15 Bücher, die mich in den letzten 10 Jahren nachhaltig beeindruckt haben

Manchmal treffe ich Menschen, die mich zutiefst inspirieren. Manchmal gebe ich Tausende Euro für ein Coaching oder ein Seminar aus. Ganz oft aber sind es die 10 Euro für ein Buch, die mir eine neue, bereichernde Sicht auf die Welt bieten.

Um ganz ehrlich zu sein, habe ich früher sehr wenig gelesen. Erst seit Ende 20, seit dem Beginn meiner Selbständigkeit, wurden Bücher immer mehr zu meinen Begleitern. Teilweise zur Entspannung, teilweise als Mentoren.

Bücher, die mir im Kopf geblieben sind, möchte ich dir in diesem Beitrag vorstellen. Es ist eine unsortierte Liste meiner Favoriten mit Sachbüchern aber auch Geschichten mit Tiefgang. Viele der Titel habe ich auf Englisch gelesen. Du findest sie bei dem Buchhändler deiner Wahl aber auch auf Deutsch.

 

Simon Sinek: Start with Why

“When you compete against everyone else, no one wants to help you. But when you compete against yourself, everyone wants to help you.”

Es gibt wenig andere Bücher, die mich in meiner Selbständigkeit so geprägt haben, wie dieses. Der Autor beschreibt das goldene Dreieck aus “Why, How und What” mit dem übergeordneten Sinn an dessen Spitze.

Sobald wir diese Vision (Why) in unserem Leben kennen, fällt es deutlich leichter, die kurzfristigen Entscheidungen daran auszurichten und sich zu motivieren.

 

Johnathan Fields: Uncertainty

“The more certain you are of the answer or the outcome in advance, the more likely it is to have been done already—to be derivative—and the less anyone will care, including you.”

Jeder, der von Zweifeln und Ängsten über die Zukunft geplagt wird, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Der Autor gibt fundierte Tipps zum Umgang mit Ungewissheit und relativiert diese damit.

Ich garantiere dir, dass du nach dem Lesen des Buches eine komplett andere Sichtweise auf Ungewissheit entwickelst und diese im besten Fall sogar als positiv empfindest.

 

Paulo Coelho: Der Alchemist

“Für sie war ein Tag wie der andere, und wenn alle Tage gleich sind, dann bemerkt man auch nicht mehr die guten Dinge, die einem im Leben widerfahren.”

Zurecht ein zeitloser Klassiker ist die Geschichte vom Hirten Santiago, der seinem Traum folgt aber immer wieder zweifelt. Eine Geschichte voller Lebensweisheiten.

Wenn du Paulo Coelho magst, sind folgende Erzählungen mit Tiefgang sicher auch interessant für dich:

  • Claus Mikosch: Der kleine Buddha
  • Jorge Bucay: Komm, ich erzähl dir eine Geschichte
  • John Strelecky: Das Café am Rande der Welt
  • Antoine De Saint-Exupery: The Little Prince

 

Don Miguel Ruiz: Die 4 Versprechen

“Nothing other people do is because of you. It is because of themselves. All people live in their own dream, in their own mind; they are in a completely different world from the one we live in. When we take something personally, we make the assumption that they know what is in our world, and we try to impose our world on their world.”

In dem Buch des mexikanisch stämmigen Ruiz geht es um Vereinbarungen, die wir mit uns selbst treffen. Vor jeder Entscheidung sollten wir überprüfen, ob diese gegen eine dieser Versprechen verstößt. Einige Teile des Buches sind abstrakt, andere enthalten sehr einfache Wahrheiten.

Die 4 Versprechen ist das Standardwerk von Ruiz, dem viele weitere Bücher folgen. Absolut empfehlenswert ist auch “The Mastery of Love”, in dem es darum geht, warum wir uns mit Beziehungen jeglicher Art so schwer tun.

 

Dan Millman: Der Pfad des friedvollen Kriegers

“Besser, du machst mit der vollen Kraft deines Seins einen Fehler, als dass du mit verzagendem Mut jeden Fehler vermeiden willst. Verantwortung heißt, das Vergnügen zu erkennen und auch seinen Preis. Verantwortung heißt, aufgrund dieser Einsicht eine Entscheidung treffen, und mit dieser Entscheidung leben – ohne Reue.”

