Mythos: Anwartschaft & Wiederaufnahme in die Krankenversicherung nach Auslandsaufenthalt

Mich hat dieses Thema mehr als nur einmal beschäftigt und lange konnte ich dazu keine verlässlichen Informationen finden. Jetzt habe ich zwei Bekannte, die für große Krankenversicherer arbeiten befragt, und stundenlang recherchiert. Was ist also dran am Mythos Anwartschaftsversicherung?

Hinweis: Es gibt einen neuen, umfassenden Artikel zur gesetzlichen Krankenversicherung bei Auslandsaufenthalt.

 

Auf Nachfrage bei meiner damaligen Krankenversicherung (BKK-VBU) wurde mir vor ein paar Jahren gesagt, dass ich bei kompletter Kündigung kein Recht auf Wiederaufnahme habe und mir deshalb eine Anwartschaft für ca. 20 Euro im Monat empfohlen wurde.

Ich habe mich damals dennoch gekündigt und das Restrisiko in Kauf genommen. Nach der Rückkehr wurde ich ohne Probleme wieder aufgenommen.

Anders sah es bei einem Freund von mir aus, der nach der Rückkehr um Zahlung der kompletten Beiträge für die letzten 12 Monate “gebeten” wurde. Nach endlosen Diskussionen entschied er sich dann letztendlich für einen anderen Versicherer.

Ich habe mich immer gefragt, wozu diese Anwartschaft trotzt gesetzlicher Versicherungspflicht notwendig sein sollte?

Liegt es denn nicht in der Verantwortung der Krankenkassen uns in Deutschland zu versichern?

Zu diesem Beitrag gibt es den praktischen “Guide für Reise- und Auslandskrankenversicherungen” zum kostenlosen Download.

Mini Guide herunterladen

Die Antworten, die im Internet gefunden werden können, und auch die der Mitarbeiter in Krankenkassen, sind äußerst unbefriedigend. Es läuft immer darauf hinaus, dass es zwar im Grunde eine Versicherungspflicht in Deutschland gibt, die Versicherer jedoch das letzte Wort haben.

Dieser Beitrag soll dir bei der Entscheidung helfen, wann die Anwartschaft keinen Sinn macht und wann sie nützlich sein könnte. Auch wenn alle Infos gründlich recherchiert sind, solltest du im Zweifel immer deine eigene Krankenkasse fragen, bevor du ins Ausland gehst.

Generelle Fakten zur Krankenversicherung in Bezug auf Auslandsaufenthalte:

  • Seit der Gesundheitsreform aus dem Jahr 2007 besteht für alle Menschen mit Wohnsitz in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht (privat oder gesetzlich)
  • Anwartschaften sind sowohl für private als auch gesetzliche Versicherungen möglich
  • Ohne gemeldeten Wohnsitz in Deutschland besteht kein Anspruch auf Aufnahme in eine gesetzliche Krankenversicherung (gilt auch für die meisten deutschen Auslandskrankenversicherungen)
  • Als Student ist die Krankenversicherung nicht optional. Solange du an einer Uni/FH eingeschrieben bist, benötigst du eine deutsche Krankenversicherung (auch während eines Auslandssemesters)
  • Bei einem Auslandsaufenthalt von über 6 Monaten ist der gewöhnliche Aufenthaltsort nicht mehr in Deutschland, so das keine Krankenversicherungspflicht mehr besteht

 

Versicherunspflicht in der gesetzlichen und privaten KV 

“Alle Bürger, die keinen anderweitigen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall haben, deren Wohnsitz in Deutschland liegt und die zuletzt gesetzlich krankenversichert waren, werden kraft Gesetzes in die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung einbezogen. Dies gilt auch für Bürger, die nach einem langen Auslandsaufenthalt wieder nach Deutschland zurückkehren, wenn sie vor ihrer Auswanderung zuletzt in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert waren.” (Quelle: BMG)

Im Grunde wird auf den Seiten des Gesundheitsministeriums gesagt, dass alle in Deutschland gemeldeten Personen nach der Rückkehr vom Auslandsaufenthalt der Versicherungspflicht unterliegen.

Fakt ist: du bekommst auch ohne Anwartschaft nach der Rückkehr aus dem Ausland immer eine private oder gesetzliche Krankenversicherung. Ohne Nachweis von deinem Versicherungsschutz während der Abwesenheit oder bei verändertem Gesundheitszustand kann die Wiederaufnahme jedoch teuer werden.

“Nach § 12 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG)  sind die privaten Versicherer dazu verpflichtet alle Personen im sogenannten Basistarif aufzunehmen, die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig sind. Die Leistungen im Basistarif sind in Art, Umfang und Höhe mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichbar. Der Beitrag im Basistarif darf den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung nicht überschreiten.”

Nicht versicherungspflichtige Personen sind Selbständige, Rentner, Beamte oder geringfügige Beschäftigte. Die privaten Krankenversicherer müssen dich also nach deiner Rückkehr wieder versichern, wenn du in diesen Personenkreis fällst, wenn auch nur mit abgespeckten Leistungen.

Als Angestellter hast du automatisch Versicherungsschutz über deinen Arbeitgeber, ansonsten kannst du dich zum Basistarif freiwillig privat versichern.

 

Personengruppen die definitiv keine Anwartschaftsversicherung brauchen

Für einige Personen mag die Anwartschaft noch sinnvoll sein, für andere ist sie komplett überflüssig. Viele Aussagen zu diesem Thema sind eher schwammig. Wenn du jedoch in eine der folgenden Kategorien fällst, dann brauchst du über die Anwartschaftsversicherung nicht nachzudenken.

 

Angestelltenverhältnis nach Rückkehr vom Auslandsaufenthalt

“Keine Zugangsprobleme entstehen in der Regel dann, wenn bei Rückkehr aus dem Ausland eine versicherungspflichtige Beschäftigung im Inland aufgenommen wird. (…) Die Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit begründet hingegen kein Beitrittsrecht.” (Quelle: BMG)

Ganz klar. Wer sich sicher ist, dass er nach der Rückkehr aus dem Ausland seinen alten Job wieder antritt oder der Jobsuche optimistisch entgegensieht, der kann sich die Anwartschaft getrost sparen. Mit dem Eintritt ins Angestelltenverhältnis gibt es keine Probleme mit der gesetzlichen Krankenversicherung.

Ein Angestelltenverhältnis nach der Rückkehr garantiert die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse.

 

Aufnahme einer geringfügigen Beschäftigung, Praktika oder ähnliches nach Rückkehr

“Personen, deren Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung durch Beschäftigung im Ausland endete und die innerhalb von 2 Monaten nach Rückkehr in das Inland eine versicherungsfreie Beschäftigung aufnehmen, können der gesetzlichen Krankenversicherung als freiwilliges Mitglied beitreten, ohne dass Vorversicherungszeiten erfüllt sein müssen. Der Beitritt ist der Krankenkasse innerhalb von drei Monaten nach Rückkehr in das Inland schriftlich anzuzeigen (§ 9 Absatz 2 Nummer 5 SGB V). (Quelle: BMG)

Zur Erklärung: Eine versicherungsfreie Beschäftigung sind Anstellungen als Beamter, Soldat, geringfügig Beschäftigter, unbezahlter Praktikant und andere Randgruppen.

