mehr Sinn macht es, sich Meilensteine zu setzen, welche als Teilziele fungieren. Diese werden dir regelmäßig das Gefühl geben, einen Schritt weiter gekommen zu sein. In der Realität wirst du womöglich mehrere Ziele gleichzeitig verfolgen. Achte darauf, dass sich diese Ziele nicht widersprechen, sondern bestenfalls gegenseitig unterstützen.

Mit meinem Buch war das relativ simpel: Ich habe mir ohnehin Gedanken über verschiedene Bereiche in meinem Leben gemacht und Spaß daran gefunden, diese zu kommunizieren. Mein Ziel lautete schließlich: Teile deine Sichtweisen, kommuniziere diese und inspiriere dein Umfeld auch kritischer über Verschiedenes nachzudenken. Voila.

2. IDENTIFIZIERE DEINE RESSOURCEN

Sobald du dein Ziel vor Augen und dieses definiert hast, solltest du dir Gedanken darüber machen, welche Ressourcen dir zur Verfügung stehen. Du möchtest Mojito auf Koh Samui verkaufen? Dann solltest du mindestens ein One-Way-Ticket, Kenntnisse über das Mixen von Cocktails sowie ein Ladenlokal und ein paar unternehmerische Fähigkeiten besitzen. Schon bei der Zieldefinition solltest du die dir zu Verfügung stehenden Ressourcen kennen, sodass dein Ziel auch tatsächlich erreichbar ist.

Ressourcen für mein Buch? Das war relativ einfach: Ich brauchte nur ein Werkzeug, um meine Gedanken zu „Papier“ zu bringen. In diesem Fall war es mein Laptop.

3. DENKE GROß UND LASS DIR HELFEN

Dein privates oder berufliches Umfeld suggeriert dir, dass dir für deine Zielerreichung die benötigten Ressourcen fehlen? Neider, die dir deinen Erfolg nicht gönnen und dich davon überzeugen wollen, dass du dein Ziel niemals erreichen wirst, wird es immer geben.

Erinnere dich daran, dass es eine einzige Person benötigte, um den Rest der Menschheit davon zu überzeugen, dass die Erde keine Scheibe ist. Solange du das Vertrauen in dich selbst nicht verlierst, wirst du auch dein Ziel nicht aus den Augen verlieren. Löse dich von starren Denkmustern und akzeptiere niemals den Status quo. Als eine „Ein-Mann-Armee“ wirst du aller Voraussicht nach niemals dein Ziel erreichen. Umgib dich deshalb mit Personen, die dir Kraft schenken und an dich glauben. Nutze die Energie von Neidern zu deinem eigenen Vorteil.

Auch während meines Schreibprozesses stieß mein Plan auf viel Zuspruch – gleichzeitig gab es aber auch einige Freunde, die ihre Augen verrollten, als sie von meiner Idee gehört haben. Den größten Ansporn gaben mir tatsächlich diejenigen, die nicht wirklich an meinen Plan glaubten.

4. RICHTE DEIN LEBEN NACH DEINEM ZIEL AUS

Fokussiere dich auf dein Ziel. Meide Situationen, welche der Erreichung deines Ziels schaden könnten. Stell dir vor, du modellierst dein Leben mit Hilfe eines Kartenhauses. Dabei stellt die unterste Ebene dein Ziel dar. Jedes weitere Geschoss baut auf deinem Ziel auf. Alles was du tust, richtet sich folglich nach deinem Ziel. Es ist das Fundament, das alles zusammenhält und ohne das die anderen Geschosse nicht existieren könnten. Nimm dir am Tag wenigstens ein paar Minuten Zeit, um dich selbst zu hinterfragen, ob dich dein tägliches Handeln zur Zielerreichung führt.

In Bezug auf mein Buch war das relativ einfach. Klar, ich ging nicht stundenlang am Tag durch die Straßen und redete mir ein, heute wieder ein paar Seiten zu schreiben. Aber ich dachte in schier jeder Situation über verschiedene Dinge nach und wie ich diese anschaulich kommunizieren kann.

5. TEILE DEINE ZIELE

Einen kräftigen Motivationsschub verschafft dir das Teilen deines Zielvorhabens. In schwachen Momenten, in denen du dein Ziel aus den Augen verlierst, wird dich dein Umfeld daran erinnern und dir die nötige Motivation geben, fokussiert zu bleiben. Diese Motivation kann sich einerseits in Lob, andererseits auch als Druck äußern. Ganz egal: Je mehr Leuten du von deinem Vorhaben berichtest, desto fokussierter blickst du in Richtung Ziellinie. »Der Weg ist das Ziel« zählt in diesem Kontext nicht!

Ich habe oft über mein Buchprojekt gesprochen, es relativ früh in den sozialen Medien gestreut. Dadurch erhielt ich unglaublich viel Zuspruch und freute mich bereits, dass meine Zeilen künftig andere Menschen inspirieren können.

6. SEI EHRLICH ZU DIR SELBST

Bist du in einer festen Partnerschaft? Die Beantwortung dieser Frage nehme ich dir ab, denn sie lautet Ja. Auch wenn du im Moment keinen Partner in einem anderen Menschen hast, ist es dein inneres Ich. Dieser Partner begleitet dich bereits seit deiner Geburt und wird dich noch dein ganzes Leben begleiten. Dein inneres Ich ist dein strengster Richter, dem du nichts verheimlichen solltest.

Natürlich kannst du zu dir selbst unehrlich sein und damit Problemen aus dem Weg gehen. Oft erscheint unser Leben einfacher und angenehmer, wenn wir vor unseren Problemen eine Barrikade errichten und diese aus dem Gedächtnis verbannen. Loswerden wird man diese dadurch jedoch nicht. Wahrscheinlich kehrt das schlechte Gefühl, früher oder später, noch viel stärker zurück. Dein inneres Ich ist aber nicht nur dein strengster Richter, es kann zugleich auch dein motivierender Coach sein. Belohne dich also auch einmal, wenn du ein gewisses Teilziel erreicht und Durchhaltevermögen bewiesen hast.

Ich persönlich bin sehr ehrlich mit mir selbst und meinem Projekt umgegangen und habe mir stets Hilfe gesucht, wenn ich einmal nicht weitergekommen bin.

7. STARTE JETZT

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Du hast dir bereits ein Ziel gesetzt, welches du unbedingt erreichen willst? Wenn du diese Frage mit Ja beantworten kannst, existiert kein Grund, warum du dein Vorhaben nicht sofort in die Tat umsetzen solltest. Besonders zu Beginn deines Vorhabens sollte deine Motivation riesengroß sein. Bevor diese mit der Zeit wieder verpufft, solltest du sofort Initiativen ergreifen, die dich zum Ziel führen werden.

Ein Raucher, der zu einem vordefinierten Zeitpunkt sein Laster loswerden möchte, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erfolgreich sein. Aus unterschiedlichen Gründen ist die Motivation später nicht mehr dieselbe. Wenn du Punkt 6 beachtest und ehrlich zu dir selbst bist, gibt es keinen triftigen Grund, warum du nicht jetzt durchstarten solltest. Hör auf, nach Ausreden zu suchen und spring jetzt auf die Lokomotive, die dich zu deinem Ziel bringen wird. Ob sich erneut eine solche Möglichkeit ergibt, ist ungewiss. Kleiner Tipp: Der eine, perfekte Start existiert nicht!

Nachdem ich meinen Beitrag über die kuriose „Work-Life-Balance“ in einem Karriereportal geteilt habe, war mir sofort klar, dass ich meine Gedanken künftig teilen muss. Es hat nicht lange gedauert, bis ich die ersten Seiten für mein Buch fertiggestellt habe.

8. SCHREIBE DEINEM 80-JÄHRIGEN ICH

Ich persönlich bin kein großer Fan davon, seine Ziele zu verschriftlichen, Checklisten anzulegen oder den Prozess seiner Zielerreichung an einem seltsamen Ampelsystem zu messen. Setze ich mir ein Ziel, welches ich unbedingt erreichen will, verankert sich dieses so fest in meinen Gedanken, dass ich es nie wieder vergessen werde. Das passiert zwangsläufig, wenn du Punkt 4 beachtest.

Es geht auch etwas kreativer: Berichte deinem zukünftigen Ich von deinen Plänen. Notiere dein konkretes Zielvorhaben, deine Motivation und alle Schritte, welche für deine Zielerreichung notwendig sind. Zum einen wirst du dich jederzeit daran erinnern, dass du ehrlich zu dir selbst sein solltest und Motivation in deinem inneren Ich findest (Punkt 6). Zum anderen hast du später einen schriftlichen Beleg für deinen Erfolg.

Das 80-jährige Ich eignet sich als Adressat besonders dann, wenn es um langfristige Ziele geht, die du in deinem Leben unbedingt erreichen möchtest. Später wirst du auf dein Leben zurückblicken und stolz auf dich sein. Das Alter des adressierten Ichs muss daher für jedes Ziel individuell angepasst werden. Es sollte also nur so weit in der Zukunft liegen, wie du für deine Zielerreichung benötigst.

9. BLEIB AM BALL

Diese Überschrift kannst du fast wörtlich nehmen. Stell dir vor, du formst einen kleinen Schneeball und rollst diesen einen verschneiten Abhang hinunter. Am Anfang musst du noch sehr viel Kraft investieren, da der kleine Schneeball ansonsten auf der Stelle liegen bleibt. Mit jedem gewonnenen Zentimeter, den der Schneeball zurücklegt, gewinnt er gleichzeitig an Volumen. Je größer er wird, desto weniger Kraft musst du selbst investieren, bis er irgendwann von ganz alleine den Abhang runterrollt und dabei immer schneller wird.

Dieses physikalische Phänomen namens Momentum ist ausschlaggebend für deinen Zielerfolg. Besonders zu Beginn deines Zielerreichungsprozesses musst du dir deines Momentums bewusst werden. Ziele sind häufig das auf dem Seitenstreifen stehen gebliebene Auto, welches partout nicht mehr anspringen will. Möchtest du das Auto zur 200 Meter entfernten Raststätte schieben, musst du anfangs extrem viel Kraft aufwenden. Hat sich das Auto jedoch erst einmal in Bewegung gesetzt, also mehr und mehr Momentum aufgebaut, kannst du die von dir aufgebrachte Kraft verringern. Das Auto rollt von selbst.

Momentum motiviert uns, besonders zu Beginn viel Kraft und Mühe aufzuwenden, um den „Ball“ erstmal ans Rollen zu bringen. Rede dir nicht ein, dass der Weg zu deinem Ziel anfangs zu steinig ist. Behalte dein Ziel im Auge und du wirst es schneller erreichen als du denkst.

Mein Buch habe ich auch nicht binnen zwei Wochen geschrieben. Ein „professioneller“ Schriftsteller hätte das vielleicht gekonnt. Doch ich habe mich nicht entmutigen lassen und Woche für Woche mehr Gedanken zu „Papier“ bringen können. Es war ein unglaubliches Gefühl immer ein Stück weiter gekommen zu sein.

 

Wenn du mehr zum Thema „kritisches Hinterfragen & Querdenken“ erfahren möchtest, lade ich dich ganz herzlich dazu ein, meine Website www.marvinnowozin.de zu besuchen. Auch Sebastian hat mit seinen Erfahrungen und einem kleinen Beitrag zu diesem Buch beigetragen, wobei ich mich an dieser Stelle noch einmal bei dir, Sebastian, für deinen Input bedanken möchte. Ich würde mich riesig darüber freuen, wenn ich den einen oder anderen von euch auch zu mehr Selbstreflexion inspirieren könnte.

 

Über den Autor:

Inspiriert durch sein Studium der Wirtschaftswissenschaften veröffentlichte Marvin Nowozin im Januar 2017 sein erstes Buch “Sind alle Schwäne weiß?: Inspirationen zum kritischen Hinterfragen & Querdenken”. Sowohl im Studium als auch in seiner Freizeit beschäftigt sich der junge Autor mit unterschiedlichen Themen rund um Entrepreneurship, Innovationsmanagement und Managerial Economics. Dabei interessiert ihn vor allem, warum und wovon sich Menschen in ihrem alltäglichen Leben beeinflussen lassen.

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Schlechte Ratschläge und innere Antreiber, die dir das Leben zur Hölle machen https://wirelesslife.de/antreiber/ https://wirelesslife.de/antreiber/#comments Mon, 30 Jan 2017 09:05:51 +0000 https://wirelesslife.de/?p=6440 Der erste Schritt zu mehr Glück und Erfolg in deinem Leben besteht darin, dich selbst besser kennenzulernen. Wenn du weißt, welche innere Grundmotivation dich antreibt, kannst du diese gezielt einsetzen. Und sobald du die äußeren Glaubenssätze kennst, die dich gegen Blockaden rennen lassen, kannst du daran arbeiten.

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Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Auszug aus der 2. Auflage des Wireless Life Guide.

“Geld verdirbt den Charakter” und “Gib nie auf” sind zwei Glaubenssätze, mit denen ich aufgewachsen bin. Sie haben dafür gesorgt, dass ich in meinen früheren Jobs nie nach Gehaltserhöhungen gefragt und mein Studium bis zum Ende durchgezogen habe. Diese Glaubenssätze entstanden, weil sie mir in meiner Kindheit zugetragen wurden, bis ich sie tief in meiner DNA verinnerlicht habe.

So viele unserer Glaubenssätze basieren auf dem, was uns andere Menschen bewusst oder unbewusst als Kinder und junge Erwachsene immer wieder erzählt haben. Immer dann, wenn wir eine Meinung hören und dieser Glauben schenken, wird sie Teil unserer Realität, ganz egal ob sie wahr ist oder nicht.

Viel zu oft sind diese Meinungen aber nur die Reflektion von Glaubenssätzen anderer Menschen, die für dich schädlich sein können. Deshalb solltest du “gut gemeinte Ratschläge” nie persönlich nehmen, denn schließlich bewegen wir uns alle in ganz unterschiedlichen Realitäten.

In den letzten zwei Jahren habe ich mich intensiv mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt. Mit Hilfe von Coaches habe ich mich selbst besser kennengelernt und verstehe nach und nach, welche limitierenden Glaubenssätze mich ausbremsen und welche Grundmotive mich antreiben.