Dan Millman erzählt von seiner Begegnung mit Socrates, der zu seinem Mentor wird. Der alte Mann lehrt ihn Weisheiten vom Entdecken des unendlichen inneren Potenzials bis hin zum Umgang mit Zweifeln und Verantwortung.

12 Experimente, die aufrütteln

Im Jahr 2018 begibt sich Sebastian auf eine Reise. 12 Rollen in 12 Monaten. Unter anderem lebt er anonym, frutarisch, nackt, pilgernd und autark. Die Experimente stehen für das Neue, für den Schritt heraus aus der Komfortzone.

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“Lesevergnügen mit großem Tiefgang!”

“Humorvoll, verrückt und genial!”

“Ein Abenteuerbuch, das zum Nachdenken anregt.”

“Aus diesem Buch spricht die Liebe zum Leben.”

 

 

Derek Sivers: Anything You Want

Anything you want

“The less I own, the happier I am. The lack of stuff gives me the priceless freedom to live anywhere anytime.”

Das Manifest von Self-made Millionär und Unternehmer Derek Sivers ist eines der wenigen Business-Bücher in dieser Liste. Beeindruckend finde ich Sivers vor allem, weil er Dinge einfach mal anders macht, als sie in den typischen “Werde erfolgreicher Unternehmer”-Standardwerken zu lesen sind/

Auf 96 Seiten teilt er die Learnings seiner unternehmerischen Reise und viele originelle Gedanken zum Unternehmertum.

 

Carlo Rovelli: Reality is not what it seems

“The present is like the flatness of the Earth: an illusion. We imagined a flat Earth because of the limitations of our senses, because we cannot see much beyond our own noses.”

Im Grunde geht es im Buch um den aktuellen Stand der Quantenphysik. Vielmehr beschreibt Rovelli aber den Verlauf von physikalischen Theorien seit den Philosophen der Antike, die wir immer solange als Realität betrachten, bis wir eines besseren belehrt werden.

Ein absoluter Lesetipp auch für Nicht-Wissenschaftler. Angelehnt an diesen Titel, der die bestehende Realität hinterfragt, kann ich dir folgende zwei Bücher empfehlen:

  • Paul Watzlawick: Wie wirklich ist die Wirklichkeit?
  • Erich Fromm: Vom Haben zum Sein

 

Malcom Gladwell: Outliers

“Why is the fact that each of us comes from a culture with its own distinctive mix of strengths and weaknesses, tendencies and predispositions, so difficult to acknowledge? Who we are cannot be separated from where we’re from—and when we ignore that fact, planes crash.”

In Outliers (oder auf deutsche “Überflieger”) stellt Malcom Gladwell überraschende Zusammenhänge zwischen Gewinnertypen und der Herkunft von Menschen her. Nicht immer entscheiden harte Arbeit und Fleiß über Erfolg, sondern vielmehr das Geburtsdatum, der Ort und die Zeit, in dem jemand aufgewachsen ist.

Gladwell ist einer meiner Lieblingsautoren, weil er sich nicht mit oberflächlichen Erklärungen zufriedengibt, sondern den Dingen auf den Grund geht. Großartig sind auch “David & Goliath” und “The Tipping Point” von ihm. Wenn du Gladwell magst, dann schau dir auch mal das Buch “Radicals” von Jamie Bartlett an.

 

George Orwell: 1984

“Daß die Menschheit die Wahl zwischen Freiheit und Glück hatte und daß, für die Masse der Menschheit, Glück besser sei.”

Den Klassiker von George Orwell beschreibt eine Utopie (oder Dystopie?) mit einer übermächtigen Partei, die nicht nur die Handlungen der Parteimitglieder und Arbeiterklasse steuert, sondern auch ihre Gedanken. Big Brother is watching und das ununterbrochen. Das Buch ist 1948 entstanden und zeichnet ein erschreckendes Bild einer möglichen Zukunft.

Einen Kontrast dazu bildet Aldous Huxleys “Brave New World”. Nach dem Lesen beider Bücher nacheinander finde ich erschreckende Parallelen zu unserer Gegenwart.

 

Peter Singer: The Life You Can Save

“If our sense of fairness makes us less likely to give when others are not doing so, the converse also holds: we are much more likely to do the right thing if we think others are already doing it.”

Ich habe mich gefragt, was ich mit meiner Zeit und meinem Geld Gutes in der Welt tun kann. Dann bin ich auf Peter Singer gestoßen, der mit seinem großartigen Buch so einige Denkprozesse in meinem Kopf gestartet hat und mir einige Fragen beantworten konnte.

