Neuer Blog aber niemanden interessiert’s? 12 Tipps für mehr Besucher

Du schreibst dir die Finger wund und niemand liest deine Artikel? Ich kann dich beruhigen, du stehst mit diesen “Startschwierigkeiten” nicht alleine da. Aller Anfang und schwer und langfristig helfen nur interessante Inhalte und Ausdauer. Dennoch kannst du mit ein paar Kniffen für höhere Besucherzahlen deines neuen Blogs sorgen.

Wenn außer deinen Eltern und ein paar Freunden keiner liest, was du zu sagen hast, dann ist die Motivation schnell im Keller. Bitte lasse dich nicht entmutigen und erwarte in den ersten 2-3 Monaten keine Wunderdinge. Niemand kennt dich oder deinen Blog, so dass es eine gewisse Zeit braucht, um dir ein Publikum aufzubauen.

Hoffentlich helfen dir einige dieser recht allgemeinen Tipps dabei, deinem Blog etwas Starthilfe zu geben.

 

Schreibe kontinuierlich nach festem Zeitplan

Sowohl Suchmaschinen als auch Menschen wissen eine Regelmäßigkeit zu schätzen. Wenn den ersten Besuchern gefällt, was sie auf deinem Blog lesen, dann kommen sie garantiert wieder und erwarten mehr. Genau so ist es mit Suchmaschinen, die ihre Crawler bei häufigen Updates auch öfter vorbei schicken.

 

Finde deine Stimme und deine Nische

Was im Marketing immer so schön als Branding bezeichnet wird, gilt auch für deinen Blog. Indem du deinem Blog (und auch dir) ein Image verschaffst, sorgst du für Wiedererkennungswert und positionierst dich als Experte für ein bestimmtes Gebiet. Besucher müssen sofort wissen, worum es bei dir geht und was dich von anderen Blogs unterscheidet.

 

Schreibe informative Artikel, die ein Problem lösen

Es ist wunderbar, dass du auf deinem Blog deine Sicht der Dinge darstellen willst und deine Meinung äußerst. Solange dich jedoch noch niemand kennt, interessiert das auch nicht viele Leute. Schreibe zu Beginn vor allem informative Artikel, die ein Problem lösen oder eine Schritt-für-Schritt-Anleitung geben.

 

Lege großen Wert auf Überschriften

Das mag oberflächlich sein oder auch nicht, aber nur überzeugende Headlines locken Besucher zu deinen Artikel. Die meisten Internetnuzter sehen geteilte Artikel in sozialen Netzwerken, RSS Readern oder nach einer Google Suche. Wenn die Überschrift nicht neugierig macht, dann klickt auch niemand. Schaue dir einfach mal Überschriften von erfolgreichen Bloggern an und versuche Muster zu erkennen.

 

Sage allen, dass es deinen Blog gibt

Wenn du leidenschaftlich über ein Thema bloggst, dann sollte es auch die ganze Welt wissen – kein Grund für falsche Bescheidenheit. Fange bei deinen Freunden, Kollegen und Bekannten an. Frage um Mithilfe und bitte sie den Link zum Blog mit anderen Leuten zu teilen. Füge die URL deines Blogs auch bei deinen Online-Profilen und beispielsweise der E-Mail Signatur hinzu.

 

Versetze dich in die Lage des “Suchenden”

Du kannst die tollsten Artikel schreiben, doch wenn sie nicht die richtigen Keywords enthalten, dann wird sie nie jemand finden. Die gewählten Wörter einer Suchanfrage können sich von unserer Umgangssprache deutlich unterscheiden. Überlege dir, was Nutzer in deiner Nische interessiert und mit welchen Wörtern sie danach suchen. Dann kannst du diese Begriffe in deine Artikel einbauen (vor allem in Überschriften, Links und Artikelbeschreibungen).

 

Betreibe wenigstens minimales SEO

Das Thema Suchmaschinenoptimierung sorgt bei Unwissenden oft für Schweißausbrüche, was ich gut nachvollziehen kann. Viel SEO musst du auch gar nicht betreiben. Installiere einfach ein Plugin wie das von “WordPress SEO by Yoast” und gib zumindest den SEO Titel und eine Artikelbeschreibung für deine Beiträge ein.

 

Besorge dir ein paar erste Links

Du musst kein professionelles Linkbuilding betreiben und solltest heutzutage auch vorsichtig sein, wo deine Verlinkungen herkommen. Dennoch braucht dein Blog ein paar Links, um von Google ernst genommen zu werden. Dafür eignen sich Verzeichnisse für Newsfeeds oder Blogs und Social Bookmarking Services. Diese Links sorgen dafür, dass du in den Index der Suchmaschinen gelangst.