Freiwillig Versicherte können Arbeitnehmer mit einem regelmäßigen Einkommen von über 4.462,50 pro Monat (Stand 04/2014), Selbständige, Studierende ab dem 15. Fachsemester oder dem 30. Geburtstag, Rentner, Beamte und nicht Erwerbstätige sein.

Die Aufnahme einer versicherungsfreien Beschäftigung 2 Monate nach der Rückkehr sorgt für die problemlose Wiederaufnahme.

 

Auslandsentsendung von Angestellten

“Personen, die im Inland Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind und im Rahmen eines im Inland bestehenden Beschäftigungsverhältnisses ins Ausland entsandt werden (§ 4 Absatz 1 SGB IV), bleiben während des vorübergehenden Auslandsaufenthalts in Deutschland gesetzlich krankenversichert, so dass nach der Rückkehr in das Inland keine Zugangsprobleme zur gesetzlichen Krankenversicherung bestehen.” (Quelle: BMG)

Wer über den Arbeitgeber ins Ausland gesendet wird, der sich braucht sich über die Anwartschaft keine Gedanken machen. Die Mitgliedschaft in der heimischen Krankenkasse läuft ununterbrochen weiter.

Befristet entsandte Angestellte ins Ausland bleiben Mitglied der heimischen Krankenkasse.

 

 

Wireless Life Guide

Willst du langfristig reisen?

Im Wireless Life Guide geht es neben vielen bürokratischen Themen wie der Anwartschaft und der restlichen Reiseplanung auch darum, wie du dein Geld ortsunabhängig, von unterwegs verdienen kannst. Wenn dieser Beitrag für dich interessant ist, dann solltest du dir das Handbuch für digitale Nomaden unbedingt anschauen.

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Wann die Anwartschaftsversicherung Sinn machen kann

“Eine Anwartschaftsversicherung kann notwendig sein, wenn das Mitglied seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt vorübergehend außerhalb der Grenzen der Bundesrepublik Deutschland hat, sodann nach Deutschland zurückkehrt und wieder Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse werden will. (…) Betroffenen ist vor dem Auslandsaufenthalt immer die Kontaktaufnahme mit ihrer Krankenkasse zu empfehlen.” (Quelle: BMG)

In der Theorie soll die Anwartschaft dafür sorgen, dass du nach der Rückkehr nach Deutschland problemlos wieder in die Krankenkasse aufgenommen wirst. Außerdem bleiben während der Anwartschaft trotz verminderter Beiträge die vollen Ansprüche aus der Pflegeversicherung bestehen.

In der Dauer der Anwartschaft werden ermäßigte Beiträge (10% – 30%) bezahlt und die Mitgliedschaft läuft quasi ununterbrochen weiter. Natürlich besteht während der Anwartschaft kein Leistungsanspruch für eventuell anfallende Kosten. Dafür ist die Auslandskrankenversicherung da.

Mit der Anwartschaftschaftsversicherung kann die problemlose Wiederaufnahme in die Krankenkasse “erkauft” werden.

 

So die Theorie … die Praxis sieht anders aus.

In der gesetzlichen Krankenversicherung haben das Eintrittsalter und eventuelle Vorerkrankungen keine Auswirkung auf die Höhe der Beiträge. Auch Wartezeiten und Gesundheitsprüfungen gibt es nicht. Alle Versicherten haben grundsätzlich bei gleichem Status den gleichen Leistungsanspruch. (Quelle: AOK)

Anhand dessen ist die Anwartschaft zur Absicherung von Vorerkrankungen bei gesetzlichen Krankenkassen also absoluter Unsinn. Als Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse besteht der einzige Vorteil darin, dass auch weiterhin Beiträge in die Pflegeversicherung eingezahlt werden, was bei Arbeitsunfähigkeit oder schlimmeren Fällen wichtig wird.

Die Anwartschaft ist also eher für Privatversicherte von Nutzen. In den folgenden Fällen würde es meiner Meinung nach Sinn machen, eine Anwartschaftsversicherung abzuschließen:

  • Bei verändertem Gesundheitszustand durch Erkrankung/Unfall während des Auslandaufenthaltes
  • Bei allen anderen Vorerkrankungen, die von der privaten Krankenversicherung ausgeschlossen werden könnten
  • Bei einer Reisedauer von mehr als 2 Monaten
  • Bei Regierungswechseln und sich ändernder Gesetzeslage

Bei der privaten Krankenversicherung erfolgt die Aufnahme nach Erfüllung der Voraussetzungen nur nach Überprüfung des Gesundheitszustandes. Bei Vorerkrankungen oder für Risikogruppen besteht die Gefahr, dass du nur zum Basistarif aufgenommen wirst oder hohe Zuschläge bezahlst, so auch nach der Rückkehr vom Auslandsaufenthalt.

Durch eine Anwartschaft in der privaten Krankenversicherung kann der heutige Gesundheitszustand sozusagen konserviert werden und bei (Wieder-)Eintritt in die private KV in der Zukunft wirst du ohne erneute Prüfung versichert.

Fazit: Sinnvoll ist die Anwartschaft für privat und freiwillig gesetzlich Versicherte.

 

Update: dank einiger sehr hilfreicher Kommentar (besonderer Dank an den Krankenkassenfuzzi), an dieser Stelle ein Punkt, der für die Anwartschaft in der GKV sprechen kann. Es geht um den Leistungsausschluss nach § 52a SGB V:

“Auf Leistungen besteht kein Anspruch, wenn sich Personen in den Geltungsbereich dieses Gesetzbuchs begeben, um in einer Versicherung nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 oder auf Grund dieser Versicherung in einer Versicherung nach § 10 missbräuchlich Leistungen in Anspruch zu nehmen…”

Das bedeutet einfach übersetzt: Wer keine Anwartschaft abgeschlossen hat und krank zurückkehrt, dem wird die Leistung im Zusammenhang mit dieser Erkrankung verwehrt, trotzdem er wieder in der Krankenkasse versichert ist (gilt auch für Angehörige, die familienversichert werden). Bei einem Schnupfen sicherlich kein Problem, bei Krebs (Krankenhaus, Reha etc.) sieht die Sache dann aber anders aus. Unabhängig davon ist Derjenige dann arbeitsunfähig. Normale Versicherungspflicht durch Aufnahme einer Beschäftigung oder Arbeitslosengeldanspruch ist Fehlanzeige.

 

Am Ende ist die Anwartschaftsversicherung eine Risikoabsicherung, besonders für Privatversicherte. Empfehlen würde ich die Anwartschaft für Selbständige, die für mehrere Monate im Ausland bleiben.

Als gesetzlich Versicherter würde ich diese Anwartschaft nicht in Anspruch nehmen. Die fehlenden Einzahlungen in die Pflegeversicherungen würde ich lieber durch eine private BU oder Vorsorge ausgleichen.

Meine ganz persönliche Lösung: nach der Abmeldung meines Wohnsitzes aus Deutschland bin ich bei dem internationalen Versicherer IntegraGlobal gut aufgehoben. Mit dieser Versicherung bin ich weltweit abgedeckt. Probleme könnte es lediglich bei einer langfristigen Rückkehr nach Deutschland geben, worüber ich mir jetzt aber noch nicht den Kopf zerbreche.

Hast du Erfahrungen mit der Anwartschaft und Rückkehr in die Krankenkasse nach dem Auslandsaufenthalt?

