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Mythos: Anwartschaft & Wiederaufnahme in die Krankenversicherung nach Auslandsaufenthalt

Mich hat dieses Thema mehr als nur einmal beschäftigt und lange konnte ich dazu keine verlässlichen Informationen finden. Jetzt habe ich zwei Bekannte, die für große Krankenversicherer arbeiten befragt, und stundenlang recherchiert. Was ist also dran am Mythos Anwartschaftsversicherung?

Hinweis: Es gibt einen neuen, umfassenden Artikel zur gesetzlichen Krankenversicherung bei Auslandsaufenthalt.

 

Auf Nachfrage bei meiner damaligen Krankenversicherung (BKK-VBU) wurde mir vor ein paar Jahren gesagt, dass ich bei kompletter Kündigung kein Recht auf Wiederaufnahme habe und mir deshalb eine Anwartschaft für ca. 20 Euro im Monat empfohlen wurde.

Ich habe mich damals dennoch gekündigt und das Restrisiko in Kauf genommen. Nach der Rückkehr wurde ich ohne Probleme wieder aufgenommen.

Anders sah es bei einem Freund von mir aus, der nach der Rückkehr um Zahlung der kompletten Beiträge für die letzten 12 Monate “gebeten” wurde. Nach endlosen Diskussionen entschied er sich dann letztendlich für einen anderen Versicherer.

Zu diesem Beitrag gibt es den praktischen “Guide für Reise- und Auslandskrankenversicherungen” zum kostenlosen Download.

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Ich habe mich immer gefragt, wozu diese Anwartschaft trotzt gesetzlicher Versicherungspflicht notwendig sein sollte?

Liegt es denn nicht in der Verantwortung der Krankenkassen uns in Deutschland zu versichern?

Die Antworten, die im Internet gefunden werden können, und auch die der Mitarbeiter in Krankenkassen, sind äußerst unbefriedigend. Es läuft immer darauf hinaus, dass es zwar im Grunde eine Versicherungspflicht in Deutschland gibt, die Versicherer jedoch das letzte Wort haben.

Dieser Beitrag soll dir bei der Entscheidung helfen, wann die Anwartschaft keinen Sinn macht und wann sie nützlich sein könnte. Auch wenn alle Infos gründlich recherchiert sind, solltest du im Zweifel immer deine eigene Krankenkasse fragen, bevor du ins Ausland gehst.

Generelle Fakten zur Krankenversicherung in Bezug auf Auslandsaufenthalte:

  • Seit der Gesundheitsreform aus dem Jahr 2007 besteht für alle Menschen mit Wohnsitz in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht (privat oder gesetzlich)
  • Anwartschaften sind sowohl für private als auch gesetzliche Versicherungen möglich
  • Ohne gemeldeten Wohnsitz in Deutschland besteht kein Anspruch auf Aufnahme in eine gesetzliche Krankenversicherung (gilt auch für die meisten deutschen Auslandskrankenversicherungen)
  • Als Student ist die Krankenversicherung nicht optional. Solange du an einer Uni/FH eingeschrieben bist, benötigst du eine deutsche Krankenversicherung (auch während eines Auslandssemesters)
  • Bei einem Auslandsaufenthalt von über 6 Monaten ist der gewöhnliche Aufenthaltsort nicht mehr in Deutschland, so das keine Krankenversicherungspflicht mehr besteht

 

Versicherunspflicht in der gesetzlichen und privaten KV 

“Alle Bürger, die keinen anderweitigen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall haben, deren Wohnsitz in Deutschland liegt und die zuletzt gesetzlich krankenversichert waren, werden kraft Gesetzes in die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung einbezogen. Dies gilt auch für Bürger, die nach einem langen Auslandsaufenthalt wieder nach Deutschland zurückkehren, wenn sie vor ihrer Auswanderung zuletzt in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert waren.” (Quelle: BMG)

Im Grunde wird auf den Seiten des Gesundheitsministeriums gesagt, dass alle in Deutschland gemeldeten Personen nach der Rückkehr vom Auslandsaufenthalt der Versicherungspflicht unterliegen.

Fakt ist: du bekommst auch ohne Anwartschaft nach der Rückkehr aus dem Ausland immer eine private oder gesetzliche Krankenversicherung. Ohne Nachweis von deinem Versicherungsschutz während der Abwesenheit oder bei verändertem Gesundheitszustand kann die Wiederaufnahme jedoch teuer werden.

“Nach § 12 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG)  sind die privaten Versicherer dazu verpflichtet alle Personen im sogenannten Basistarif aufzunehmen, die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig sind. Die Leistungen im Basistarif sind in Art, Umfang und Höhe mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichbar. Der Beitrag im Basistarif darf den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung nicht überschreiten.”

Nicht versicherungspflichtige Personen sind Selbständige, Rentner, Beamte oder geringfügige Beschäftigte. Die privaten Krankenversicherer müssen dich also nach deiner Rückkehr wieder versichern, wenn du in diesen Personenkreis fällst, wenn auch nur mit abgespeckten Leistungen.

Als Angestellter hast du automatisch Versicherungsschutz über deinen Arbeitgeber, ansonsten kannst du dich zum Basistarif freiwillig privat versichern.

 

Personengruppen die definitiv keine Anwartschaftsversicherung brauchen

Für einige Personen mag die Anwartschaft noch sinnvoll sein, für andere ist sie komplett überflüssig. Viele Aussagen zu diesem Thema sind eher schwammig. Wenn du jedoch in eine der folgenden Kategorien fällst, dann brauchst du über die Anwartschaftsversicherung nicht nachzudenken.

 

Angestelltenverhältnis nach Rückkehr vom Auslandsaufenthalt

“Keine Zugangsprobleme entstehen in der Regel dann, wenn bei Rückkehr aus dem Ausland eine versicherungspflichtige Beschäftigung im Inland aufgenommen wird. (…) Die Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit begründet hingegen kein Beitrittsrecht.” (Quelle: BMG)

Ganz klar. Wer sich sicher ist, dass er nach der Rückkehr aus dem Ausland seinen alten Job wieder antritt oder der Jobsuche optimistisch entgegensieht, der kann sich die Anwartschaft getrost sparen. Mit dem Eintritt ins Angestelltenverhältnis gibt es keine Probleme mit der gesetzlichen Krankenversicherung.

Ein Angestelltenverhältnis nach der Rückkehr garantiert die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse.

 

Aufnahme einer geringfügigen Beschäftigung, Praktika oder ähnliches nach Rückkehr

“Personen, deren Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung durch Beschäftigung im Ausland endete und die innerhalb von 2 Monaten nach Rückkehr in das Inland eine versicherungsfreie Beschäftigung aufnehmen, können der gesetzlichen Krankenversicherung als freiwilliges Mitglied beitreten, ohne dass Vorversicherungszeiten erfüllt sein müssen. Der Beitritt ist der Krankenkasse innerhalb von drei Monaten nach Rückkehr in das Inland schriftlich anzuzeigen (§ 9 Absatz 2 Nummer 5 SGB V). (Quelle: BMG)

Zur Erklärung: Eine versicherungsfreie Beschäftigung sind Anstellungen als Beamter, Soldat, geringfügig Beschäftigter, unbezahlter Praktikant und andere Randgruppen.

Freiwillig Versicherte können Arbeitnehmer mit einem regelmäßigen Einkommen von über 4.462,50 pro Monat (Stand 04/2014), Selbständige, Studierende ab dem 15. Fachsemester oder dem 30. Geburtstag, Rentner, Beamte und nicht Erwerbstätige sein.

Die Aufnahme einer versicherungsfreien Beschäftigung 2 Monate nach der Rückkehr sorgt für die problemlose Wiederaufnahme.