Ebenfalls sehr empfehlen kann ich zum Thema Effective Altruism “The Blue Sweater” von Jacqueline Novogratz, in dem es weniger um Zahlen, sondern um die spannende Biographie einer Weltverbesserin geht.

 

Eknath Easwaran: The Bhagavad Gita

“You have the right to work, but not to the fruits of your labour.”

Die Gita ist ein Teil der Mahabharata, einem der wichtigsten hinduistischen Skripte. Krishna und Arjuna führen einen Dialog am Rande des Schlachtfeldes, in dem der Protagonist gegen seine eigene Familie in den Krieg ziehen muss.

Eknath Easwaran interpretiert den jahrtausendealten Epos so objektiv wie möglich und gibt wichtige Hintergründe zum Verstehen der fernöstlichen Konzepte. Die Gita begleitet mich oft beim Schlafen gehen und hat für mich wahrscheinlich die Funktion, die viele Christen in der Bibel sehen.

 

Hans Rosling: Factfulness

“We find simple ideas very attractive. We enjoy that moment of insight, we enjoy feeling we really understand or know something. And it is easy to take off down a slippery slope, from one attention-grabbing simple idea to a feeling that this idea beautifully explains, or is the beautiful solution for, lots of other things. The world becomes simple. […] It saves a lot of time to think like this. You can have opinions and answers without having to learn about a problem from scratch and you can get on with using your brain for other tasks. But it’s not so useful if you like to understand the world. Being always in favor or always against any particular idea makes you blind to information that doesn’t fit your perspective.”

In den Zeitungen lesen wir ununterbrochen Schreckensmeldungen. Dabei machen wir unglaubliche Fortschritte als Menschheit. Rosling erzählt Geschichten mit Daten. Er zeigt auf, warum wir ein völlig verzerrtes Bild von der Realität haben und wie positiv es um die Erde eigentlich bestellt ist.

 

Andreas Eschbach: Ausgebrannt

“Die gesamte Wissenschaftsgeschichte ist eine Geschichte von Situationen, in denen einer Recht hatte und der Rest der Welt sich irrte. Wahrheit ist nicht demokratisch.”

Die leicht verdauliche Belletristik von Eschbach eignet sich bestens zum Abschalten oder zum Lesen am Abend. Und dennoch sind seine Bücher sehr gesellschaftskritisch. Sie haben mich noch lange nach dem Lesen nachdenken lassen.

In Ausgebrannt geht es um ein Zukunftsszenario, in dem sämtliche Erdölvorkommen versiegt sind. Weitere empfehlenswerte Bücher von Eschbach sind “Das Jesus-Video” und “Eine Billion Dollar”

 

Nassim Nicholas Taleb: Antifragile

“Wind extinguishes a candle and energizes fire. Likewise with randomness, uncertainty, chaos: you want to use them, not hide from them. You want to be the fire and wish for the wind.”

Es gibt Dinge, die leicht zerbrechlich sind und durch Erschütterungen Schaden nehmen. Robuste Dinge halten Erschütterungen aus, profitieren aber nicht davon. Ganz anders Dinge, die antifragil sind.

Der Autor des Schwarzen Schwan geht absolut in die Tiefe, manchmal schwer nachvollziehbar, oft aber mit erleuchtenden Momenten. Die Fähigkeit im 21. Jahrhunderten ist es, sich auf Veränderungen einstellen zu können und von Erschütterungen zu profitieren.

 

Mark Manson: Everything Is F*cked

“It’s a paradox of progress: the better things get, the more anxious and desperate we all seem to feel.”

Auch wenn ich kein großer Fan von der aggressiven Sprache bin, sind die Gedankengänge von Mark Manson einfach Gold wert. Mit leicht verständlichen Beispielen beschreibt er, warum wir uns das Leben immer wieder zur Hölle machen.

Sein zweites Buch ist der Nachfolger von “The Subtle Art of Not Giving a F*ck”. Es macht Sinn, das erste Buch der Reihe zuerst gelesen zu haben.

 

 

Jetzt bist du dran

Welches Buch hat dich in den letzten Jahren nachhaltig beeindruckt? Was kommt dir sofort in den Kopf, weil es Spuren hinterlassen hat?

Schreib es gerne in die Kommentare, damit auch andere Leser davon inspiriert werden können.

 

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