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255 Kommentare zu "Mythos: Anwartschaft & Wiederaufnahme in die Krankenversicherung nach Auslandsaufenthalt"

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Philip
Leser
Philip

Hallo, auch noch eine Frage: Ich werde aus der CH nach D zurückkehren. In CH bin ich pflichtversichert, habe aber parallel noch mein PKV in D laufen (mit deren Wissen). Wenn ich die PKV vor meiner Rückkehr kündige, kann ich mich dann in D wieder gesetzlich kranken versichern lassen? (Gehaltstechnisch werde ich über der Beitragsbemessensgrenze liegen, wäre aber Angestellter)…

Vielen Dank!

Alex
Leser
Alex

“Bei einer Reisedauer von weniger als 2 Monaten” müsste es nicht heißt “mehr als 2 Monaten”?

Gerald
Leser
Gerald

Im Hinblick auf eine bevorstehende AltersRente ist eine Anwartschaft während längerer Auslandsreise sehr wohl relevant. Nämlich nur dann wenn man bei Eintritt in die Altersrente die sogenannte 9/10-Regelung erfüllt, erfüllt man die Voraussetzung für die “Krankenversicherung der Rentner, KVdR “. Nur diese KVdR bietet dir die für Rentner günstigen Tarife bei glztg. guten Leistungen. Erfüllt man die 9/10 Regelung nicht, dann kann sich der Rentner nur “freiwillig” versichern, also mit teureren Tarifen und umständlicher Abwicklung bei der Bezahlung von ArztRechnungen. Die 9/10 Regelung besagt : Die Anzahl der Versich.Monate die zwischen der erstmaligen Mitgliedschaft ( erstmalig in deinem Leben ) und dem Renteintritt liegen, dividiert durch 2, und in der zweiten Hälfte dieser Zeitspanne muss man 9/10 der Zeit versichert gewesen sein, und nur dann erfüllt man die o.g.Voraussetzung. Fehlende Monate kann man sich durch die Anwartschaft sichern. Ich weiß das deshalb, weil ich VollzeitReisender bin, in 5 Jahren meine Altersrente beginnt, und ich von der TK genau darüber kompetent beraten wurde. Im Übrigen kann man sich die Mühe machen und das alles im Sozialgesetz nachlesen.

Inga Baldus
Leser
Inga Baldus

Hallo Sebastian,
wow, du nimmst dir echt Zeit, um die ganzen Fragen zu beantworten. Danke dafür!
Ich bin pflichtversichert bis 30.April und werde am 1.Mai auswandern, d.h. ja dann, dass ich bis zuletzt pflichtversichert war und dass ich ohne Anwartschaft wiederkommen kann, richtig? Oder ist die Lücke von einem halben Tag nicht abgedeckt? Ich werde mich ja ab dem 1.Mai auch abmelden und eine AuslandsKV abschließen. Im Falle eine Rückkehr kann ich normal wieder in die KV, wenn ich das richtig verstehe, aber nur als Angestellte. Wahrscheinlich ist, dass ich dann selbstständig tätig bin, könnte das teuer werden oder bleibt’s dann bei dem normalen Tarif für freiwillig Versicherte?
Liebe Grüße,
Inga

Judith
Leser
Judith

Hallo alle zusammen,

vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel und all eure Kommentare. Ich würde auch gerne noch ein oder zwei Fragen stellen: Nach einem knapp 4jährigen Auslandsaufenthalt plane ich wieder nach Deutschland zurückzukehren und vielleicht zunächst selbstständig und freiberuflich zu arbeiten.
Zuletzt war ich privat versichert in Deutschland und habe diese Versicherung dann aber aufgehoben, da ich hierzulande über meine Arbeitsstelle gesetzlich krankenversichert war bzw. bin.
Nun habe ich etwas recherchiert und mir ist klar geworden, dass ich bei einer Rückkehr erneut einer PRIVATE KV beitreten müsste.
Sollte das dann wieder die gleiche KV sein oder könnte es auch eine andere sein?

Und wäre es auch möglich, nach einer bestimmten Zeit dann doch in die gesetzliche zu wechseln? Weil ich im MOment den Eindruck habe, dass mein mögliches Einkommen in Deutschland den Beitragssätzen nicht gewachsen wäre.

Herzlichen Dank und viele Grüsse
Judith

Phil
Leser
Phil

Hallo Miteinander,
ich habe vor für ein knappes halbes Jahr ins Ausland zu gehen, um einfach die Welt zu bereisen. Momentan bin ich selbständig und privat versichert. Für die Zeit im Ausland würde ich mir gerne das Geld für die PKV sparen wollen. Kann ich einfach meine PKV kündigen? Dadurch das ich als Selbständiger in dem Kreis der nicht versicherungspflichtigen Personen reinfalle, müsste das doch so einfach gehen. Falls nicht, würde der Versicherung eine Auslandskrankenversicherung als Ersatz ausreichen?

Robert
Leser
Robert

Hallo Zusammen,

ich war bisher immer privat versichert (selbständig), nun bin ich angestellt und musste mich gesetzlich zwangsversichern lassen.
Was passiert nun wenn ich irgendwann mal wieder mich selbständig mache? Würdet ihr mir empfehlen die private auf Anwartschaft zu setzen und wenn ich meinen Job kündige, könnte ich wieder in die private? (Die Beiträge in meiner privaten sind viel günstiger!).
Geht das dann leicht oder würde die gesetzliche dann sagen “daraus wird nix!”

Danke im Voraus 🙂

koffiie
Leser
koffiie

Statusanfrage Krankenversicherung nach Rueckkehr aus Ausland

Vor dem Auslandsaufenthalt bestand in Deutschland eine
freiwillige Krankenversicherung bei der TK (2 Monate) als Selbststaendiger.
Davor viele Jahre als gesetzl.Pflichtversicherter.
Die horrenden Beitraege fuehrten zur Arbeitsaufnahme im Ausland.

Im Ausland bestand gesetzliche Pflichtversicherung-Skandinavien.
Nach der Rueckkehr erfolgt direkt eine Arbeitsaufnahme als
Arbeitnehmer.

Tritt hier die gesetzliche Pflichtversicherung als Arbeitnehmer automatisch in Kraft ?
Oder muss man auf Bestaetigung der gesetzl. Mitgliedschaft warten und
somit evtl auf evt Absage durch den Arbeitgeber?
Also
Die alte KK Mitgliedschaft soll nicht fortgesetzt werden.
Danke vorab
H.Steltner

Steven
Leser
Steven

Hallo,
Nach Wohnsitzabmeldung in Deutschland mit Abmeldebescheinigung und Verzug nach Thailand die GKV gekündigt, außerordentliche Kündigung mit tagegenauer Abrechnung. Wenn man nun nach ein paar Monaten wieder zurück kommt und vorher freiwillig versichert war in der GKV, muss man wieder in die gleiche GKV. Stimmt das?
Nun habe ich gehört, dass die auch noch prüfen können, wo der gewöhnliche Aufenthalt in Mehrheit der letzten 6 Monate war, d.h. bei Mehrheit in Deutschland, muss nachgezahlt werden, obwohl man gar nicht da war. Stimmt das?
Wenn ja, wie ist das dann, wenn man z.B. 3,5 Monate im ausland war und sich wieder anmeldet, kann die GKV dann trotzdem noch nachfordern, obwohl man gar keine Wohnadresse in Deutschland hatte?