 

Auslandsentsendung von Angestellten

“Personen, die im Inland Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind und im Rahmen eines im Inland bestehenden Beschäftigungsverhältnisses ins Ausland entsandt werden (§ 4 Absatz 1 SGB IV), bleiben während des vorübergehenden Auslandsaufenthalts in Deutschland gesetzlich krankenversichert, so dass nach der Rückkehr in das Inland keine Zugangsprobleme zur gesetzlichen Krankenversicherung bestehen.” (Quelle: BMG)

Wer über den Arbeitgeber ins Ausland gesendet wird, der sich braucht sich über die Anwartschaft keine Gedanken machen. Die Mitgliedschaft in der heimischen Krankenkasse läuft ununterbrochen weiter.

Befristet entsandte Angestellte ins Ausland bleiben Mitglied der heimischen Krankenkasse.

 

Willst du langfristig reisen?

Im Wireless Life Guide geht es neben vielen bürokratischen Themen wie der Anwartschaft und der restlichen Reiseplanung auch darum, wie du dein Geld ortsunabhängig, von unterwegs verdienen kannst.

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Wann die Anwartschaftsversicherung Sinn machen kann

“Eine Anwartschaftsversicherung kann notwendig sein, wenn das Mitglied seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt vorübergehend außerhalb der Grenzen der Bundesrepublik Deutschland hat, sodann nach Deutschland zurückkehrt und wieder Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse werden will. (…) Betroffenen ist vor dem Auslandsaufenthalt immer die Kontaktaufnahme mit ihrer Krankenkasse zu empfehlen.” (Quelle: BMG)

In der Theorie soll die Anwartschaft dafür sorgen, dass du nach der Rückkehr nach Deutschland problemlos wieder in die Krankenkasse aufgenommen wirst. Außerdem bleiben während der Anwartschaft trotz verminderter Beiträge die vollen Ansprüche aus der Pflegeversicherung bestehen.

In der Dauer der Anwartschaft werden ermäßigte Beiträge (10% – 30%) bezahlt und die Mitgliedschaft läuft quasi ununterbrochen weiter. Natürlich besteht während der Anwartschaft kein Leistungsanspruch für eventuell anfallende Kosten. Dafür ist die Auslandskrankenversicherung da.

Mit der Anwartschaftschaftsversicherung kann die problemlose Wiederaufnahme in die Krankenkasse “erkauft” werden.

 

So die Theorie … die Praxis sieht anders aus.

In der gesetzlichen Krankenversicherung haben das Eintrittsalter und eventuelle Vorerkrankungen keine Auswirkung auf die Höhe der Beiträge. Auch Wartezeiten und Gesundheitsprüfungen gibt es nicht. Alle Versicherten haben grundsätzlich bei gleichem Status den gleichen Leistungsanspruch. (Quelle: AOK)

Anhand dessen ist die Anwartschaft zur Absicherung von Vorerkrankungen bei gesetzlichen Krankenkassen also absoluter Unsinn. Als Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse besteht der einzige Vorteil darin, dass auch weiterhin Beiträge in die Pflegeversicherung eingezahlt werden, was bei Arbeitsunfähigkeit oder schlimmeren Fällen wichtig wird.

Die Anwartschaft ist also eher für Privatversicherte von Nutzen. In den folgenden Fällen würde es meiner Meinung nach Sinn machen, eine Anwartschaftsversicherung abzuschließen:

  • Bei verändertem Gesundheitszustand durch Erkrankung/Unfall während des Auslandaufenthaltes
  • Bei allen anderen Vorerkrankungen, die von der privaten Krankenversicherung ausgeschlossen werden könnten
  • Bei einer Reisedauer von mehr als 2 Monaten
  • Bei Regierungswechseln und sich ändernder Gesetzeslage

Bei der privaten Krankenversicherung erfolgt die Aufnahme nach Erfüllung der Voraussetzungen nur nach Überprüfung des Gesundheitszustandes. Bei Vorerkrankungen oder für Risikogruppen besteht die Gefahr, dass du nur zum Basistarif aufgenommen wirst oder hohe Zuschläge bezahlst, so auch nach der Rückkehr vom Auslandsaufenthalt.

Durch eine Anwartschaft in der privaten Krankenversicherung kann der heutige Gesundheitszustand sozusagen konserviert werden und bei (Wieder-)Eintritt in die private KV in der Zukunft wirst du ohne erneute Prüfung versichert.

Fazit: Sinnvoll ist die Anwartschaft für privat und freiwillig gesetzlich Versicherte.

 

Update: dank einiger sehr hilfreicher Kommentar (besonderer Dank an den Krankenkassenfuzzi), an dieser Stelle ein Punkt, der für die Anwartschaft in der GKV sprechen kann. Es geht um den Leistungsausschluss nach § 52a SGB V:

“Auf Leistungen besteht kein Anspruch, wenn sich Personen in den Geltungsbereich dieses Gesetzbuchs begeben, um in einer Versicherung nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 oder auf Grund dieser Versicherung in einer Versicherung nach § 10 missbräuchlich Leistungen in Anspruch zu nehmen…”

Das bedeutet einfach übersetzt: Wer keine Anwartschaft abgeschlossen hat und krank zurückkehrt, dem wird die Leistung im Zusammenhang mit dieser Erkrankung verwehrt, trotzdem er wieder in der Krankenkasse versichert ist (gilt auch für Angehörige, die familienversichert werden). Bei einem Schnupfen sicherlich kein Problem, bei Krebs (Krankenhaus, Reha etc.) sieht die Sache dann aber anders aus. Unabhängig davon ist Derjenige dann arbeitsunfähig. Normale Versicherungspflicht durch Aufnahme einer Beschäftigung oder Arbeitslosengeldanspruch ist Fehlanzeige.

 

Am Ende ist die Anwartschaftsversicherung eine Risikoabsicherung, besonders für Privatversicherte. Empfehlen würde ich die Anwartschaft für Selbständige, die für mehrere Monate im Ausland bleiben.

Als gesetzlich Versicherter würde ich diese Anwartschaft nicht in Anspruch nehmen. Die fehlenden Einzahlungen in die Pflegeversicherungen würde ich lieber durch eine private BU oder Vorsorge ausgleichen.

Meine ganz persönliche Lösung: nach der Abmeldung meines Wohnsitzes aus Deutschland bin ich bei dem internationalen Versicherer IntegraGlobal gut aufgehoben. Mit dieser Versicherung bin ich weltweit abgedeckt. Probleme könnte es lediglich bei einer langfristigen Rückkehr nach Deutschland geben, worüber ich mir jetzt aber noch nicht den Kopf zerbreche.

Hast du Erfahrungen mit der Anwartschaft und Rückkehr in die Krankenkasse nach dem Auslandsaufenthalt?

Danke für 307 Kommentare

Wir freuen uns über deine Fragen, Hinweise und allgemeines Feedback. Wenn du eine spezielle Frage zum Beitrag hast, schaue bitte zuerst in den bisherigen Kommentaren und im FAQ nach, ob du die Antwort dort findest.

307 Kommentare zu "Mythos: Anwartschaft & Wiederaufnahme in die Krankenversicherung nach Auslandsaufenthalt"

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Heike

Hallo Sebastian,
Vielen Dank fuer deine ausfuehrlichen Informationen.
Wir sind ueber die Firma meines Mannes seit 7 Jahren im Ausland und haben derzeit bei der Barmenia eine private internationale KV. Einen Wohnsitz in Deutschland haben wir nicht, jedoch zahlen wir Steuern.
Nun meine Frage: Wie sieht die Wiederaufnahme in die gesetzliche KV aus, wenn wir NACH DEM 55. LJ zurueckkehren? Wir haben eine Anwartschaft bei unserer gesetzlichen KK vor Antritt unseres Auslandsaufenthaltes, d. h. vor 7 Jahren, abgeschlossen.
Leider sind hierzu keine Aussagen zu finden.
Vielen Dank fuer deine Unterstuetzung.
Heike

Jörn

Gibt es eine Möglichkeit meine freiwillige gesetzliche KV für die Zeiten meiner Auslandsaufenthalte (ca. 3 Monate) ruhen zu lassen? Ich reise immer mit meiner Ehefrau, welche über mich mitversichert ist. Der Artikel und die Kommentare hier sind super, allerdings konnte ich zu meiner spezifischen Frage keine Antwort finden.