Zu den vielen Menschen, die mich in meiner Entwicklung stark beeinflusst haben, gehört Unternehmercoach Marion Lang, die auch Teil der letztjährigen Workation auf Bali war. Sie sagte mir in einem Interview, dass es vor allem zwei relevante Kriterien gibt, die für selbständig handelnde Menschen extrem wichtig sind. Die wenigsten von uns haben Kenntnis davon, ganz einfach weil wir es weder in der Schule noch sonst im Leben gelernt haben:

Das ist zum einen die intrinsische Motivation (Grundmotivation), die uns in einen Fluß versetzt und unser Handeln mit Leichtigkeit vorantreibt. Der zweite Teil sind angelernte Strategien (Antreiber), die uns wie eine Peitsche vorantreiben. Sie sind nicht per se schlecht aber sie können im Gegensatz zur intrinsischen Motivation sehr anstrengend sein. Wichtig ist zu erkennen, wann die Antreiber positiv eingesetzt werden können und damit den Fluß des Grundmotives unterstützen.“

 

Werte kennen, Grundmotive stärken

Werte sind Teil deiner Persönlichkeit und Leitbilder für dein Handeln. Sie entwickeln sich bereits ab der 15. Schwangerschaftswoche und verändern sich nach der Pubertät nicht mehr. Im Laufe der Zeit mögen sich einige Werte stärker entfalten und andere werden von dir unterdrückt, du kannst aber nicht vor ihnen davonlaufen.

Diese Werte stehen in direkter Verbindung zu deiner Grundmotivation und deinen Antreibern. Sobald du sie erkannt hast, kannst du sie gezielt einsetzen und an ihnen arbeiten.

Dich selbst und deine Werte kennenzulernen, ist keine einfache Aufgabe, da du dich selbst natürlich nur aus der eigenen Perspektive siehst. Daher solltest du die Arbeit mit einem Coach unbedingt in Betracht ziehen. Da das natürlich eine Investition ist, sind Persönlichkeitstests ein guter Anfang.

Empfehlenswert ist die Lymbic Map, eine Wertekarte mit sieben verschiedenen Typen. In einem Online-Persönlichkeitstest wird analysisert, wie stark deine Ausprägungen hinsichtlich Dominanz, Stimulanz und Balance sind. Stehst du gerne im Wettbewerb? Brauchst du ständige Abwechslung? Wie hoch ist dein Wunsch nach Sicherheit? Sobald du deinen Wertemix kennst, weißt du, was dich in deinem inneren Kern antreibt.

Indem du die für dich wichtigen Grundmotive, die sich aus Werten ableiten, verstärkst, handelst du aus einer intrinsischen Motivation, die das Erreichen deiner Ziele deutlich leichter macht. Handelst du gegen diese Motivation, fühlt sich alles nach Zwang an und benötigt viel mehr Energie.

Wenn du beispielsweise durch Grundmotive wie Kreativität, Risikofreude und Individualismus angetrieben wirst, verstärkt sich deine Motivation mit der Selbständigkeit. Andersherum sind stark ausgeprägte Werte wie Sicherheit, Heimat und Familie ein gutes Anzeichen dafür, dass du als digitaler Nomade auf viele innere Blockaden stoßen wirst.

 

Antreiber definieren, Erlauber setzen

Antreiber sind unsere inneren Stimmen, die auf antrainierten Verhaltensmustern basieren. Anders als unsere Grundmotive sind sie extrinsisch motiviert und meist zwanghaft. Diese Glaubenssätze können in bestimmten Situationen hilfreich sein, jedoch auch schaden, wenn sie zu stark ausgeprägt sind und uns in unserem Handeln einschränken. Es gibt fünf Antreiber – sei perfekt, sei stark, beeil dich, streng dich an, mach es allen recht – die bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt sind.

Wenn du Antreiber permanent gegen deine eigene intrinsische Motivation arbeiten lässt, sabotierst du dich selbst. Du bist nur durch die Peitsche getrieben und wirst immer müder oder im schlimmsten Fall krank“, sagte mir Marion dazu im Gespräch. „Deshalb solltest du mit Freude und Leichtigkeit aus deiner Grundmotivation heraus handeln. Wenn ich meine Werte und Vision im Leben verankert habe und bewusst entscheiden kann, wann ich was an welcher Stelle sinnvoll einsetzen kann, dann muss ich nicht ständig gegen Blockaden rennen, womit alles im Leben leichter wird. Du weißt genau, welche Strategie du einsetzen musst, welche Grundmotivation dich unterstützt, welche Werte genau in diese Richtung mitschwingen.“

Weißt du, was dich antreibt? Finde es ganz einfach heraus, indem du den Antreibertest machst. Mit Hilfe von 50 kurzen Fragen findest du heraus, was dich motiviert und was dich ausbremst. Sei dir bewusst darüber, welche Antreiber du hast und setze dir Erlauber, die deine hinderlichen Denkweisen entkräften. Gute Informationen zum Weiterlesen und zur Interpretation deiner Antreiber gibt es auf dieser Seite.

Wenn du durch den Wunsch getrieben bist, es immer allen recht machen zu wollen, dann erlaube dir, auch mal Nein sagen zu dürfen. Achte in deinem Alltag ganz bewusst darauf, wann ein Antreiber für dich hilfreich ist und wann er dich ausbremst.

Triff dann eine aktive Entscheidung darüber, ob du diesen Antreiber zulassen willst oder dir einen Erlauber setzt. Je bewusster du mit deinen Antreibern umgehst, desto schneller bilden sich neue Verknüpfungen in deinem Nervensystem, die hinderlichen Antreibern den Wind aus den Segeln nehmen.

 

Stärken stärken, Schwächen beseitigen

Neben diesen bereits im Kindesalter verinnerlichten Verhaltensweisen entwickeln wir im Laufe der Zeit neue Fähigkeiten. Viel zu oft fokussieren wir uns allerdings nicht auf unsere Stärken, sondern auf Defizite, die wir mit aller Macht beseitigen wollen.

Ich halte es für extrem wichtig, dass du deine Schwächen akzeptierst, anstatt dich von ihnen aufhalten zu lassen. So sehr viele von uns Multi-Potentials sein mögen, so sehr haben wir im Laufe des Lebens einige wenige Fähigkeiten entwickelt, auf die wir uns besinnen sollten.

Kennst du deine Stärken? Setzt du diese ganz gezielt ein? Auch das kannst du über Online-Tests herausfinden. Einer der bekanntesten Tests ist der kostenpflichtige StrengthFinder 2.0 des Gallup Institutes, wobei es auch gute kostenlose Tests zur Entdeckung deiner Fähigkeiten gibt.

Anders als bei dem Lymbic- und Antreiber-Test bin ich persönlich kein großer Fan solcher Potenzialanalysen im Internet. Um meine Stärken und Schwächen besser kennenzulernen, habe ich in der Vergangenheit Freunde und Geschäftspartner danach gefragt, wo sie meine größten Potenziale und Defizite sehen.

Genau diese Stärken fördere ich, indem ich mich weiterbilde und durch Erfahrungen lerne. Meine Schwächen beseitige ich, indem ich beispielsweise Arbeiten auslagere oder gar nicht erst Dinge mache, die nicht meinen Fähigkeiten entsprechen. Besonders wenn du gerade am Anfang deiner Selbständigkeit stehst, dann ist genau dies auch mein Ratschlag für dich: bediene dich deiner Stärken, anstatt zu versuchen, deine Schwächen zu beseitigen.

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Noch selbständig oder schon angestellt? Das solltest du als Freelancer und Auftraggeber über die Scheinselbständigkeit wissen https://wirelesslife.de/scheinselbstaendigkeit/ https://wirelesslife.de/scheinselbstaendigkeit/#comments Thu, 19 Jan 2017 09:24:30 +0000 https://wirelesslife.de/?p=6420 Die Grenzen zwischen Selbständigkeit und Scheinselbständigkeit sind alles andere als klar. Wenn du zwar selbständig bist aber nach rechtlicher Definition wie ein Arbeitnehmer handelst, hat dies Auswirkungen auf Sozialversicherung, Steuern und Arbeitsrecht. Die Konsequenzen trägt vor allem der Auftraggeber.

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Viele Startups arbeiten ausschließlich mit Freelancern. Dadurch sparen sie Geld und Verbindlichkeiten. Auch ich mache es so und bin froh, mich nicht mit den Themen Lohnsteuer, SV-Beiträge und Arbeitsrecht auseinandersetzen zu müssen. Für Freelancer hat diese flexible Form der Beschäftigung den Vorteil, dass sie ihre Leistungen außerhalb der Festanstellung anbieten können.

Das große Problem dabei ist, dass die Grenzen zwischen selbständiger und sozialversicherungspflichtiger, abhängiger Beschäftigung sehr fließend sind. Der Deutschen Rentenversicherung Bund hat ein großes Interesse daran, Freelancer als Angestellte einzustufen, wenn sie sich eigentlich in einer abhängigen Beschäftigung befinden. Das ist verständlich, denn damit fließen mehr Beiträge in die Kasse der Rentenversicherung.

Deshalb solltest du sowohl als Freelancer als auch als Auftraggeber sehr vorsichtig bei der Vertragsgestaltung sein. Es sollte im Vertrag keine Wettbewerbsklauseln geben, die die Arbeit für andere Auftragnehmer in der gleichen Branche verbietet. Arbeitszeit und -ort sollten nicht festgeschrieben sein, sondern maximal nach “betrieblichen Erfordernissen” vereinbart werden. Abgerechnet werden sollte nicht nur nach Stunden- oder Tagessätzen, sondern mit einem erfolgsbasierten Anteil (z.B. inkl. Korrekturen) bzw. einem fest vorgeschriebenem Projektergebnis.

 

Warum die Unterscheidung zwischen Freelancer und Arbeitnehmer so wichtig ist

Die Abgrenzung spielt für das Sozialversicherungsrecht, Arbeitsrecht und Steuerrecht eine wichtige Rolle. Sowohl Sozialleistungen und Arbeitnehmerrechte als auch die steuerliche Einstufung unterscheiden sich zwischen Selbständigen und Angestellten. Nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (SchwarzArbG) wird die Scheinselbständigkeit sogar als Fall von Schwarzarbeit eingestuft.

Als Scheinselbständiger, also jemand, der zwar selbständig ist aber eigentlich wie ein Angestellter handelt, befindest du dich aus Sicht des Sozialgesetzbuches in einem Arbeitsverhältnis. Das schließt Ansprüche wie Urlaubstage, Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall, Kündigungsschutz und andere Arbeitnehmerrechte ein.

Für die Abgrenzung kommt es zwar auch auf die Vertragsgestaltung zwischen Freelancer und Auftraggeber an, letztendlich zählen aber immer die tatsächlichen Verhältnisse zwischen beiden Parteien.

Für digitale Unternehmer kann die Feststellung besonders heikel sein. Ein Bestandteil der Definition der Rentenversicherung für eine Selbständigkeit ist das unternehmerische Risiko, welches vorhanden sein muss. Dazu gehören eine eigene Betriebsausstattung, Mitarbeiter und andere Fixkosten. Wenn du außer deinem Laptop nichts für die Leistungserbringung benötigst, was ja durchaus erstrebenswert ist, kann dir das zum Nachteil ausgelegt werden.

 

Wann du als Selbständiger handelst

Als Selbständiger trägst du das unternehmerische Risiko eigenverantwortlich, wozu vor allem dein Einkommen und der Einsatz von eigenem Kapital zählt. Du kannst deine Zeit selbst einteilen und frei entscheiden, an welchem Ort du arbeitest. Typische Merkmale für unternehmerisches Handeln liegen dann vor, wenn du:

  • auf eigenes Risiko handelst,
  • eine eigene Betriebsstätte hast,
  • Kundenakquisition und Werbemaßnahmen ergreifst und
  • frei über deine eigene Arbeitskraft und -zeit bestimmen kannst.

Kein einzelnes Kriterium sorgt dafür, dass du selbständig handelst. Die Einstufung ist immer von einer Gesamtabwägung abhängig. Deshalb kannst du deinen Status im Zweifel prüfen lassen (Infos zur Statusfeststellung weiter unten).

 

Wann du unter die Scheinselbständigkeit fällst

Anhaltspunkte für eine Beschäftigung sind eine Tätigkeit nach Weisungen und eine Eingliederung in die Arbeitsorganisation des Weisungsgebers”, steht in § 7 SGB IV, in dem die Beschäftigung definiert wird.

Als eindeutiges Kriterium für die Scheinselbständigkeit wird oft genannt, nur einen Auftraggeber über einen längeren Zeitraum zu haben. Das spielt aus rechtlicher Sicht aber inzwischen nur eine untergeordnete Rolle.

Zwar ist es ein Indikator für die Scheinselbständigkeit, wenn du nur einen Auftraggeber hast bzw. mehr als 5/6 deines Einkommens von einem einzelnen Auftraggeber beziehst, das allein reicht allerdings noch nicht zur Prüfung einer Scheinselbständigkeit aus.

Diese kann auch vorliegen, wenn du zwar mehrere Auftraggeber hast, von denen einer jedoch Steuerungs- und Kontrollmöglichkeiten hat, denen du unterliegst. Das ist dann der Fall, wenn du:

  • ähnlich wie ein Arbeitnehmer uneingeschränkt weisungsgebunden bist,
  • vorgeschriebene Arbeitszeiten einhalten musst,
  • in die Organisation des Auftraggebers eingebunden bist (z.B. Firmenlaptop, regelmäßige Teilnahme an Meetings, Teil des Urlaubsplans, Zugang zum Intranet, Firmeninterne E-Mail-Adresse) und
  • in Zeit, Ort und Umfang die gleichen Tätigkeiten ausführst wie die festangestellten Kollegen.

Je mehr dieser Eigenschaften vorliegen, desto wahrscheinlicher ist die Einstufung als Scheinselbständiger. Du bist dann zwar immer noch selbständig, wirst aber aus Sicht der Rentenversicherung, Krankenkasse, Finanzämter und dem Arbeitsrecht als Arbeitnehmer eingestuft.

 

Rentenversicherungspflichtige Selbständige

Neben Arbeitnehmern, Selbständigen und Scheinselbständigen gibt es noch eine vierte Kategorie. Du kannst auch als Selbständiger rentenversicherungspflichtig sein, wenn du nach § 2 Satz 1 Nr. 9 SGB VI:

  • keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigst und
  • auf Dauer und im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig bist.

Diese Einstufung ist eher selten, da die Rentenversicherung in der Regel gleich auf Scheinselbständigkeit prüft. Solltest du hierunter fallen, kannst du dich auf Antrag von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen.

 

Freelancer oder Auftraggeber – wer trägt das Risiko?

Wenn du deine selbständigen Tätigkeiten anbietest aber eigentlich nicht selbständig handelst, wirst du zum Arbeitnehmer. Das hat für dich als Freelancer weniger Auswirkungen, denn die rechtlichen und finanziellen Risiken liegen vor allem auf Seiten des Auftraggebers.

Dieser muss dann Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) sowie Lohnsteuer rückwirkend bis zu 4 Jahre ab Beginn des Beschäftigungsverhältnisses abführen. Die Statusprüfung durch Einzugsstellen und Betriebsprüfer ist mit Kosten verbunden, die der Auftraggeber trägt.