Sophie
Leser
Sophie

Eine Frage zu der Sie eventuell einen Tip oder Antwort haben. Ich war über meinen Vater privatversichert und habe mich zu Anfang meines Studiums für die Private entschieden. Nun bin ich über 25 und zahle 160€ im Monat. Als Studentin ist das wahnsinnig viel! Dazu lebe ich seit 6 Jahren im europäischen Ausland. Wie kann ich noch im Studium aus der PKK austreten und dann auch nach Rückkehr nach Deutschland in die Gesetzliche? Ich google mir die Finger wund und finde nichts.

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[…] pflichtversichert bist, kannst du dir die problemlose Wiederaufnahme nach der Rückkehr über eine Anwartschaftsversicherung für ca. 50 Euro/Monat […]

Ute
Leser
Ute

Hallo Sebastian,

herzlichen Dank für die vielen nützlichen Tipps.
Gerne hätte ich auch einen Tipp in folgender Sache: Ich plane mit meiner Familie einen 5-monatigen privaten Aufenthalt in Südamerika. Mein Arbeitgeber ist damit einverstanden, dass ich mit reduzierter Wochenstundenzahl auf Heimarbeitsbasis weiterarbeite. D. h., ich würde über den Arbeitgeber angemeldet bleiben, also auch weiterhin gesetzlich krankenversichert sein.
Auf privater Basis müsste zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung abschließen. So weit, so gut.

Die Leistungen der GKV könnte ich während der 5 Monate im Ausland aber gar nicht in Anspruch nehmen, da ich im außereuropäischen Ausland sein werde und in der Zwischenzeit auch nicht nach Deutschland zurückkommen werde. Bestünde eine Möglichkeit, während der Abwesenheit die GKV über eine günstigere Anwartschaft ruhen zu lassen?
Laut mündlicher Auskunft der TK geht das nicht. Ich müsste weiterhin meine GKV-Beiträge voll bezahlen, auch wenn ich keine Leistungen in Anspruch nehmen kann.

Ist diese Aussage richtig?
Ganz herzlichen Dank für Deine Antwort.

Hanna Liljeblad
Leser

Hi Sebastian! Tolle Post, danke! Ich bin Selbständiger, Privatversichert (HanseMerkur) und habe der Anwartschaftversicherung benutzt während meine Auslandreise dieses Jahr (Jan-Jun). Nach meinem zurückkehr war ich wieder zu HanseMerkur zurückgenommen, aber jetzt geht die Reise weiter, im ende November. Ich habe meinem Versicherungsmakler gefragt, und sie ist die Meinung, dass man der Anwartschaftversicherung nicht so schnell wieder nehmen kann. Ist das wahr? Ich habe versucht das zu reserchieren, habe aber kein Antwort gefunden. Vielleicht hast du etwas dazu gelesen oder gehört? Ich wäre sehr sehr dankbar für deine Hilfe!

Viktor
Leser
Viktor

Hi Hanna,

kannst Du mir sagen, ob die Wiederaufnahme (Reaktivierung der Anwartschaft) mit aufwand verbunden war?
Gibt es hier Fristen?

Oder hast Du mitgeteilt, wieder in D zu leben und warst direkt wieder in der PKV?

André
Leser
André

Hallo Sebastian,

super Zusammenfassung! Bin mir dennoch unsicher, folgende Situation: ich bin derzeit Angestellter und gesetzlich pflichtversichert (Novitas BKK). Ich habe zum 01.01.2017 gekündigt und gehe ab dem 14.01.2017 auf unbestimmte Zeit nach Südamerika (allerdings nicht länger als ein Jahr). Für den Zeitraum der Reise (ab 14.01.2017) habe ich für 12 Monate eine Auslands Krankenschutz LANGZEIT Versicherung beim ADAC abgeschlossen. Das Arbeitsamt ist informiert. Ich bin ab 14.01.2017 Arbeitslos ohne Leistung aber nicht arbeitssuchend. Nun beschäftigen mich noch folgende Punkte:

– Was mach ich am besten in der Zeit vom 1.01.2017 bis 14.01.2017 (Das Arbeitsamt zahlt in dieser zeit nichts- Aussage Amt) Möchte mich ggf. für die 2 Wochen freiwillig gesetzlich versichern (Novitas). Bringt mir dies bei meiner Rückkehr Nachteile bzgl der Wiederaufnahme? bzw. gibt es eine bessere Lösung?
– Die ADAC Versicherung leistet ausschließlich im Ausland. Wie gehe ich am besten vor wenn ich innerhalb der zwölf Monat einen Deutschland-Stop einlege?
– Bzgl. Pflegeversicherung: hier habe ich für 7,50/Monat ein Angebot der Novitas um im Anschluss die 5 Jahre Wartezeit zu vermeiden? Ist dies überhaupt nötig?

Vielen Dank vorab!

André

Rico
Leser
Rico

Bin seit ein paar Tagen selbstständig und fliege in einer Woche nach Südamerika für 7 Monate. Bis vor kurzem war ich pflichtversichert. Aktuell bin ich im schwebezustand bei der GEK weiterhin freiwillig versichert bis ich unterschreibe. Nach langer Diskussion wollen die mich nicht raus lassen und auch keine Anwartschaft akzeptieren während ich unterwegs bin. Ich soll weiterhin bezahlen und hier versichert sein. Eine Auslands KV existiert bei der Hanse. Hab ihr mir eine Idee? Argumentation? Oder wie seht ihr das?

Sabine Seidel
Leser
Sabine Seidel

Mein Mann (76) und ich (67) sind Rentner und überwintern seit 10 Jahren am Zweitwohnsitz in Mexiko. Erstwohnsitz it in Deutschland Erstwohnsitz in Deutschland, Zweitwohnsitz in Mexiko. Weil unsere deutschen PKV in Mexiko nichts zahlen, sind wir in Mexiko ganzjährig in der staatlichen Krankenversicherung (vergleichbar mit AOK). Meine PKV gibt mir während meiner Abwesenheit immer Anwartschaft. Die PKV meines Mannes will ihm jetzt keine Anwartschaft mehr geben. Argument: er habe seinen gewöhnlichen Aufenthalt im außereuropäischen Ausland. Entweder soll er den vollen Beitrag durchgehend zahlen (teuer!) mit dem Angebot, Kosten auch in Mexiko zu übernehmen, oder er soll eine Anwartschaft auf Dauer (d.h. ohne Unterbrechung) beantragen, bis er endgültig nach Deutschland zurückkehrt. Bei einer Langzeitanwartschaft entsteht bei Aufenthalten in Deutschland eine gravierende Versicherungslücke, die auch mit weltweiten Reiseversicherungen nicht zu schließen ist (Heimatland ausgeschlossen), außerdem versichert ihn mit bald 77 Jahren keiner mehr. Unsere mex. Sozialversicherung zahlt natürlich auch nichts außerhalb von Mexiko. Was tun?