Ich würde mich über jegliche Auskunft hierzu sehr freuen.

Ich habe nun auf mehreren Seiten gelesen, dass die Versicherung erst ab einem Zeitraum von 3 Monaten (90 Tagen?) stillgelegt werden kann. Ist diese Angabe korrekt?

Liest hier niemand mehr?

Petra

Hallo Sebastian,
erstmal vielen Dank für die ausführlichen Informationen!
Dass es eine Anwartschaft in der gesetzlichen Krankenkasse gibt, habe ich heute zum ersten Mal gehört und zwar im Zusammenhang mit meinen Beiträgen während meiner Erwerbsminderungsrente. Ich war 6-7 Jahre im Ausland privat krankenversichert. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland vor sieben Jahren, wurde ich aufgrund eines Angestelltenverhältnis wieder aufgenommen. (Zuvor wurde mir die Aufnahme verweigert, ich musste dann allerdings die Beiträge seit der Anmeldung in Deutschland nachzahlen.) Nun bekomme ich Erwerbsminderungsrente (der dauerhafte Aufenthalt in Deutschland tut mir nicht besonders gut… ). In die vergünstigte Krankenversicherung der Rentner wurde ich nicht aufgenommen, da ich wegen dem Auslandsaufenthalt die Anwartschaft nicht erfüllt hätte. Wie sich das genau berechnet, konnte mir allerdings weder die Rentenversicherung noch die Krankenversicherung erklären. Ich musste mich nun freiwillig versichern. Weißt Du, wie sich diese Auswirkung auf die Krankenversicherung der Renter wegen fehlender Anwartschaft ergibt?

Susanne

Hallo,
toll wie man sich hier informieren kann…
Ich beabsichtige für ein paar Monate nach Österreich zu gehen. Bin derzeit in der PKV. In Österreich gibt es wohl auch für Selbständige eine Gesetzliche Krankenversicherungspflicht. Ist es möglich nach Rückkehr – z.B. nach 3 oder 6 Monaten in Deutschland – in die Gesetzliche Krankenversicherung zu gehen?
Danke schön für Informationen hierzu.
Susanne

Franz Josef Wurzberger

Hallo Susanne,
ich habe exakt das selbe vor, weil ich aus Österreich für dort und die Schweiz etwas aufbauen möchte. Aufenthaltsdauer wäre dann mind. 1 Jahr. Hast Du bereits Infos bekommen und/oder wollen wir uns hier austauschen, damit das rund läuft?
Viele Grüße,
Franz

Benjamin

Hallo Zusammen!
Ein wirklich toller Beitrag mit vielen wichtigen Informationen, dafür erst mal vielen Dank!!!
Ich habe nun wirklich viel mehr Infos bekommen als von meiner GKV am Telefon.
Jedoch habe ich noch eine Frage und ich hoffe Ihr könnt mir da helfen.
Ich bin aktuell Angestellter und ich plane für 5 Jahre bei der Tochtergesellschaft in den USA zu arbeiten (Angestellter).
Der Deutsche Vertrag ruht und es wird einen neuen Vertrag in den USA geben.
Nach den 5 Jahren werde ich wieder in DE bei meinem alten Arbeitgeber aufgenommen, jedoch bin ich mir sicher,
dass ich bei Wiederantritt über der Beitragsbemessungsgrenze liegen werde.
Muss ich unter Berücksichtigung meiner späteren Gehaltes eine Anwartschaft beantragen um wieder in die GKV zu kommen?
Meine aktuelle GKV Betreuerin ist ratlos! 🙁
Ich hoffe Ihr habt da eine Meinung!
Viele Grüße, Bennjamin

Benjamin

Was ich vergessen habe: Aktuell liege ich unter der Beitragsbemessungsgrenze und bin somit in der GKV.

Thomas

Vielen Dank für den Informativen Beitrag!
Mein Anliegen ist folgendes:
Wer als Rentner freiwillig versichert ist in der GKV und aufgrund eines langjährigen geplanten Auslandsaufenthalt ( Übersee / etc.) aus der GKV ausscheidet was wäre denn dem zu empfehlen?

Dietmar

Hallo Sebastian,
ich bin schon längere Zeit in Südamerika und möchte demnächst für ca. 4 Monate nach Deutschland reisen wo ich noch immer einen Wohnsitz habe. Kann ich mich dann bei einer GKK anmelden und muss diese mich dann aufnehmen?
Ausserdem werde ich in 5 Jahren offiziell in Rente gehen. Ab diesem Zeitpunkt möchte ich mich gerne in Deutschland ganzjährig versichern. Ist dies dann ohne Probleme möglich?
Danke!!!

Griesbaum Franz

Zum Thema Anwartschaftsversicherung in der privaten Krankenversicherung: Ich bin Rentner und möchte für längere Zeit im außereuropäischen Ausland wohnen; die Nachfrage bei meiner PKV hat ergeben, dass meine Anwartschaft (es gibt keinen Unterschied zwischen großer und kleiner Anwartschaft!) etwa 300 Euro / Monat kostet – nicht pro Jahr! Ich lese immer wieder im Netz – ich beschäftige mich seit langem mit dem Thema – dass eine Anwartschaft lediglich 20 bis 50 Euro pro Monat kosten soll.
Wer irrt sich?

joe

Hi Sebastian,
Ich bin in deinem Block über eine Information gestolpert, die sich bisher nirgendwo bestätigt hat. Du findest das im folgenden Absatz groß geschrieben:

“Personen, deren Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung durch Beschäftigung im Ausland endete und die innerhalb von 2 Monaten nach Rückkehr in das Inland eine versicherungsfreie Beschäftigung aufnehmen, können der gesetzlichen Krankenversicherung als freiwilliges Mitglied beitreten, OHNE DASS VORVERSICHERUNGSZEITEN ERFÜLLT SEIN MÜSSEN. […] (§ 9 Absatz 2 Nummer 5 SGB V). (Quelle: BMG)”

Dein Link funktioniert leider nicht. Den Teil mit den Vorversicherungszeiten kann ich dem Gesetz nicht entnehmen. Könntest du bitte nochmals darauf hinweisen? Vielleicht gab es seit Veröffentlichung deines Beitrags Gesetzesänderungen?

