Zwischen Sinnkrise und Aufbruch: Eine Kritik und Momentaufnahme zur digitalen Nomadenszene

Die digitale Nomadenszene hat ein riesiges Glaubwürdigkeitsproblem und verschweigt es konsequent. Sie verwechselt Erfolg mit Geld, Message mit Werten und Reichweite mit Wahrheit. In diesem kritischen Gastbeitrag schreibt Sebastian Berlein über Startups, digitale Nomaden und Entrepreneurship.

Als ich im Sommer 2016 zu Gast auf der Freiheitsbusiness Konferenz von Markus Gabor war, drehten sich die vielen tollen Vorträge um Amazon FBA und darum, wie Conversion Rates optimiert und Profitmargen erhöht werden können. Als letzter Speaker kam Sebastian Berlein kurz vor Mitternacht auf die Bühne und schaffte einen guten Ausgleich zu den zahlengetriebenen Vorträgen seiner Vorredner.

Er ruf allen Zuhörern ins Gedächtnis, wie wichtig neben nackten Zahlen auch die Liebe zum Produkt (und zur Idee) ist. Allzu oft vergessen wir vor lauter Betriebswirtschaft die Menschen und die Umwelt, die durch unsere Geschäftsmodelle betroffen sind.

Seit der Konferenz hatte ich einige inspirierende Gespräch mit Sebastian, dessen Meinung ich sehr zu schätzen gelernt habe. Deshalb freue ich mich sehr, dass er in diesem Gastbeitrag seine Kritik und gedankliche Momentaufnahme zur Startup Szene, zu digitalen Nomaden und Entrepreneurship mit uns teilt.

Eine Bitte vorab: lies diesen Beitrag mit einem offenen Geist. Egal, ob du Partei für die eine oder andere Seite ergreifst, wirf deine Vorurteile für einen Moment über Bord und reflektiere die kommenden Absätze. Die anschließende Diskussion (mit dir selbst oder öffentlich) soll einen Beitrag für mehr Bewusstsein schaffen.

Also, Vorhang auf für Sebastian Berlein.

 

Die digitale Nomadenszene hat ein riesiges Glaubwürdigkeitsproblem und verschweigt es konsequent. Sie verwechselt Erfolg mit Geld, Message mit Werten und Reichweite mit Wahrheit.

Groß war meine Hemmung diesen Beitrag zu schreiben. In einer Welt, die durch ihre Fülle an Gütern zu ersticken droht. In einer Welt, in der alles nach Aufmerksamkeit schreit, sind meine Worte hier wohl eher als ein Flüstern zu verstehen.

Die digitale Verschmutzung wird morgendlich sichtbar. Erstmal wieder Newsletter abbestellen, ignorieren was mir anscheinend gefällt. Und mir will mal wieder jemand zum tausendsten Mal beibringen, wie ich mit Amazon ortsunabhängig leben und arbeiten kann. Ach ja und dann war da ja noch Instagram, Snapchat & Co.

Im Hostel in Mexiko sitzen alle wie gebannt vor ihren Smartphones sowie Laptops und hauen in die Tasten. Ich auch. Eine Meute jagt nach “xk”-Reichweiten”, “Usern”, “Communities”, “Email-Verteilern” und will dabei unverblümt den Wunsch ausleben – jemand zu sein. Mit Stolz jagt eine elitäre Community die andere.

Teils wird gegen Geld exklusiver Zugang gewährt. Alle suchen die Tricks, um beispielsweise Steuern zu vermeiden und damit der “King vom Pausenhof” zu sein. Jugendliche werden mitunter in ein vermeintlich besseres Hamsterrad gelockt. Es geht um das eigene Ich. Es geht um Geld, nichts anderes. Wer zuerst kommt, klickt zuerst. Es war nie anders.

Wer zuerst kommt, monetarisiert zuerst.

Sich selbst inszenierende Hobby “Entrepreneure” haben gemeutert und das Ruder übernommen. Sie überschwemmen eine Startup Szene, welche zuvor noch nach Antworten auf die drängenden Fragen der Zeit gesucht hat. Das war gestern. Jetzt zählt “Money, Money” und an jeden “unique visitor” denken. “Superfood”, “Amazon”, “FBA” und bei Markus Lanz sitzen die “Internet Rockstars”. Mir wird kurz schwindelig.

Was haben wir eigentlich erreicht? Außer, dass eine sogenannte “share economy” immer weniger sozial agiert, Infrastrukturen ruiniert und für immer weniger Geld alles haben will. Und wir? Wir machen mit. Ich auch.

Einsamen Laptopern ruft heute die Bequemlichkeit der ersten Welt zu – fast wie ein Freizeitangebot – “Mach dein Business in 10 Tagen”. Mal sehen, habe ich noch etwas Zeit, ok, mach ich. Ob sie außer ihrem eigenen Leben die Dinge verändern wollen, wage ich zu bezweifeln. Diese haben – wen wundert’s – Business als Lifestyle entdeckt.

Die, die es schaffen, werden als sogenannte Rockstars der Szene announced. Viel schlimmer noch, teils als Entrepreneure bezeichnet. Sie geben Vorträge, Workshops und Konferenzen. Schnell das Momentum nutzen. Schneeballeffekte in real-time, einmal anders. Denn der Hype war gestern. Die Selbstdarstellung wird auf die Spitze getrieben. Es kommt mir vor wie damals in der Schule: Jemand hat den Kaugummi-Automat geknackt. Cool, oder? Doch wir kommen nicht darum herum, irgendjemand bezahlt für diesen Raubbau. Es werden nicht die Reichen sein.

Korrekt war gestern.

Die Werte in unserer Gesellschaft haben sich in den letzten Jahren verschoben. In vielerlei Hinsicht. Die digitale Nomaden-Szene ist natürlich ein Spiegel davon.

Wir verpesten die Umwelt mit unseren jährlichen Flügen – welche natürlich günstig sein sollen – und machen dann bei Plastik-Strandsäuberungen auf Bali mit.

Wir sourcen Produkte aus Billiglohnländern und wenn wir gnädig sind, zahlen wir am Ende 10% mehr Lohn an die Arbeiter. Nett, mehr nicht. Denn die Marge muss stimmen.

Schönheitsfehler, die nicht so recht passen wollen in unser Bild von Sonne, Strand und Meer. Es gibt keine Werte-Agenda, keine Vision und erst Recht kein Ziel der digitalen Nomaden außer das eigene Ich zu polieren.

Postkolonialismus 2.0, welcher überwiegend Menschen aus der ersten Welt vorbehalten ist. Beziehungsweise ist diese Menschengruppe privilegiert überhaupt erst die Option eines digitalen Nomadentums zu versuchen. Mit der Absicherung jederzeit in das beste Versorgungsnetz der Welt zurückzufallen – die Staatsbürgerschaft wird zum Alleinstellungsmerkmal.

Wer hat eigentlich diesen Begriff “digitale Nomaden” erfunden, der für eine Szene steht, die dieses Wort ohne Widerspruch adaptiert hat? Vielleicht, weil sich das im Fernsehen gut verkauft? Ähnlich wie “Hipster” wissen alle was gemeint ist, nur komischerweise zählt sich kaum einer ernsthaft dazu. Beides Beispiele unserer angepassten Unangepasstheit.

Uns ist der Mut abhanden gekommen, uns selbst zu definieren. Oder lassen wir uns erschlagen vom SEO-Keyword-Todesstern, der uns marketingtechnisch dazu zwingt uns zu konfirmieren? Wo ist unsere Freiheit, unser Rebellentum? Wir haben es abgegeben an der Garderobe der Monetarisierung.

Es ist nicht mehr als eine Randnotiz und dennoch bemerkenswert, dass viele Plattformen, Konferenzen und Communities, die mit der Ortsunabhängig-Arbeiten-Philosophie verbandelt sind, häufig gar nicht von digitalen Nomaden geführt werden. Es ist der Diebstahl einer Idee, ein Fall der Verletzung von Intellectual Property Rights und ähnlich wie die Ikone Che Guevara laufen wir Gefahr komplett kommerzialisiert zu werden.

Leadership, Adieu!

Wie wenige Leader und Entrepreneure tatsächlich dort draußen unterwegs sind, zeigt sich in narzisstischen Videos und Fotos, in denen man den Drang nach Anerkennung & Fame so sehr spürt, dass einem schnell schlecht wird. Startups & Gründer werden in zahlreichen Artikeln, Blogs, Podcasts durchgereicht wie an der Supermarktkasse. “Der Nächste Bitte”, Hauptsache Preis und die Reichweite stimmen.

Ach ja, und die Qualität an der berühmten Abbruchkante. Alles in allem verdaubare Häppchen, damit der Content nicht zu schwer im Magen liegt. Denn das Format funktioniert. Und es funktioniert wirklich!

Doch es gibt ein Zeichen der Hoffnung, so könnte man denken. Denn erstaunlicherweise entdecken dann selbst diese Menschen nach ein einiger Zeit ihr Gewissen wieder. Es folgt die Sinnsuche. Wie sollte es auch anders sein, natürlich wieder in Vorträgen zelebriert, öffentlich. Man ist jetzt der “good guy”. Still war gestern. Leider entsteht diese monetarisierte Erkenntnis erst, nachdem wieder einmal sinnlose Produkte in die Welt gesetzt wurden. Es wirkt wie ein Hangover. Eine zu Ende gehende Pubertät. Man blickt vermehrt in seelenlose Gesichter.