Rima
Leser
Rima

Hallo Sebastian,
Erstmal vielen Dank für die ganze Zusammenfassung, bin jetzt ein bisschen weitergekommen mit den ganzen Infos

Dennoch eine Frage, ich habe gekündigt, bin bei der AOK und will für eine längere unbestimmte Zeit nach Srilanka gehen.
Ich werde mich in Deutschland nicht abmelden und nachdem keiner von der AOK mir richtige Infos geben konnte, weiß ich nicht genau ob ich mich weiterhin privat versichern soll (170€) oder nur eine Anwartschaftsversicherung abschließen soll (ist günstiger)
Danke im Voraus
Liebe Grüße
Rima

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[…] wirelesslife.de […]

Anna
Leser
Anna

Hallo!
Ich habe gerade den Artikel gelesen und habe auch noch eine offene Frage: Meine KK sagte mir (AOK), dass ich nach Rückkehr wieder aufgenommen werde und dann den gesetzlichen Tarif bezahlen muss (das ist klar). SIe sagte mir aber auch, dass ich dann (trotz der Zahlunge der monatlichen Beiträge) für 6 Monate KEINEN Anspruch auf Leistungen habe.

Kann mir das jemand bestätigen?
DANKE und GRUß

Alexander Peters
Leser
Alexander Peters

Hallo Sebastian, wie sieht es denn mit freiwillig gesetzlich versicherten aus? Seit 10 Jahren freiwillig gesetzlich versichert. Entsendung als Annahme1) EXPAT (also kein lokaler Vertrag) für 3-5 Jahre entsendet: kann man wenn man zeitlich eine Grenze angibt in der deutschen Versicherung bleiben und nimmt eine Zusatzversicherung? Wenn nicht möglich wie sieht es mit der Rückkehr aus: Anwartschaft?
Annahme2) Lokaler Vertrag für 3-5 Jahre entsendet: Anwartschaft problemlos möglich?

Über eine Rückmeldung freue ich mich !
Alex

Peter
Leser
Peter

Hallo Sebastian,

sehr interessanter und ausfuehrlicher Beitrag. Ich bin derzeit als Expat MA durch meinen Arbeitgeber nach USA entsandt worden. Mein Gehalt beziehe ich weiterhin ueber meinen Deutschen AG. Derzeit habe ich eine Anwartschaft bei meiner privaten KV laufen. Allerdings wuerde ich gerne nach meiner Rueckkehr in die GKV wechseln. Besteht die Moeglichkeit meine PKV zu kuendigen, mit der Begruendung, dass ich meinen gewoehnlichen Aufenthaltsort nach USA verlegt, um dann bei der Rueckkehr mich PKV zu versichern.

Vielen Dank fuer deinen Tipp.

Gruss
Peter

Sonia
Leser
Sonia
Hallo Sebastian, ein toller, weil vor allem objektiver Artikel. Hinter sonstigen Infobroschüren verstecken sich ja doch allzu Unternehmen, die Infos nur für ihre Sache hergeben und nur in eine, nämlich ihre gewinnbringende Richtung argumentieren. Ich freue mich immer, wenn ich Informationen von “echten Menschen” lesen kann. Vor lauter Lesen werde ich immer nur perplexer und in mir bleibt immer eine sicherlich simple, aber mir immer noch nicht erschlossene Frage: Wenn ich mich NICHT in Deutschland abmelden möchte, weil ich in Asien einen Job beginne für unbegrenzte Zeit beginne,, das Ganze aber eher ausprobiere, vielleicht auch alles wieder aufgebe – welche Kosten kommen auf mich zu? Der Arbeitgeber in Asien stellt keine Versicherung. Ich bin derzeit noch normal gesetzlich versichert, auch nicht freiwillig gesetzlich, sondern normal gesetzlich. Ich glaube, ich würde auch gerne eine Anwartschaft bei meiner gesetzlichen KV annehmen, Frage: Werde ich dann automatisch freiwillig gesetzlich versichert, wenn kein Einkommen mehr in Deutschland vorliegt? Bleibe ich komplett versichert, muss 15 % meines Einkommens berappen und DAZU kommt noch die Anwartschaft und die Auslandskrankenversicherung (die ich auf jeden Fall abschließe)? Oder ist die Anwartschaft eine Art ruhender Ersatz für diese horrenden 15 % und dazu kommt nur noch die Auslandskrankenversicherung, die… Mehr lesen »
Maria
Leser

Hey Sebastian,
danke, dass du soviel Lebenszeit investiert hast, um uns mit diesen gut recherchierten Infos zu versorgen! Ich werde für ein Jahr oder 10 Monate nach Ramallah gehen, meinen Wohnsitz in Deutschland kann ich in der Zeit nicht abmelden, weil ich dort keinen Wohnsitz anmelden kann.
Das heißt; wenn ich meinen (offiziellen) Wohnsitz in Deutschland behalte, dann MUSS ich eine Anwartschaft machen, weil ich als Bürgerin versicherungsverpflichtet bin, richtig?
Danke =)
Maria

Andreas Haensch
Leser

Hallo Maria,
für die Abmeldung in Deutschland ist nicht Bedingung, dass Du anderswo im Ausland einen Wohnsitz anmeldest. – Wir sind seit Jahren abgemeldet und auf Weltreise, kein Problem mit Gemeinde oder Finanzamt. Für die GKV (pflichtversicherter Rentner) war die Abmeldung vom Wohnort Voraussetzung, mich aus der KK zu entlassen. Eine Anwartschaft bot die TK in meinem Fall nicht an, allein die Mindestbeiträge zur Pflegeversicherung laufen weiter, weil …. ich habs vergessen. – Mit Rückkehr nach Deutschland und Anmeldung am Wohnsitz SOLL die GKV, bei mir KVdR (Krankenversicherung der Rentner, wieder aufleben.
Irgendwo zu lesen ist, dass die GKV auf Nachweis einer Auslandskrankenversicherung für die Zeit der Abwesenheit besteht, um keine Nachzahlungen zu verlangen. – Wir haben Allianz World Wide Care gewählt, weltweit unbefristet.

Dieter Linke
Leser
Dieter Linke

Hallo!
kann mir einer helfen.bin 72 jahre.
bin 6-7 monate im ausland(nicht EU.) überwintern.
habe dort einen wohnsitz, auslandkranken.vers. visa,flugticket.
meine frage:kann ich meine GKV.in dieser zeit aussetzen!
Gruß Dieter.

Sabine Seidel
Leser
Sabine Seidel

Kommt darauf an, ob pflichtversichert oder freiwillig versichert und es kommt darauf an, ob man in Deutschland mit Wohnsitz durchgehend gemeldet bleibt oder nicht. Man muß mit seiner Kasse verhandeln.

Monique
Leser
Monique

Hallo Sebastian,

Schon krass, dass ein privater Blog die einzig hilfreiche Quelle zu dem Thema ist. lustigweise habe ich auch gerade mit der BKK VBU dazu telefoniert und die wollen, dass ich eine Anwartschaftsversicherung für 50€ im Monat aufnehme. Ich habe den Eindruck, die Bearbeiterin hatte selbst nicht so richtig Ahnung, deshalb bin ich unsicher ob ich ihrer Aussage glauben kann. Sie meinte, da ich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung bin (Arbeitnehmer über Bemessungsgrenze) komme ich ohne Anwartschaft nicht zurück. Ist das jetzt so?

Vieln Dank für deine Meinung!