Beste Grüße

Jo

Yvonne
Hallo Sebastian, erst einam ganz herzlichen Dank für Deine tollen Seiten! Das ist eine echte Hilfe! Mein Mann ist angestellt und privat versichert bei der DKV, ich bin Hausfrau und Mutti und und sowohl ich als auch unser Kind sind über ihn in einer anderen privaten Versicherung (Hanse Merkur) versichert. Nun steht im Raum, dass wir auf jeden Fall für länger – viell. dauerhaft nach Frankreich gehen. Mein Mann hat ein gutes Jobangebot seiner jetzigen Firma die auch in Frankreich tätig ist… Wenn es so ist werden wir keinen weiteren Wohnsitz in D angemeldet lassen und ganz in F leben. Wir sind 43 und 50 Jahre und würden bei einer Rückkehr nach D sicher Probleme mit d. KV bekommen. Falls wir zurückkommen bevor mein Mann in Rente geht und er bei seiner Firma wieder arbeitet (und seis nur für ein paar Monate v.d. Rente) wäre da auch eine generelle Aufnahme in irgendeine PKV schwierig? Ok Gesundheitsfragen, etc, aber bestünde die Gefahr versicherungslos dazustehen für ihn als Angestellten? Wie wäre es bei mir (nicht berufstätig und unserer minderjährigen Tochter die momentan über ihn bei einer anderen als seiner Versicherung versichert sind…). Es wäre toll wenn Du/Ihr uns hier ein wenig weiterhelfen… Mehr lesen »
Margit Eder
Hallo Sebastian, ich habe nun ebenfalls eine Frage: Ich bin in der PKV und habe 2008 die Versicherung gekündigt, kam 2011 zurück und wurde nach langem Hn und Her auch wieder im Basisvertrag aufgenommen, weil ich mich auch im Job Center als arbeitssuchend gemeldet hatte. Dann habe ich mich aber entschlossen, mit Anwartschaft wieder ins Nicht EU Ausland zu gehen. Dort bin ich nicht versichert, weil Behandlungskosten sehr viel billiger sind und ich alles privat bezahle. Zwischendurch bin ich immer wieder in Deutschland und bin auch hier gemeldet. Nun hatte ich drei OPs in den letzten Jahren und die Krankenkasse möchte nun wissen, ob ich im Ausland versichert bin und ein Visum habe (habe ich). Ist die Versicherung überhaupt berechtigt, sich nach einem Visum zu erkundigen? Das wird jetzt zur Bedingung gemacht, um mir wieder Anwartschaft zu geben. Es sieht so aus, als ob sie einen Kündigungsgrund suchen. Wobei ich mit dieser PKV und dem Basisvertrag überhaupt nicht glücklich bin, weil ständig Ärzterechnungen gekürzt werden, Vertragsarztnummern verlangt werden, nachdem mein Leistungsauftrag schon 3 Wochen bei dem Versicherer liegt – und dem übrigens die Vertragsarztnummer bereits vorliegt – in meinen Auge reine Verzögerungstaktik und Schikane. Bin über 55 und kann leider… Mehr lesen »
Daniel

Hallo Sebastian,
Vielen Dank für deinen Artikel. Bin mir trotzdem noch nicht sicher, ob ich eine Anwartschaft benötige oder nicht…
Ich habe meinen Job vor kurzem gekündet und fliege in zwei Wochen für voraussichtlich 5 Monate nach Mittelamerika. Ich habe mich nicht arbeitslos gemeldet und möchte mich nach der Reise auf Jobsuche begeben. Die AOK empfiehlt mir für diesen Zeitraum auf jeden Fall eine Anwartschaft abzuschließen, da ich wenn ich krank zurück komme, keinen Anspruch auf Leistungen hab. Mein Freund meint allerdings, dass das nicht stimmt und mich die AOK auch aufnehmen muss, wenn ich krank zurückkehre.

wenn ich mir den Kommentar von Charlotte ansehe, benötige ich keine Anwartschaft. Oben in deinem Artikel steht allerdings folgendes: “Das bedeutet einfach übersetzt: Wer keine Anwartschaft abgeschlossen hat und krank zurückkehrt, dem wird die Leistung im Zusammenhang mit dieser Erkrankung verwehrt, trotzdem er wieder in der Krankenkasse versichert ist (gilt auch für Angehörige, die familienversichert werden). Bei einem Schnupfen sicherlich kein Problem, bei Krebs (Krankenhaus, Reha etc.) sieht die Sache dann aber anders aus. Unabhängig davon ist Derjenige dann arbeitsunfähig. Normale Versicherungspflicht durch Aufnahme einer Beschäftigung oder Arbeitslosengeldanspruch ist Fehlanzeige.”

Jetzt bin ich mir nicht sicher, was ich machen soll. Hoffe du kannst mir helfen.

Liebe Grüße,
Daniel

Charlotte
Hallo Sebastian, vielen Dank für die hilfreichen Tipps! Hier noch eine kleine Ergänzung für den Fall, dass man krank aus dem Ausland zurückkehrt: Ich werde für etwas mehr als drei Monate nach Südamerika reisen und habe deswegen meinen Job gekündigt und mich arbeitslos gemeldet, bin also pflichtversichert in der GKV. Für die Zeit der Reise bin ich natürlich beim Arbeitsamt abgemeldet und muss mich bei meiner Rückkehr dort erst persönlich wieder anmelden um Anspruch auf eine Krankenversicherung zu haben. Komme ich gesund zurück ist also alles gut, ich melde mich arbeitslos, bin somit versicherungspflichtig und muss wieder in der gesetzlichen Krankenkasse aufgenommen werden. Wie schaut es aber aus, wenn ich ernsthaft krank (z.B. im Koma) zurückkehre oder rücktransportiert werde und mich nicht arbeitslos melden kann? Nach dreimaligem Anrufen bei meiner Krankenkasse (TK) habe ich nun endlich einen kompetenten Mitarbeiter an der Leitung gehabt, der mir versichert hat, dass auch in diesem Fall von der letzten Kasse, bei der ich versichert war, wieder aufgenommen werden muss. Das gilt übrigens auch, wenn man zurückkommt und sich nicht arbeitslos meldet, sondern von seinen Ersparnissen lebt. Es ist aber in jedem Fall sinnvoll jemandem (z.B den Eltern) eine Vollmacht auszustellen, sodass diese den notwendigen… Mehr lesen »
Sabrina

Hallo Sebastian, herzlichen Dank für die guten Informationen! Ich bin auf der Suche, da mein Bruder in Hongkong eine Diagnose ‘Lungenfibrose’ bekommen hat- eine Krankheit mit schlechter Prognose. Er war vor 10 Jahren in Deutschland gesetzlich versichert und würde gerne wegen der besseren Luft nach Deutschland kommen und hier wieder als Angestellter arbeiten- beim selben Arbeitgeber. Jetzt frage ich mich nur nach den Infos, dass das unmöglich wäre, wenn er nach der Rückkehr keine Krankenversicherung hat, die diese Erkrankung abdeckt. Herzlichen Dank für eine Antwort!!! Liebe Grüße Sabrina

Rebekka
Hallo Sebastian, vielen Dank für deinen tollen Artike zu dem Thema. Ich war schon öfters für mehrere Monate im Ausland und hatte da immer eine Anwartschaft bei der TK. Ich war immer selbstständig und freiwillig versichert und fand es macht Sinn, da bei freiwillig versicherten die gesetzlichen Krankenkassen ja “Nein” zur Wiederaufnahme sagen kann. Ich gehe in einem Monat wieder für längere Zeit ins Ausland. Diesmal habe ich eine spezielle Situation. Ich habe im Moment eine Job, bin also pflichtversichert. Den Job werde ich aber kündigen (bzw. werde gekündigt) bevor ich ins Ausland gehe, wieviel vorher ist noch nicht ganz klar, aber wahrscheinlich werden es nur wenige Tage (max 2 Wochen) vorher werden. Nach meinen Auslandsaufenthalt bin ich voraussichtlich wieder selbstständig. Dann macht eine Anwartschaft wahrscheinlich wieder Sinn, oder wie siehst du das? Und wie läuft das dann? Ich fülle quasi den Antrag auf freiwillige Versicherung aus, sobald mein Kündigungszeitpunkt klar ist und dann den Antrag auf Anwartschaft direkt im Anschluss, oder? Oder könnte es in dem Fall auch sinnvoll sein komplett die Krankenkasse zu kündigen, da ich ja im Moment pflichtversichert bin? Aber so wie ich es bisher verstanden habe ist ja wesentlicher welchen Status ich nach der Rückkehr… Mehr lesen »
Gaar

Hichen, endlich mal einer, der auf deutsch erklärt, was es mit dieser Versicherung auf sich hat…
Frage: was hat es mit dieser Anwartschaftsversicherung für Soldaten auf sich?
Klar ist ja, dass man als Soldat auf Zeit oder BS keine Krankenversicherungspflicht hat! Nun geht es darum den KV Schutz nach dem Ausscheiden zu gewährleisten… Ist diese Anwartschaftsversicherung nur für private KV oder kann man mit diesen Beiträgen zur Anwartschaft auch wieder in die gesetzliche freiwillig rein?
Dabei ist der Wohnsitz, bzw. gewöhnliche Aufenthalt immer in Deutschland, trotz eventueller Auslandsaufenthalte, da der Lebensmittelpunkt weiterhin in Deutschland mit der Familie begründet ist.
Wie ist da die Rechtslage?
Sicherlich kann man sich als SAZ freiwillig in der gesetzlichen versichern, aber die Beiträge sind teuer, da die Bemessungsgrundlage sehr hoch sein kann, und man die Beiträge alleine tragen muss (nicht wie Arbeitnehmer zur Hälfte)
Kann man mit der Anwartschaft in die gesetzliche reinkommen? Da einige SAZ erst im Alter aus der Bundeswehr ausscheiden und als Rentner in die private Versicherung einzuzahlen fast ein Ding der finanziellen Unmöglichkeit ist, meine ich.
Die Krankenkassen sind sich da auch nicht ganz einig, denen ist es natürlich lieber, wenn man volle Beiträge zahlt um das Ausscheiden und das Alter abzusichern….
Danke im Voraus!