Die Dinge haben sich geändert. Vor einigen Jahren wurde man noch als ‘Nerd’ klassifiziert, “Startup” hatte die Anklänge eines Fitness Studios und “Gründerzentren” sahen aus wie verlassene Orte nach einem nuklearen Endszenario. Heute werden die Wohlfühl-Coworking-Labs weltweit aufbereitet, für die sogenannten digitalen Nomaden und Hobby-Entrepreneure in Teilzeit.

Gegen den Strom!

Ernsthafte Traveler, die seit Jahren unterwegs sind, sind schon längst zu Weltbürgern geworden. Aus diesen Reisenden sind mittlerweile Menschen entwachsen, welche die Suche nach Freiheit antreibt. Geld war nie deren Motivation. Das sind wir, die Sinnsucher. Individuen, welche sich eigentlich nie starren Strukturen und Lebenskonzepten ergeben haben. Und die Widerstände waren groß, der soziale Druck erst recht, bis heute.

Was digitales Nomadentum, ortsunabhängiges Arbeiten oder Amazon FBA mit Entrepreneurship zu tun haben soll, hat sich mir bis heute nicht erschlossen. Lediglich die Cafes mit Laptops sind weniger geworden. Ich vermute die zahlreichen Freelancer, Workaholics und digitalen Nomaden haben ein Zuhause gefunden.

Ich wünsche es ihnen so sehr.

 


 

Nachtrag von Sebastian Berlein vom 30.01.2017

Vielen Dank für die vielen Kommentare und Impulse!

Meine Erkenntnis nach Erscheinen des Artikels ist, dass es “Gesprächsbedarf” gibt. Daher ist meine logische Schlussfolgerung zugleich ein konstruktiver Lösungsvorschlag, welchen Sebastian Kühn und ich gemeinsam erarbeitet haben:

Lasst uns aktiv werden!

Wir wollen, dass eine Impulsgruppe gezielt bei Veranstaltungen (Konferenzen, Meet-ups etc.) zum Thema “ortsunabhängiges Arbeiten” integriert und angeboten wird. Dort kann und soll der Aspekt “Werte & Nachhaltigkeit” als fester Bestandteil diskutiert werden.

Allen Interessierten wird dadurch die Möglichkeit gegeben zu partizipieren und sich mit den im Artikel besprochenen Punkte zu beschäftigen. Weiterhin haben neue Teilnehmer der Szene dadurch die Chance, von Anfang auf die Thematik aufmerksam zu werden.

Konkret: Ein Versuch.

Wir werden in den kommenden Tagen eine erste Informationsseite aufbauen, welche die Initiative “For people, the planet and profit.” aufzeigt und die Forderung nach einer Impulsgruppe zum Thema “Werte & Nachhaltigkeit” erklärt.

Uns geht es ausdrücklich um eine kooperative und partizipative Auseinandersetzung. Eine positive Initiative soll entstehen, welche sich mit den im Artikel besprochenen Aspekten auseinandersetzt. Die Forderung muss von und durch uns kommen. Deshalb …

Was du tun kannst?

Nimm dir jetzt etwas Zeit und schreibe direkt an die Veranstalter von Konferenzen, Bloggern, YouTubern, Influencern etc. mit der Bitte die Initiative bekannt zu machen und die Impulsgruppe in deren Angebot zu integrieren.

Schreibe einfach, dass du dir wünschen würdest, dass das Thema “Werte & Nachhaltigkeit” ein fester Bestandteil der Szene wird. Natürlich wäre es ideal, wenn du deine Freunde & Bekannte ebenso informierst und eine Nachricht sendest, damit die Initiative Gehör findet.

 

Nun will ich versuchen, noch kurz inhaltlich auf die Kommentare einzugehen.

Meine Intention mit dem Beitrag “Sinnkrise in der digitalen Welt” ist es, ausdrücklich eine Kritik zu äußern und einen ersten Aufschlag zu versuchen. Es geht nicht nur um digitale Nomaden. Natürlich betrifft die Kritik genauso Startups, Gründer und sämtliche Erscheinungen von Unternehmertum. Gleichzeitig bin ich davon überzeugt, dass ein “ich kann es nicht mehr hören”, ”diese Kritik gibts schon zu hauf” oder “so ist es eben”, ein Zeichen von Resignation und Müdigkeit an gesellschaftlicher Teilhabe ist. Wir müssen anfangen wieder konstruktiv zu denken und zu partizipieren.

Sehr gerne würde ich weiter in die Tiefe gehen mit Statistiken, Quellen und ausführlichen Debatten. Ich denke jedoch, dass hier an dieser Stelle vorerst einmal der Versuch wichtig ist, ein größeres Bild zu zeichnen. Es geht darum herauszufinden, ob es noch mehr Menschen ähnlich geht.

Dennoch ein Gedanke: Wir befinden uns in der Entstehung eines neuen Arbeitsmarktes. Dieser funktioniert in Teilen ähnlich wie der sogenannte 2. Arbeitsmarkt, welcher vor einigen Jahren entstanden ist. Dahingehend, dass beispielsweise durch günstigere Stundenlöhne, Subventionen oder indirekte Methoden (Auslassen des Zwischenhandels) alte Mechanismen ausgehebelt werden und nicht mehr greifen. Brisant ist, dass immer häufiger knallhart der Konsument bedient wird. UBER und AIRBNB funktionieren teils ähnlich. Ich sehe diese Zuspitzung mit Sorge, weil dadurch Werte-basierte Unternehmen zunehmend nicht mehr mit ihrer Philosophie überzeugen können.

Die grundsätzliche Frage “Wie kann ich mehr Zeit und somit Freiheit gewinnen über das eigene Leben?” beschäftigt mich nun schon über 15 Jahre. Die entstandenen ersten literarischen Werke zu dieser Fragestellung romantisierten damals diese Idee: Bücher wie “Wir nennen es Arbeit” (Friebe,Lobo) oder “Vier-Stunden-Woche” (Ferris) bedienten und bedienen bis heute diesen Nerv. Natürlich werden erfolgreiche Strömungen kommerzialisiert. Dies rechtfertigt jedoch nicht, nichts dagegen zu unternehmen und die Entwicklung passiv hinzunehmen. Bemerkenswert: Sascha Lobo ist mittlerweile in den elitären Kreisen der Politik angekommen und die vor kurzem entwickelte Charta ist ein Zeichen davon. Intellektuell, theoretisch, politisch. Ich wage zu bezweifeln, dass er uns vertritt.

Leider findet die Politik seit Jahren (noch) keine Antworten auf  unsere “neue” Form des Arbeitens und Lebens. Selbstverständlich liegt es aber auch an uns, unser Arbeits- und Lebensmodell aktiv zu vertreten und eine “Interessenvertretung” zu organisieren. Damit meine ich im Detail, dass wir Forderungen formulieren müssen: Wir brauchen eine klare (digitale) Infrastruktur, welche zu unserem Arbeits- und Lebensmodell passt. So könnte beispielsweise eine neue Steuerklasse oder eine neue Form von Sozial-, und Krankenversicherung (vielleicht ähnlich der KSK) interessant sein. Ein schöner Nebeneffekt wäre, dass “Steuertricks” o.ä. nicht mehr in Seminaren und Büchern “erlernt” werden. Meine Kritik ist, dass die Szene zu sehr mit sich selbst und ihrer Kommerzialisierung beschäftigt ist anstatt solche Themen gemeinsam anzugehen. Es fehlt der gemeinsame Nenner. Wir reagieren aber agieren nicht.

Ja, ich stehe zu dem Begriff Postkolonialismus 2.0 und bin sehr gerne bereit darüber zu diskutieren. Ich beziehe mich nicht auf den alleinigen Zugang zum Internet sondern darauf, dass es überwiegend Menschen aus reichen Ländern ermöglicht wird – schon allein durch die Staatsbürgerschaft – ihre “Vormachtstellung” hinsichtlich der digitalen und realen Infrastruktur und deren Bildungsvorteil geltend zu machen. Dass Diktatoren ein Land beherrschen und schlecht regieren ist primär ein brisantes und zumal aktuell politisches Problem. Meiner Meinung nach rechtfertigt dies jedoch nicht das Argument, ökonomische Infrastrukturen ganzer Länder nach dem – teils subventionierten – Bedarf der ersten Welt auszurichten. Das bessere Übel bleibt ein Übel.

China ist bestimmt als Produzent unglaublich viele Güter weltweit ein großer Faktor hinsichtlich des globalen Klimawandels. Jedoch ist heute unsere Welt derart vernetzt und arbeitsteilig, dass Umweltverschmutzung an Ländern festzumachen meiner Meinung nach zu kurz greift. Es ist ja mitunter unser Bedarf an Gütern, der dort die Umweltverschmutzung verursacht. So sind es ja letztlich mitunter auch gerade FBA-Businesses die dafür sorgen, dass diese Güter bei uns landen. Ich bin nachwievor davon überzeugt, dass Fliegen – eines der schädlichsten Transportmittel der Welt – ein Faktor ist, welchen ich persönlich beeinflussen kann und will. Auch wenn ich dies natürlich selbst nicht immer schaffe.

Ein Schlusswort das den Aufbruch bedeutet

Die Kommentare sind vielfältig. Ich bedanke mich für das Lesen und Mitdenken. Und vor allem denjenigen, die hier mit Name und Bild ihre Meinung hinterlassen haben. Ich bitte um Verzeihung, wenn ich vielleicht nicht direkt auf jeden Kommentar eingehen konnte. Melde dich jedoch gerne bei mir (hello@findfind.org), wenn du das Gefühl hast noch einmal mit mir über den einen oder anderen Punkt zu sprechen.

Lasst uns zusammen den Versuch wagen und dafür eintreten, dass das Thema “Werte & Nachhaltigkeit” ein fester Bestandteil der Szene wird.