Als Freelancer kannst du theoretisch eine Festanstellung einklagen und hast damit rückwirkend Ansprüche auf rückständiges Arbeitsentgelt, Urlaub, Kündigungsschutz und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Auch die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung trägt nach erfolgreicher Klage der Arbeitgeber. Das bedeutet, dass du dich als Auftraggeber erpressbar machst.

Wenn es hart auf hart kommt und vorsätzlich gehandelt wurde, können dem Auftraggeber sogar Straftatbestände wie die Förderung der Schwarzarbeit, Vorenthaltung sozialversicherungsrechtlicher Arbeitnehmeranteile und Steuerhinterziehung unterstellt werden.

 

Immer noch unsicher über deinen Status?

Kein Problem, denn sowohl als Freelancer als auch Auftraggeber kannst du deinen Fall individuell von der Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung prüfen lassen. Dieses Statusfeststellungsverfahren musst du schriftlich beantragen, woraufhin deine Versicherungspflicht in der Sozialversicherung festgestellt wird.

Das 7-seitige Formular “Antrag auf Feststellung des sozialversicherungsrechtlichen Status” (V0027) bekommst du auf den Seiten der Rentenversicherung. Erläuterungen zum Antrag gibt es in diesem PDF. Alternativ gibt es Antragsvordrucke auch bei den örtlichen Beratungsstellen, wo das Formular unter Anleitung ausgefüllt werden kann.

Zum Weiterlesen kann ich dir die sehr guten Informationen auf den Seiten der IHK Frankfurt empfehlen.

 

Hattest du als Freelancer oder Auftraggeber bereits Probleme mit der Selbständigkeit?

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Zwischen Sinnkrise und Aufbruch: Eine Kritik und Momentaufnahme zur digitalen Nomadenszene https://wirelesslife.de/aufbruch/ https://wirelesslife.de/aufbruch/#comments Tue, 10 Jan 2017 10:50:46 +0000 https://wirelesslife.de/?p=6409 Die digitale Nomadenszene hat ein riesiges Glaubwürdigkeitsproblem und verschweigt es konsequent. Sie verwechselt Erfolg mit Geld, Message mit Werten und Reichweite mit Wahrheit. In diesem kritischen Gastbeitrag schreibt Sebastian Berlein über Startups, digitale Nomaden und Entrepreneurship.

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Als ich im Sommer 2016 zu Gast auf der Freiheitsbusiness Konferenz von Markus Gabor war, drehten sich die vielen tollen Vorträge um Amazon FBA und darum, wie Conversion Rates optimiert und Profitmargen erhöht werden können. Als letzter Speaker kam Sebastian Berlein kurz vor Mitternacht auf die Bühne und schaffte einen guten Ausgleich zu den zahlengetriebenen Vorträgen seiner Vorredner.

Er ruf allen Zuhörern ins Gedächtnis, wie wichtig neben nackten Zahlen auch die Liebe zum Produkt (und zur Idee) ist. Allzu oft vergessen wir vor lauter Betriebswirtschaft die Menschen und die Umwelt, die durch unsere Geschäftsmodelle betroffen sind.

Seit der Konferenz hatte ich einige inspirierende Gespräch mit Sebastian, dessen Meinung ich sehr zu schätzen gelernt habe. Deshalb freue ich mich sehr, dass er in diesem Gastbeitrag seine Kritik und gedankliche Momentaufnahme zur Startup Szene, zu digitalen Nomaden und Entrepreneurship mit uns teilt.

Eine Bitte vorab: lies diesen Beitrag mit einem offenen Geist. Egal, ob du Partei für die eine oder andere Seite ergreifst, wirf deine Vorurteile für einen Moment über Bord und reflektiere die kommenden Absätze. Die anschließende Diskussion (mit dir selbst oder öffentlich) soll einen Beitrag für mehr Bewusstsein schaffen.

Also, Vorhang auf für Sebastian Berlein.

 

Die digitale Nomadenszene hat ein riesiges Glaubwürdigkeitsproblem und verschweigt es konsequent. Sie verwechselt Erfolg mit Geld, Message mit Werten und Reichweite mit Wahrheit.

Groß war meine Hemmung diesen Beitrag zu schreiben. In einer Welt, die durch ihre Fülle an Gütern zu ersticken droht. In einer Welt, in der alles nach Aufmerksamkeit schreit, sind meine Worte hier wohl eher als ein Flüstern zu verstehen.

Die digitale Verschmutzung wird morgendlich sichtbar. Erstmal wieder Newsletter abbestellen, ignorieren was mir anscheinend gefällt. Und mir will mal wieder jemand zum tausendsten Mal beibringen, wie ich mit Amazon ortsunabhängig leben und arbeiten kann. Ach ja und dann war da ja noch Instagram, Snapchat & Co.

Im Hostel in Mexiko sitzen alle wie gebannt vor ihren Smartphones sowie Laptops und hauen in die Tasten. Ich auch. Eine Meute jagt nach “xk”-Reichweiten”, “Usern”, “Communities”, “Email-Verteilern” und will dabei unverblümt den Wunsch ausleben – jemand zu sein. Mit Stolz jagt eine elitäre Community die andere.

Teils wird gegen Geld exklusiver Zugang gewährt. Alle suchen die Tricks, um beispielsweise Steuern zu vermeiden und damit der “King vom Pausenhof” zu sein. Jugendliche werden mitunter in ein vermeintlich besseres Hamsterrad gelockt. Es geht um das eigene Ich. Es geht um Geld, nichts anderes. Wer zuerst kommt, klickt zuerst. Es war nie anders.

Wer zuerst kommt, monetarisiert zuerst.

Sich selbst inszenierende Hobby “Entrepreneure” haben gemeutert und das Ruder übernommen. Sie überschwemmen eine Startup Szene, welche zuvor noch nach Antworten auf die drängenden Fragen der Zeit gesucht hat. Das war gestern. Jetzt zählt “Money, Money” und an jeden “unique visitor” denken. “Superfood”, “Amazon”, “FBA” und bei Markus Lanz sitzen die “Internet Rockstars”. Mir wird kurz schwindelig.

Was haben wir eigentlich erreicht? Außer, dass eine sogenannte “share economy” immer weniger sozial agiert, Infrastrukturen ruiniert und für immer weniger Geld alles haben will. Und wir? Wir machen mit. Ich auch.

Einsamen Laptopern ruft heute die Bequemlichkeit der ersten Welt zu – fast wie ein Freizeitangebot – “Mach dein Business in 10 Tagen”. Mal sehen, habe ich noch etwas Zeit, ok, mach ich. Ob sie außer ihrem eigenen Leben die Dinge verändern wollen, wage ich zu bezweifeln. Diese haben – wen wundert’s – Business als Lifestyle entdeckt.

Die, die es schaffen, werden als sogenannte Rockstars der Szene announced. Viel schlimmer noch, teils als Entrepreneure bezeichnet. Sie geben Vorträge, Workshops und Konferenzen. Schnell das Momentum nutzen. Schneeballeffekte in real-time, einmal anders. Denn der Hype war gestern. Die Selbstdarstellung wird auf die Spitze getrieben. Es kommt mir vor wie damals in der Schule: Jemand hat den Kaugummi-Automat geknackt. Cool, oder? Doch wir kommen nicht darum herum, irgendjemand bezahlt für diesen Raubbau. Es werden nicht die Reichen sein.

Korrekt war gestern.

Die Werte in unserer Gesellschaft haben sich in den letzten Jahren verschoben. In vielerlei Hinsicht. Die digitale Nomaden-Szene ist natürlich ein Spiegel davon.

Wir verpesten die Umwelt mit unseren jährlichen Flügen – welche natürlich günstig sein sollen – und machen dann bei Plastik-Strandsäuberungen auf Bali mit.

Wir sourcen Produkte aus Billiglohnländern und wenn wir gnädig sind, zahlen wir am Ende 10% mehr Lohn an die Arbeiter. Nett, mehr nicht. Denn die Marge muss stimmen.

Schönheitsfehler, die nicht so recht passen wollen in unser Bild von Sonne, Strand und Meer. Es gibt keine Werte-Agenda, keine Vision und erst Recht kein Ziel der digitalen Nomaden außer das eigene Ich zu polieren.

Postkolonialismus 2.0, welcher überwiegend Menschen aus der ersten Welt vorbehalten ist. Beziehungsweise ist diese Menschengruppe privilegiert überhaupt erst die Option eines digitalen Nomadentums zu versuchen. Mit der Absicherung jederzeit in das beste Versorgungsnetz der Welt zurückzufallen – die Staatsbürgerschaft wird zum Alleinstellungsmerkmal.

Wer hat eigentlich diesen Begriff “digitale Nomaden” erfunden, der für eine Szene steht, die dieses Wort ohne Widerspruch adaptiert hat? Vielleicht, weil sich das im Fernsehen gut verkauft? Ähnlich wie “Hipster” wissen alle was gemeint ist, nur komischerweise zählt sich kaum einer ernsthaft dazu. Beides Beispiele unserer angepassten Unangepasstheit.

Uns ist der Mut abhanden gekommen, uns selbst zu definieren. Oder lassen wir uns erschlagen vom SEO-Keyword-Todesstern, der uns marketingtechnisch dazu zwingt uns zu konfirmieren? Wo ist unsere Freiheit, unser Rebellentum? Wir haben es abgegeben an der Garderobe der Monetarisierung.

Es ist nicht mehr als eine Randnotiz und dennoch bemerkenswert, dass viele Plattformen, Konferenzen und Communities, die mit der Ortsunabhängig-Arbeiten-Philosophie verbandelt sind, häufig gar nicht von digitalen Nomaden geführt werden. Es ist der Diebstahl einer Idee, ein Fall der Verletzung von Intellectual Property Rights und ähnlich wie die Ikone Che Guevara laufen wir Gefahr komplett kommerzialisiert zu werden.

Leadership, Adieu!

Wie wenige Leader und Entrepreneure tatsächlich dort draußen unterwegs sind, zeigt sich in narzisstischen Videos und Fotos, in denen man den Drang nach Anerkennung & Fame so sehr spürt, dass einem schnell schlecht wird. Startups & Gründer werden in zahlreichen Artikeln, Blogs, Podcasts durchgereicht wie an der Supermarktkasse. “Der Nächste Bitte”, Hauptsache Preis und die Reichweite stimmen.

Ach ja, und die Qualität an der berühmten Abbruchkante. Alles in allem verdaubare Häppchen, damit der Content nicht zu schwer im Magen liegt. Denn das Format funktioniert. Und es funktioniert wirklich!

Doch es gibt ein Zeichen der Hoffnung, so könnte man denken. Denn erstaunlicherweise entdecken dann selbst diese Menschen nach ein einiger Zeit ihr Gewissen wieder. Es folgt die Sinnsuche. Wie sollte es auch anders sein, natürlich wieder in Vorträgen zelebriert, öffentlich. Man ist jetzt der “good guy”. Still war gestern. Leider entsteht diese monetarisierte Erkenntnis erst, nachdem wieder einmal sinnlose Produkte in die Welt gesetzt wurden. Es wirkt wie ein Hangover. Eine zu Ende gehende Pubertät. Man blickt vermehrt in seelenlose Gesichter.

Die Dinge haben sich geändert. Vor einigen Jahren wurde man noch als ‘Nerd’ klassifiziert, “Startup” hatte die Anklänge eines Fitness Studios und “Gründerzentren” sahen aus wie verlassene Orte nach einem nuklearen Endszenario. Heute werden die Wohlfühl-Coworking-Labs weltweit aufbereitet, für die sogenannten digitalen Nomaden und Hobby-Entrepreneure in Teilzeit.

Gegen den Strom!

Ernsthafte Traveler, die seit Jahren unterwegs sind, sind schon längst zu Weltbürgern geworden. Aus diesen Reisenden sind mittlerweile Menschen entwachsen, welche die Suche nach Freiheit antreibt. Geld war nie deren Motivation. Das sind wir, die Sinnsucher. Individuen, welche sich eigentlich nie starren Strukturen und Lebenskonzepten ergeben haben. Und die Widerstände waren groß, der soziale Druck erst recht, bis heute.

Was digitales Nomadentum, ortsunabhängiges Arbeiten oder Amazon FBA mit Entrepreneurship zu tun haben soll, hat sich mir bis heute nicht erschlossen. Lediglich die Cafes mit Laptops sind weniger geworden. Ich vermute die zahlreichen Freelancer, Workaholics und digitalen Nomaden haben ein Zuhause gefunden.

Ich wünsche es ihnen so sehr.

 


 

Nachtrag von Sebastian Berlein vom 30.01.2017

Vielen Dank für die vielen Kommentare und Impulse!

Meine Erkenntnis nach Erscheinen des Artikels ist, dass es “Gesprächsbedarf” gibt. Daher ist meine logische Schlussfolgerung zugleich ein konstruktiver Lösungsvorschlag, welchen Sebastian Kühn und ich gemeinsam erarbeitet haben:

Lasst uns aktiv werden!

Wir wollen, dass eine Impulsgruppe gezielt bei Veranstaltungen (Konferenzen, Meet-ups etc.) zum Thema “ortsunabhängiges Arbeiten” integriert und angeboten wird. Dort kann und soll der Aspekt “Werte & Nachhaltigkeit” als fester Bestandteil diskutiert werden.

Allen Interessierten wird dadurch die Möglichkeit gegeben zu partizipieren und sich mit den im Artikel besprochenen Punkte zu beschäftigen. Weiterhin haben neue Teilnehmer der Szene dadurch die Chance, von Anfang auf die Thematik aufmerksam zu werden.

Konkret: Ein Versuch.

Wir werden in den kommenden Tagen eine erste Informationsseite aufbauen, welche die Initiative “For people, the planet and profit.” aufzeigt und die Forderung nach einer Impulsgruppe zum Thema “Werte & Nachhaltigkeit” erklärt.

Uns geht es ausdrücklich um eine kooperative und partizipative Auseinandersetzung. Eine positive Initiative soll entstehen, welche sich mit den im Artikel besprochenen Aspekten auseinandersetzt. Die Forderung muss von und durch uns kommen. Deshalb …

Was du tun kannst?

Nimm dir jetzt etwas Zeit und schreibe direkt an die Veranstalter von Konferenzen, Bloggern, YouTubern, Influencern etc. mit der Bitte die Initiative bekannt zu machen und die Impulsgruppe in deren Angebot zu integrieren.

Schreibe einfach, dass du dir wünschen würdest, dass das Thema “Werte & Nachhaltigkeit” ein fester Bestandteil der Szene wird. Natürlich wäre es ideal, wenn du deine Freunde & Bekannte ebenso informierst und eine Nachricht sendest, damit die Initiative Gehör findet.