Thomas Nitsche

wer aber sagt mir was passiert wenn ich als Rentner in der KVdR bin, dann für 7 Jahre ins nicht europäische Ausland gehe und zurückkomme nach Deutschland. Kann die KVdR meine Beiträge erhöhen, wie lange gilt die Wartezeit bei der Pflegeversicherung und wie sieht es aus bei einem akuten Krankheitsfall den ich in Deutschland direkt behandeln lassen möchte.

Mirana

Hallo Sebastian! Vielen Dank für hilfreiche Informationen. Ich habe eine Frage: bin gesetzlich bei der AOK versichert, möchte für unbestimmte Zeit aus Deutschland ausreisen und nur jedes halbes Jahr kommen, damit die Aufenthaltstitel nicht erlischt, würde mich bei einer deutschen Adresse anmelden lassen. Soll ich AOK kündigen oder passiert es automatisch, wenn keine Beiträge von meinem jetzigen Arbeitgeber ankommen? Vielen Dank im Voraus.

[…] Artikel zum Thema findet ihr auf der Seite von Wireless Life: Mythos: Anwartschaft & Wiederaufnahme in die Krankenversicherung nach Auslandsaufenthalt und Gesetzliche Krankenversicherung: Kündigung und Wiederaufnahme bei […]

Jenny Bilgili

Hallo, vielen Dank für diesen Beitrag! Ich bin auch total verunsichert, Es geht um Folgendes: März 2015 – Dezember 2015 hielt ich mich in der Türkei auf, meldete mich in Deutschland nicht ab. Vorher war ich gesetzlich Kranken versichert und erhielt einen Monat ALG 1. Ich meldete mich bei der Krankenkasse nicht ab, weil man mir sagte, dass durch die Abmeldung beim Arbeitsamt das automatisch passiere. Im Dezember 2015 meldete ich mich komplett in Deutschland ab. In der Türkei war ich ab März 2015 privat versichert und seit Heirat bin ich Familien ersichert. Nun möchte ich zurück kehren und Elterngeld beantragen. Werde ich hier Probleme bekommen? Mir sagte man, dass die Elterngeldstelle die Versicherung anmeldet. Ich war bei der AOK gemeldet. Ich habe nun Sorge, dass ich nachzahlen muss oder dass ich dann mit Wiedereintritt keinen Anspruch habe? Ist mein Kind direkt mit versichert? Vielen Dank!

[…] du versicherungspflichtig. Wenn du vor der Ausreise gesetzlich pflichtversichert warst oder eine Anwartschaft abgeschlossen hat, ist deine alte Krankenkasse (auch vorübergehend) dazu verpflichtet, dich […]

Dunja
Lieber Sebastian, mir geht es wie vielen anderen Lesern deines Bogs: Ich fühle mich von dir sehr viel besser beraten als von der Mitarbeiterin meiner Krankenversicherung bzw. vertraue ich deinen Aussagen gerade eher. Tausend Dank für deine Zeit, die Du in deinen Blog und die Beantwortung unserer Fragen investierst! Trotzdem es hier eigentlich schon beantwortet wird, möchte ich sicherheitshalbe konkret meine Frage beantwortet wissen: Ich bin angestellt, habe zum 12.05.2017 gekündigt und werde am 23.05.2017 für eine 4-monatige Almzeit in die Schweiz gehen. Meine Almmtter meldet mich ordentlich in ihrem Kanton an. Zunächst war ich bei meiner GKV (AOK). Natürlich möchte ich während meiner Abwesenheit hier keine horrenden Beiträge bezahlen, sondern meine KV ruhen lassen. Als ich dies vor Ort (AOK) beantragen wollte, wurde mir mitgeteilt, ich müsse zunächst eine private Auslandskrankenvers. abschließen, erst dann könne mein Anliegen bearbeitet werden. Ich habe nun bei der H.M. eine Langzeitauslandskrankenversicherung für max. 365 Tage abgeschlossen, werde aber aller Voraussicht nach lediglich unter 6 Monate im innereuropäischen Ausland reisen. Teilweise eben auch berufstätig sein. Muss ich mich für diesen Zweck aus D abmelden, um keine Beiträge ggü. meiner jetzigen GKV leisten zu müssen oder reicht eben tatsächlich die Police der HM und mein… Mehr lesen »
Anna
Hallo! Erstmal danke für viel Information – ganz tolle Seite. Meine Frage ist folgende: wir sind beide selbständig, mein Mann hat jedoch keine deutsche (auch keine EU) Staatsangehörigkeit, möchte sie auch aus beruflichen und privaten Gründen nicht beantragen. Jetzt habe ich die Möglichkeit im Ausland (nicht EU) zu arbeiten (wie lange genau steht noch nicht fest), unsere gemeinsame Kinder müssten dann auch mitkommen. Mein Mann hätte hier aber immer noch einige Aufträge. Wir wollen aber natürlich nicht getrennt leben oder so. D.h. er müsste zwischen 2 Ländern leben. Wie schaut es für ihn dann aus? Ich muss mich und Kinder in DE abmelden. Mein Mann kann sich aber nicht abmelden, sonst kann er in DE keine Gewerbe mehr betreiben und wenn wir mit Kindern wieder zurück nach Deutschland kommen, darf er trotzdem nicht mitkommen, sonder muss dann ein Visum für Familiennachzug (oder wie auch immer das heisst) beantragen und das dauert ewig. Aber die Frage ist eigentlich: darf er hier überhaupt weiter gemeldet bleiben (er hat Aufenthalterlaubnis), wenn seine Familie in DE abgemeldet ist? Wir wissen dass er mindestens 6 Monate im Jahr sich in DE aufhalten muss um sein Aufenthaltserlaubnis nicht zu verlieren. Uns interessiert jetzt aber die Frage… Mehr lesen »
Philip

Hallo, auch noch eine Frage: Ich werde aus der CH nach D zurückkehren. In CH bin ich pflichtversichert, habe aber parallel noch mein PKV in D laufen (mit deren Wissen). Wenn ich die PKV vor meiner Rückkehr kündige, kann ich mich dann in D wieder gesetzlich kranken versichern lassen? (Gehaltstechnisch werde ich über der Beitragsbemessensgrenze liegen, wäre aber Angestellter)…

Vielen Dank!

Alex

“Bei einer Reisedauer von weniger als 2 Monaten” müsste es nicht heißt “mehr als 2 Monaten”?

