Briefkasten ade! Weltweit Briefpost empfangen und versenden

Wie machen das digitale Nomaden eigentlich mit ihrer Briefpost, wenn sie mehrere Monate am Stück unterwegs sind? Hin und wieder kommt im heimischen Briefkasten ja doch mal ein wichtiger Brief an oder es muss eine Rechnung versendet werden. Natürlich geht das heutzutage alles digital. Weltweit Briefe empfangen und senden – kein Problem!

Viele digitale Nomaden sind mehrmals im Jahr für längere Zeit in der Welt unterwegs. Da sammelt sich natürlich so einiges an Post an. Wenn du eine offizielle Meldeadresse in Deutschland hast, dann musst du beispielsweise innerhalb einer angemessenen Frist auf behördliche Schreiben reagieren.

Bei kürzeren Reisen reicht es sicher aus, wenn deine Eltern ab und an mal in den Briefkasten schauen oder du die Post erst nach der Rückkehr öffnest. Sobald du aber für mehrere Monate unterwegs bist, solltest du dir über eine Lösung ernsthaft Gedanken machen.

Glücklicherweise gibt es eine Menge recht kostengünstiger Services mit denen physische Briefpost eingescannt und als digitale Post an dich weitergeleitet wird. Auch das Versenden von Briefen (und sogar Faxen) ist aus dem Ausland kein Problem mehr. Im Folgenden siehst du, welche Anbieter bei digitalen Nomaden beliebt sind und wie diese funktionieren. 

 

Weltweit Post als digitalen Scan empfangen

Die einfachste Lösung besteht wohl darin, die Post an das Elternhaus oder einen Freund weiterzuleiten und wichtige Briefe dort einscannen zu lassen. Wenn deine Briefpost ein entsprechendes Volumen hat, dann werden Eltern und Freunde jedoch schnell davon genervt sein. Zum Glück gibt es gute Alternativen zu moderaten Preisen.

 

Dropscan – dein digitaler Briefkasten

Der mit Abstand beliebteste Service zur Digitalisierung von Briefpost ist Dropscan. Dort kannst du dir eine Scanbox, also einen digitalen Briefkasten, einrichten lassen, die eine physische Adresse in Berlin hat. Per Nachsendeauftrag bzw. Adressänderung bei deinen verschiedenen Anbietern leitest du deine Post dann an diese Anschrift weiter.

Eingegangene Post siehst du in deiner Online-Scanbox. Du kannst dann entscheiden, ob diese geöffnet und gescannt, weitergeleitet, archiviert oder vernichtet werden soll. Bezahlt werden entweder pauschal 24,90 im Monat oder nach Einzelabrechnung für jede empfange und digitalisierte Sendung.

Mit einem kostenlosen Demo-Account kannst du übrigens alle Funktionen der Scanbox testen. Auf Travelicia findest du einen klasse Beitrag zur Funktionsweise von Dropscan.

»» Zum Scanservice von Dropscan

 

E-Postscan – Briefe scannen und zustellen

Selbst die Deutsche Post ist im digitalen Zeitalter angekommen und bietet einen Scan- und Zustellservice an. Allerdings nur für eine befristete Zeit von bis zu 4 Wochen (Testphase für unbefristete Zustellung läuft derzeit) bei einem Preis von 9,99 Euro.

Über einen Nachsendeauftrag wird die scannbare Post an das Digitalisierungszentrum weitergeleitet und dort eingescannt. Die Zustellung der digitalen Briefe erfolgt einmal täglich und diese können sowohl über den Computer als auch die E-Post App gelesen werden. Nach Beendigung des Auftrags wird die physische Post gesammelt an deine Adresse gesendet.

»» Zum E-Postscan der Deutschen Post
 

Wireless Life Guide

Mehr Infos zur Digitalisierung deines Lebens

Das Thema digitales Büro wird auch im Wireless Life Guide ausführlich behandelt. Wenn dieser Beitrag für dich interessant ist, dann solltest du dir das Handbuch für digitale Nomaden unbedingt anschauen.

Zum Wireless Life Guide

 

 

Weltweit Briefe und Faxe online versenden

Du kannst natürlich nicht nur Briefe digital empfangen, sondern auf dem umgekehrten Wege auch versenden. Nehmen wir an du sitzt gerade am Strand in Malaysia und musst eine Rechnung an einen deutschen Kunden schicken oder ein Abo via Fax kündigen. Glücklicherweise geht mittlerweile viel über E-Mail, einige Unternehmen sind jedoch noch nicht so ganz in der Gegenwart angekommen. Aber kein Problem, für diese Zwecke gibt es gute Lösungen.

 

PixelLetter – echte Briefpost versenden

Mit dem Service von PixelLetter kannst du ein PDF- oder Word-Dokument hochladen und als echten Brief versenden lassen. Dabei übernimmt PixelLetter das drucken, kuvertieren und den Versand innerhalb von 24 Stunden. Der Preis beträgt je nach Anzahl der versendeten Briefe zwischen 0,90 – 1,50 Euro (inklusive Porto).

»» Zum Briefversand von PixelLetter

 

PamFax – digitale Dokumente faxen

Wenn du mal ein Fax verschicken musst (ja, es gibt immer noch Leute, die ein Faxgerät haben), dann ist der kostenlose Service von PamFax eine gute Option. Nach der schnellen Registrierung kannst du bis zu drei eingescannte Dokumente sofort faxen. Gegen Gebühr hast du sogar die Option, Faxe digital zu empfangen.