 

Anmerkung von Sebastian Kühn: auch ich möchte mich für die zahlreichen, zu großen Teilen gut reflektierten Kommentare bedanken, die den Diskussionsbedarf erkennen lassen. Seit der Veröffentlichung des Beitrags stehe ich mit Sebastian Berlein im engen Austausch, um einen Rahmen zu finden, in der wir die Wertediskussion weiterführen können. Mehr dazu in Kürze auf dieser Seite und über den Newsletter.

Unabhängig davon, ob du und ich mit jedem Punkt aus dem Artikel oder den Kommentaren übereinstimmen, haben wir die einmalige Chance, eine Bewegung mitzugestalten. Anstatt in fünf Jahren von den Dächern zu schreien, dass wir uns mit den Werten dieser digitalen Nomadenszene nicht mehr identifizieren können, kann heute jeder von uns heute dazu beitragen, was die Zeitungen in fünf Jahren schreiben werden. Wir können aktiv Beiträge leisten zur bestehenden Unternehmerkultur, zum nachhaltigen Reisen und zur Annäherung der Einkommensverhältnisse in der Welt – ganz egal, wie groß oder klein dieser Beitrag ist.

 

 

Über den Autor:

Sebastian Berlein lebt zwischen Mexiko und Berlin. Seit 8 Jahren gründet und berät er Startups. Sein neuestest Projekt ist die Vanilla Campaign, das die original Vanillepflanze aus Mexiko in die Welt bringen soll und gleichzeitig die Bauern vor Ort unterstützt.

Danke für 75 Kommentare

Wir freuen uns über deine Fragen, deine Hinweise und dein allgemeines Feedback. Wenn du eine spezielle Frage zum Beitrag hast, schaue bitte zuerst in den bisherigen Kommentaren nach, ob du die Antwort dort findest.

75 Kommentare zu "Zwischen Sinnkrise und Aufbruch: Eine Kritik und Momentaufnahme zur digitalen Nomadenszene"

avatar
Sortieren nach:   Neueste | Älteste | Beliebteste
Marcia Monroe Merchant
Leser

Wow, was für ein interessanter Beitrag! Danke an Sebastian und Sebastian!

olaf
Leser
olaf

“Es gibt keine Werte-Agenda, keine Vision und erst Recht kein Ziel der digitalen Nomaden”
Meine Werte-Agenda ist die persoenliche Freiheit, punkt, aus. Keine “Demokratie” uebt soviele (auch finanzielle) Zwaenge auf die Bevoelkerung aus wie die Deutsche, im Gegenzug gibts zu wichtigen Fragen kein Mitspracherecht, zum Beispiel Euro-Einfuehrung. Welche Alternative als das digitale Nomadentum und die Abmeldung aus Deutschland hat man denn, um als deutscher Staatsbuerger in der Tat “frei” zu sein? Wenn das Egoismus ist, dann ist Egoismus eine Notwendigkeit und die Vision ist dann soviele zu diesem Egoismus zu annimieren wie nur moeglich.
Das Zitat oben lautet vollstaendig “Es gibt keine Werte-Agenda, keine Vision und erst Recht kein Ziel der digitalen Nomaden außer das eigene Ich zu polieren.” Ich weiss nicht, was das bedeuten soll. Selbstdarstellertum? Dazu fehlt mir die Zeit. Und haette ich die Zeit, dann in der Tat wuerde ich mehr davon machen: Money, Money, Money. Sehe ich nichts falsches dran. Schliesslich hat man dafuer gearbeitet. Fuer Angestellte die Ueberstunden schieben eine Selbstverstaendlichkeit.

Donald
Leser
Donald

Was sind Digitale Nomaden?

DNs und Internetunternehmer werden immer in einen Topf geschmissen, aber ich glaube worüber sich der Autor aufregt sind die Art von Menschen, die sich mit irgendwelchen Internethacks den Lebensunterhalt zusammenkratzen (Amazon Affiliate Spamseiten, den x-ten Me-Too-Blog, etc.) Das ist in der Tat verwerflich, da es einfach nicht nachhaltig ist und keinen wirklichen Wert für die Gesellschaft stiftet.

“Postkolonialismus 2.0, welcher überwiegend Menschen aus der ersten Welt vorbehalten ist. Beziehungsweise ist diese Menschengruppe privilegiert überhaupt erst die Option eines digitalen Nomadentums zu versuchen” – Gruber Unfug, in Afrika haben mehr Menschen Zugang zum Mobilfunknetz als zu frischem Wasser. Es gibt in Nigeria eine rege Betrugsindustrie die mit Hilfe von Laptops und Internet halb Europa zuspammt.

Darüberhinaus kann ich die Ausbeutungsleier auch nicht mehr Hören, zumal in Deutschland 70% des BIPs mit Dienstleistungen erwirtschaftet werden. Zum anderen darf man nicht vergessen, dass es in Europa vor einigen Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten genau so ausgesehen hat (Auch hier hab es Kinderarbeit, 14h Tage und kaum Geld). Ohne (Selbst-) Ausbeutung kann man nun nicht viel erreichen. Man hat auch keine Zeit jeden Subunternehmer auf Herz und Nieren zu prüfen…

Angela Küster
Leser

Hallo, ist ja schön, dass die Diskussion in Gang gekommen ist. Vielleicht kann sich ja auch ein Projekt daraus ergeben oder eine Gruppe von DNs, die sich engagieren, so wie Sebastian mit der Vanilla Campagne, oder wie der Welcome World Kongress, die spenden 50% an lokale Projekte in Thailand. Ich finde, dass wir priviligiert sind, wenn wir so leben können und dafür auch etwas zurück geben sollten, wenn wir andere Länder bereisen. Das Angenehme lässt sich durchaus mit nützlichen verbinden, mit etwas Kreativität ist alles möglich.

Herzlichen Gruss, Angela

Sebastian Kühn
Admin

Hallo Angela,
Sebastian Berlein denken und ich denken auch, dass die Diskussion weitergeführt werden sollte. In welchem Format das am besten geschieht, darüber sprechen wir derzeit.

Elisa
Leser
Ich bin ganz neu in der Blogging-Szene und habe das Wort “Digitaler Nomade” vor ein paar Monaten zum ersten Mal gehört. Nachdem ich selbst zweimal ausgewandert bin, viele längere Reisen in andere Länder unternommen habe und als selbstständige Übersetzerin von überall aus und zu von mir selbst bestimmten Zeiten arbeiten kann, stellte ich nur fest, dass mich das allein noch nicht glücklich machte. Mit bereitet es deshalb oft einen Knoten im Magen, wenn der Lebensstil oder die Arbeit als digitaler Nomade oder das Leben als Auswanderer so einseitig als Verkaufsargument dargestellt werden. Ich würde mir mehr Authentizität wünschen. Was macht der digitale Nomade, der nur 3 Stunden am Tag arbeitet denn mit dem Rest des Tages? Den Sinn unseres Lebens bestimmt doch nicht nur unsere Arbeit oder Produkte, die wir verkaufen? Ich weiß das Glück meiner Arbeitsbedingungen und Lebenssituation auf Mallorca erst zu schätzen, seitdem ich etwas mit mir als Mensch anzufangen weiß. Malen und (Blog) schreiben haben da einen großen Anteil daran. Ich denke, die digitalen Produkte und Online-Kurse für Selbstständigkeit verkaufen sich mindestens genauso gut, wenn dazu geschrieben wird, welche “Nebenwirkungen” sie haben, und sie nicht als “Wunderheilmittel” angepriesen werden. Dann kann jeder Kunde und der Markt wirklich… Mehr lesen »
olaf
Leser
olaf

Ich bin Drehbuchautor, bis zum “Durchbruch” (sprich Verauesserung oder nennenswerter writing gig) ist das nur Hobby. Aber mein jetztiger Broterwerb wird immer nur Nebensache fuer mich sein, da ist es schoen, wenigstens ein bisserl reisen zu koennen 🙂

Sebastian Kühn
Admin

Vielen Dank für die zahlreichen, zu großen Teilen sehr gut reflektierten Kommentare!

Gerade habe ich mit Sebastian geskyped. Wir beide finden es extrem wichtig, diese Wertediskussion weiter zu führen. Genau wie in vielen Kommentaren angesprochen wurde, verschieben sich anfänglich idealistisch geprägte Werte in Bewegungen (wozu ich digitale Nomaden zähle) leider viel zu oft in Richtung Kommerz. Das wäre extrem schade, denn es gibt viele tolle Menschen und sinnhafte Businesses in dieser Bewegung, die mit ihren Wertevorstellungen die Welt ein bisschen besser machen wollen.

Sebastian Berlein wird in den kommenden Tagen in einer Stellungnahme auf die vielen Kommentare reagieren. Dabei geht es ihm (und auch mir) nicht darum, Meinungen zu spalten, sondern für mehr Bewusstsein in unseren Köpfen zu sorgen.