Gerald

Im Hinblick auf eine bevorstehende AltersRente ist eine Anwartschaft während längerer Auslandsreise sehr wohl relevant. Nämlich nur dann wenn man bei Eintritt in die Altersrente die sogenannte 9/10-Regelung erfüllt, erfüllt man die Voraussetzung für die “Krankenversicherung der Rentner, KVdR “. Nur diese KVdR bietet dir die für Rentner günstigen Tarife bei glztg. guten Leistungen. Erfüllt man die 9/10 Regelung nicht, dann kann sich der Rentner nur “freiwillig” versichern, also mit teureren Tarifen und umständlicher Abwicklung bei der Bezahlung von ArztRechnungen. Die 9/10 Regelung besagt : Die Anzahl der Versich.Monate die zwischen der erstmaligen Mitgliedschaft ( erstmalig in deinem Leben ) und dem Renteintritt liegen, dividiert durch 2, und in der zweiten Hälfte dieser Zeitspanne muss man 9/10 der Zeit versichert gewesen sein, und nur dann erfüllt man die o.g.Voraussetzung. Fehlende Monate kann man sich durch die Anwartschaft sichern. Ich weiß das deshalb, weil ich VollzeitReisender bin, in 5 Jahren meine Altersrente beginnt, und ich von der TK genau darüber kompetent beraten wurde. Im Übrigen kann man sich die Mühe machen und das alles im Sozialgesetz nachlesen.

jens

Dem kann ich 100% zustimmen.
Bei der Barmer sind das zur Zeit 50 Euro monatliche Kosten für die Anwartsschaftsvers.

jens

Sorry, es sind derzeit 55 Euro und kann jährlich um ca. 1 Euro steigen.

Thomas

Gerald,
deine Aussage ist absolut richtig. Meine Frau und ich waren von 2001 bis 2005 vier Jahre in den USA. In dieser Zeit hat sich meine Frau privatversichert, da die gesetzliche KV im außereuropäischen Ausland keine Behandlungskosten übernimmt.
Leider hat uns damals niemand über die 9/10 Regelung aufgeklärt und auf die Möglichkeit einer Anwartschaft in der gesetzlichen KV hingewiesen.
Die Konsequenz für meine Ehefrau:
Bei Renteneintritt erfüllt sie deshalb nicht die Versicherungszeit von 20 Jahren und 8 Monaten (9/10 der letzten 23 Berufsjahre) in der gesetzlichen KV.
Anstelle des günstigen Beitrages der KVdR in Höhe 146 Euro werden nun Kosten in Höhe von 646 Euro monatlich fällig, da bei einer freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung die gesamten Familieneinkünfte (Einkommen des Ehepartners, Mieten etc.) für die Berechnung des Krankenkassenbeitrages herangezogen werden.
Deshalb unbedingt vor einem Auslandsaufenthalt in schriftlicher Form die gesetzliche KV nach der 9/10 Regelung und einer Anwartschaft zum Ruhe der Mitgliedschaft in der gesetzlichen KV fragen!!!

Inga Baldus

Hallo Sebastian,
wow, du nimmst dir echt Zeit, um die ganzen Fragen zu beantworten. Danke dafür!
Ich bin pflichtversichert bis 30.April und werde am 1.Mai auswandern, d.h. ja dann, dass ich bis zuletzt pflichtversichert war und dass ich ohne Anwartschaft wiederkommen kann, richtig? Oder ist die Lücke von einem halben Tag nicht abgedeckt? Ich werde mich ja ab dem 1.Mai auch abmelden und eine AuslandsKV abschließen. Im Falle eine Rückkehr kann ich normal wieder in die KV, wenn ich das richtig verstehe, aber nur als Angestellte. Wahrscheinlich ist, dass ich dann selbstständig tätig bin, könnte das teuer werden oder bleibt’s dann bei dem normalen Tarif für freiwillig Versicherte?
Liebe Grüße,
Inga

Judith

Hallo alle zusammen,

vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel und all eure Kommentare. Ich würde auch gerne noch ein oder zwei Fragen stellen: Nach einem knapp 4jährigen Auslandsaufenthalt plane ich wieder nach Deutschland zurückzukehren und vielleicht zunächst selbstständig und freiberuflich zu arbeiten.
Zuletzt war ich privat versichert in Deutschland und habe diese Versicherung dann aber aufgehoben, da ich hierzulande über meine Arbeitsstelle gesetzlich krankenversichert war bzw. bin.
Nun habe ich etwas recherchiert und mir ist klar geworden, dass ich bei einer Rückkehr erneut einer PRIVATE KV beitreten müsste.
Sollte das dann wieder die gleiche KV sein oder könnte es auch eine andere sein?

Und wäre es auch möglich, nach einer bestimmten Zeit dann doch in die gesetzliche zu wechseln? Weil ich im MOment den Eindruck habe, dass mein mögliches Einkommen in Deutschland den Beitragssätzen nicht gewachsen wäre.

Herzlichen Dank und viele Grüsse
Judith

Phil

Hallo Miteinander,
ich habe vor für ein knappes halbes Jahr ins Ausland zu gehen, um einfach die Welt zu bereisen. Momentan bin ich selbständig und privat versichert. Für die Zeit im Ausland würde ich mir gerne das Geld für die PKV sparen wollen. Kann ich einfach meine PKV kündigen? Dadurch das ich als Selbständiger in dem Kreis der nicht versicherungspflichtigen Personen reinfalle, müsste das doch so einfach gehen. Falls nicht, würde der Versicherung eine Auslandskrankenversicherung als Ersatz ausreichen?

Robert

Hallo Zusammen,

ich war bisher immer privat versichert (selbständig), nun bin ich angestellt und musste mich gesetzlich zwangsversichern lassen.
Was passiert nun wenn ich irgendwann mal wieder mich selbständig mache? Würdet ihr mir empfehlen die private auf Anwartschaft zu setzen und wenn ich meinen Job kündige, könnte ich wieder in die private? (Die Beiträge in meiner privaten sind viel günstiger!).
Geht das dann leicht oder würde die gesetzliche dann sagen “daraus wird nix!”

Danke im Voraus 🙂

koffiie

Statusanfrage Krankenversicherung nach Rueckkehr aus Ausland

Vor dem Auslandsaufenthalt bestand in Deutschland eine
freiwillige Krankenversicherung bei der TK (2 Monate) als Selbststaendiger.
Davor viele Jahre als gesetzl.Pflichtversicherter.
Die horrenden Beitraege fuehrten zur Arbeitsaufnahme im Ausland.

Im Ausland bestand gesetzliche Pflichtversicherung-Skandinavien.
Nach der Rueckkehr erfolgt direkt eine Arbeitsaufnahme als
Arbeitnehmer.

Tritt hier die gesetzliche Pflichtversicherung als Arbeitnehmer automatisch in Kraft ?
Oder muss man auf Bestaetigung der gesetzl. Mitgliedschaft warten und
somit evtl auf evt Absage durch den Arbeitgeber?
Also
Die alte KK Mitgliedschaft soll nicht fortgesetzt werden.
Danke vorab
H.Steltner

Steven

Hallo,
Nach Wohnsitzabmeldung in Deutschland mit Abmeldebescheinigung und Verzug nach Thailand die GKV gekündigt, außerordentliche Kündigung mit tagegenauer Abrechnung. Wenn man nun nach ein paar Monaten wieder zurück kommt und vorher freiwillig versichert war in der GKV, muss man wieder in die gleiche GKV. Stimmt das?
Nun habe ich gehört, dass die auch noch prüfen können, wo der gewöhnliche Aufenthalt in Mehrheit der letzten 6 Monate war, d.h. bei Mehrheit in Deutschland, muss nachgezahlt werden, obwohl man gar nicht da war. Stimmt das?
Wenn ja, wie ist das dann, wenn man z.B. 3,5 Monate im ausland war und sich wieder anmeldet, kann die GKV dann trotzdem noch nachfordern, obwohl man gar keine Wohnadresse in Deutschland hatte?

Sophie

Eine Frage zu der Sie eventuell einen Tip oder Antwort haben. Ich war über meinen Vater privatversichert und habe mich zu Anfang meines Studiums für die Private entschieden. Nun bin ich über 25 und zahle 160€ im Monat. Als Studentin ist das wahnsinnig viel! Dazu lebe ich seit 6 Jahren im europäischen Ausland. Wie kann ich noch im Studium aus der PKK austreten und dann auch nach Rückkehr nach Deutschland in die Gesetzliche? Ich google mir die Finger wund und finde nichts.