 

Nun will ich versuchen, noch kurz inhaltlich auf die Kommentare einzugehen.

Meine Intention mit dem Beitrag “Sinnkrise in der digitalen Welt” ist es, ausdrücklich eine Kritik zu äußern und einen ersten Aufschlag zu versuchen. Es geht nicht nur um digitale Nomaden. Natürlich betrifft die Kritik genauso Startups, Gründer und sämtliche Erscheinungen von Unternehmertum. Gleichzeitig bin ich davon überzeugt, dass ein “ich kann es nicht mehr hören”, ”diese Kritik gibts schon zu hauf” oder “so ist es eben”, ein Zeichen von Resignation und Müdigkeit an gesellschaftlicher Teilhabe ist. Wir müssen anfangen wieder konstruktiv zu denken und zu partizipieren.

Sehr gerne würde ich weiter in die Tiefe gehen mit Statistiken, Quellen und ausführlichen Debatten. Ich denke jedoch, dass hier an dieser Stelle vorerst einmal der Versuch wichtig ist, ein größeres Bild zu zeichnen. Es geht darum herauszufinden, ob es noch mehr Menschen ähnlich geht.

Dennoch ein Gedanke: Wir befinden uns in der Entstehung eines neuen Arbeitsmarktes. Dieser funktioniert in Teilen ähnlich wie der sogenannte 2. Arbeitsmarkt, welcher vor einigen Jahren entstanden ist. Dahingehend, dass beispielsweise durch günstigere Stundenlöhne, Subventionen oder indirekte Methoden (Auslassen des Zwischenhandels) alte Mechanismen ausgehebelt werden und nicht mehr greifen. Brisant ist, dass immer häufiger knallhart der Konsument bedient wird. UBER und AIRBNB funktionieren teils ähnlich. Ich sehe diese Zuspitzung mit Sorge, weil dadurch Werte-basierte Unternehmen zunehmend nicht mehr mit ihrer Philosophie überzeugen können.

Die grundsätzliche Frage “Wie kann ich mehr Zeit und somit Freiheit gewinnen über das eigene Leben?” beschäftigt mich nun schon über 15 Jahre. Die entstandenen ersten literarischen Werke zu dieser Fragestellung romantisierten damals diese Idee: Bücher wie “Wir nennen es Arbeit” (Friebe,Lobo) oder “Vier-Stunden-Woche” (Ferris) bedienten und bedienen bis heute diesen Nerv. Natürlich werden erfolgreiche Strömungen kommerzialisiert. Dies rechtfertigt jedoch nicht, nichts dagegen zu unternehmen und die Entwicklung passiv hinzunehmen. Bemerkenswert: Sascha Lobo ist mittlerweile in den elitären Kreisen der Politik angekommen und die vor kurzem entwickelte Charta ist ein Zeichen davon. Intellektuell, theoretisch, politisch. Ich wage zu bezweifeln, dass er uns vertritt.

Leider findet die Politik seit Jahren (noch) keine Antworten auf  unsere “neue” Form des Arbeitens und Lebens. Selbstverständlich liegt es aber auch an uns, unser Arbeits- und Lebensmodell aktiv zu vertreten und eine “Interessenvertretung” zu organisieren. Damit meine ich im Detail, dass wir Forderungen formulieren müssen: Wir brauchen eine klare (digitale) Infrastruktur, welche zu unserem Arbeits- und Lebensmodell passt. So könnte beispielsweise eine neue Steuerklasse oder eine neue Form von Sozial-, und Krankenversicherung (vielleicht ähnlich der KSK) interessant sein. Ein schöner Nebeneffekt wäre, dass “Steuertricks” o.ä. nicht mehr in Seminaren und Büchern “erlernt” werden. Meine Kritik ist, dass die Szene zu sehr mit sich selbst und ihrer Kommerzialisierung beschäftigt ist anstatt solche Themen gemeinsam anzugehen. Es fehlt der gemeinsame Nenner. Wir reagieren aber agieren nicht.

Ja, ich stehe zu dem Begriff Postkolonialismus 2.0 und bin sehr gerne bereit darüber zu diskutieren. Ich beziehe mich nicht auf den alleinigen Zugang zum Internet sondern darauf, dass es überwiegend Menschen aus reichen Ländern ermöglicht wird – schon allein durch die Staatsbürgerschaft – ihre “Vormachtstellung” hinsichtlich der digitalen und realen Infrastruktur und deren Bildungsvorteil geltend zu machen. Dass Diktatoren ein Land beherrschen und schlecht regieren ist primär ein brisantes und zumal aktuell politisches Problem. Meiner Meinung nach rechtfertigt dies jedoch nicht das Argument, ökonomische Infrastrukturen ganzer Länder nach dem – teils subventionierten – Bedarf der ersten Welt auszurichten. Das bessere Übel bleibt ein Übel.

China ist bestimmt als Produzent unglaublich viele Güter weltweit ein großer Faktor hinsichtlich des globalen Klimawandels. Jedoch ist heute unsere Welt derart vernetzt und arbeitsteilig, dass Umweltverschmutzung an Ländern festzumachen meiner Meinung nach zu kurz greift. Es ist ja mitunter unser Bedarf an Gütern, der dort die Umweltverschmutzung verursacht. So sind es ja letztlich mitunter auch gerade FBA-Businesses die dafür sorgen, dass diese Güter bei uns landen. Ich bin nachwievor davon überzeugt, dass Fliegen – eines der schädlichsten Transportmittel der Welt – ein Faktor ist, welchen ich persönlich beeinflussen kann und will. Auch wenn ich dies natürlich selbst nicht immer schaffe.

Ein Schlusswort das den Aufbruch bedeutet

Die Kommentare sind vielfältig. Ich bedanke mich für das Lesen und Mitdenken. Und vor allem denjenigen, die hier mit Name und Bild ihre Meinung hinterlassen haben. Ich bitte um Verzeihung, wenn ich vielleicht nicht direkt auf jeden Kommentar eingehen konnte. Melde dich jedoch gerne bei mir (hello@findfind.org), wenn du das Gefühl hast noch einmal mit mir über den einen oder anderen Punkt zu sprechen.

Lasst uns zusammen den Versuch wagen und dafür eintreten, dass das Thema “Werte & Nachhaltigkeit” ein fester Bestandteil der Szene wird.


 

Anmerkung von Sebastian Kühn: auch ich möchte mich für die zahlreichen, zu großen Teilen gut reflektierten Kommentare bedanken, die den Diskussionsbedarf erkennen lassen. Seit der Veröffentlichung des Beitrags stehe ich mit Sebastian Berlein im engen Austausch, um einen Rahmen zu finden, in der wir die Wertediskussion weiterführen können. Mehr dazu in Kürze auf dieser Seite und über den Newsletter.

Unabhängig davon, ob du und ich mit jedem Punkt aus dem Artikel oder den Kommentaren übereinstimmen, haben wir die einmalige Chance, eine Bewegung mitzugestalten. Anstatt in fünf Jahren von den Dächern zu schreien, dass wir uns mit den Werten dieser digitalen Nomadenszene nicht mehr identifizieren können, kann heute jeder von uns heute dazu beitragen, was die Zeitungen in fünf Jahren schreiben werden. Wir können aktiv Beiträge leisten zur bestehenden Unternehmerkultur, zum nachhaltigen Reisen und zur Annäherung der Einkommensverhältnisse in der Welt – ganz egal, wie groß oder klein dieser Beitrag ist.

 

 

Über den Autor:

Sebastian Berlein lebt zwischen Mexiko und Berlin. Seit 8 Jahren gründet und berät er Startups. Sein neuestest Projekt ist die Vanilla Campaign, das die original Vanillepflanze aus Mexiko in die Welt bringen soll und gleichzeitig die Bauern vor Ort unterstützt.

Der Artikel Zwischen Sinnkrise und Aufbruch: Eine Kritik und Momentaufnahme zur digitalen Nomadenszene kommt von Wireless Life.

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https://wirelesslife.de/aufbruch/feed/ 74
Menschen, Mindset, Meilensteine: Ein Rückblick auf 5 Jahre digitale Selbständigkeit https://wirelesslife.de/menschen-mindset-meilensteine/ https://wirelesslife.de/menschen-mindset-meilensteine/#comments Fri, 23 Dec 2016 09:28:19 +0000 https://wirelesslife.de/?p=6092 In den letzten 5 Jahren digitaler Selbständigkeit habe ich so einige Höhen und Tiefen durchlaufen. Viele neue Menschen sind in mein Leben getreten, mein Mindset hat sich komplett verschoben und ich kann mit Stolz auf erreichte Meilensteine in meinem Business zurückblicken.

Der Artikel Menschen, Mindset, Meilensteine: Ein Rückblick auf 5 Jahre digitale Selbständigkeit kommt von Wireless Life.

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Menschen. Mindset. Meilenstein. Genau in dieser Reihenfolge hat sich bei mir in den letzten 5 Jahren so vieles getan. Menschen, die ich kennenlernen durfte, haben mich inspiriert und gelehrt. Diese Menschen haben mein Mindset komplett verändert, wodurch ich einige Meilensteine in meinem Business aber auch auf der persönlichen Ebene erreicht habe.

“Life doesn’t happen to me, it happens for me” ist einer der Sätze, die mich im Jahr 2016 verfolgt haben. Diese Haltung ist meiner Meinung nach der Grund dafür, dass einige Menschen erfolgreich sind und andere nach ein paar gescheiterten Versuchen wieder den Weg zurück ins alte Leben gehen. Es ist der Unterschied zwischen Opferrolle und dem Übernehmen von Verantwortung für das, was in unserem Leben geschieht. Diese Einstellung ist so viel wichtiger als alle Taktiken, Routinen und Tools.

Mein Mindset hat sich über einen langen Prozess hin verschoben. Von einem recht geradlinigen Lebenslauf mit vielen Abhängigkeiten hin zu einem immer weiteren Horizont. Heute gibt es nur noch wenige Grenzen in meinem Kopf, die mich zurückhalten. Der Weg zum Unternehmertum war jedoch ein langer Prozess, den ich dir in diesem Beitrag veranschaulichen möchte.

Da ich weiß, wie sehr wir alle Zahlen und Fakten lieben, gibt es zur Einstimmung ein paar Highlights aus den letzten 3 Jahren Wireless Life:

  • 1.086.655 Besucher insgesamt (646.019 davon in 2016)
  • 253.152 geschriebene Wörter in Beiträgen (1.612 Wörter pro Beitrag)
  • 23.212 Spam-Kommentare (Danke Aksimet für’s Abfangen)
  • 4.384 Likes auf Facebook (4 Likes pro Tag)
  • 3.486 Kommentare (22 Kommentare pro Artikel)
  • 2.200 verkaufte Wireless Life Guides
  • 219 Länder, in denen der Blog gelesen wurde
  • 157 Beiträge (ca. 80 Beiträge seit Start gelöscht)
  • 93 eingereichte Buchempfehlungen von Lesern
  • 35 selbst gelesene Bücher in 2016
  • 34 organisierte Mastermind Gruppen
  • 6 veranstaltete Workations
  • 1 unglaubliche Partnerin, die mich seit 6 Jahren begleitet

 

2011 – Erste Gehversuche

Während meines Master-Studiums in Berlin habe ich bei Google Sachen wie “Geld von zuhause aus verdienen” eingegeben. Neben einigen fragwürdigen Geschäftsmodellen habe ich Jobportale gefunden, auf denen für Texte und Recherchearbeiten kleine Beträge bezahlt wurden.

Ich habe mich dort angemeldet und hatte nach kurzer Zeit sogar einen ersten festen Klienten, für den ich für einen Stundenlohn von 15 Euro Texte über Fenster schrieb. Kein spannendes Thema aber ein besserer Verdienst als viele Kommilitonen mit ihren Nebenjobs hatten. Das waren meine ersten Berührungspunkte mit der Online-Arbeit.

 

2012 – Einstieg als Freelancer

Anfang diesen Jahres sind wir gemeinsam mit meiner Freundin nach Shanghai geflogen, um dort für ein halbes Jahr lang zu arbeiten. Ich hatte einen Job im Online Marketing, den ich bis September 2012 gemacht habe.

Als wir entschieden haben länger in Shanghai zu bleiben, habe ich noch ein paar halbherzige Bewerbungen verschickt. Dann habe ich mich endlich getraut und meinen Kopf komplett auf Selbständigkeit eingestellt. Ich habe mir ein Portfolio in Jobportalen aufgebaut und Vollzeit Übersetzungen und Online Marketing für Klienten gemacht.

Menschen: Es hat mir extrem geholfen aus meinem gewohnten Umfeld auszubrechen. Vielleicht hätte ich in Berlin mit all den besorgten und warnenden Stimmen den Schritt nicht gewagt. Außerdem war es ein extremer Halt, eine Freundin zu haben, die meinen Plänen komplett vertraut hat.

Mindset: Nach jahrelangen Zweifeln habe ich mir endlich eingestanden, dass ich mein Glück nicht in einer Festanstellung finden werde. Trotz anfänglichen finanziellen Engpässen habe ich es sehr genossen, nicht mehr täglich in ein Büro fahren zu müssen und mein eigener Boss zu sein.

Meilensteine: Der Umzug und das Ende des letzten Arbeitsvertrages haben den Weg für meine Selbständigkeit geebnet. Der erste Freelancing Kunde und eine erste Affiliate Seite waren weitere kleine Erfolge zum Jahresende 2012.

  • 04/2012: Umzug nach Shanghai
  • 09/2012: Beendigung des letzten Arbeitsvertrages
  • 10/2012: ersten Blog gestartet
  • 10/2012: kleine Freelancer-Aufträge über Jobportale
  • 11/2012: erste Affiliate Seite erstellt

 

Homebase in Shanghai ab 2012

 

 

2013 – Passives Einkommen

Nach anfänglich sehr niedrigen Stundensätzen habe ich das Freelancing weiter professionalisiert, indem ich immer um Referenzen gefragt und mich auf eine extrem kleine Nische spezialisiert habe. Außerdem kamen erste Einnahmen über Affiliate Seiten.

Menschen: Mein Umfeld in Shanghai ist großartig. Ich fühle mich Zuhause, habe aber wenige Freunde, die selbst Unternehmer sind. In diesem Jahr habe ich aber das erste Mal von der Bewegung der digitalen Nomaden gehört und mich zumindest online mit Gleichgesinnten vernetzt. Außerdem haben wir Anfang 2013 einen Hund adoptiert (O-Ton: “ja, wir nehmen ihn nur 2 Wochen, bis sich jemand für ihn findet …”), der seitdem verdammt viel Freude in unser Leben bringt.

