5 Fallen auf dem Weg zum Geld verdienen im Internet

Es ist der Traum vieler Menschen – Geld im Internet verdienen, um sich endlich aus dem Angestelltenverhältnis zu befreien. Möglichkeiten dafür gibt es genügend, jedoch schaffen es nur die wenigsten. Woran liegt das? Was wird so oft falsch gemacht?

Schon während meines Studiums habe ich vor ca. 5 Jahren immer wieder nach Wegen gesucht, um mir über das Internet etwas Geld dazu zu verdienen. Es ging los mit Texten, kleinen Übersetzungen und anderen Microjobs. Diese Arbeiten hatten alles eines gemeinsam: sie waren schlecht bezahlt und absolut unbefriedigend. Aber sie haben mir gezeigt, dass es möglich ist, im Internet Geld zu verdienen.

Vor ungefähr zwei Jahren habe ich dann meinen ersten Blog gestartet, auf dem ich viel ausprobiert und noch viel mehr falsch gemacht habe. Verdient habe ich damit zwar etwas Geld aber es war nie ein nachhaltiges Geschäftskonzept.

Ich wollte es unbedingt. Ich wollte Geld im Internet verdienen, ortsunabhängig arbeiten und mein eigener Chef sein. Was für mich persönlich jedoch immer viel wichtiger war als der finanzielle Aspekt, war die Selbstverwirklichung. Im Internet kann ich eigene Projekte ohne großes Startkapital und finanzielles Risiko umsetzen.

Ich habe viel dazugelernt, habe falsche Erwartungen gehabt, habe Dinge angefangen aber nicht zu Ende gebracht und Lehrgeld bezahlt. Mittlerweile kann ich von dem verdienten Geld im Internet sehr gut leben. Was noch wichtiger ist, dass es mich erfüllt.

Die Fehler bzw. falschen Herangehensweisen, die ich in den letzten Jahren gemacht habe, sind in in 5 Punkten zusammengefasst. Ich möchte sie dir gerne mit auf den Weg geben, so dass du besser vorbereitet bist.

 

Falle #1: Falsche Erwartungen

Es gibt keinen “Über-Nacht-Erfolg”, ohne monatelange harte Arbeit im Vorfeld.

Es gibt ganz unterschiedliche Methoden, um Geld im Internet zu verdienen. Als Freelancer hast du innerhalb weniger Wochen das erste Geld auf dem Konto. Als Blogger wird dies mehrere Monate dauern. Als Unternehmer, der Produkte verkauft oder Services anbietet, ist es nicht ungewöhnlich im ersten Jahr mit roten Zahlen zu starten.

Niemand wartet auf dich und dein Angebot; egal ob es sich um einen Blog, ein Produkt oder einen Service handelt. Es benötigt viel Zeit und harte Arbeit, um die ersten Leser und Kunden zu gewinnen. Du wirst zu Beginn viel Lehrgeld bezahlen und nur mit der nötigen Ausdauer und einer langfristigen Perspektive Erfolg haben.

 

Falle #2: Finanzielle Motivation

Zuerst geben und dann nehmen. Ersteres ist zeitaufwändig und wird durch letzteres erst nach Monaten belohnt.

Wenn du einen Blog starten oder ein anderes Online-Projekt umsetzen willst, dann solltest du in den ersten 6 Monaten nicht auf Einkünfte daraus angewiesen sein. Das Einkommen wird folgen, wenn du eine nachhaltige Strategie hast.

Ich sehe immer wieder neue Blogs, die weniger als 10 Artikel veröffentlicht haben, jedoch bereits eine Seite mit “Werben Sie hier” oder “Kooperation” besitzen. Glaube mir, das ist nicht der richtige Weg. Denke langfristig und rechne in den ersten Monaten damit, dass du viel Zeit investierst, ohne einen einzigen Euro zu verdienen.

 

Falle #3: Keine Rücklagen

Ein leeres Bankkonto kann ein guter Treiber sein, sorgt jedoch auch für falsche Prioritäten.

Manchmal ist es die beste Voraussetzung, den finanziellen Antrieb zu haben. Als ich vor knapp zwei Jahren kein festes Einkommen mehr hatte und die Ersparnisse auf meinem Konto zur Neige gingen, da musste ich kreativ werden. Dieser Druck war einerseits eine große Motivation, auf der anderen Seite ging dadurch die Leichtigkeit verloren.

Es hat bei mir über ein Jahr gedauert, bevor ich mich mir einige Rücklagen aufbauen konnte. Während dieser Zeit habe ich den Großteil des Tages mit Freelancer-Jobs verbracht und konnte mich nur wenig auf eigene Projekte konzentrieren. Damit du nicht in diesen Teufelskreis gerätst, solltest du für die ersten Monate genügend Geld auf der hohen Kante haben.