Renate
Leser
Renate
Danke an Sebastian für den äußerst reflektierten Artikel zur Digitalen Nomadenszene. Dank auch an Sebastian K. das du ihn veröffentlicht hast. Hier ist mein persönlicher Blick auf die momentane Entwicklung in der Digitale Nomaden Szene.. Im Laufe der Entstehung der Digitalen Nomaden Szene und der ersten Konferenz im Mai 2014 in Berlin ergab sich im Anschluss für die “ersten” Nomaden eine gute Gelegenheit mit den nachfolgenden “neuen” Nomaden gutes Geld zu verdienen. Ob das alles so geplant war wer weiß das heute noch.. Daran ist ja auch erstmal nichts verwerfliches wenn man für ein Problem eine Lösung parat hält. Der Markt war eben da so wie es hier einer der Kommentatoren geschrieben hat. Doch es gehört eben auch dazu, offen und ehrlich zu kommunizieren das es selbst mit all den Online Kursen, eBooks, Konferenzen oder Workshops nicht für jeden klappen kann den gleichen coolen Lifestyle zu erreichen. Denn dazu gehört harte Arbeit, viel Schweiß und auch manchmal etwas Glück zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle zu sein. Doch zu dieser Ehrlichkeit kommt es meistens nicht denn dann müssten sich einige der “alten” Nomaden ja wieder neue Nachahmer suchen denen sie dann ihre Online Kurse, eBooks, Workshops oder Konferenz Tickets… Mehr lesen »
Sebastian Kühn
Admin

Vielen Dank für deinen Kommentar/Gastbeitrag. In vielen Sachen gebe ich dir recht. Von den anfänglichen Idealen ist einiges verloren gegangen. Es gibt immer mehr Wettbewerbsdenken, anstelle von “Sharing is Caring”. Konferenzen, Vlogs, Blogs und andere Produkte werden immer professioneller, wodurch sich auch die Preise erhöhen. Das ist wohl die Konsequenz von einer Bewegung, die erwachsen wird.

Aber verallgemeinern kann man das sicher nicht (was du sicher auch nicht wolltest). Ich beobachte, dass die “Schäufelverkäufer”, wozu ich natürlich auch gehöre, etwas abgedriftet sind. Ich glaube nicht, dass das bewusst passiert, sondern ein schleichender Prozess ist. Wichtig finde ich nun, dass wir uns alle auf die ursprünglichen Werte besinnen, die diese Bewegung so einzigartig machen. Dazu gehören für mich Transparenz, Hilfsbereitschaft, Nachhaltigkeit und die Absicht, sich mehr durch den Gedanken an Unabhängigkeit als an finanziellen Erträgen zu orientieren.

Kilian
Leser

Sebastian danke, dass du diese Tatsache aufgezeigt hast.

Mich interessiert jetzt sehr stark dein Lösungsansatz dafür? Hast du einen?

Glaubst du, dass es sich ändert wenn sich jeder “digitale Nomade” Fragen stellt wie:

Was für ein Mensch bin ich, wenn mir bewusst ist, dass ich niemandem etwas beweisen muss?
Würde ich das gleiche tun, wenn Geld keine Rolle spielt?
Was will ich mit meinem Tun erreichen?

kilian

Kello Sky
Leser

Hallo Sebastian, ein interessanter Beitrag. Selten gelingt es einer neuen Bewegung (so will ich die Digital Nomaden mal bezeichnen) sich selber kritisch zu hinterfragen.
Das es immer verschiedene Extreme gibt, liegt einfach an der Natur des Menschen… schneller, besser, mehr! Was mir in dem Artikel zu kurz kommt, ist der letzte Teil. Mittelerweile gibt es viele Digital Nomaden und ganze Familien, die dem Hamsterrad von 9 to 5 entfliehen. Viele wollen Ihre Kinder nichtmehr in staatliche “Aufbewahrungsstellen” bringen um dann Lebenszeit gegen Geld zu tauschen. Ortsunabhänig Leben und Geld verdienen ist daher Ihr Ziel. Nicht um reich zu werden oder Anerkennung zu bekommen, sondern um mit Ihrer Familie die Lebenszeit gemeinsam zu erleben. Das Business der Digital Nomaden, ist dabei ein sinnvolles Instument. Ich finde es gut das Du die Themen ansprichst die beachtenswert sind, insgesamt ist mir der Artikel aber zu negativ. Auch wenn die helfenden Hände mit dem Billigflieger auf die Inseln fliegen, zumindest helfen Sie die Strände zu reinigen, helfen hier und da in Projekten oder unterstützen ganz unkompliziert vor Ort. Das alles ist von allinclusive Urlaubern kaum zu erwarten.

Alexandra
Leser
Alexandra

Ich bin FBA-lerin;). Finde meine Produkte in der Frage Mehrwert völlig in Ordnung. Es gibt solche oder ähnliche nirgendwo in Europa. Ok, nur davon könnte ich nicht leben. Da wir mit meinem Mann zusammen ortsunabhängig arbeiten, bringt mein FBA auch was dazu, ca.300-600 Euro im Monat. Und das ist mit 2 Produkte und fast gar keine Arbeit. Ich kann die Zeit dann nutzen, um mit meinem Kind etwas zu unternehmen.
Wir müssen auch nicht irgendwohin ständig fliegen. Es ist auch in Deutschland schön und wir machen oft Fahrradtouren in der Nähe von zuhause. Arbeiten im Feld oder Wald statt Strand geht auch:) Es geht uns eher um selbstbestimmt arbeiten. Reisen ist schön und das machen wir auch, aber wir müssen nicht ständig irgendwohin.
Ich merke aber natürlich viel zu viel DN “Gurus “, Coaching “Experten” und und und. Auch FBA-ler denken oft nicht an Mehrwert, sondern kleben eigenes Logo an schon tausendfach-gebende Produkte…
Ich denke, dass diese Entwicklung ist so, weil das alles noch ziemlich neu ist und viele probieren das aus. Aber bald bleiben nur die, die wirklich Mehrwert bringen.

Eva
Leser

Danke für diesen tollen Artikel, du sprichst mir aus der Seele. Ich habe vor fast 2 Jahren meine 2 cent dazu geschrieben, da gibt es einige Überschneidungen. Es scheint, die Szene hat sich seither noch mehr in Richtung “höher-schneller-weiter” entwickelt und die Anzahl der selbst-ernannten Gurus hat sich vervielfacht…
Möge JedeR ihren/seinen Weg finden, vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit bis ein umfangreicher Reflexionsprozess einsetzt. Hier mein Senf:
http://deepertravel.de/digitale-nomaden-global-citizens/
Alles Gute und nochmals DANKE an beide Sebastians

Roman Firnkranz
Leser

Es ist wie immer und überall. Alles hat seine Schattenseiten. Wir blicken aber meistens immer nur auf die Sonnenseite bzw. bekommen das Schöne dargestellt. Mark Manson hat das in seinem neuen Buch “The Subtle Art Of Not Giving A Fuck” schön dargestellt.

Uns wird immer der Traum verkauft. Eine Illusion, die es in der Wirklichkeit nicht gibt. Der Traum vom perfekten Partner. Der Traum vom perfekten Körper. Der Traum vom Business, das von komplett automatisiert läuft und passiv Geld generiert. Der Traum vom Leben ohne Probleme. Der Traum von Sonne und Strand das ganze Jahr. Jeder kann es schaffen. Jeder kann ein Superstar in seinem Gebiet werde.

Das hat mich auch dem digitalen Nomadentum gestört. Wenn man andauernd nur reist, geht es einem irgendwann auf die Nerven. Dann sehnt man sich nach Stabilität. Ein langfristig erfolgreiches Online-Business auf die Beine zu stellen, ist schon als Experte mit jahrelanger Berufserfahrung schwierig. Als Blogger ohne Online-Marketing-Skills und ohne Expertenstatus schaffen es nur die Allerwenigsten.

Wenn ich vor 5 Jahren gewusst hätte, worauf ich mich einlasse, dann hätte ich es mir vielleicht doch anders überlegt 😉

Marco
Leser
Marco
Also tut mir leid ich sehe die Digitale Nomaden Szene selber sehr kritisch (die meisten sind wannabes oder abgebrannte Blogger die einen auf Unternehmer machen)… aber dieses Geheule von wegen Postkolonialismus und “buhu wir verschmutzen die Umwelt mit Flügen” kann ich einfach nicht mehr hören. Der größte Umweltverschmutzer ist immer noch CHINA. Selbst wenn wir alle nur noch mit dem Pferdekarren reisen, werden die trotzdem weiter den Planeten verschmutzen. Und von wegen Postkolonialismus Gehts noch? Seit wann ist es was schlechtes Geld in Schwellenländer zu bringen und dort Jobs zu schaffen? Soll ich einem Thai jetzt den 8-fachen Lohn zahlen, nur damit es “fair” ist? Und dabei spricht der dann kaum englisch und ist auch von der Arbeitshaltung nicht mit nem Europäer zu vergleichen. Mal ganz davon abgesehen dass viele ehemaligen Kolonien viel besser dran waren, bevor sie wieder unabhängig wurden. Schaut einfach mal nach Zimbabwe. Der einstige “Brotkorb Afrikas” und nachdem Mugabe die Weissen Farmer verjagt hat, ist dort alles am Arsch. Der bettelt inzwischen dass sie wieder zurück kommen sollen und alles wieder aufbauen sollen. Im Kongo, Mozambique und Südafrika siehts nicht viel besser aus. Und Hong Kong (ex Kolonie der Briten) ist heute immer noch wirtschaftlich ganz… Mehr lesen »
Sebastian Kühn
Admin

Da kam einiges zum Vorschein bei deinem Rant 😉

Klar haben wir als Einzelunternehmer nicht den Einfluß den große Konzerne oder Regierungen haben aber das heißt für mich nicht, dass wir nicht mitdiskutieren können oder uns der Verantwortung entziehen sollten.

“Sei selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen willst.” vs. die Schuld bei anderen suchen …

Michael
Leser
Michael

In Deutschland verbraucht jeder im Jahr durchschnittlich 11 Tonnen Kohlenstoffdioxid. Um zukunftsfähig zu leben, dürfte jeder von uns nur 2,7 Tonnen zur Verfügung haben.