Lucia
Leser
Lucia

Hallo Monique, ich war 2011 von August bs Februar 2012 im Ausland, hatte damals eine Anwartschaft mtl bezahlt, da ich als freiwillig ´Versicherte eben nicht mehr in die gesetzliche gekommen wäre- da ich mich rein theoretisch ja privat versichern könnte… mit der Anwartschaft ( ca 40 € mtl) war es kein Problem.
Viele Grüße

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[…] pflichtversichert bist, kannst du dir die problemlose Wiederaufnahme nach der Rückkehr über eine Anwartschaftsversicherung für ca. 50 Euro/Monat […]

Dorina
Leser
Dorina

Hallo,

zunächst einmal ein Lob für diesen sehr ausführlichen Beitrag zum Thema Anwartschaft auf Krankenversicherung! Dennoch bleiben bei mir einige Fragen offen.

Da ich selbst demnächst das Land verlassen werde und vor habe mich im Ausland selbstständig zu machen bin ich momentan auch auf einer sinnvollen Lösung für mich, um im Ernstfall abgesichert zu sein.

Hier nun meine Frage zu dem Thema:
Ich werde nun auswandern, mich selbstständig machen und hoffen, dass alles gut läuft. Für die Anfangsphase habe ich vor mich mit einer deutschen Auslandsversicherung abzusichern und dann vor Ort zu recherchieren, was es dort noch für Möglichkeiten gibt.
Zugegebenermaßen ist die medizinische Versorgung in Deutschland aber nach wie vor top, so dass ich im schlimmsten Fall – sagen wir einer Krebserkrankung oder ähnlichem — eine ärztliche Versorgung in DE vorziehen würde. Könnte ich in diesem Fall , wenn ich eine Anwartschaft abgeschlossen habe, einfach so nach Deutschland zurück kehren und hätte dann das Recht auf eine medizinische Versorgung? Oder wie sähe es dann aus?
Ich hoffe jemand kann mir damit hier weiter helfen …

Liebe Grüße,
Dorina

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[…] Mythos: Anwartschaft & Wiederaufnahme in die Krankenversicherung nach Auslandsaufenthalt (16.04.2014 / 1.577 Wörter / 7.775 Views) […]

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[…] ich bei der Krankenversicherung nachgefragt hatte, hieß es, ich könne eine Anwartschaft beantragen, das heißt die KV ist  nicht gekündigt, sondern nur stillgelegt. Vorteil, man ist […]

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[…] aus der gesetzlichen KV und Pflegeversicherung, somit freie Wahl des Versicherers (Infos zur Anwartschaft und zur […]

Waltraut
Leser
Waltraut

Ich lebe seit 25 Jahren in Spanien und möchte nach D zurück. Hier war ich in einer Privaten KK. Bin 74 Jahre alt und habe eine kleine Rente. In D könnte ich als Haushälterin eine Anstellung finden und möchte wissen wieviel ich verdienen muss um in die gesetzliche KK aufgenommen zu werden.

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[…] Genauere Infos zur Anwartschaft auf Wireless Life: Mythos: Anwartschaft & Wiederaufnahme in die Krankenversicherung nach Auslandsaufenthalt […]

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[…] your insurance at home while you’re abroad, by paying around €52 per month for something called Anwartschaft (one of those funny German names that not even Germans know what it means). Then, when you return […]

Lenny
Leser
Lenny

Hi,
mir ist leider nicht ganz klar geworden, ob ich als Student eine Anwartschaft nutzen kann oder voll versichert bleiben muss, wenn ich mitten im Studium ein Jahr W&T machen möchte.

Über eine hilfreiche Antwort bin ich super dankbar!:)

Sabine
Leser

Der Beitrag hat uns echt total geholfen!
Wir hatten bei der “Beratung” durch unsere gesetzliche Krankenkasse den Eindruck bekommen, dass wir eine Anwartschaft zahlen MÜSSEN und es war uns gar nicht so bewusst, wofür die eigentlich sein soll! Aber wenn einem glaubhaft vermittelt wird, dass das sein muss …
Zum Glück gibt es ja gute Seiten, wie diese hier – unsere Reisekasse wird nun mit knapp 100,- pro Monat weniger belastet! Vielen Dank für diese sehr gut zusammen getragenen Informationen!!!
Liebe Grüße,
Sabine und Micha von Herman-unterwegs.de

Daniela Hoff
Leser
Daniela Hoff
Hallo Sebastian, Ein sehr interessanter Artikel. Man hört doch viele verschiedene und verwirrende Auskünfte. Vielleicht hast Du eine Idee was in meiner Situation Sinn macht. Ich bin jetzt 40 Jahre alt, habe 16 Jahre in den USA gelebt und bin im Dezember wieder nach Deutschland gekommen. Mein Wohnsitz war aber immer in Deutschland geblieben, bei meiner Mutter. Ich war in den USA immer Freiberuflich tätig und hatte nie eine KV durch die USA. Ich bin als letztes in Deutschland durch meine Mutter familienversichert gewesen in der TechnikerK; das war vor ca. 12-14 Jahren zu Ende glaube ich. Seit dem hatte ich dann immer diverse Auslandskrankenversicherungen, die auch immer kleinere Sachen bezahlt haben – nie was Größeres. Als ich jetzt nach Deutschland zurückkam, wurde mir geraten, mich Arbeitslos zu melden und dadurch dann eine Krankenversicherung zu bekommen in Deutschland. Es ist auch alles bewilligt und die Techniker Krankenkasse würde mich ohne weiteres wieder aufnehmen. Ich müsste aber einen Vertrag mit der Techniker von 18Monaten unterschreiben. Ich stelle fest, dass, wenn ich Harz4 bekommen würde hier in Essen festsitzen würde. Um in meiner Arbeitsrichtung einen Job zu finden, müsste ich aber meine Kontakte in ganz Deutschland und Europa abklappern können. Meine Idee… Mehr lesen »
Daniela Hoff
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Daniela Hoff

Noch kurz ein Zusatz: Ich habe gerade mit der Techniker gesprochen und es scheint, als ob ich jetzt erstmal ein riesen Problem hätte, da ich nicht versichert war, während ich in den USA war. Es scheint zwar zu stimmen, dass man bei hauptsächlichem Aufenthalt im Ausland keine Verpflichtung hat, sich in Deutschland zu versichern, aber man muss wohl nachweisen, dass man im Ausland versichert war. Das war ich nicht. Und die kleinen Auslandsreiseversicherungen, die ich hatte, sind wohl auch unnütz gewesen, da sie nur in Zusammenhang mit einer deutschen Krankenversicherung gelten. Hat irgendjemand eine Idee? Muss ich jetzt, ohne dass ich hier ein Einkommen habe, Rückzahlungen leisten?

Silke Eitel
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Silke Eitel

Hallo Sebastian,

toller Artikel, danke!
Meine Frage: ich bin in der PKV und gehe mit Entsendungsvertrag bis 2019 ins Ausland (außerhalb EU). Meine PKV “ruht” und ich bezahle Anwartschaften und eine AuslandsKV.
Meine Frage: wenn ich 2019 zurückkomme, kann ich dann in die GKV? Im Moment ist ein Wechsel von PKV in GKV nicht möglich, da ich über der BBG liege….
Vielen Dank!!
Liebe Grüße
Silke

Klaus
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Es gibt noch einen Grund für die Anwaltschaft, aber weniger für junge Menschen.