Mindset: Mir hat das Selbstbewusstsein gefehlt, um höhere Stundensätze als Freelancer zu verlangen. Aber ich habe mich an den Leitsatz “Fake it till you make it” gehalten und mit zunehmender Expertise im Bereich SEO-optimierte Übersetzungen für App Stores auch an Sicherheit gewonnen. Nebenbei habe ich extrem viele Blogs und Bücher gelesen, Podcasts gehört und mich auf Startup-Treffen und Coworking Spaces mit Gleichgesinnten umgeben. Das gab mir Vertrauen in meine eigenen Ideen, die mein früheres Umfeld als unrealistisch abgetan hätte.

Meilensteine: Die formale Abmeldung aus Deutschland und das symbolische Löschen meines Lebenslaufes waren für mich Brücken, die ich hinter mir abgerissen habe. Dann kam der erste Freelancing-Klient, der zum Bestandskunde wurde und mir gutes Geld bezahlt hat, sowie die Erkenntnis, dass ich mit Affiliate Marketing relativ passives Einkommen verdienen kann.

 

Perrito, Ein treuer Begleiter seit 2013

 

 

2014 – Blog und Online-Community

Die Einnahmen aus dem Affiliate Marketing sichern mittlerweile meinen kompletten Lebensunterhalt ab. Die bisherigen Freelancer-Dienstleistungen biete ich nun über eine Marketing- und Übersetzungsagentur an, wobei die operative Arbeit an andere Freelancer abgegeben wird.

Der erste finanzielle Druck war weg und somit hatte ich Zeit, um meine wahren Leidenschaften zu entdecken. Aus meiner eigenen Begeisterung über die Möglichkeiten des ortsunabhängigen Arbeitens heraus habe ich am 01.01.2014 meinen Blog Wireless Life gestartet. Nicht mit einem großen Launch, sondern ganz soft und ohne monetäre Absichten.

Nach ein paar vereinzelten Reisen in 2013 war dieses Jahr voller längerer Aufenthalte in Bali, Vietnam, Myanmar, Thailand und Berlin. Das Thema produktives Arbeiten auf Reisen hatte ich unterschätzt und musste feststellen, dass dies nur möglich ist, wenn man sich sehr langsam fortbewegt.

Menschen: Die Verbindung und der Austausch mit anderen Menschen hat zumindest online an Fahrt aufgenommen. Um meinen eigenen und den Bedarf anderer Webworker zu decken, habe ich im April die Online-Community My Wireless Life ins Leben gerufen. Der Austausch dort, in Mastermind Gruppen und auf Veranstaltungen wie der ersten DNX hat mich unglaublich motiviert. Es hat gut getan zu sehen, dass es so viele andere Menschen gibt, die ticken wie ich.

Mindset: Ganz vorsichtig habe ich mich in Gesprächen nun nicht mehr als Freelancer, sondern als Unternehmer vorgestellt. Ich habe mein Dienstleistungsangebot skaliert und nicht mehr alle Kundenanfragen angenommen. Mittlerweile war ich selbstbewusst genug, den Wert meiner Arbeit zu erkennen. Außerdem habe ich mir viel Zeit genommen, um langfristige Visionen zu verfolgen.

Meilensteine: Mit der formalen Gründung einer Kapitalgesellschaft hat sich viel in meinem Kopf getan. Ich habe mich nun viel mehr als erwachsen gewordener Unternehmer gefühlt. Das positive Feedback für meinen Blog hat mich weiter bestärkt.

 

Das Experiment “Arbeiten und Reisen”

 

 

2015 – Buchveröffentlichung und Workation

Nachdem ich ein Jahr lang meine komplette Zeit und Energie in Wireless Life und unsere Community gesteckt habe, erreichten mich immer mehr Fragen zum Thema digitales Nomadentum. Nach so kurzer Zeit wurde  mein Rat bereits geschätzt, weshalb ich mich zum Schreiben des Wireless Life Guide entschloss. Es hätte wirklich keinen besseren Ort und Zeitpunkt für die Buchveröffentlichung geben können als während der allerersten Workation auf Bali mit 9 fantastischen Menschen, die die Nacht zum Tag gemacht haben.

Auch andere Reisen nahmen zu, u.a. habe ich in 2015 von Indien, Bali, Tarifa, Mallorca, Berlin und Australien aus gearbeitet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe ich mich und mein Business gut darauf eingestellt. Den Dienstleistungsbereich habe ich in diesem Jahr komplett aufgegeben, um mich Themen zu widmen, die mich erfüllen.

Menschen: Extrem beeindruckt hat mich die Gruppendynamik während der ersten Workation und generell die Hilfsbereitschaft, die in der Community der digitalen Nomaden herrscht. Menschen, die ich bewundere und respektiere, haben mich in Mastermind Gruppen und Meetups stark beeinflusst.

Mindset: Nach den ersten Vorträgen, der Buchveröffentlichung und großem Zuspruch für meinen Blog wurde ich immer mehr als Vorbildfunktion gesehen, womit ich auch heute noch Schwierigkeiten habe. Durch das positive Feedback und die ersten erfolgreichen Produkt-Launches ist jedoch auch mein Selbstvertrauen in meine eigenen Fähigkeiten gestiegen. Außerdem habe ich das Lean-Startup-Prinzip verinnerlicht, um neue Geschäftsideen schnell und einfach zu testen.

Meilensteine: Im Jahr 2015 war es turbulent. Zu den Highlights zählten ganz sicher die Beendigung des Dienstleistungsgeschäftes, die Buchveröffentlichung und die erste Workation auf Bali.

 

Buchlaunch auf der Workation mit fantastischen Menschen

 

 

2016 – Lifestyle Business

Sowohl privat als auch im Business ging es 2016 turbulent zu. Nach vielen Reisen in China, Thailand, USA, Mexiko, Europa, Südafrika und Kenya kamen noch Workations in Ko Lanta, Taghazout und Bali hinzu. Das sorgte nicht nur bei mir für eine gewisse Reisemüdigkeit, sondern war auch schwierig mit einer Beziehung zu vereinen.

Der Umzug nach Singapur im Oktober brachte die für uns dringend benötigte Ruhe und das Gefühl, endlich mal wieder irgendwo angekommen zu sein. So sehr ich das Reisen und die Freiheiten genieße, so sehr merke ich, wie wichtig mir eine echte Homebase ist. Auch unser Hund kam nach ein paar Monaten bei Freunden in Shanghai und Quarantäne in Singapur im Dezember nach.

Menschen: Auf jeder einzelnen Workation waren so viele inspirierende und energiegeladene Menschen, dass ich nach den zwei Wochen immer voller neuer Ideen war. Aber auch auf Meetups und Konferenzen habe ich 2016 so viele interessante Menschen kennengelernt, die mich persönlich und auch im Business so unendlich weitergebracht haben. Mit einigen von ihnen habe ich in diesem Jahr an gemeinsamen Projekten gearbeitet, was ganz neue Möglichkeiten aber auch Herausforderungen mit sich brachte.

Mindset: Ich stelle mich heute selbstbewusst als Lifestyle Entrepreneur und Autor vor, anstelle mich als Blogger oder Freelancer zu verstecken. Meine Marke und die dahinterstehende Plattform verstehe ich immer mehr als professionelles Business, das einen Wert für viele Menschen schafft. Mit Hilfe eines Coaches arbeite ich seit Anfang 2016 regelmäßig an meiner persönlichen Entwicklung, an limitierenden Glaubenssätzen und an meinen Visionen. Ich habe verstanden, dass ich in Auszeiten, in denen ich mir Zeit für mich selbst nehme, am stärksten wachse.

Meilensteine: Persönliche Erfolge waren für mich alle Workations und Meetups, auf denen ich persönlichen Kontakt mit Menschen hatte. Außerdem habe ich mich in 2016 mit vielen neuen Projekten ausprobiert, wozu das Online Business Bootcamp, ein FBA-Projekt und ein Online-Kurs, der in 2017 erscheint, ausprobiert habe.

 

Workations, die viele Leben bereichert haben

 

 

2017 – Wo geht die Reise hin?

Die ersten kleineren Reisen und Workations sind geplant aber ansonsten ist der Kalendar nach 2 sehr intensiven Jahren noch recht leer. Das ist auch gut so, denn ich möchte mich in der Zukunft wieder auf weniger Projekte konzentrieren, anstatt so umtriebig zu sein wie bisher.

Am 31.01.2017 steht die Veröffentlichung der zweiten Auflage des Wireless Life Guide an, woran ich seit Monaten intensiv arbeite. Danach geht es für längere Zeit nach Thailand, wo ich Tim Chimoy, den ich über die Jahre sehr zu schätzen gelernt habe, bei seinem Seminar im JungleHub unterstützen werde.

Ansonsten zieht es mich immer mehr dahin, die Bereiche Online und Offline stärker zu verknüpfen. Es ist eine wahnsinnige Bereicherung, mit Menschen so barrierefrei im Internet ins Gespräch zu kommen, aber der echte Wert einer Beziehung entsteht natürlich in den kleinen Momenten bei persönlichen Treffen. Deshalb wird es in 2017 mehr Workations, Workshops und Seminare geben. In welcher Form sich das genau gestaltet, vermag ich Ende 2016 noch nicht zu sagen aber genau darin liegt wohl auch der Charme im Unternehmertum.

Auf neuen Pfaden in die Zukunft

 

 

Diesen Beitrag habe ich zum einen geschrieben, um zurückzublicken und um meine Gedanken festzuhalten. Zum anderen wollte ich dir Einblicke darin geben, wie es in den letzten Jahren in meinem Kopf aussah. Es war ein langer Weg mit einigen Rückschlägen und vielen Zweifeln, aber die Reise hat sich ausgezahlt und so wird es auch dir ergehen, wenn du bereit bist, die volle Verantwortung für dein eigenes Leben zu übernehmen.

Ich wünsche dir, dass 2017 das beste Jahr deines Lebens wird und wünsche dir von Herzen alles Gute!

Der Artikel Menschen, Mindset, Meilensteine: Ein Rückblick auf 5 Jahre digitale Selbständigkeit kommt von Wireless Life.

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https://wirelesslife.de/menschen-mindset-meilensteine/feed/ 11
Diese 3 Tools sparen dir jeden Tag mindestens 10 Minuten am Computer https://wirelesslife.de/tools-zeit-sparen/ https://wirelesslife.de/tools-zeit-sparen/#comments Fri, 16 Dec 2016 08:40:42 +0000 https://wirelesslife.de/?p=5840 Was wäre, wenn du jeden Tag nur 10 Minuten bei deiner Arbeit am Computer sparen könntest? Das wäre mehr als 1 Stunde pro Woche und auf das Jahr gerechnet 2,5 komplette Tage! Lass mich dir zeigen, mit welchen Produktivitäts-Tools du dir mindestens diese 10 Minuten pro Tag sparen kannst.

Der Artikel Diese 3 Tools sparen dir jeden Tag mindestens 10 Minuten am Computer kommt von Wireless Life.

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Jedesmal wenn wir von der Tastatur zur Maus (oder Touchpad) umgreifen, eine Grußformel in eine E-Mail einfügen oder für eine Online-Bestellung nach unserer Kreditkartennummer suchen, gehen wertvolle Sekunden verloren. Das mag sich in diesem einen Moment nicht nach sonderlich viel anfühlen aber rechne das mal auf ein Jahr hoch.

Zum Lesen dieses Beitrags brauchst du maximal 10 Minuten. Wenn du im Durchschnitt wenigstens 20 Stunden in der Woche am Computer verbringst (und nicht nur Ego-Shooter spielst), dann kann ich dir mit diesen Tools zukünftig eine Zeitersparnis von mindestens 10 Minuten täglich(!) versprechen. Das klingt doch nach einem guten Return of Investment, oder?

 

#1 Textvorlagen mit Text Expander nutzen

Ein absolutes Muss! Wenn du noch keinen Text Expander verwendest, dann ist es an der Zeit dafür. Alleine mit diesem einen Tool habe ich im Jahr 2016 im Durchschnitt knapp 9 Minuten pro Tag eingespart (1.513 Snippets mit insgesamt 195.302 Anschlägen bei 60 Anschlägen pro Minute). Das sind auf das Jahr gerechnet 54 Stunden!

Mit einem Text Expander kannst du systemweite Textvorlagen anlegen, die unabhängig vom verwendeten Programm nach Eingabe eines Tastaturkürzels eingefügt werden. Ich verwende den Text Expander u.a. für folgende Snippets:

  • meine Reisepassnummer und IBAN’s für Konten
  • private und geschäftliche Adressen und Telefonnummern
  • Codeschnipsel zur Bearbeitung von HTML- und CSS-Dateien
  • Vorlagen für E-Mails (Antworten auf häufige Fragen, Signaturen, Grußformeln)

Alle meine Snippets beginnen mit einem Punkt, gefolgt von 3 Buchstaben. Wenn ich z.B. “.017” eingebe, dann wird dieser Shortcut durch meine deutsche Handyummer ersetzt. Deine Shortcuts kannst du frei wählen, jedoch sollten sie einem festen, einfach zu merkenden System folgen.

Für variable Textbausteine wie Zeitangaben, eine persönliche Anrede oder die Verschachtelung von mehreren Snippets kannst du Makros erstellen. Das funktioniert auch ohne jegliches technisches Verständnis dafür zu haben.

Es gibt verschiedene Anbieter für Text Expander, sowohl für Mac als auch für Windows. Mein Favorit für den Mac ist der kostenpflichtige Text Expander von Smile (geräteübergreifende Nutzung im Monatsabo oder als Standalone-App mit einmaliger Zahlung). Für Windows gibt es Alternativen wie Autotext von Phrase Express, wozu ich allerdings nichts sagen kann.

 

#2 Shortcuts für die Tastatur verwenden

Beim Wechseln eines Tabs im Browser oder dem Klick auf einen Button kostet jedes Umgreifen zwischen Tastatur und Maus Bruchteile von Sekunden. Selbst wenn du wie ich nur das Touchpad am Laptop verwendest, summieren sich diese Zeit für das Umgreifen auf lange Sicht.

Wahrscheinlich kennst du schon geläufige Tastaturkürzel wie “Strg +F” oder “Strg + C”. Warum nicht ein paar weitere Shortcuts lernen, um nur noch in Ausnahmefällen die Maus verwenden zu müssen?

Kennst du die folgenden Tastaturkürzel, die du garantierst fast täglich gebrauchen könntest?

  • “Strg + Shift + N” um einen neuen Dateiordner zu erstellen
  • “Leertaste” und “Shift + Leertaste” um im Browser nach oben und unten zu scrollen
  • “Strg + T” zum Öffnen eines neuen Tabs im Browser

Je nach deinem Betriebssystem und den verwendeten Programmen gibt es hunderte weiterer Shortcuts, die dir Zeit sparen können. Natürlich musst du diese einmal lernen aber je öfter du sie verwendest, desto mehr wird die Verwendung zum Automatismus.