In anderen Worten: digitale Nomaden sind tatsächlich eher digitale Heuschrecken.

Christina
Leser
Christina

Netter Beitrag, nette Gedanken, ich hätte mir aber ein bisschen mehr Untermauerung mit Tatsachen und realen Fakten gewünscht

Sebastian
Leser
Sebastian
Aus meiner Sicht sprichst Du wichtige Punkte an, allerdings gelten viele dieser Punkte nicht speziell für digitale Nomaden. Nachfolgende einfach ein paar Gedanken dazu… 1. Es gibt sicher nicht wenige digitale Nomaden, die einfach nach einem Weg suchen, um ihren Lifestyle zu finanzieren. Am besten ist es, diesen Lifestyle zu pflegen und andere (durch Videos etc) daran teilhaben lassen. Immer gut gelaunt, geiler Typ – will ich auch. Und damit erst “verdient” man die Kohle für den Lifestyle. Geiles Konzept irgendwie, doch die Zeiten dieser Selbstdarsteller sind gezählt. Da stimme ich Dir zu. 2. Die selbständigen Online-Unternehmer, die ich so kenne, arbeiten durchschnittlich bei weitem mehr als ein Angestellter (und verdienen oft weniger). Arbeitszeitmäßig ist das nicht immer so geil. 3. Ja, es wird viel geheuchelt. Das gilt aber nicht nur für digitale Nomaden, nicht einmal in besonderem Maße. Die meisten wollen doch gute Qualität zu niedrigem Preis. Die Wenigsten zahlen freiwillig mehr oder verzichten aus Umweltschutzgründen auf einen Flug. Und wie die meisten Menschen wollen auch digitale Nomaden möglichst keine Steuern zahlen und benehmen sich damit genauso asozial wie andere Unternehmer (aber eben nicht mehr). Da nehme ich mich nicht aus. Ich beobachte generell einen immer größeren Hang zur… Mehr lesen »
Sebastian Kühn
Admin

Vielen Dank für den Input. Besonders den Punkt mit der egoistischen Verhaltensweise finde ich sehr wichtig. Ich merke selbst, wie schwer es mir fällt, eine gute Balance zwischen “ich mache mein Ding” und “ich möchte mehr Verantwortung übernehmen, als nur für mich selbst”. Wenn es zu Themen wie Klimawandel, Outsourcing oder generell Unternehmertum kommt, ist das oft eine Gradwanderung.

der Muger
Leser

Ich arbeite jetzt seit gut 20 Jahren als „digitaler Bauplanungs-Nomade“. Und ich habe bis heute nicht verstanden, was daran so besonders sein soll? Allein die Tatsache, dass ich keinen festen Arbeitsplatz habe, sondern meinen Computer einfach irgendwo hinstelle, kann‘s ja nicht ausmachen. Auch nicht, dass meine Kunden irgendwo auf der Welt zuhause sind.
Manchmal dünkt mich, digitale Nomaden machen unnötig viel Aufhebens um ihre uralte Erwerbsform. Im 19. Jahrhundert hätte man sie Tagelöhner oder Heimarbeiter genannt – oder Wanderhuren. „Digitaler Nomade“ tönt da natürlich erheblich besser – ist aber im Grunde das selbe.

Sebastian Kühn
Admin

Ja, der Begriff Wanderhuren hätte es in den Medien sicher nicht so weit gebracht. Die Unabhängigkeit von Ort und Zeit ist die eine Sache, die sicher nicht komplett neu ist. Was neu ist, sind die niedrigen Einstiegsbarrieren für Unternehmertum, die mit dem Internet kamen. Ich brauche kein Kapital, keinen polierten Lebenslauf und kein Betriebsausstattung, um Geschäftsideen umzusetzen. Genau das macht es für mich aus.

Florian B.
Leser

Du hast es auf den Punkt gebracht – toller Artikel.
Was immer noch die wichtigste Grundvoraussetzung für einen “digitalen Nomaden” ist: Unternehmer.
Wer kein Unternehmer ist, kann und wird niemals dauerhaften Erfolg mit seinem Online Business haben, da die Arbeitsqualität und Quantität dann spätestens am brasilianischen Strand oder sonst wo nachlässt und somit die Einnahmen, neue Aufträge & Co. in die falsche Richtung entwickeln.

Thor
Leser

Super Artikel! Gut und wichtig, dass dieses Thema angesprochen wird. Ein Denkanstoß für uns alle!
LG Thor

Felix
Leser

Großartig! Ich bin 100% bei dir. Vielen Dank für deine Meinung. Glücklicher Weise kann man mit “echt” durchdachten Konzepten und Ideen dennoch aus diesem riesig aufgeblasenen Luftballon hervorstechen. Wir müssen nicht alle die Welt verbessern wollen, aber es fehlt so irrsinnig viel an Tiefe und Ernsthaftigkeit in dieser Szene. Danke!

Andy
Leser
Andy

Sebastian, Danke für deinen Beitrag – du sprichst mir aus dem Herzen!

Robert
Leser

Das Problem an der Sache ist, dass man als Weltverbesserer immer schlechter dasteht, als einer, der das gleiche macht aber keinen sozialen Anspruch hat.

Diesen Wettbewerbsnachteil muss man erst einmal schaffen auszugleichen. Das wäre in etwa so, wie wenn man beim Pokern 10% mehr Gebühren zahlen muss als seine Gegner.

Ich bin ein absolut minimalistischer Mensch und könnte nur mit PC, Miete und ein Feierabendbier auskommen. Aber auch die wollen erst einmal verdient werden.

Oli
Leser

Deine Vorwürfe sind sicherlich gerechtfertigt. Aber ich frage mich, ob du den Digitalen Nomaden nicht etwas abverlangst, das man eigentlich von arbeiten Menschen nicht erwarten kann. Wie viele Bürojobs ergeben schon Sinn und bringen die Welt voran? Ich hatte bisher noch bei keiner Arbeit das Gefühl, dass sie der Welt etwas bringt oder auch nur, dass sie mich persönlich viel weiterbringt. Insofern finde ich, dass man das auch nicht unbedingt von Nischenseitenersteller, Videotutorialverkäufer und Nomadenblogger erwarten muss. Aber ja: Es wäre schön, wenn die Verkäufer eines Lifestyles das etwas ehrlichen kommunizieren würden. Hier ein grosses Lob an Wirelesslife, wo auch die Schattenseiten ihren Platz finden.

Sebastian Kühn
Admin

Hi Oli,
vielen Dank für deine Meinung. Ich denke, dass wir, die mit so viel mehr Freiheiten ausgestattet sind und gerne voller Selbstbestimmung leben möchten, eine andere Verantwortung und auch ganz andere Möglichkeiten haben, als viele Menschen in der Festanstellung. Wie würde Spiderman sagen: “with great power comes great responsibility” 😉

Minh
Leser
Minh

Danke fürs Teilen. Ich finde es super, dass heutzutage jeder die Möglichkeit hat etwas zu verkaufen, aber diese Amazon FBA Flut finde ich auch grauenhaft. Vor allem, weil man mit diesem billigen White-Label-Plastikschrott niemandem hilft. Auch nicht dem so heiligen Kunden. Und dann zeigt man wieder auf die anderen bösen Menschen. Mal in den Spiegel geschaut?

Pezer
Leser
Pezer

Geiler Beitrag endlich einer mal der die Wahrheit sagt aber du hättest noch Nischen Seiten und digitale Produkte erwähnen können Kinder ala Fritz Recknagel und communitys fluten das Internet mit überflüssigen Test Nischen Seiten um schnell Geld zu verdienen um bloß aus dem hamsterad zu kommen und noch mehr kleine Fritz recknagels laufen wieder rum und bauen Video Kurse wie man Unternehmer wird wie man sich ein Business aufbaut

Ich hoffe die Blase wird bald platzen …
Das hat nichts mit entrepreneur sein zu tun …

Mich regt das auch auch auf überall will jeder einem zeigen wie man Geld verdient es reicht doch endlich mal …

Jutta Hauptsacheherzbewegt
Leser
Ich denke, es handelt sich um 2 verschiedene Dinge bzw. Parteien. Die eine, zu der ich auch gehöre, ist auf dem “Tu was du liebst” Trip. Viele, oder sogar die meisten dieser Fraktion wollen weg nicht nur aus den Jobzwängen in D, sondern überhaupt weg aus den Fesseln der bürgerlichen Gesellschaft. Dazu gehören wohl alle Freelearner. Mit Sack und Pack in Malaysia oder wo auch immer, stellen sie fest, dass es nicht so einfach ist, wie gedacht, mit dem Tu-was-du-liebst-Business-Geld zu verdienen. Viele campieren dann dort als Low-Budget Nomaden, machen aus der Not eine Tugend und versuchen, irgendwie zu überleben. Mir wurde berichtet, da sind viele, die können nirgendwo anders Leben mit so wenig Geld; und fein Heimflug nach D ist schon mal gar nicht drin. -Ich selbst liebe es, zu reisen, vor allem in Asien, kann mir auch vorstellen, mal ein halbes Jahr auf zB. Bali zu verbringen – aber sicher nicht als DN! ich geh doch nicht zum Arbeiten an den Strand! Oder in ein Cafe in Hanoi! Ich arbeite am effektivsten zu Hause. Wenn ich genug gespart habe, dann reise ich und tue dort – nichts! – Die andere Partei sind die, denen es nicht um Weltverbesserung… Mehr lesen »
Dirk Wiethüchter
Leser

Vor Jahren habe ich mal von einem schweizer Kunden eine Visitenkarte bekommen mit dem Berufstitel “Privatier”. Das fand ich so Klasse, das ich diese Bezeichnung mittlerweile ebenfalls nutze. Meine Frau findet es schrecklich aber ich finde es toll 😉
Na ja, auch ich muss immer noch ab und zu arbeiten, aber wesentlich ruhiger und mit weniger Aufwand als noch zu meinen Unternehmer Zeiten in Deutschland. In China läuft alles wesentlich entspannter ab und ich geniesse es das nicht spätestens alle 5 Minuten mein Telefon oder Handy klingelt. Ich lese sehr viel Fachliteratur aber eines hat mich im Grunde genommen am meisten beeindruckt. “Der Downsizer” von Thomas Fritz. Thomas Fritz war jahrelang der Geschäftführer von Dethleffs Caravans und hat irgendwann entschieden seinen Job zu kündigen und einen (oder auch mehrere) Gänge zurückzuschalten. Genau das habe ich ebenfalls seit der Geburt meines Sohnes 2011 gemacht und möchte nicht mehr anders leben und arbeiten.