Um in die Krankenversicherung der Rentner zu kommen musst du 9/10 deiner zweiter Arbeitslebenhäfte Mitglied in der Gesetzlichen sein. Der Vorteil der Krankenversicherung der Rentner ist das nur Rente zum Beitrag zählt. Kommt du nicht rein, bis du freiwilliges Mitlied. Der Nachteil dabei ist dann das EK aus Zinsen,Mieten oder sonstiges zum Einkomen zählt.

Hast einen krummen Lebenslauf und sicherst deine Rente mit Wohnungen und Zinsen, kann der Unterschied 17 % deines Einkommen sein (so hoch ost der Beitrag) . Hättest du ein paar Euro in die Anwaltschaft eingezahlt wärst du in die Krankenversicherung der Renter unbehelligt gewesen

Interessiert aber nur Menschen die in der zweiten Erwebslebenshälfte “weg wollen” und noch keine Rentner sind. Eigentlich eine Benachteiligung für Ältere.

Maria
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Maria
Hallo Sebastian, vielen Dank fuer deinen aufschlussreichen Artikel. Eine Sache bleibt fuer mich nach wie vor unklar. Du schriebst oben “Fakt ist: du bekommst auch ohne Anwartschaft nach der Rückkehr aus dem Ausland immer eine private oder gesetzliche Krankenversicherung. Ohne Nachweis von deinem Versicherungsschutz während der Abwesenheit oder bei verändertem Gesundheitszustand kann die Wiederaufnahme jedoch teuer werden.” Meine Fragen dazu: 1. Gibt es eine gesetzesgrundlage auf die sich das “teuer werden” bei nicht vorhandenem Versicherungsschutz im Ausland bezieht? 2. Wie teuer kann es tatsaechlich werden? Hat damit jemand Erfahrung? Meine Situation ist folgende: Ich bin im Maerz 2013 zunaechst noch als Masterstudentin nach Ecuador gegangen und war gesetzlich studentisch versichert. Im Mai 2014 habe ich mich dann dazu entschieden, ganz in Ecuador zu bleiben, das Studium abzubrechen, habe mich exmatrikulieren lassen, mich aus Deutschland und von der GKV abgemeldet. Das ging alles problemlos von Ecuador aus per email, mit Scans und einiger Telefonate meiner Eltern mit den jeweiligen Stellen. Seitdem lebe ich Ecuador ohne Versicherungsschutz, der hier weder Pflicht noch wirklich noetig ist. Es gibt eine kostenlose staatliche Gesundheitsversorgen die alles Grundlegende (Allgemeinmedizin, Zahnarzt, Frauenarzt, uvm) sowie 24 h Notfallhilfe abdeckt. Da ich weder chronisch krank bin, noch sehr viel… Mehr lesen »
Sven Fischer
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Sven Fischer

Hallo,

ich hatte ja einmal bereits einmal ein Angebot ausgelobt, möchte dieses aber nochmal substantiell erhöhen: Falls mir jemand einen rechtssicheren Weg von der PKV zurüück in die GKV ohne Reduzierung des Arbeitsentgeltes oder Auslandsaufenthaltes aufzeigen kann bin ich bereit dafür 30.000,- EUR zu bezahlen. Nähere Konditionen oder weitere Rückfragen gerne im bilateralen Gespräch.

Danke

Corinna Nientiedt
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Corinna Nientiedt

Hallo zusammen!

Was Chris sagt, ist richtig, es ist mir so auch von der TK bestätigt worden. Sobald man freiwillig in der GKV ist, sollte man in die Anwartschaft gehen, weil eine spätere Rückkehr nicht möglich ist, wenn man dann wieder über der Beitragsbemessunggrenze liegt (verdient man weniger, muss die GKV einen nehmen).
Bei der Techniker kostet die Anwartschaft zwischen 45 und 50 Euro monatlich.
Darüber hinaus hat man mir erklärt, dass die Anwartschaft Sinn macht, weil man hinsichtlich späterer Rentenleistungsansprüche gemeldet bleibt. Wenn es irgendwann so weit ist, prüft die GKV, ob man freiwillig versichert oder pflichtversichert war/ist, wobei pflichtversichert besser ist, weil dann andere Einkünfte – z. B. aus Mieteinnahmen etc. – nicht auf die Rente angerechnet werden. Pflichtversichert ist man, wenn man mind. 90 % des Lebens in einer GKV war. Und die Anwartschaft zählt dazu. Im Falle einer Familienversicherung gilt das für alle, auch wenn nur einer geführt wird. Das sind mir die 50 € mtl. durchaus wert…

Manasvi
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zu 4) muss heissen “kann er seine AOK-Mitgliedschaft re-aktivieren” 🙂

Manasvi
Leser

Mein indischer Freund is gerade für eine ähnliche Situation beraten worden.
Wegen einer Familiengeschichte musste er nach Indien.
1. Mit seiner Firma hat er einen Aufhebungsvertrag abgeschlossen. Damit ist er auch nicht mehr durch seine Firma bei der AOK krankenversichert.
2. Mit diesem Aufhebungsvertrag ist er praktisch arbeitslos, doch kann er sich nicht arbeitslos melden, da er nach Indien geht und deshalb für den deutschen Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht.
Daher wird auch die BfA keine Leistungen übernehmen.
3. Die AOK hat ihn dahingehend beraten, dass bei einem mehr als 3-monatigem Auslandsaufenthalt er eine Anwartschaft beantragen kann, für die ein nominaler Betrag zu zahlen ist.
4. Nach seiner Rückkehr kann er seine AOK-Mitgliedschaft aktivieren und sich zum Mindestbeitrag freiwillig versichern, solange er nicht wieder eine sozialversicherungspflichtige Arbeit aufnimmt.
Es versteht sich, dass der mindestens 3-monatige Auslandsaufenthalt nachgewiesen werden muss (z. B. durch Vorlage des Flugtickets).

Chris
Leser
Chris

Hallo,

lieben Dank für den wertvollen Beitrag!
Ich habe mich leider auch mit dem Thema beschäftigen müssen und hätte eine kleine Ergänzung, die ich so nicht in den Kommentaren gefunden habe.
So hat es zumindest die Krankenkasse erläutert.

Eine Anwartschaft für eine GKV kann in einem weiteren Fall durchaus Sinn machen und zwar wenn die Beitragsbemessungsgrenze erreicht wird.
Ein kleines Beispiel:
Ein Angestellter, der oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegt aber in der GKV freiwillig versichert ist, kündigt seinen Job, um für 6 Monate eine Weltreise zu machen.
Für die Rückkehr hat er vorgesorgt und bereits einen neuen Arbeitgeber gefunden, der ihn ebenfalls oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze einstellen wird.
Die Aussage der Krankenkasse dazu: Wenn er wieder zurückkehrt und zuvor aus der GKV ausgetreten ist, hat er kein Recht wieder in die GKV aufgenommen zu werden.
Wenn dies so stimmt, ist die PKV (im Basistarif?) die einzige Möglichkeit. Je nach Vorerkrankung kann dies jedoch kritisch bzw. teuer sein.
In diesem Fall, so glaube ich, lohnt sich ebenfalls eine Anwartschaft für eine GKV.

Ich bin gespannt auf Eure Kommentare dazu.