Um Shortcuts für neue Programme zu lernen oder zu erweitern ist das Tool KeyCue wirklich genial. Sobald ich zweimal die Strg-Taste drücke, erscheinen alle Shortcuts für das Programm, was gerade aktiv ist. Eine gute Windows Alternative scheint Keyrocket zu sein.

 

#3 Messenger-Dienste über ein zentrales Programm abrufen

Hand aufs Herz, wie oft schaust du am Tag auf deinem Smartphone oder am Laptop in deine Messenger-Dienste wie Facebook, WhatsApp, Slack, Wechat, Skype, Hangouts und was es noch so alles gibt?

Wahrscheinlich viel zu oft. Deshalb ist der erste Schritt zur Besserung, nicht ständig verfügbar zu sein. Manche Leute behaupten sogar, dass es dich interessanter macht, wenn du nicht immer auf Abruf bist. Wie wäre es als Therapie, alle Chat-Apps vom Handy zu deinstallieren und Nachrichten nur noch gelegentlich am Laptop zu schreiben?

Der zweite Schritt ist die Zentralisierung deiner Messenger-Dienste. Das bedeutet, dass du nicht mehr 10 Chat-Kanäle gleichzeitig offen hast, sondern nur noch eine App, über du die alle Nachrichten empfangen und beantworten kannst.

Ich benutze seit ein paar Monaten die App Franz, wobei auch Rambox eine super Alternative zu sein scheint. Beide Programme können kostenlos lokal installiert und mit so ziemlich allen Messengern verbunden werden. Selbst Nachrichten für WhatsApp oder Wechat, die sonst nur auf dem Handy empfangen werden können, kannst du so zentral abrufen und musst dich nicht mit der kleinen Touchpad-Tastatur ärgern.

Die Benachrichtigungen für alle Dienste kannst du innerhalb der Franz App  mit einem Klick auf stumm schalten und einmal alle paar Stunden wieder aktivieren, um in einem Rutsch alle neuen Nachrichten von verschiedenen Diensten zu bekommen.

 

Bonus für alle Mac User

Im letzten Jahr habe ich die Produktivitätsapp Alfred sehr häufig genutzt. Die Anwendung ist in der Grundversion kostenlos und wird durch eine Tastenkombination aktiviert, woraufhin ein kleiner Suchschlitz erscheint, über den du alle möglichen Dinge suchen, kontrollieren und ausgeben lassen kannst. Mittlerweile ist die hauseigene Mac Alternative “Spotlight Search” ziemlich gut, weshalb ich diese verwende.

Beide Anwendungen sind super sinnvoll, um eine schnelle Google Suche durchzuführen, Dateien auf deinem Computer zu finden oder E-Mails zu durchsuchen. Außerdem kannst du es als Taschenrechner, Wörterbuch und Währungsumrechner nutzen. Bei jeder Anwendung sparst du dir den Umweg über ein anderes Programm bzw. eine Webseite und damit wertvolle Sekunden.

 

So, was sagt du? Konnte ich mein Versprechen einhalten oder denkst du nicht, dass du mit diesen Tools mindestens 10 Minuten am Tag sparen kannst?

Der Artikel Diese 3 Tools sparen dir jeden Tag mindestens 10 Minuten am Computer kommt von Wireless Life.

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Warum ein kleiner Pflock einen Elefanten gefangen hält (und warum wir Menschen nicht besser sind) https://wirelesslife.de/elefanten-ketten/ https://wirelesslife.de/elefanten-ketten/#comments Thu, 01 Dec 2016 09:00:21 +0000 http://wirelesslife.de/?p=439 Kennst du die Geschichte von dem riesigen Elefant, der sich nicht von einem kleinen Pflock losreißen kann? Dabei sollte es für dieses gewaltige Tier doch ein leichtes sein. Nicht nur im Tierreich, sondern auch bei uns Menschen, kommt es jedoch oft mehr auf die mentale Stärke an.

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Dieser Beitrag wurde erstmals am 03.02.2014 veröffentlicht und am 01.12.2016 aktualisiert.

 

Ich habe von der traurigen Geschichte zum ersten Mal gehört, als ich vor einigen Jahren im Norden Thailands unterwegs war und viele Elefanten in Gefangenschaft gesehen habe. Die tonnenschweren Dickhäuter werden an einem kleinen Pfahl angekettet, den sie eigentlich problemlos aus der Erde ziehen könnten.

Dennoch geben sie sich ihrem Schicksal hin, tragen Touristen auf ihrem Rücken umher und reißen Bäume aus dem Boden. Warum ist das so?

 

KLEINE KETTE MIT GROSSER WIRKUNG

Bereits als Baby wurde der Elefant entweder im Zirkus oder als Arbeitstier angebunden. Als kleiner, schwacher Elefant hat er pausenlos erfolglos versucht, sich zu befreien. Es blieben jedoch nur schmerzhafte Erinnerungen an die Kette, die sich tief in die Haut bohrte. Dem jungen Dickhäuter blieb also nichts anderes übrig, als weiter kleine Kreise um den Pfahl zu drehen.

Einige Jahre später ist der Dickhäuter nun zu einem wahren Giganten herangewachsen, der sich aufgrund seiner immensen Kraft problemlos aus der Gefangenschaft befreien könnte. Leider hindern ihn seine schmerzhaften Erinnerungen und die vielen fehlgeschlagenen Versuche daran, es erneut zu probieren. Er gibt sich also seinem Schicksal hin und führt weiterhin sein trauriges Dasein, angekettet an einen vermeintlich unüberwindbaren Pfahl.

Fühlst du dich auch manchmal wie der Elefant, der trotz seiner enormen Stärke an einen kleinen Pflock gefesselt ist?

So oft kommt es im Leben vor allem auf die mentale Stärke an. Wie der Elefant sind wir konditioniert, halten viel zu oft an alten Gewohnheiten fest oder geben zu schnell auf, wenn wir in der Vergangenheit mit etwas gescheitert sind.

Wie den Elefanten halten uns fehlgeschlagene Versuche davon ab, etwas erneut zu versuchen. Aber genauso wie der Elefant haben wir weitaus mehr Kraft, als uns bewusst ist. Alles was wir brauchen, um uns von der Kette loszureißen, ist Willenskraft und etwas Mut, es erneut zu probieren.

Die oft unbewusste Entscheidung, uns von einer Gewohnheit oder einer gesellschaftlichen Norm leiten zu lassen, führt dazu, dass wir unser Potenzial nicht ausschöpfen. Vielmehr noch, es führt dazu, dass wir uns mit Situationen zufriedengeben, die eigentlich nicht zufriedenstellend sind.

 

WELCHE KETTEN FESSELN DICH IN DEINEM LEBEN?

Nimm dir ein paar Minuten Zeit und überlege in aller Ruhe, was dich daran hindert, dein Traumleben zu führen. Erkenne die Pflöcke und Ketten, gib ihnen einen Namen und bestimme deren Ausmaß.

Wie groß ist dein physischer, emotionaler und intellektueller Bewegungsradius? Gibt es gute Gründe (Familie, gesundheitliche Probleme) dafür, dass du in deiner Entscheidungsfreiheit eingeschränkt bist?

Wenn nicht, dann versuche die Kette zu lösen oder zumindest zu lockern, egal ob Stück für Stück oder mit einem einzigen Kraftakt. Sobald du diesen Ketten einen Namen gegeben hast, wird es so viel einfacher etwas dagegen zu tun.

Sei schlauer als der arme Elefant. Bitte lasse dich nicht von ungeliebten Gewohnheiten fesseln und habe keine Ängste, nur weil du in der Vergangenheit an etwas gescheitert bist. Nimm eine unbefriedigende Situation nicht als gegeben hin, reiße dich los und probiere es erneut.

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Geld ins Ausland senden (ohne hohe Gebühren und lange Wartezeiten) https://wirelesslife.de/geldtransfer-ausland/ https://wirelesslife.de/geldtransfer-ausland/#comments Thu, 24 Nov 2016 12:59:53 +0000 https://wirelesslife.de/?p=5632 Geschäftlich und auch privat muss ich häufig Geld um den Globus schicken. Die dabei angefallen Gebühren mit PayPal und per Banküberweisung gingen mir ziemlich auf die Nerven, weshalb ich mich nach Alternativen umgeschaut habe. Hier findest du besten Transferservice für deine Bedürfnisse.

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Ich bekomme eine Zahlung aus Deutschland auf mein PayPal Konto in Hong Kong über 200 Euro. Knapp 10 Euro behält PayPal als Gebühr ein. Von den Erlösen bezahle ich eine Freelancer-Rechnung in die USA über 190 Euro per Banküberweisung. Wieder 25 Euro weg, so dass am Ende von den 200 Euro nur noch 165 Euro übrig bleiben.

Kennst du das Problem? Geld verflüchtigt sich auf dem Weg von einem Land ins andere und die Banken freut’s.

Wenn du regelmäßig grenzüberschreitende Überweisungen tätigen musst, dann ist die Zeit für die Recherche nach dem besten Transferservice eine gute Investition. Da mich die hohen Kosten ziemlich nerven, habe ich in den letzten Monaten viel recherchiert und ausprobiert. Außerdem habe ich mir Hilfe von Alex geholt, der absoluter Experte auf diesem Gebiet ist.

AlexAlex Lielacher ist ein ortsunabhängiger Entrepreneur, der mit seiner digitalen Plattform SmartMoneySmartLiving.com Millennials dabei hilft, smarte finanzielle Entscheiden zu treffen, um schnellstmöglich die finanzielle Unabhängigkeit erreichen zu können. Schau unbedingt mal auf seiner Seite vorbei oder sag hallo auf Twitter oder Instagram.

 

Die wichtigsten Eckdaten zu Beginn

Wenn du keine Zeit/Lust zum Lesen hast, dann gibt es hier eine kurze Zusammenfassung. Ganz pauschal kann ich dir die folgenden Optionen empfehlen:

  • wenn es sehr schnell gehen muss: Transferservices wie MoneyGram (Echtzeit) oder TransferWise, CurrencyFair und WorldRemit
  • wenn es in Europa bzw. der gleichen Währung bleibt: Banküberweisung oder Online-Transferservices
  • für kleinere Beträge bis 100 Euro in eine andere Währung: Online-Transferservices oder PayPal
  • für größere Beträge ab 100 Euro in eine andere Währung: Online-Transferservices oder Banküberweisung
  • für risikofreudige “Early Adopter”: Kryptocurrencies wie Bitcoin

Konkrete Infos zu den einzelnen Möglichkeiten zum weltweiten Versenden von Geld erhältst du im Anschluss. Ganz am Ende des Beitrags findest du eine Kostenaufstellung zu den Gebühren der einzelnen Optionen.

 

Basics zum internationalen Geldverkehr

An dieser Stelle nur ganz kurz ein paar Begrifflichkeiten, die dir beim grenzüberschreitenden Versenden von Geld immer wieder begegnen werden:

  • IBAN: die International Bank Account Number ist eine international standardisierte Kontonummer für Girokonten zur Vereinheitlichung des Zahlungsverkehrs. Genutzt wird die IBAN vor allem von EU-Staaten und Ländern im Mittelmeerraum, im Nahen Osten und in Mittel- und Südamerika.
  • BIC: der Business Identifier Code (früher Bank Identifier Code) ist ein weltweit standardisierter Code zur Identifikation von Geschäftsstellen im Zahlungsverkehr. Der BIC ist im Grunde eine internationale  Bankleitzahl (außerhalb des Finanzsektors ist es eine Geschäftseinheitenkennung). Seit der IBAN-Einführung wird der BIC in teilnehmenden Ländern nicht mehr benötigt.
  • SWIFT: die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication ist eine Organisation, die den weltweiten Nachrichten- und Transaktionsverkehr von Banken über das sichere SWIFT-Netz standardisiert. Juristisch abgesicherter internationaler Zahlungsverkehr ist heute praktisch nur mit SWIFT möglich.
  • SEPA: die Single Euro Payments Area (einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum) ist ein Standard für bargeldlose Zahlungen in Euro. Innerhalb des SEPA-Raumes gibt es keine Unterschiede mehr zwischen nationalen und internationalen Überweisungen.
  • Geldwäschegesetz: das aktuelle Geldwäschegesetz umfasst alle „Personen, die gewerblich mit Gütern handeln“. Es müssen danach Sorgfaltspflichten eingehalten und Sicherungsmaßnahmen getroffen werden, wie z.B. die Identitäts- und Legitimationsprüfung. Besonders Kreditinstitute sind aufgrund des Geldwäschegesetzes in ihren Leistungen eingeschränkt.

 

Die Auswahl des richtigen Anbieters

Ab und an vergleiche ich Optionen vor einem Geldtransfer. In der Regel stelle ich dann fest, dass ich bei einer Überweisung von 1.000 Euro zwar 10 Euro an Gebühren einsparen könnte, aber für die Recherche und Eröffnung eines neuen Kontos bei einem Transferservice eine Stunde Zeit verschwendet habe. 10 Euro pro Stunde ist definitiv nicht mein gewünschter Stundenlohn.

Deshalb empfehle ich dir, 1-2 Anbieter für deine Bedürfnisse auszuwählen und diese regelmäßig zu nutzen. Es sollte nicht darum gehen, bei jeder Transaktion Centbeträge sparen zu wollen, sondern am Jahresende die Gesamtgebühren deutlich nach unten zu schrauben (Stichwort: 80/20-Regel).

Alex sagt dazu: “Es kommt bei der Auswahl des Anbieter stark auf die Währung an, in der man handeln will. Die Währung betrifft auch die Kosten. Als generelle Regel gilt: um so exotischer die Währung, umso teurer die internationale Überweisung. Denn ein Kostenfaktor, der eine große Rolle spielt, den aber viele vergessen, ist der Währungswechselkurs. Viele Anbieter, vor allem Banken, zeigen einem nicht immer den genauen Wechselkurs bei internationalen Überweisungen. Auch bei Online-Plattformen muss man aufpassen, da es einem wenig hilft wenn die Überweisung nur einen Euro kostet aber der Wechselkurs einen 5% kostet.