[…] pflichtversichert bist, kannst du dir die problemlose Wiederaufnahme nach der Rückkehr über eine Anwartschaftsversicherung für ca. 50 Euro/Monat […]

Ute

Hallo Sebastian,

herzlichen Dank für die vielen nützlichen Tipps.
Gerne hätte ich auch einen Tipp in folgender Sache: Ich plane mit meiner Familie einen 5-monatigen privaten Aufenthalt in Südamerika. Mein Arbeitgeber ist damit einverstanden, dass ich mit reduzierter Wochenstundenzahl auf Heimarbeitsbasis weiterarbeite. D. h., ich würde über den Arbeitgeber angemeldet bleiben, also auch weiterhin gesetzlich krankenversichert sein.
Auf privater Basis müsste zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung abschließen. So weit, so gut.

Die Leistungen der GKV könnte ich während der 5 Monate im Ausland aber gar nicht in Anspruch nehmen, da ich im außereuropäischen Ausland sein werde und in der Zwischenzeit auch nicht nach Deutschland zurückkommen werde. Bestünde eine Möglichkeit, während der Abwesenheit die GKV über eine günstigere Anwartschaft ruhen zu lassen?
Laut mündlicher Auskunft der TK geht das nicht. Ich müsste weiterhin meine GKV-Beiträge voll bezahlen, auch wenn ich keine Leistungen in Anspruch nehmen kann.

Ist diese Aussage richtig?
Ganz herzlichen Dank für Deine Antwort.

Hi Sebastian! Tolle Post, danke! Ich bin Selbständiger, Privatversichert (HanseMerkur) und habe der Anwartschaftversicherung benutzt während meine Auslandreise dieses Jahr (Jan-Jun). Nach meinem zurückkehr war ich wieder zu HanseMerkur zurückgenommen, aber jetzt geht die Reise weiter, im ende November. Ich habe meinem Versicherungsmakler gefragt, und sie ist die Meinung, dass man der Anwartschaftversicherung nicht so schnell wieder nehmen kann. Ist das wahr? Ich habe versucht das zu reserchieren, habe aber kein Antwort gefunden. Vielleicht hast du etwas dazu gelesen oder gehört? Ich wäre sehr sehr dankbar für deine Hilfe!

Viktor

Hi Hanna,

kannst Du mir sagen, ob die Wiederaufnahme (Reaktivierung der Anwartschaft) mit aufwand verbunden war?
Gibt es hier Fristen?

Oder hast Du mitgeteilt, wieder in D zu leben und warst direkt wieder in der PKV?

wolfgang

Hallo Hanna,
es kommt wohl sehr auf die PKV an.
Ich bin 2011 nach China und habe meine PKV bei der Central auf grosse Anwartschaft umgestellt. Das Assignment im Ausland wurde mehrfach verlängert – und damit auch jeweils die Anwartschaft. Zudem war ich von Juli-Sept. 2016 wieder in Deutschland angestellt. Danach wieder China. Die Anwartschaft wurde nach Zusendung der Bestätigung der Auslandstätigkeit durch den Arbeitgeber jeweils problemlos verlängert. Aber wie gesagt, das gilt für die Central. Wie Sebastian schreibt, scheint es keine klare Regelung zu geben.

André

Hallo Sebastian,

super Zusammenfassung! Bin mir dennoch unsicher, folgende Situation: ich bin derzeit Angestellter und gesetzlich pflichtversichert (Novitas BKK). Ich habe zum 01.01.2017 gekündigt und gehe ab dem 14.01.2017 auf unbestimmte Zeit nach Südamerika (allerdings nicht länger als ein Jahr). Für den Zeitraum der Reise (ab 14.01.2017) habe ich für 12 Monate eine Auslands Krankenschutz LANGZEIT Versicherung beim ADAC abgeschlossen. Das Arbeitsamt ist informiert. Ich bin ab 14.01.2017 Arbeitslos ohne Leistung aber nicht arbeitssuchend. Nun beschäftigen mich noch folgende Punkte:

– Was mach ich am besten in der Zeit vom 1.01.2017 bis 14.01.2017 (Das Arbeitsamt zahlt in dieser zeit nichts- Aussage Amt) Möchte mich ggf. für die 2 Wochen freiwillig gesetzlich versichern (Novitas). Bringt mir dies bei meiner Rückkehr Nachteile bzgl der Wiederaufnahme? bzw. gibt es eine bessere Lösung?
– Die ADAC Versicherung leistet ausschließlich im Ausland. Wie gehe ich am besten vor wenn ich innerhalb der zwölf Monat einen Deutschland-Stop einlege?
– Bzgl. Pflegeversicherung: hier habe ich für 7,50/Monat ein Angebot der Novitas um im Anschluss die 5 Jahre Wartezeit zu vermeiden? Ist dies überhaupt nötig?

Vielen Dank vorab!

André

Rico

Bin seit ein paar Tagen selbstständig und fliege in einer Woche nach Südamerika für 7 Monate. Bis vor kurzem war ich pflichtversichert. Aktuell bin ich im schwebezustand bei der GEK weiterhin freiwillig versichert bis ich unterschreibe. Nach langer Diskussion wollen die mich nicht raus lassen und auch keine Anwartschaft akzeptieren während ich unterwegs bin. Ich soll weiterhin bezahlen und hier versichert sein. Eine Auslands KV existiert bei der Hanse. Hab ihr mir eine Idee? Argumentation? Oder wie seht ihr das?

Sabine Seidel

Mein Mann (76) und ich (67) sind Rentner und überwintern seit 10 Jahren am Zweitwohnsitz in Mexiko. Erstwohnsitz it in Deutschland Erstwohnsitz in Deutschland, Zweitwohnsitz in Mexiko. Weil unsere deutschen PKV in Mexiko nichts zahlen, sind wir in Mexiko ganzjährig in der staatlichen Krankenversicherung (vergleichbar mit AOK). Meine PKV gibt mir während meiner Abwesenheit immer Anwartschaft. Die PKV meines Mannes will ihm jetzt keine Anwartschaft mehr geben. Argument: er habe seinen gewöhnlichen Aufenthalt im außereuropäischen Ausland. Entweder soll er den vollen Beitrag durchgehend zahlen (teuer!) mit dem Angebot, Kosten auch in Mexiko zu übernehmen, oder er soll eine Anwartschaft auf Dauer (d.h. ohne Unterbrechung) beantragen, bis er endgültig nach Deutschland zurückkehrt. Bei einer Langzeitanwartschaft entsteht bei Aufenthalten in Deutschland eine gravierende Versicherungslücke, die auch mit weltweiten Reiseversicherungen nicht zu schließen ist (Heimatland ausgeschlossen), außerdem versichert ihn mit bald 77 Jahren keiner mehr. Unsere mex. Sozialversicherung zahlt natürlich auch nichts außerhalb von Mexiko. Was tun?

Rima

Hallo Sebastian,
Erstmal vielen Dank für die ganze Zusammenfassung, bin jetzt ein bisschen weitergekommen mit den ganzen Infos

Dennoch eine Frage, ich habe gekündigt, bin bei der AOK und will für eine längere unbestimmte Zeit nach Srilanka gehen.
Ich werde mich in Deutschland nicht abmelden und nachdem keiner von der AOK mir richtige Infos geben konnte, weiß ich nicht genau ob ich mich weiterhin privat versichern soll (170€) oder nur eine Anwartschaftsversicherung abschließen soll (ist günstiger)
Danke im Voraus
Liebe Grüße
Rima

[…] wirelesslife.de […]

Anna

Hallo!
Ich habe gerade den Artikel gelesen und habe auch noch eine offene Frage: Meine KK sagte mir (AOK), dass ich nach Rückkehr wieder aufgenommen werde und dann den gesetzlichen Tarif bezahlen muss (das ist klar). SIe sagte mir aber auch, dass ich dann (trotz der Zahlunge der monatlichen Beiträge) für 6 Monate KEINEN Anspruch auf Leistungen habe.