Charles
Leser

Mit Deiner Einstellung verpasst Du es, ein anderes Land richtig kennenzulernen. Ich bin sehr froh, dass ich nicht mehr in Europa wohne. Es hat mir meinen Horizont geöffnet. Ich bin finanziell noch nicht über dem Berg, aber ich arbeite daran. Zurück nach Europa will ich nur noch, wenn ich mir einen Doppelwohnsitz leisten könnte. Ums Geld ging es mir nie, es ging mir um Freiheit.
Wie das andere nun betiteln, ob digitaler Nomade, Aussteiger, Freelearner (was auch immer das sein mag), ist mir wurscht.
Aber sowas merkt man nur, wenn man sich selbst mal mehr als drei Monate aus der gewohnten Umgebung rausnimmt, die sogenannte Komfortzone verlässt. Dann kommen die mächtigen SInn-Fragen, die man sich selber stellt.

Sebastian Kühn
Admin

Eine Leidenschaft-Geld-Sinnsucher-Kombination wäre doch äußerst erstrebenswert 😉

Patrick
Leser
Vielen Dank für diesen erhellenden Artikel! Ich sehe es ähnlich. Die ersten paar Online-Kongresse zu speziellen Themen aus der “Digitalen Nomanden Szene” waren inhaltlich ganz spannend. Mittlerweile werden endlos Kongresse erschaffen, zu Themen bei denen ich mich laut frage: “Wen interessiert das denn?” Noch schlimmer finde ich den Newsletter-Spam einiger Zeitgenossen, z. B. von solchem Schmierlappen wie dem Herrn Lamm Bert (Name aus rechtlichen Gründen verfälscht ;-)) auf Hawaii, falls er jemandem ein Begriff ist. Langweiliges Businessgeschwurbel, amateurhafte PDFs mit Allerweltstipps, die einem viel Geld und wenig Arbeit versprechen und uns letztendlich nicht weiterbringen. Tausende Eure teure Onlineakademien, -kurse, -universitäten, die den freiheitsliebenden Menschen das Blaue vom Himmel versprechen, inhaltlich aber nicht mal ein fünfzigseitiges Buch füllen würden, finde ich ebenso zweifelhaft. Dagegen gibt es aber auch unzählige Blogger, die ganz hervorragende Arbeit leisten mit ihren oftmals konstenfreien, aber äußerst wertvollen Informationen. Sebastian Kühn gehört dazu genauso wie Sven Lennartz oder Christoph von Staatenlos.ch. Nur zu den kritisierten Flügen im Artikel: Man könnte auf die Idee kommen, auszurechnen, wie hoch der Rohstoffverbrauch und damit die Heizkosten für eine Wohnung im kalten Winter in Mittel- und Nordeuropa im Vergleich zu den Treibstoffkosten eines Hin- und Rückflugs in ein “warmes” Land wären,… Mehr lesen »
Sebastian Kühn
Admin

Hi Patrick,
danke für deine 2 Cent und dein Lob. Genau aufgrund von Personen, wie dem von dir angesprochenen Herrn, denke ich auch, dass eine ausreichend hohe Nachfrage noch lange kein Angebot rechtfertigt.
Aus meiner Perspektive merke ich selbst, dass es manchmal eine Gradwanderung ist. Ich möchte mich finanziell absichern und gleichzeitig echten Mehrwert schaffen. Ich weiß, dass ich durch jahrelange Arbeit ein großes Vertrauen von vielen Menschen genieße, was schnell zu Geld zu machen wäre. Jetzt muss ich mit dieser selbst auferlegten Verantwortung und dem Anspruch, einen Mehrwert zu schaffen, richtig umgehen. Und das ist weder für mich noch für andere Unternehmer nicht immer leicht.
Letztendlich sollten wir uns bei all unserem Handeln immer fragen, welche Auswirkungen diese auf andere Menschen und unsere Umwelt hat. Und dabei ganzheitlich denken. Deshalb ist Fliegen noch lange nicht schlecht, wenn wir auf sozialer und ökonomischer Ebene einen Ausgleich schaffen.

Patrick
Leser

Danke für Deine Antwort, Sebastian! Vollkommen richtig. 🙂
Manchmal macht nur der Preis und das Format den Unterschied zwischen Mehrwert und Abzocke. Dieselbe Idee kann z.B. als Buch sehr informativ und vergleichsweise preiswert viele erreichen.
In Onlineseminaren, Videokursen usw. (Tutorials und Anleitungen nehme ich von meiner Kritik aus) wird hingegen oft viel geredet aber wenig gesagt. Ich denke da z.B. an den “Coachingbereich”: Dort werden teilweise Pakete für hunderte Euro angeboten, deren Inhalt Platz in einem nicht einmal 50-seitigen Buch fänden. Manche schauen eben gern lieber Videos an anstatt zu lesen – kann ich absolut nachvollziehen. Aber ist es das wert? 😉
Wie dem auch sei: Der Gastartikel hier ist spannend und zieht viel Aufmerksamkeit auf sich, wie man an den Kommentaren sehen kann. Ich werde in unserer nächsten “World Wide Web Week”-Ausgabe morgen darauf verlinken. 🙂

Liebe Grüße
Patrick

Jürgen
Leser

Sehr sehr Cooler Beitrag.
Weiter So ; )

Love and Peace aus B.
Jürgen

Daniel
Leser
Daniel

Ich habe die Tage erst noch einen Artikel zum Thema Kreuzfahrten auf Welt.de gesehen (https://www.welt.de/dieweltbewegen/sonderveroeffentlichungen/article118988228/Das-schmutzigste-Gewerbe-der-Welt-bleibt-auf-Kurs.html) , Zitat “…ein einziger Ozeanriese auf einer Kreuzfahrt so viele Schadstoffe ausstoße wie fünf Millionen Pkw auf gleicher Strecke…” und mußte an die ganzen “Nomad Cruises” denken.
Da prallen irgendwie zwei Welten aufeinander

Ann
Leser
Ann

There is no way that people who live a life of permanent vacation, self-indulgence and with no responsibilities can be morally good people. They just do what serves them while creating the illusion to “help” other equally privileged people to live an equally unsustainable, privileged life. Go do something meaningful that makes the world a better place and become aware of your privilege.

Sandra
Leser

Das Ganze ist leider so wie geschildert, leider sind viele nicht fähig anders zu agieren.
Das macht es entsprechend schwer, etwas aufzubauen.
Selbstständig zu arbeiten und selbstständig zu sein ist nicht das Gleiche, wir müssen als Unternehmer denken, um auszubrechen.

Nicolas
Leser
Nicolas

Schon oft hat die Suche nach Freiheit in das nächste Hamsterrad geführt. Diese Kritik ist nicht neu, ich erinnere mich an 68er die größtenteils in gut bezahlten Jobs hocken, oder Punks – die Spießer von Morgen, usw.

Doch ich wünsche allen Freiheitssuchern, dass ihnen irgendwann das Herz aufgehen wird, sie sich in die Schönheit der Welt verlieben und sich für die wahre Freiheit engagieren.

Überall auf der Welt gibt es endlose Möglichkeiten, die Welt zu einem Besseren Ort zu machen. Ausgerüstet mit einem Laptop kann man jedes Dorf unterstützen seine handwerklichen Produkte in der Welt bekannt zu machen und somit für Bildung und Wohlstand sorgen.

Sebastian Kühn
Admin

Genau das sollte der Anspruch sein. Und diese Menschen gibt es, diejenigen, die wirklich aus Idealismus heraus handeln, anstelle durch Geld, Anerkennung oder Luftblasen getrieben sind.
Wie bei allen Bewegungen in der Vergangenheit gilt es wohl, die Kommerzialisierung eines Lebensmodells zu verhindern und nach sinnvollen Werten zu streben.