Welcher Anbieter der richtige für dich ist, hängt ab von der Höhe deiner Überweisungen sowie den Ländern und Währungen, die du benötigst. Außerdem solltest du folgende Faktoren berücksichtigen:

  • Art der Einzahlung: Bargeld, Online, Kreditkarte, Bankkonto, PayPal
  • Art der Auszahlung: Bar, Bankkonto, Kreditkarte
  • Währung und Land: je exotischer die Währung, je geringer die Optionen
  • Dauer: von Echtzeit bis zu einer Woche
  • Bequemlichkeit: von einem Klick in der App bis zu Schlange stehen in einer Filiale
  • Gebühren: fixe und flexible Transaktionskosten, Wechselkurse
  • Geschäftlich oder Privat: auch das beeinflusst die Transferkosten

Wenn du die einzelnen Optionen vergleichst, dann schaue immer nach dem Betrag, der beim Empfänger ankommen soll, nicht nach den angezeigten Gebühren. Damit berücksichtigst du alle Gebühren inklusive eventueller Wechselkursverluste.

Option #1: Klassische Banküberweisung

Die immer strengeren Auflagen sorgen dafür, dass Banken einen größeren Aufwand bei internationalen Überweisungen haben und damit auch höhere Gebühren verlangen. Teilweise müssen für Transfers von deutschen auf außereuropäische Konten sogar manuelle Aufträge eingereicht werden. Aber natürlich hast du die Wahl zu einer Bank mit geringeren Gebühren und einem benutzerfreundlichen Online Banking zu wechseln.

Alex sagt dazu: “Internationale Banküberweisungen sind neben Western Union und MoneyGram der teuerste Weg Geldtransfers zu tätigen. Man zahlt garantiert weniger an Überweisungsgebühren wenn man neue Plattformen, wie zum Beispiel TransferWise oder WorldRemit benutzt. Nicht nur kann man bei diesen Plattformen innerhalb weniger Minuten die Überweisung ganz leicht mit Karte online oder per Smartphone tätigen, sondern man spart auch ordentlich an Gebühren. Als ich Anfang des Jahres eine internationale Zahlung für eine Coworking Space Mitgliedschaft machen musste, wollte mir meine Hausbank GBP 22,00 dafür verrechnen. Mit TransferWise kostete mich die Überweisung unter GBP 2,00.

Das kann ich bestätigen, denn Banküberweisungen in Fremdwährung kosten Zeit, Nerven und saftige Gebühren. Auf der anderen Seite ist keine Zahlungsform so akzeptiert und verbreitet wie traditionelle Überweisungen. In der Regel kannst du Geld in jedes Land in jeder beliebigen Währung überweisen und hast zusätzliche Services wie Daueraufträge oder Lastschriftrückbuchungen.

Eilüberweisungen sind gegen Aufschlag bei den meisten Banken möglich. Überweisungen ab einer Höhe von 12.500 Euro müssen beim Allgemeine Meldeportal Statistik (AMS) angemeldet werden.

In der Regel kannst du bei internationalen Banküberweisungen festlegen, ob du (OUR) oder der Empfänger (BEN) die Gebühren trägt. Standard ist die Teilung der Gebühren (SHARE). Danach unterscheidet sich dann auch die Höhe der Gebühren.

Einige Banken erheben eine feste Gebühr pro Überweisung, andere eine flexible Rate. Bei Überweisungen in Fremdwährung kommt immer noch die sogenannte Courtage hinzu, die entweder transparent kommuniziert wird oder vom aktuellen Wechselkurs der entsprechenden Bank abhängt. Hier zum Beispiel die Leistungsverzeichnisse der DKB, der Sparkasse und der HSBC in Hong Kong.

Vor- und Nachteile für internationale Banküberweisungen
Vorteile Nachteile
weltweit akzeptierte und verbreitete Zahlungsmethode sehr hohe Gebühren außerhalb des SEPA-Raumes
sicher und zuverlässig lange Überweisungszeiten zwischen 3-6 Tagen
weltweit verfügbar in der Regel benutzerunfreundlich
Daueraufträge und Lastschriftrückbuchungen möglich
Typische Gebühren für internationale Banküberweisungen*
innerhalb des SEPA-Raumes in oder aus dem SEPA-Raum (20 Euro + 0,5%) außerhalb des SEPA-Raumes (15 Euro + 0,5%)
100 Euro kostenlos 20,50 Euro (20,50%) 15,50 Euro (15,50%)
1.000 Euro kostenlos 25 Euro (2,50%) 20 Euro (2,00%)
10.000 Euro kostenlos 70 Euro (0,70%) 65 Euro (0,65%)
* die angegebenen Gebühren sind Durchschnittswerte und weichen je nach Bank ab. Die Courtage bei Währungsumrechnung beträgt in der Regel zwischen 0,25 – 1,00%.

 

 

Option #2: traditionelle Transferservices

Die seit Jahrzehnten bestehenden Transferservices wie Western Union oder MoneyGram ermöglichen weltweite Bargeldüberweisungen innerhalb von Sekunden. Das Geld kann bei einem Partner (z.B. Post oder 7eleven) in so ziemlich jeden Land dieser Welt eingezahlt werden. Der Empfänger kann das Bargeld dann mit seinem Ausweis und einer Referenznummer abholen.

Mittlerweile kann das Geld auch online eingezahlt werden. Dafür wird jedoch ein verifiziertes Konto benötigt. Nach Kontoeröffnung muss dann noch Geld eingezahlt werden, was weitere 1-2 Tage dauert. Die Limits für Online-Sendungen betragen pro Monat in Deutschland derzeit 2.300 Euro.

Der große Vorteil dieser Transferservices ist, dass man Bargeld quasi in Echtzeit sehr sicher um die Welt senden kann. Den Status deiner Sendung kannst du online nachverfolgen. Diesen Service lassen sich die Marktführer WesternUnion und Moneygram natürlich königlich bezahlen. Eine gute Alternative (zumindest für einige Länder) sind die Services World Remit und Azimo.

Die Gebühren für die Online-Einzahlung des zu sendenden Betrages sind deutlich günstiger, dennoch lohnen sich die Transferservices nur bei hohen Beträgen oder in absoluten Notfällen, in denen schnell Geld von A nach B gesendet werden muss.

Vor- und Nachteile traditioneller Transferservices
Vorteile Nachteile
Bargeldüberweisungen in Echtzeit sehr hohe Gebühren, vor allem für kleine Beträge
Online-Überweisungen und Bargeld-Auszahlungen für Online-Einzahlungen ist Kontoeröffnung und -verifizierung nötig
für Bargeldeinzahlungen wird kein Konto benötigt  versteckte Gebühren durch schlechte Wechselkurse
weltweite Standorte
Typische Gebühren für traditionelle Transferservices*
innerhalb des SEPA-Raumes in oder aus dem SEPA-Raum außerhalb des SEPA-Raumes
100 Euro 9 Euro (9,00%) 15 Euro (15,00%) 10 Euro (10,00%)
1.000 Euro 32 Euro (3,20%) 71 Euro (7,10%) 80 Euro (8,00%)
10.000 Euro 150 Euro  (1,50%) 200 Euro (2,00%) 230 Euro (2,30%)
* die angegebenen Gebühren beziehen sich auf die Bargeldeinzahlung in einer Filiale. Bei Online-Einzahlung verringert sich die Gebühr. Versteckte Gebühren durch Wechselkursverluste wurden pauschal mit eingerechnet.

 

 

Option #3: Online-Transferservices

Rein onlinebasierte Transferservices sind günstig, schnell und einfach zu nutzen. Allerdings sind der Leistungsumfang und auch die geografische Abdeckung noch weit hinter denen von traditionellen Transferservices oder Banken. Einzig PayPal hat eine fast weltweite Abdeckung aber mehr dazu später.

In den letzten Jahren sind so einige Transferservices aus dem Boden geschossen. Die Kontoeröffnung ist einfach und schnell. Nach der Online-Verifizierung zahlst du Geld via Banküberweisung, Kreditkarte oder PayPal ein und kannst Geld in den angebotenen Währungen senden. Der Empfänger erhält den Betrag dann entweder auf seinem Konto oder kann es teilweise sogar in bar bei einer Partner-Filiale abholen.

Alex nutzt und empfiehlt TransferWise und WorldRemit: “TransferWise hat niedrigere Gebühren bei den meisten Währungen, hat aber hat im Gegensatz zu WorldRemit viel weniger Währungen zur Auswahl. Ich bin zur Zeit in Nairobi, wo ich TransferWise nicht nutzen kann, da sie den kenianischen Schilling nicht als Währung akzeptieren. Andere interessante Anbieter, die man bei der Auswahl für seine internationalen Überweisungen vergleichen sollte, wären Azimo, CurrencyFair und auch die Revolut App.”

Bei TransferWise wechselt das Geld dank eines Peer-to-Peer-Systems keine Länder, sondern nur Besitzer. Wenn du HKD zu EUR überweist, sucht TransferWise einen anderen Nutzer der den gleichen Betrag in entgegengesetzter Richtung überweist und transferiert das Geld dann national. Deshalb und aufgrund des guten Wechselkurses sind die Gebühren sehr niedrig (2 Euro + 0,5-1%). Der Nachteil ist, dass bisher nur die wichtigsten Währungen in relativ wenigen Ländern abgedeckt werden.

Bei CurrencyFair ist der Ablauf ähnlich wie bei TransferWise mit dem Unterschied, dass die Wechselkurse von den Nutzern festgelegt werden. Wenn zwei Nutzer den gleichen Kurs angeben, dann beträgt die Gebühr einmalig 3 Euro und nur 0,15% vom Transaktionswert. Bei fehlender Übereinstimmung liegt die Gebühr bei 0,4 – 0,5% (+ einmalig 3 Euro).

Eine andere Möglichkeit ist die Revolut App, mit der du gebührenfrei Geld an andere Nutzer der App via Handynummer oder E-Mail senden kannst. Sollte der Empfänger Revolut nicht nutzen, wird er zur Installation der App eingeladen oder kann sich den Betrag auf ein Bankkonto seiner Wahl auszahlen lassen (wobei dann je nach Bank Gebühren anfallen). Das eingegangene Geld kann dann via Kreditkarte ausgegeben, abgehoben oder weiter versendet werden. Ein ähnlicher Service ist Uphold.

Andere Anbieter mit unterschiedlicher Auswahl an Währungen sind World Remit und Azimo. Bei Azimo sind in einigen Ländern sogar Bargeldauszahlungen möglich. Zum Vergleich verschiedener Anbieter kann ich dir die Seite FXcompared empfehlen.

Vor- und Nachteile von Online-Transferservices
Vorteile Nachteile
sehr benutzerfreundlich begrenzte Abdeckung von Währungen und Ländern
geringe Gebühren teilweise versteckte Gebühren durch Wechselkursverluste
einfache und schnelle Kontoeröffnung  kleinere Transaktionslimits als bei anderen Optionen
teilweise Auszahlungen in bar möglich
Typische Gebühren für Online-Transferservices*
innerhalb des SEPA-Raumes in oder aus dem SEPA-Raumes außerhalb des SEPA-Raumes
100 Euro kostenlos 3 Euro (3,00%) 3 Euro (3,00%)
1.000 Euro kostenlos 15 Euro (1,50%) 17 Euro (1,70%)
10.000 Euro kostenlos 55 Euro (0,55%) 70 Euro (0,70%)
* die angegebenen Gebühren weichen zwischen den einzelnen Transferservices und Währungen stark ab. Hier werden Durchschnittswerte aus den jeweils günstigsten Angebote für die bekanntesten Währungen angezeigt.

 

 

Option #4: Online-Transfer mit PayPal

Ein Großteil meiner Motivation für diesen Beitrag stammt aus der Frustration über hohe PayPal Gebühren. Ich benutze den Service sowohl privat als auch geschäftlich häufig für Überweisungen in weniger populären Währungen wie SGD, HKD oder MXP.

Letztendlich ist PayPal auch ein typischer Online-Transferservice, den ich durch seine Marktstellung aber gesondert aufführen möchte. Die große Akzeptanz und Verfügbarkeit führen dazu, dass PayPal sehr hohe Gebühren verlangen kann, was sich durch neue Online-Transferservices hoffentlich bald ändern wird.

Die Gebühren unterscheiden sich nach Ländern, Währungen und danach, ob du einen privaten Account oder einen Händler-Account hast. Außerdem kommt es darauf an, ob du Guthaben in deinem PayPal Konto hast oder bei der Transaktion deine Kreditkarte oder dein Bankkonto belastest.

Bei jeder grenzüberschreitenden Transaktion fällt eine Festgebühr um die 30 Cent und eine variable Gebühr von 3-4% an. Bei Zahlungen in andere Währungen kommt noch eine Wechselkursgebühr von 2,5-4% dazu. In den PayPal AGBs findest du die ausführliche Kostenaufstellung.

Vor- und Nachteile von PayPal
Vorteile Nachteile
weltweite Verfügbarkeit hohe (Wechselkurs)Gebühren
Überweisungen in Echtzeit keine transaprente Auflistung der einzelnen Gebühren
bekannter und akzeptierter Zahlungsservice unpraktisch für die Buchhaltung
Konto kann nur in dem Land eröffnet werden, wo du ein Bankkonto hast
Typische Gebühren für PayPal*
innerhalb des SEPA-Raumes (3,4% + 0,35 Euro) in oder aus dem SEPA-Raum (3,9% + 0,35 Euro) außerhalb des SEPA-Raumes (3,9% + 0,30 Euro)
100 Euro 3,75 Euro (3,75%) 4,25 Euro (4,25%) 4,20 Euro (4,20%)
1.000 Euro 34,35 Euro (3,44%) 39,35 Euro (3,94%) 39,30 Euro (3,93%)
10.000 Euro 340,35 Euro (3,40%) 390,35 Euro (3,90%) 390,30 Euro (3,90%)
* die genauen Gebühren hängen von der Währung, dem Empfängerland und der Nutzung (privat oder geschäftlich) ab. Wenn das Geld in einer Fremdwährung empfangen wird, kommen noch Wechelskursgebühren von bis zu 4% dazu.

 

 

Option #5: Kryptocurrencies wie Bitcoin

Digitale Währungen wie Bitcoin sind durch das Peer-to-Peer Konzept unabhängig von Banken und unterliegen keinen Regulierungsbehörden. Die Anmeldung, der Kauf und Verkauf von Bitcoins ist einfach und das Versenden dauert nur wenige Minuten. Zudem werden zwischen Sender und Empfänger keine sensiblen Daten ausgetauscht.

Auch Alex sieht das große Potenzial von Bitcoin, was sich über die nächsten Jahre entfalten wird: “Ich bin davon überzeugt, dass wir in zehn Jahren gar kein Bargeld mehr benutzen werden. Im heutigen digitalen Zeitalter macht dass auch kaum mehr Sinn. Bitcoin hat definitiv geholfen den Weg für digitale Währungen zu ebnen und ich denke auch, dass Bitcoin als alternative digitale Währung so schnell nicht verschwinden wird. Im Gegenteil, ich wäre überrascht, wenn die Bitcoin Akzeptanz bei Online-Händlern und auch bei Privatpersonen nicht weiter ansteigen würde. Dennoch bin ich der Meinung, dass Regierungen und Zentralbanken bald ihre eigenen Kryptowährungen kreieren werden um somit mehr Kontrolle und Transparenz in ihr Finanzsystem und ihre Wirtschaft zu bringen.