Kann mir das jemand bestätigen?
DANKE und GRUß

Alexander Peters

Hallo Sebastian, wie sieht es denn mit freiwillig gesetzlich versicherten aus? Seit 10 Jahren freiwillig gesetzlich versichert. Entsendung als Annahme1) EXPAT (also kein lokaler Vertrag) für 3-5 Jahre entsendet: kann man wenn man zeitlich eine Grenze angibt in der deutschen Versicherung bleiben und nimmt eine Zusatzversicherung? Wenn nicht möglich wie sieht es mit der Rückkehr aus: Anwartschaft?
Annahme2) Lokaler Vertrag für 3-5 Jahre entsendet: Anwartschaft problemlos möglich?

Über eine Rückmeldung freue ich mich !
Alex

Peter

Hallo Sebastian,

sehr interessanter und ausfuehrlicher Beitrag. Ich bin derzeit als Expat MA durch meinen Arbeitgeber nach USA entsandt worden. Mein Gehalt beziehe ich weiterhin ueber meinen Deutschen AG. Derzeit habe ich eine Anwartschaft bei meiner privaten KV laufen. Allerdings wuerde ich gerne nach meiner Rueckkehr in die GKV wechseln. Besteht die Moeglichkeit meine PKV zu kuendigen, mit der Begruendung, dass ich meinen gewoehnlichen Aufenthaltsort nach USA verlegt, um dann bei der Rueckkehr mich PKV zu versichern.

Vielen Dank fuer deinen Tipp.

Gruss
Peter

Sonia
Hallo Sebastian, ein toller, weil vor allem objektiver Artikel. Hinter sonstigen Infobroschüren verstecken sich ja doch allzu Unternehmen, die Infos nur für ihre Sache hergeben und nur in eine, nämlich ihre gewinnbringende Richtung argumentieren. Ich freue mich immer, wenn ich Informationen von “echten Menschen” lesen kann. Vor lauter Lesen werde ich immer nur perplexer und in mir bleibt immer eine sicherlich simple, aber mir immer noch nicht erschlossene Frage: Wenn ich mich NICHT in Deutschland abmelden möchte, weil ich in Asien einen Job beginne für unbegrenzte Zeit beginne,, das Ganze aber eher ausprobiere, vielleicht auch alles wieder aufgebe – welche Kosten kommen auf mich zu? Der Arbeitgeber in Asien stellt keine Versicherung. Ich bin derzeit noch normal gesetzlich versichert, auch nicht freiwillig gesetzlich, sondern normal gesetzlich. Ich glaube, ich würde auch gerne eine Anwartschaft bei meiner gesetzlichen KV annehmen, Frage: Werde ich dann automatisch freiwillig gesetzlich versichert, wenn kein Einkommen mehr in Deutschland vorliegt? Bleibe ich komplett versichert, muss 15 % meines Einkommens berappen und DAZU kommt noch die Anwartschaft und die Auslandskrankenversicherung (die ich auf jeden Fall abschließe)? Oder ist die Anwartschaft eine Art ruhender Ersatz für diese horrenden 15 % und dazu kommt nur noch die Auslandskrankenversicherung, die… Mehr lesen »

Hey Sebastian,
danke, dass du soviel Lebenszeit investiert hast, um uns mit diesen gut recherchierten Infos zu versorgen! Ich werde für ein Jahr oder 10 Monate nach Ramallah gehen, meinen Wohnsitz in Deutschland kann ich in der Zeit nicht abmelden, weil ich dort keinen Wohnsitz anmelden kann.
Das heißt; wenn ich meinen (offiziellen) Wohnsitz in Deutschland behalte, dann MUSS ich eine Anwartschaft machen, weil ich als Bürgerin versicherungsverpflichtet bin, richtig?
Danke =)
Maria

Hallo Maria,
für die Abmeldung in Deutschland ist nicht Bedingung, dass Du anderswo im Ausland einen Wohnsitz anmeldest. – Wir sind seit Jahren abgemeldet und auf Weltreise, kein Problem mit Gemeinde oder Finanzamt. Für die GKV (pflichtversicherter Rentner) war die Abmeldung vom Wohnort Voraussetzung, mich aus der KK zu entlassen. Eine Anwartschaft bot die TK in meinem Fall nicht an, allein die Mindestbeiträge zur Pflegeversicherung laufen weiter, weil …. ich habs vergessen. – Mit Rückkehr nach Deutschland und Anmeldung am Wohnsitz SOLL die GKV, bei mir KVdR (Krankenversicherung der Rentner, wieder aufleben.
Irgendwo zu lesen ist, dass die GKV auf Nachweis einer Auslandskrankenversicherung für die Zeit der Abwesenheit besteht, um keine Nachzahlungen zu verlangen. – Wir haben Allianz World Wide Care gewählt, weltweit unbefristet.

Dieter Linke

Hallo!
kann mir einer helfen.bin 72 jahre.
bin 6-7 monate im ausland(nicht EU.) überwintern.
habe dort einen wohnsitz, auslandkranken.vers. visa,flugticket.
meine frage:kann ich meine GKV.in dieser zeit aussetzen!
Gruß Dieter.

Sabine Seidel

Kommt darauf an, ob pflichtversichert oder freiwillig versichert und es kommt darauf an, ob man in Deutschland mit Wohnsitz durchgehend gemeldet bleibt oder nicht. Man muß mit seiner Kasse verhandeln.

Monique

Hallo Sebastian,

Schon krass, dass ein privater Blog die einzig hilfreiche Quelle zu dem Thema ist. lustigweise habe ich auch gerade mit der BKK VBU dazu telefoniert und die wollen, dass ich eine Anwartschaftsversicherung für 50€ im Monat aufnehme. Ich habe den Eindruck, die Bearbeiterin hatte selbst nicht so richtig Ahnung, deshalb bin ich unsicher ob ich ihrer Aussage glauben kann. Sie meinte, da ich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung bin (Arbeitnehmer über Bemessungsgrenze) komme ich ohne Anwartschaft nicht zurück. Ist das jetzt so?

Vieln Dank für deine Meinung!

Lucia

Hallo Monique, ich war 2011 von August bs Februar 2012 im Ausland, hatte damals eine Anwartschaft mtl bezahlt, da ich als freiwillig ´Versicherte eben nicht mehr in die gesetzliche gekommen wäre- da ich mich rein theoretisch ja privat versichern könnte… mit der Anwartschaft ( ca 40 € mtl) war es kein Problem.
Viele Grüße

[…] pflichtversichert bist, kannst du dir die problemlose Wiederaufnahme nach der Rückkehr über eine Anwartschaftsversicherung für ca. 50 Euro/Monat […]

Dorina

Hallo,

zunächst einmal ein Lob für diesen sehr ausführlichen Beitrag zum Thema Anwartschaft auf Krankenversicherung! Dennoch bleiben bei mir einige Fragen offen.

Da ich selbst demnächst das Land verlassen werde und vor habe mich im Ausland selbstständig zu machen bin ich momentan auch auf einer sinnvollen Lösung für mich, um im Ernstfall abgesichert zu sein.

Hier nun meine Frage zu dem Thema:
Ich werde nun auswandern, mich selbstständig machen und hoffen, dass alles gut läuft. Für die Anfangsphase habe ich vor mich mit einer deutschen Auslandsversicherung abzusichern und dann vor Ort zu recherchieren, was es dort noch für Möglichkeiten gibt.
Zugegebenermaßen ist die medizinische Versorgung in Deutschland aber nach wie vor top, so dass ich im schlimmsten Fall – sagen wir einer Krebserkrankung oder ähnlichem — eine ärztliche Versorgung in DE vorziehen würde. Könnte ich in diesem Fall , wenn ich eine Anwartschaft abgeschlossen habe, einfach so nach Deutschland zurück kehren und hätte dann das Recht auf eine medizinische Versorgung? Oder wie sähe es dann aus?
Ich hoffe jemand kann mir damit hier weiter helfen …

Liebe Grüße,
Dorina