»» Zum Faxservice von PamFax

 

Mit diesen Services sollte deiner unbefreiten Langzeitreise zumindest hinsichtlich der Briefpost nichts mehr im Wege stehen. Um die ganzen eingehenden Dokumente gut zu organisieren, benutze ich übrigens diese 5 Apps für mein papierloses Büro.

Ich selbst habe einige der Services eine zeitlang genutzt, aber derzeit kaum noch Verwendung dafür. Seit meiner Abmeldung aus Deutschland und der Kündigung fast aller bestehenden Verträge und Abos bekomme ich nur noch sehr wenige Briefe. Diese landen im Briefkasten meiner Eltern, die mir wichtige Post einscannen, was erstaunlich selten nötig ist.

 

Welche Dienste verwendest du, um weltweite Briefe zu empfangen und zu senden?

Danke für 12 Kommentare

Wir freuen uns über deine Fragen, deine Hinweise und dein allgemeines Feedback. Wenn du eine spezielle Frage zum Beitrag hast, schaue bitte zuerst in den bisherigen Kommentaren nach, ob du die Antwort dort findest.

12 Kommentare zu "Briefkasten ade! Weltweit Briefpost empfangen und versenden"

avatar
Sortieren nach:   Neueste | Älteste | Beliebteste
Pasang
Leser
Pasang

Hallo Sebastian und “Nomaden”-community,

mir ist folgende Insolvenzmitteilung untergekommen. Betrifft den unten genannten luxemburger Dienst BPM (BPM-Lux.com).
http://www.wort.lu/de/business/handelsgericht-luxemburg-bpm-betreibergesellschaft-in-konkurs-5735c52dac730ff4e7f605a9
Also, beware, and Thanks For All the Fish!

Sylvia @ The Voyage Years
Leser

Hallo Sebastian, ich habe auf meinem Reiseblog hierhin verweisen (Punkt 9). Falls du mal vorbei schauen möchtest ist hier der Link zum Artikel: http://www.thevoyageyears.de/langzeitreisen/langzeitreisetipps/12-tipps-fuer-die-vorbereitung-deiner-langzeitreise
Liebe Grüße, Sylvia

Nils
Leser
Nils

Hallo Sebastian, danke für diese Übersicht.

Wie sieht das denn bei Behördenpost aus, vor allem die in den gelben Umschlägen mit Zustellbestätigung des Briefträgers? Ich kann mir in Deutschland gut vorstellen, dass bei solchen Briefen nur ins Melderegister geschaut wird und der Nachsendeantrag gar nicht beachtet werden darf, da es eben nicht die Meldeadresse ist. Kann das vielleicht jemand bestätigen, dass diese Briefe dort ankommen, wo sie ankommen sollen..

Zusatzfrage: Wird Behördenpost immer über die deutsche Post versendet? Es gibt ja inzwischen diverse Postunternehmen, bei denen man meines Wissens nach jeweils einzeln einen Nachsendeantrag stellen muss.

Marc
Leser
Marc

E-POSTSCAN hier steht in den AGBs/Leistungsbeschreibung – Nicht im Leistungsumfang enthalten Zustellung an Wohnsitz, keine Digitalisierung

jedoch gibt den Service zwischenzeitlich bundesweit und als “flat” (unbefristete Beauftragung):
Berechnet werden 14,99 EUR ab dem ersten vollen Monat. Mindestlaufzeit 1 Monat, Kündigungsfrist 7 Tage zum Monatsende.

Andrea Surr
Leser
Andrea Surr

Ich nutze PDFletters.com bzw. die Android-App PDFletters. Hier kann man bequem Briefe erstellen und als PDF verschicken.

trackback

[…] du im Ausland angestellt oder arbeitest du selbständig? Hats du jemand, der dir verlässlich deine Post nachsendet oder kannst du einen Dienstleister wie Dropscan damit […]

trackback

[…] den weiteren Dingen, die zu berücksichtigen sind, gehören die fehlende Postanschrift, die telefonische Erreichbarkeit bei ständig wechselnden SIM-Karten, die weltweit gültige […]

Jens
Leser
Jens

Hallo Sebastian,

guter Artikel! Das Thema digitaler Briefkasten ist enorm wichtig. Vor allem, wenn Du mit Familie unterwegs bist und noch von einiges an wichtiger Post erwartest.

Wir benutzen schon seit Jahren (auch noch in D) den Service von BPM-Lux.com. Die sind zwar nicht ganz billig, haben aber einen deutschsprachigen Kundenservice und bieten viele interessante Services an. Das beste ist aber, dass Du mit einem Account bei BPM-Lux 5 verschiedene Adressen hast (in D, UK, Luxemburg, USA, Frankreich, Belgien). Von dort werden Briefe und Pakete in Empfang genommen, gescannt und auf Wunsch weitergeleitet.

Das ist ideal auch für den Empfang von Waren, die nicht in jedes Land verschickt werden.
Herzlichen Gruß
Jens

Marc
Leser
Marc

epost hat neben dem og. scan-Service bspw. auch den Fax-Versand/Empfang (kostenlos) http://www.epost.de/privatkunden/online-fax-kostenlos1.html sowie einen paydienst, auf Basis von gini – OCR-bezahlen

http://fp-webbrief.de/ – für Briefversand

Marc
Leser
Marc

epost hat neben dem og. scan-Service bspw. auch den Fax-Versand/Empfang (kostenlos) http://www.epost.de/privatkunden/online-fax-kostenlos1.html sowie einen paydienst, auf Basis von gini – OCR-bezahlen

http://fp-webbrief.de/ – für Briefversand

wpDiscuz