Leider ist das alles noch in weiter Ferne, denn bisher ist die Bekanntheit und Akzeptanz von digitalen Währungen noch verschwindend gering. Momentan finden Bitcoins kaum praktische Anwendung, sondern werden eher zur Spekulation genutzt, was zu einem äußerst unbeständigem Kurs führt.

Für risikofreudige “Early Adopter” sind digitale Währungen jedoch eine gute Option zum weltweiten Geldtransfer. Dadurch das keine Währungen umgerechnet werden müssen, fallen bis auf geringe Transaktionskosten keine Gebühren für Übertragungen an. Die “Marktplatzgebühren” liegen bei unter 1% und werden jeweils zur Hälfte von Verkäufer und Käufer getragen.

Um Bitcoins kaufen und aufbewahren zu können, benötigst du ein Wallet und einen Händler-Account. Darüber kannst du deine gekauften Bitcoins an andere Bitcoin Wallets oder auch Bankkonten weltweit verschicken. Je nach Art der Auszahlung können weitere Gebühren anfallen.

Vor- und Nachteile von Kryptocurrencies
Vorteile Nachteile
Überweisungen in wenigen Minuten geringe Akzeptanz bei Händlern und Konsumenten
semi-anonyme Nutzung sehr volatiler Kurs
geringe Gebühren

 

 

Optionen für den internationalen Geldtransfer im Vergleich

Innerhalb der EU sind die klassischen Banküberweisungen oder Online-Transferservices die besten Optionen, da sie komplett kostenlos sind. Außerhalb der EU kommt es ganz darauf an, welche Währungen und in welches Land du versenden möchtest. Die erste Wahl sind immer Online-Transferservices wie TransferWise, CurrencyFair und WorldRemit.

Nur wenn es sehr schnell gehen muss oder du Geld in absolut exotischen Währungen versendest, dann solltest du auf klassische Transferservices wie MoneyGram (Echtzeit) oder PayPal zurückgreifen. PayPal ist generell für kleinere Beträge okay, aber ab 100 Euro gibt es fast immer günstigere Optionen.

Vergleich aller Transferservices
SEPA in/aus SEPA Nicht-SEPA
Banküberweisung gut für Überweisungen in gleicher Währung und hohe Beträge
100 Euro kostenlos 20,50 Euro (20,50%) 15,50 Euro (15,50%)
1.000 Euro kostenlos 25 Euro (2,50%) 20 Euro (2,00%)
10.000 Euro kostenlos 70 Euro (0,70%) 65 Euro (0,65%)
Klassische Transferservices gut für Überweisungen in Echtzeit
100 Euro 9 Euro (9,00%) 15 Euro (15,00%) 10 Euro (10,00%)
1.000 Euro 32 Euro (3,20%) 71 Euro (7,1,0%) 80 Euro (8,00%)
10.000 Euro 150 Euro  (1,50%) 200 Euro (2,00%) 230 Euro (2,30%)
Online-Transferservices beste Option für populäre Währungen
100 Euro kostenlos 3 Euro (3,00%) 3 Euro (3,00%)
1.000 Euro kostenlos 15 Euro (1,50%) 17 Euro (1,70%)
10.000 Euro kostenlos 55 Euro (0,55%) 70 Euro (0,70%)
PayPal gut für exotische Währungen und kleine Beträge
100 Euro 3,75 Euro (3,75%) 4,25 Euro (4,25%) 4,20 Euro (4,20%)
1.000 Euro 34,35 Euro (3,44%) 39,35 Euro (3,94%) 39,30 Euro (3,93%)
10.000 Euro 340,35 Euro (3,40%) 390,35 Euro (3,90%) 390,30 Euro (3,90%)

 

Welche Transferservices nutzt du, um weltweit Geld zu versenden?

Der Artikel Geld ins Ausland senden (ohne hohe Gebühren und lange Wartezeiten) kommt von Wireless Life.

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Warum du die Kontrolle über dein Leben abgibst (und wie du sie wieder eroberst) https://wirelesslife.de/achtsamkeit-autopilot/ https://wirelesslife.de/achtsamkeit-autopilot/#respond Fri, 11 Nov 2016 12:00:48 +0000 https://wirelesslife.de/?p=5749 Wie viele tägliche Entscheidungen triffst du ganz bewusst? Es sind ganz sicher nicht viele, auch wenn wir uns das selbst nicht eingestehen wollen. Die meisten Handlungen werden durch Routinen und äußere Impulse ausgelöst. Tragischerweise bekommen wir gar nicht erst mit, wie fremdbestimmt wir eigentlich leben.

Der Artikel Warum du die Kontrolle über dein Leben abgibst (und wie du sie wieder eroberst) kommt von Wireless Life.

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Im Durchschnitt schauen wir 1.500 mal wöchentlich und mehr als 3 Stunden täglich auf unser Smartphone. Oft tun wir das unbewusst, aus Langeweile oder weil wir auf eine Benachrichtigung reagieren. Das Smartphone mit seinen klingelnden und vibrierenden Benachrichtigungen ist das beste Beispiel dafür, wie sehr wir uns fremdsteuern lassen, ohne es bewusst wahrzunehmen.

Wir sind so gefangen in unserem Alltag, dass wir das Bewusstsein darüber verlieren, was in unserem Leben wirklich wichtig ist. Wie mit Scheuklappen galoppieren wir in eine Richtung, die wir irgendwann einmal eingeschlagen haben. Merken tun wir das erst viel zu spät, da wir durch all die Ablenkungen keine Zeit haben, den Autopilot auszuschalten.

Vielleicht wollen wir den Autopiloten auch gar nicht deaktivieren. Sich in eine gewisse Abhängigkeit zu begeben ist schließlich bequem, denn damit muss keine Verantwortung für das eigene Leben übernommen werden. Die Schuld (und gleichzeitig die Macht) wird an den Fremdbestimmer abgegeben.

 

Dennoch behaupten wir, voller Selbstbestimmung zu leben und unser Leben unter Kontrolle zu haben. Für die meisten ist das nur ein Wunschdenken, denn der Tag wird nicht aktiv durch uns gesteuert, sondern durch:

  • gesellschaftliche Konventionen und die Abhängigkeit vom Sozialstaat,
  • Glaubenssätze anderer Menschen und der unendliche große Wunsch nach Zugehörigkeit,
  • manipulative Berichterstattung der Medien, Fernsehen und das immer anwesende Internet
  • E-Mails, soziale Netzwerke, Kalender voller Meetings und Telefonkonferenzen, endlos lange To-Do Listen,
  • Sorgen über die Altersvorsorge und Krankheitsversicherung sowie Gedanken über die Vergangenheit

 

Unser Gehirn braucht diesen Autopiloten, sonst würde es heiß laufen. Aber in regelmäßigen Abständen solltest du ihn ausschalten, kurz innehalten und dann entscheiden, ob du ihn weiterlaufen lässt oder selbst die Steuerung übernimmst.

 

Szenario 1 – reaktiveS Erleben (Autopilot)

Um 6 Uhr klingelt der Wecker und du quälst dich aus dem Bett, aber nicht bevor du deine E-Mails auf dem Smartphone überflogen hast. Du weißt es nicht aber für die nächsten 16 Stunden lässt du dich von den Routinen und Agendas anderer Leute lenken.

Du putzt dir die Zähne während du den Facebook Feed herunter scrollst, hastest ohne Frühstück aus dem Haus und nimmst den gleichen Weg zur Arbeit wie jeden Tag, ohne deine Umwelt bewusst wahrzunehmen. An einem alten Schulfreund rennst du ungesehen vorbei, da ihr beide wie Zombies mit gesenktem Blick auf euer Smartphone schaut.

Im Büro angekommen wühlst du dich durch deine E-Mails, hörst die Mailbox ab und schaust, was auf Twitter und Snapchat los ist. Spätestens jetzt hast du die eigene Kontrolle über deinen Tag komplett abgegeben. Alle Leute um dich herum erzählen dir, warum ein To-Do absolut höchste Priorität hat und in welcher Frist etwas erledigt werden muss. Alles hat Priorität, nur nicht dein eigenes Wohlbefinden, denn um dich geht es schließlich nicht.

Am Ende des Tages hast du viele To-Dos abgehakt. Trotzdem kannst du den Wettlauf gegen immer neue Aufgaben nicht gewinnen. Das ist aber auch nicht das Ziel. Das Ziel ist es, den Geist zu beschäftigen, um sich ja nicht bewusst zu werden, wie fremdgesteuert dein Tag eigentlich ist.

Deshalb nimmst du dir auch am Abend keine Zeit zum Reflektieren. Du hast schließlich so hart gearbeitet, dass du es dir verdient hast, dich durch Reality TV oder die neueste Serie auf Netflix beschallen zu lassen. Um so richtig abschalten zu könne, greifst du zur Schachtel Zigaretten und gießt dir den obligatorischen Rotwein ein, ohne diese Dinge bewusst zu genießen.

Diese Pause am Abend brauchst du, denn morgen beginnt der ganze Spaß wieder von Neuem. Du brauchst Energie, um zu funktionieren und so gut es geht den Bedürfnissen anderer Leute zu entsprechen.

Als Angestellter hast du zumindest einen Lichtblick: das Wochenende. Raus aus der Arbeitswoche und rein in den Wochenkreislauf zwischen “TGIF” und “Shit, schon wieder Montag”. Als Selbständiger magst du darüber nur lachen, merkst aber nicht, dass sich deine Routine nicht nur 5 mal, sondern 7 mal pro Woche wiederholt. Du fühlst dich frei, da du dich nicht nach einem Boss und Kollegen richten musst, machst dich aber von Kunden, Google und deinem Smartphone abhängig.

 

Szenario 2 – aktives Wahrnehmen (Achtsamkeit)

Du lässt dich nach einem erholsamen Schlaf durch natürliches Sonnenlicht aufwecken. Nachdem du dich an das Tageslicht gewöhnt hast, stehst du langsam auf, holst dir ein großes Glas Wasser und schaust aus dem Fenster in den Park gegenüber, in dem Eichhörnchen umherspringen. Du nimmst dir Zeit, um zu meditieren und dein morgendliches Sportprogramm durchzuführen.

Nach einer Dusche isst du dein Frühstück nicht im Stehen, sondern am Tisch, ohne dabei auf einen Bildschirm zu schauen. Nach dem Frühstück schaust du zum ersten Mal nach deinen E-Mails und Benachrichtigungen. Du lässt dich auch dann nicht aus der Ruhe bringen, wenn dir jemand Mails mit noch so vielen Ausrufezeichen schickt. Du weißt ganz genau, welches wichtige To-Do du heute erledigen willst, denn du hast es dir am Vorabend bereits aufgeschrieben.

Sobald diese eine, für dich wichtige Aufgabe, erledigt ist, widmest du dich anderen Sachen. Dabei bleibst du immer in Kontrolle. Du entscheidest bewusst darüber, was wichtig ist für dich und was andere Leute wichtig machen wollen.

Zur Mittagszeit gehst du raus an die frische Luft. Du nimmst dir Zeit für dich selbst, genießt das Wetter, die Natur und nimmst deine Umgebung ganz bewusst wahr. Du bist genau hier und jetzt in diesem Moment. Du denkst nicht darüber nach, was du später noch erledigen musst und ärgerst dich auch nicht über einen Zeitungsartikel, den du am Morgen gelesen hast.

Am Abend triffst du dich mit guten Freunden. Dein Smartphone liegt dabei nicht auf dem Tisch, sondern befindet sich im im Flugmodus und ist in der Jackentasche verstaut. Du möchtest dich nicht ablenken lassen, denn in diesem Moment ist nichts so wichtig, wie die vertrauten Personen, die dir unmittelbar gegenübersitzen.

Bevor du ins Bett gehst denkst du darüber nach, wofür du heute dankbar bist, was dich glücklich gemacht hat und was du morgen verändern möchtest. Du agierst, denn du weißt, dass du jeden Tag eine neue Chance hast, dein Leben so zu gestalten, wie es dich glücklich macht.

 

Welches Szenario lebst du?

Wahrscheinlich bist du irgendwo dazwischen und willst hoffentlich näher an das zweite Szenario herankommen. Der erste Schritt dorthin ist immer das Bewusstsein. Sobald du dir darüber bewusst bist, welche Bereiche deines Lebens fremdgesteuert sind, braucht es die Absicht zur Veränderung und die entsprechenden Handlungen.

 

Um dieses Bewusstsein zu erlangen, musst du viel öfter mal auf die Bremse treten, die Geschwindigkeit aus deinem Leben nehmen und dir Zeit zur bewussten Wahrnehmung nehmen. Ob das für dich mit Tools wie morgendliche Meditation, dem Schreiben eines Journals, einem stündlichen Alarm oder durch Coaching funktioniert, ist ganz egal. Wichtig ist, dass du bewusst reflektierst, anstatt nur zu reagieren.

Wenn du beim nächsten Mal an der Kasse stehst oder dich über einen Stau ärgerst, dann hole nicht geistesabwesend dein Handy aus der Hosentasche oder gib dich deinem Frust hin, sondern beobachte den Moment. Nimm den Augenblick ganz bewusst wahr, schaue dir die Menschen um dich herum und die Umgebung an. Du wirst den Unterschied zwischen Autopilot und Achtsamkeit – zwischen passivem Erleben und aktiver Wahrnehmung – sofort merken.

Versuche nicht, deine Gedanken zu ändern oder zu jeder Tageszeit achtsam zu sein. Das wird dir sowieso nicht gelingen. Versuche aber regelmäßig den Autopilot auszuschalten und zu beobachten, welchen Impulsen du gerade in diesem Moment folgst. Ist es dein bewusster Gedanke oder reagierst du auf äußere Umstände?

Der Artikel Warum du die Kontrolle über dein Leben abgibst (und wie du sie wieder eroberst) kommt von Wireless Life.

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3 Optionen für eine weltweit gültige Privathaftpflichtversicherung ohne festen Wohnsitz https://wirelesslife.de/privathaftpflicht-ohne-wohnsitz/ https://wirelesslife.de/privathaftpflicht-ohne-wohnsitz/#comments Fri, 28 Oct 2016 02:24:02 +0000 https://wirelesslife.de/?p=5695 Neben der Krankenversicherung ist die Haftpflicht die Versicherung, die jeder Mensch besitzen sollte - so zumindest die mehrheitliche Meinung der Deutschen. Problematisch wird der Abschluss, wenn du nicht mehr in Deutschland wohnst. Ich habe recherchiert und ein paar gute Optionen gefunden.

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