Romú
Leser
Romú
Wahre Worte. Tief in meinem Innern war mir immer klar, dass es noch mehr Menschen gibt, die diese Entwicklung mit einer gewissen Skepsis betrachten und zum Teil auch durchschauen. Ich freue mich, dass Sebastian das so gut auf den Punkt gebracht hat. So manch einer bezeichnet digitales Nomadentum als seinen Lebensstil … ich fühle mich eher eingeengt damit. Bisher war ich oft vom Business-Konzept (auch wenn es meist anders genannt wurde) beeindruckt; je mehr ich dann aber über die Menschen dahinter erfahren habe, desto eher war ich enttäuscht. Es wird alles “dargestellt”; alle machen Yoga, ernähren sich vegan, haben ihre Home-Base in Berlin, sind dreimal jährlich in Bali, Mexico und Tarifa bla, bla, bla… Und alle wollen mir Tipps geben, wie ich mieinen Arbeitsalltag getalten soll. Es füht sich für mich irgendwie so an, als hätte ein guter Freund von mir kürzlich aufgehört zu rauchen und berichtet mir nun mit jedem seiner Atemzüge, dass er es endlich erkannt hat, alles so einfach und logisch sei und man es nur so machen solle wie er. In wenigen Worten: Künstlicher Enthusiasmus; genauso propagiert, wie alles andere in der ach so kritisieten Gesellschaft. Vielfliegen zu billigen Preisen und Amazon-Abhängigkeit … Adieu Idealismus! Danke… Mehr lesen »
Mandy
Leser

Ein sehr spannender Artikel, der viele meiner Gedanken über das “digitale Nomadentum” aufgreift und bestätigt.
Sicherlich gilt diese Kritik nicht allen Menschen, dennoch ist meine Wahrnehmung ähnlich wie die von Sebastian. Mir persönlich fehlt es bei den ganzen Projekten und Konferenzen an Tiefgang, an Sinnhaftigkeit und vor allem an Mehrwert und Nachhaltigkeit.
Mich würden jetzt mal Gegenbeispiele interessieren – wen würdet ihr denn als “positives” Beispiel aus der ganzen Masse an digitalen Nomaden hervorheben? Vielleicht wäre ein Teil 2 des Beitrags interessant mit der Message, wie es besser gehen würde?

Sebastian Kühn
Admin

Hi Mandy,
genau wie du gesagt hast, geht es nicht um Pauschalisierungen. Aus meiner Sicht gibt es auch wenig gute und schlechte Beispiele. Viele Geschäftsmodelle haben einige eher gute und andere eher weniger gute Ansätze. Ich halte es für sinnvoll, eine öffentliche (aber auch für sich im privaten) Wertediskussion zu führen. Wenn ich mich an für mich sinnvollen Werten ausrichten kann, dann treffe ich auch bessere Entscheidungen, die vielleicht aus einem Business mit einigen guten Ansätzen ein Vorzeigebeispiel machen können 😉

Dirk Wiethüchter
Leser

Ach ja, ganz schrecklich finde ich persönlich tägliche Youtube Vlogs am besten noch mit veganen Ernährungstipps und vegane meditations Vlogger. Ich nenne keine Namen, aber wer sich bei den deutschen digtialen Nomaden ein bisschen auskennt, weiss ja wer gemeint ist.

Patrick
Leser

Hey Dirk, wir haben gestern auf Youtube mal geschaut, was es da für Menschen gibt, die hunderttausende Abonnenten haben und Millionen Klicks. Da präsentieren manche ihr komplettes und zudem todlangweiliges, absolut konventionelles Familienleben, das geprägt ist von Lifestyle, Konsum, Mode und so viel Schminke, dass man sich fragt, ob es sich um die gleiche Person handelt, wenn man ein anderes Video auf dem gleichen Kanal anschaut. Die Videos und Kanäle haben keine Message, keine Seele, keinen künstlerischen Anspruch. Sie zeigen ihre Kinder in der Öffentlichkeit und behandeln sie als wäre sie keine “richtigen Menschen”, sondern Puppen, denen keine Rechte zustehen. Andere Frauen verkaufen sich und füttern die perverse Phantasie von Millionen, die vor ihren Bildschirmen onanieren. Wenn meine Tochter sich so im Netz präsentieren würde, wäre ich als Papa äußerst traurig.

Vegane Ernährungstipps oder geführte Meditationen sind mir da tausendmal lieber.

Alles Liebe
Patrick

Sebastian Kühn
Admin

Hi Patrick, hi Dirk,
für mich ersetzen die YouTube Vlogs immer mehr das Unterhaltungsprogramm im TV. Der große Vorteil ist, dass zumindest eine Kanäle sehr authentisch sind und nicht nur geldgebtrieben. Das gibt neue Perspektiven. Und es gibt mir die Möglichkeit, meinen Idolen sehr nah zu kommen.
Selbst schaue ich sehr sehr selten auf YouTube rein, weil ich es auch zu viel finde. Egal wie spannend ein Leben ist, hat niemand, jeden Tag etwas interessantes zu erzählen. Dann enden wir wieder bei der passiven Beschallung, genau wie im TV. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Der Erfolg von vielen Vlogs spricht ja für sich.

Sebastian
Leser
Sebastian

Vermutlich eine gewisse Dame

Dirk Wiethüchter
Leser

Ja 😉 mit einer Vorliebe für Bali…

Katharina
Leser

Lieber Sebastian (Berleín),

vielen Dank für diesen Artikel. Ich bin (auch) eine Verfechterin der Arbeit mit Sinn und manchmal enttäuscht darüber, dass so viele Menschen teils sinnentleerte Produkte in die Welt bringen – nur des Geldes wegen. Mir fehlt da eine Botschaft, eine Vision – Herzblut.
Andererseits hat jeder seine Entwicklung. Und jemand, der etwas nur des Geldes wegen tun wird früher oder später genau dort stehen, wo er einmal war: in einem neu geschaffenen, digitalen Hamsterrad.
Ich wünsche dir alles Liebe.
Katharina

Chris
Leser
Chris

Ich Antworte jetzt mal KAtharina, aber die Sinn Suche ist hier überall Thema.

Katharina will Sinn – hinter “Sinn” steht ein Wertemodell.

Mein größter Wert ist “Freiheit” – den erreiche ich am besten mit viel Geld in unserer Gesellschaft – und das macht für mich Sinn.

Also ich behaupte man kann sehr wohl “Sinn” im Geld finden – das muss nicht Freiheit sein – das kann beim Familienvater auch “Sicherheit” sein die in dem Streben nach Geld endet.

Dirk Wiethüchter
Leser

Toller Beitrag, dem ich von vollem Herzen zustimmen kann.
Ich habe ja selber mehrere Blogs, diese sind aber erst später dazugekommen. Unternehmer bin ich schon seit Mitte der 90er Jahre und bloggen kam vor etwa 2 Jahren dazu. Es ist für mich ein liebgewordenes Hobby und ich kann ganz entspannt und ohne finanzielle Gedanken bloggen. Wer braucht allen ernstes den 100. Reiseblogger…von denen die meisten eh von Thailand berichten. Vor 2 Jahren habe ich mich in der Reiseblogger Scene umgeschaut und auch immer mal wieder Blogbeiträge kommentiert. Viele dieser Blogs existieren heute gar nicht mehr. Die wenigstens gab es länger als ein halbes Jahr.
Klar ist es schwer mit Bloggen und Amazon FBA auf einen grünen Zweig zu kommen. Es steckt wie bei jeder unternehmerischen Tätigkeit eine Menge Schweiss und womöglich Tränen dazu und das es mit der 4 Stunden Arbeitswoche a la Ferriss zumindest am Anfang nicht getan ist, hat den angehenden digitalen Nomaden vielleicht auch keiner gesagt solange sie Geld hatten Kurse und eBooks zu kaufen.
Wie bei jeder Unternehmensgründung sollte man nicht zu blauäugig an die Sache herangehen. Aber das sollte man spätestens seit der Serie “Good bye Germany” wissen.

Chris
Leser
Chris

Der Markt regelt dass doch – die Reiseblogger die wegen dem Geld bloggen werden aufhören wenn es keinen Markt gibt und damit keinen Geldstrom – so wie der 5te Klemptner im gleichen Kaff Pleite geht der sich gegen die anderen 4 nicht durchsetzen kann – etc ….

Ruppert
Leser

Eine ernüchternde Sichtweise über digitale Nomaden Szene. Ein wenig Kritik kann zum Umdenken und zum Reifeprozess führen.
Vielen Dank für diesen Artikel!

Angela Küster
Leser

Ja, sehr traurig, dass aus dem Drang nach Freiheit ein neues Hamsterrad enstanden ist, auch wenn das nun irgendwo an einen Strand einige Flugstunden von Deutschland verlegt wurde. Die Gruppe der Digitalen Nomaden, die für Amazon arbeiten und mit ihren Apple-Laptops durch die Gegend zieht, hat leider wenig dazu zu sagen, was um sie herum passiert. Hauptsache dem Winter entkommen und sein Ding machen, verändern wird sich dadurch wohl kaum was. Deswegen gratuliere ich Dir zur Vanilla Campaign, werde ich mir demnächst mal bestellen, ich wünsch Dir viel Erfolg und das Andere mit ähnlichen Projekten ebenfalls versuchen, konkret was zu verändern anstatt Billigwaren zu verschippern.

Doro
Leser
Doro

Hallo Angela, ich schreibe mal Dir,da der Beitrag von Sebastian schon oft in meinem Sinne kommentiert wurde. Deine Worte bringen für mich genau den Kern auf den Punkt. Ich habe auch das Gefühl, dass sie (die DNs) nix von den Einheimischen oder von Land mirkriegen, zumidest schreiben sie nix drüber. In meinem Kopf ist das Bild entstanden, dass sie ( die DNs) von Ort zu Ort fliegen und nur an den bekannten Coworking Space anhalten, dort Müsli essen ein Shake trinken und mit anderen die es genauso machen darüber sprechen wie man die Reichweite des Blogs vergößern kann und welche Produkt ebei Amazon besonders gut laufen. Wenn sie schon länger dabei sind überlegen sie sich wohl coaching Tipps für uns Leser.
Das war jetzt schon pauschal von mir. Es gibt da schon noch ein bißchen mehr, deshalb lese ich ja diese DN-Blogs ab und an. Aber wenn ich immer die gleichen Macs sehe und immer über das Wort Amazon stolpere verliere ich doch immer öfter die Lust. Ich wünsche mir mehr Infos über Land & Leute.
Freiheit sehe ich wenig bei einem Lebensstil bestehend aus 10 Stunden Laptop-Gedaddel im Klon-Workspace.