 

Falle #4: Erfolgreiche Modelle kopieren

Wer wirklich erfolgreich sein will, der muss kreativ denken und seine eigene Stimme finden.

Jeden Tag schießen neue Blogs aus dem Boden. Besonders Reiseblogs kommen immer mehr dazu. Ja, es gibt einige Menschen die damit sehr erfolgreich sind aber das bedeutet nicht, dass es einfach ist. Es reicht nicht aus, sich ein gut funktionierendes Modell zu suchen, dieses zu kopieren und mit einer eigenen Note zu versehen.

Genau das gleiche gilt auch für Geschäftsideen. Ich treffe hier in Shanghai immer wieder auf Leute, die die großartige Idee haben, ein neues Foursquare oder Facebook für den chinesischen Markt zu bauen. Warum es nicht funktionieren wird? Weil die Menschen hier anders ticken. Es reicht nicht aus, sich bestehende Modelle anzusehen. Erfolg hat, wer mit neuen Ideen kommt.

 

Falle #5: Fehlende Ausdauer

Nur wer es durch das Tal schafft, der kann letztendlich vom Gipfel aus darauf hinabsehen.

Es ist ein Fakt, dass ein Großteil der Blogs nach wenigen Monaten nicht mehr aktiv sind. Auch Freiberuflern oder Unternehmern fehlt es oft an langem Atem, wenn sie auf die ersten Probleme stoßen. Es wird nicht immer alles glatt gehen. In schlechten Momenten heißt es einfach Zähne zusammenbeißen und weitermachen.

Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und auch die erfolgreichsten Menschen unserer Zeit sind nicht ohne Fehlschläge zu dem geworden, was sie heute sind. Das Leben (und auch ein Online-Projekt) ist ein Marathon. Nur wer langen Atem hat, bei dem wird sich langfristig der Erfolg einstellen.

 

Willst du Geld im Internet verdienen?

Dann mache es von Anfang an richtig und setze auf nachhaltige Geschäftsmodelle. Im Wireless Life Guide erfährst du, wie du ein Online Business startest, das dir ein Leben mit mehr Selbstbestimmung ermöglicht.

Zum Wireless Life Guide

 

Die Freiheit zu besitzen, ortsunabhängig im Internet Geld zu verdienen, ist großartig. Ich möchte meinen jetzigen Lifestyle für nichts in der Welt wieder aufgeben. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer der Anfang ist und welche Stolpersteine auf dem Weg liegen können.

Ich hoffe, dass ich dir mit diesen Worten der Warnung ein realistisches Bild zeichnen konnte. Lasse dich davon nicht von deinem Traum abbringen. Sei dir einfach darüber bewusst, dass es kein Kinderspiel ist sein Geld im Internet zu verdienen und habe einen langfristigen Plan.

Danke für 5 Kommentare

Wir freuen uns über deine Fragen, Hinweise und allgemeines Feedback. Wenn du eine spezielle Frage zum Beitrag hast, schaue bitte zuerst in den bisherigen Kommentaren und im FAQ nach, ob du die Antwort dort findest.

  Neue Kommentare abonnieren  
Neueste Älteste Beliebteste
Benachrichtige mich bei
Edith Metzger

Von nichts kommt nichts. . . . !

Hallo Sebastian, Du bringst es mal wieder auf den Punkt. Das A und O ist in meinen Augen definitiv der lange Atem, allerdings nicht nur im Onlinegeschäft sondern auch bei jeder anderen selbständigen Arbeit. Das kann ich nach mittlerweile über 25 Jahren Vertriebstätigkeit bestätigen. Mitllerweile habe ich ja mehrere Blogs und kann das für jeden einzelnen bestätigen. Wer keine grossen Rücklagen hat und sich trotzdem selbständig machen möchte, der sollte auch auf jeden Fall darüber nachdenken es in einem von der Lebenshaltung her günstigeren Land zu machen, als in Deutschland.
Beste Grüsse aus Nanjing
Dirk

Hallo Sebastian. Vielen Dank für diesen tollen Artikel und deinen Blog. Vor ein paar Monaten hat mich das Thema vom ortsunabhängigen Arbeiten noch überhaupt nicht interessiert. Inzwischen sauge ich jeden Artikel darüber förmlich auf. Ich hoffe das einige Ideen, die ich gerade umsetze, der Anfang für einen neues Leben außerhalb von Deutschland ist. Vielen Dank für deine Tipps. Mach weiter so!

Sylvie

Toller Artikel! Ich habe gerade mal wieder einen Realitaetscheck hinter mir und habe meine Plaene erstmal wieder umgeworfen. Obwohl ich das so nie sagen wollte, steht bei mir erstmal das Freelancing an oberster Stelle. Der Rest wird Schritt fuer Schritt kontinuerlich aufgebaut. Ungeduld ist ab sofort ein Fremdwort fuer mich 😉 Beste Gruesse

hans

Lest The Facebook Effect von David Kirkpatrick.