Beste Grüße

Chris

Monika Thurow
Leser
Monika Thurow

Hallo Sebastian
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Leider muss ich den anderen Recht geben, die Kassen lassen sich nicht richtig festlegen. Nach Angabe meiner Kasse würde ich das nicht schriftlich bekommen, wieder in die GKV aufgenommen zu werden. Also werde ich die Anwartschaft stellen und hoffe, dass sie mich dann auch wieder aufnehmen. Es müsste doch somit auch möglich sein, dass wenn ich im Ausland krank werde und nach Hause fliege ich mich wieder anmelden kann und behandelt werde. Aber dafür muss ich auch längere Zeit in Deutschland bleiben oder? Kann ich denn mit Unterbrechung(also Aufnahme in die GKV) und dann wieder Anwartschaft stellen weil ich Deutschland wieder verlasse? Oder werden die es nicht mehrmals genehmigen, da ich ja nach Gesundung evtl. wieder das Land verlasse. Weißt Du da etwas näheres drüber wie oft man Anwartschaft stellen und GKV wieder nutzen kann?
LG Monika

Corinna Nientiedt
Leser
Corinna Nientiedt

Hallo Sebastian,
super, was Du alles für Informationen zusammengetragen hast. Da werde ich sicherlich noch reichlich Zeit drauf verwenden…
Unsere Familie möchte für 3 bis 6 Jahre in die USA ziehen, wo mein Mann einen amerikanischen Arbeitsvertrag erhält.. Aus Altersvorsorgegründen tendiere ich zur Zeit zu Anwartschaften bei den Versicherungen, auch auf Grund von Vorerkrankungen. Wenn ich richtig informiert bin, müssen wir dazu allerdings in Deutschland gemeldet sein. Da werde ich bei den Versicherungen noch einmal nachfragen.
Wozu ich jetzt auf Anhieb nichts gefunden habe: wir haben hier vor 8 Jahren gebaut, das Haus ist noch belastet und wird während unserer Abwesenheit vermietet. Hat das Einfluss auf die Meldepflicht? Wir würden die Geschäfte an eine Hausverwaltung abgeben, aber unsere Bankkonten etc. möchten wir gerne alle bestehen lassen. Ich bin da gerade noch reichlich verwirrt. Ich hatte gedacht, wir melden uns bei meinen Eltern an, auch wegen der Anwartschaften, aber das scheint ja alles nicht mehr so einfach zu sein… 🙁
Es wäre super, wenn Du zu so einer Situation auch Informationen parat hättest.
Lieben Gruß,
Corinna

Thomas
Leser
Thomas
Hi Sebastian, ich stehe heir etwas hilfslos und vewirrt. Ich bin Australier, wohne aber schon eine weile in Deutschland. Momentan bin ich Arbeitslos, die Agentur für Arbeit übernimmt meinem Krankenversicherung (AOK PLUS) kosten. Ich fleige im December ab in der Heimat nach Australien. 67 Tage später komme ich wieder in Berlin an. Ich werde von der Agentur für Arbeit abgemeldet, der AOK sagte ich werde bei den abgemeldet (halt stillgelegt) und sobald ich mich wieder bei der AfA als Arbeitlos melde werde ich bei den wieder aufgenommen. Es soll halt weiter laufen wie es mal war. Ich habe nach anforderung, meinem Flugtickets vorgelegt, eine Ausländische Krankenversicherung wurde auch verlangt. Nur bei der Debaka habe ich so ein Standard ‘Zusatz’ Versicherung für Ausland für ca. 8€ im Jahr. Da ist man für 70 Tage am Stück versichert. Der Berate wusste nicht ob diese Versicherung nur funktioniert wenn der AOK Vesicherung weiter läuft. Ich habe auch keine Ahnung. Heute war ich bei der ADAC und habe mich beraten lassen. Mir wurde was angeboten, leider wars das falls ich im Krankenhaus lande, werde ich nach Deutschland gebracht, was ich gar nicht will, da ich hier keine Familie habe usw. Er sagte ich soll… Mehr lesen »
Thomas
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Thomas

Verzeih bitte der Schreibweise !

Lukas
Leser
Lukas

Hast du schon mal von Erfahrungswerten gehört wie oft man problemlos eine Anwartschaft abschließen kann? Ich bin nun beispielsweise kommendes Jahr die ersten vier Monate unterwegs und habe hierfür bereits meinen Antrag eingereicht.
Daraufhin bin ich ca. einen Monat in Deutschland und muss in dieser Zeit auch, aufgrund einer chronischen Erkrankungen 1-2 Arzttermine erledigen. Heißt, es wäre von Vorteil für diesen Monat wieder in die gesetzliche einzusteigen. Meinst du, die KK protestiert, wenn ich den darauf folgenden Monat direkt wieder eine Anwartschaft anmelden? Rechtliche Grundlage gäbe es ja eigentlich keine, oder?

Frank K
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Frank K
Anwartschaft -Begleitende Ehepartner bei Auslandsentsendung !!! Hallo Sebastian, das sind wirklich sehr gut recherchierte Informationen. Ich arbeite in einem international agierenden Konzern im Referat für Auslandsentsendungen. Ich wurde jetzt von einem Mitarbeiter, der vor knapp drei Jahren nach Korea entsendet wurde, auf folgenden Sachverhalt aufmerksam gemacht: Seine Ehefrau begleitet ihn im Ausland. Sie war zuvor berufstätig und in der gesetzlichen KV versichert. Mit Beginn des Auslandsaufenthalts hat sie Ihre KV gekündigt. Ihr wurde mitgeteilt, dass eine Anwartschaft nicht notwendig sei, weil sie bei einer Arbeitsaufnahme nach Rückkehr wieder in der GKV aufgenommen werden muss. Jetzt hat sie zufällig wegen der Klärung von Rentenversicherungszeiten über einen Sachbearbeiter der Rentenversicherung erfahren, dass man als späterer Rentner monatlich bis zu 100.- Euro höhere Krankenversicherungsbeiträge bezahlen muss, wenn man im letzten Drittel der Lebensarbeitszeit nicht durchgehend Krankenversicherungsbeiträge gezahlt habe. Ich kannte diesen Umstand nicht und habe mich mit einer Sachbearbeiterin der Techniker Krankenkasse in Verbindung gesetzt. Diese bestätigte mir grundsätzlich den Sachverhalt, wobei sie den Betrag von 100.- Euro monatlich als absolute Höchstgrenze angesehen hat. Jedenfalls lässt sich dieser Mehrbetrag im Rentenalter umgehen, wenn man eine Anwartschaft während des Auslandsaufenthalts abschließt. Die Ehefrau unseres Mitarbeiters hat sich mit ihrer KV jetzt dahingehend geeinigt, dass… Mehr lesen »
Gerhard Heise
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Gerhard Heise

Es handelt sich um folgendes Szenario: Kurz nach Beginn meiner gesetzlichen Rente verlegte ich meinen ständigen und alleinigen Wohnsitz ins EU-Ausland.
Ich meldete mich ohne Probleme bei der ausländischen GKV an. In Deutschland war ich selbstständig und jahrelang nicht krankenversichert. Nach einem Jahr verlor ich meine Lebenspartnerin.
Nun überlege ich, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Die Beiträge zur GKV hier im Ausland sind sehr günstig.
Gibt es eine Möglichkeit in die GKV in Deutschland aufgenommen zu werden? Evtl. durch einen Minijob für gewisse Zeit? Ansonsten sehe ich nur die
Möglichkeit, nach meiner Rückkehr meinen Auslandswohnsitz und somit die ausländische GKV zu behalten.

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