Chris
Leser
Chris

was soll sich denn verändern?
Und was davon sollen diese Nomaden Verändern?

Ich will Freiheit – Freiheit ist für mich selbstbestimmung + Geld – wenn ich das am Laptop mit FBA erreiche ist das doch gut.
Wenn ich kein Geld verdiene gibt es keinen MArkt – und wenn ich Geld verdiene, dann ist da ein MArkt, und dann hat meine Arbeit wohl für wen Value …

Ihr tut ja alle so als ob Arbeiten des Geldes wegen was schlechtes wäre, und Geo Arbitrage zu verteufeln bei den Nomaden, dann aber vom Angestellten Gehalt die filipoinische Haushälterin holen ist auch daneben …

Das ist übrigens kein Angriff auf Angela – muss hier nur mal meine Meinung iwo rauslassen 😉

Christian
Leser

Ich stolpere beim Lesen immer wieder über die Abkürzung “FBA”. Was meint ihr damit?
Liebe Grüße!

Sebastian Kühn
Admin

Hi Chris,
ich bin dir wirklich dankbar dafür, dass du “deine Meinung rauslässt”. Sonst wäre die Diskussion auch etwas einseitig.
Zum Thema, wo ein Markt ist, kann auch Geld verdient werden, habe ich weiter unten schon etwas geschrieben. Generell denke ich, dass wir alle – egal ob angestellt oder selbständig – in der Verantwortung sind, die Auswirkungen unseres Handelns zu berücksichtigen. Beim Reisen, beim Outsourcen, beim Business, …
Als digitale Nomaden, die viel in der Welt unterwegs sind und selbständig handeln, haben wir eine große Chance dazu, zur Verständigung zwischen Kulturen beizutragen, die riesige Kluft zwischen Arm und Reich auf der Welt etwas kleiner zu machen oder auch die Überflutung von Märkten mit unnötigen, redundaten Produkten nicht weiter voranzutreiben. Das sollte meiner Meinung nach der Anspruch sein, egal wie groß oder klein der Beitrag dazu ist.

Shabhaye Talai
Leser
Shabhaye Talai

Ich möchte mich ausdrücklich für diesen Artikel bedanken. Ich habe seit längerem ein etwas zwiespältiges Gefühl gegenüber Menschen,die gerne die komplette Infrastruktur der Welt benutzen und selbst eigentlich keinen eigenen sinnvollen Beitrag leisten. Ich lebe im Orient und erlebe diese Haltung bei vielen Langzeitreisenden, die sich häufig Vorteile durch die unglaubliche Gastfreundschaft der Einheimischen erschleichen und sogar erwarten, dass sie überall eingeladen werden bzw irritiert und beleidigt sind, wenn sie ganz normal bezahlen müssen. Gleichzeitig erheben sie sich in ihrem Status über normale Touristen, indem auf diese eher herab geblickt wird. Obwohl diese wenigstens Arbeitsplätze in der Branche sichern und die Konjunktur fördern.
Vieleder digitalen Nomaden fühlen sich auch erhaben über dem System, welches sie ablehnen. Aber falls es schief geht mit dem Geld verdienen unterwegs, wird genau dieses System zum Sicherheitsnetz. Konsequent wäre es, sich statt nur der Vorteile zu bedienen auch den Nachteilen zu stellen und das Sozialsystem im Notfall nicht zu nutzen. Ist mir noch nicht begegnet. Die Leute regen sich über soziale Ungleichheit auf und produzieren sie zb durch Nutzung von Airbnb gleich mit. Nicht sehr reflektiert.

Marius Müller
Leser

Hallo Shabhaye Talai 🙂

Ich habe eine Frage zu dem folgenden Satz:”Die Leute regen sich über soziale Ungleichheit auf und produzieren sie zb durch Nutzung von Airbnb gleich mit. ”

Meinst du die Wohnungsknappheit oder in wie weit spielt Airbnb eine Rolle?

Shabhaye Talai
Leser
Shabhaye Talai

Die Wohnungsknappheit ist nur ein Aspekt. Auch zahlen die Vermieter keine Steuern, nutzen aber die komplette Infrastruktur,die vom Steuerzahler finanziert wird. Airbnb selbst zahlt ebenfalls nicht in den jeweiligen Ländern Steuern,sondern nur dort wo ihr Firmensitz ist. Zudem werden sehr viele sozialversicherungspflichtige Jobs im Hotelgewerbe gekillt.

Chris
Leser
Chris

Wir erleben das Ende der Vollbeschäftigung – ob die Putzen vom Roboter arbeitslos werden, oder dann in der AirBnB Bude putzen bis dort die Robos auch einziehen ist doch wurscht 😉

“Viele der digitalen Nomaden fühlen sich auch erhaben über dem System, welches sie ablehnen”
welches System wird denn von den DM abgelehnt?

Dirk
Leser
Ich habe aufgehört, mich als digitalen Nomaden zu bezeichnen (auch mir selbst gegenüber), als ich bemerkte, daß sich eine „Community“, bzw. Szene bildete. Plötzlich fingen Leute an Smartpassiveincome.com zu übersetzen und die Inhalte anzubieten. Leute hörten auf sie und schnell sahen alle Reiseblogs, die in einem Camp waren, gleich aus. Dann ging es plötzlich los, dass digitales Nomadentum ein Lebensstil, nein mehr noch: eine Erlösung von allem was die Welt schlecht macht. Damit werden natürlich Ansprüche erhoben, die nicht erfüllt werden können. Dann muss man anfangen zu Meditieren und nichts mehr zu essen, was einen Schatten wirft. Digitaler Nomade ist nicht mehr oder weniger Lebensstil wie Pendler, Angestellter, Selbständiger oder Beamter. Es ist eine Art zu Arbeiten, nicht eine Art zu leben. Man kann es als Möglichkeit nutzen, um einen bestimmten Lebensstil zu führen, aber es ist kein Lebenstil. Ich liebe diese Art zu leben. Ich arbeite maximal zwei Stunden am Tag, derzeit ein bißchen mehr aber dafür muß ich dann ab Ende Februar auch den Rest vom Jahr nicht mehr arbeiten. Und das werde ich auch nicht, denn Arbeiten ist nicht mein Lebensstil. Für mich bedeutet digitales Nomadentum, selbst-outsourcen. Ich lebe in billigen Ländern, damit ich wenig bis garnicht… Mehr lesen »
Sebastian Kühn
Admin

Hi Dirk,
vielen Dank für deine Meinung. Ich denke wie in allen anderen Gruppen, kann man auch die digitalen Nomaden nicht typisieren. Ernährung, Sexualität, Religion usw. gehören für mich nicht zur Definition. Entscheidend sind für mich die Werte, die übereinstimmend angestrebt werden.
In einem anderen Punkt gebe ich dir vollkommen recht. Auch wenn ich meine Arbeit zu großen Teilen gerne mache, finde ich den ständigen Drang nach immer Mehr (Produktivität, Einkommen, Anerkennung, …) auch bedenklich.

Moritz
Leser
Moritz

“ich bring Leuten tauchen bei und übersetze Webseiten.”

Dann lieferst du doch einen super Mehrwert, Dirk. Mehr zumindest als der 15 Online-Kurs: “7-Wege zum sofortigen Glück!” oder ähnliches.

Chris
Leser
Chris

Was hacken denn hier alle auf redundanten Produkten rum?

Ich bin kein DN, bin in der IT Branche – und egal welche Sparte man sich in den Branche Anschaut, es gibt haufenweise redundante Produkte die sich in kleinsten Bereichen unterscheiden … und alle werden gekauft, oder eingetellt.

Warum darf das beim Glücks-Kurs nicht auch so sein?
Es gibt wohl für Glücks Kurse einen MArkt, wenn der bedient wird und Geld einfährt, dann it ein Markt da – wie auch für die tauchkurse …

Sebastian Kühn
Admin

Aus betriebs- und volkswirtschaftlicher Sicht stimmt das – wo eine Nachfrage herrscht, gibt es in der freien Marktwirtschaft redundante Produkte, von denen sich die besten durchsetzen.
Aber aus der ethischen Sicht kann das sehr schnell nach hinten los gehen, denn es gibt auch Bedarf an Kinderpornos, Menschenhandel und illegal verkauften Organen. Das sind Extrembeispiele aber auch im Internet gibt es genügend Bauernfänger, die die Unwissenheit von Menschen ausnutzen.

Iago
Leser

Toller Artikel, danke!
Mucha suerte con la Vanilla Campaign. 🙂

Martin
Leser
Martin

Wow! Großen Respekt an den Autor; jemand der nicht nur einen Blick hinter die (hochglanzplolierte) Kulisse der “Nomads” hat, sondern auch auf eine direkte, kritische aber doch warmherzige Art darüber schreibt und ausspricht, was wohl inzwischen einigen irgendwie mehr und mehr auffällt: die Idee der Freiheit wurde dem Money geopfert. Toller Artikel, regt zum Nachdenken an. Danke.

Chris
Leser
Chris

Die Freiheit wurde dem Money geopfert?
Gibt es ohne Geld denn Freiheit?

In Ferris 4hour workweek (und das war bei weitem nicht das erste, aber das bekannteste buch) ging es von anfang an um eines – freiheit durch geld – es ging um maximal einfach geld zu verdienen um die träume zu verwirklichen.

k.a. warum hier alle das geld verteufeln – als ob es ohne ginge 😉

wpDiscuz