 

Mache es Besuchern leicht, am Ball zu bleiben

Ich sehe oft Blogs mit tollen Beiträgen und würde gerne über zukünftige Artikel auf dem Laufenden gehalten werden. Wenn es jedoch keinen RSS Feed zum Abonnieren, keine Facebook Seite und keinen Newsletter gibt, vergesse ich diesen Blog in der Regel schnell. Biete deinen Besuchern verschiedene Option an, um auch deine zukünftigen Artikel zu erhalten.

 

Netzwerken und Kommentieren

Der größte Schub für Besucherzahlen kommt in der Regel von anderen Bloggern in deiner Nische. Vernetze sich mit diesen in sozialen Netzwerken, kommentiere auf anderen Blogs oder schreibe Gastartikel. Wichtig: du bist der/die Neue im Revier, also sei uneigennützig und hilfsbereit.

 

Schreibe über andere Blogs/Blogger

Ein guter Weg, um Aufmerksamkeit für deinen Blog zu bekommen, ist die Erwähnung anderer Blogger. Jeder (auch etablierte Blogger) freut sich über eine lobende Erwähnung oder die Aufnahme in eine Top-10-Liste. Die Verlinkung von anderen Blogs führt langfristig auch Besucher zu deinem Blog zurück.

 

Höre auf damit, dich mit anderen zu vergleichen

Wie oft hören wir die Erfolgsstorys von Bloggern, bei denen innerhalb von 6 Monaten die monatlichen Besucherzahlen Zehntausende übersteigen. Es ist wunderbar, diese Entwicklungen mitzuverfolgen und davon zu lernen, lasse dich davon aber nicht einschüchtern. Diese Vergleiche hinken aufgrund von verschiedenen Faktoren.

 

Kannst du mit den Tipps für mehr Besucher etwas anfangen und hast du selber noch einen guten Tipp für neue Blogs auf Lager?

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Hallo Sebastian,
bin seit drei Wochen Bloggerin und stecke in den Kinderschuhen. Dein Artikel hat mir gut getan und ich werde gleich einige Anregungen umsetzen.
Danke dafür
Manuela eyewall

Hallo Sebastian, ja, du hast völlig Recht mit dem was du schreibst. Nische…hmmm ich dachte ich hätte eine…aber vielleicht hab ich auch zu früh aufgegeben…aber ehrlich, wenn es nicht funktioniert, dann weiter machen, oder wie lange warten?…ja du hast ja geschrieben 6 Monate oder so…. Ja es nervt mich wirklich wenn ich die Leute frage warum sie meinen Blog nicht teilen, hmmm, da kommt dann: …sorry, habs überlesen…bei der Masse, oder es werden in fb nur Bilder geteilt mit Sprüchen. Die Technik ist noch so ein Buch mit sieben Siegeln für mich. Selbst meine Seite überfordert mich und es geht mir alles einfach zu langsam, ja da bin ich ehrlich. …mühsame Sache (eigentlich wollte ich ja schon in meiner Hängematte am Strand liegen und meine Blogs schreiben ;-). Ich muss immer so viel nachlesen und suchen, bis ich mal checke wie was eingerichtet wird. Na gut, dann wohl weitermachen und die Dinge lesen, die du schreibst :-)…und auch noch tun! Nur hat mein Tag dann dafür leider doch noch zu wenig Stunden, allein mit Frei-Lerner-Kind, Haushalt und nebenbei noch rausfinden, wie ich denn jetzt zum reisen komme und dabei Geld verdiene. Hmmpf….;-), schlafen sollte ich auch noch, Schönheitsschlaf natürlich :-)).… Mehr lesen »

Schöner Artikel wie ich finde. Ich würde gern noch zwei Praxistipps ergänzen, die mir sehr helfen:

1.) in WordPress kann man Beiträge zu beliebigen (=festen) Zeitpunkten veröffentlichen. So kann man die Beiträge irgendwann verfassen und dem Nutzer zum festen Termin präsentieren. Nutze ich ständig.

2.) für Mitteilungen in Social Media Plattformen kann man das Tool “hootsuite” nutzen. Hier lassen sich Beiträge für Facebook, Twitter und co. planen und automatisch versenden. Ebenfalls sehr praktisch und bis zu drei Profile kostenlos nutzbar.

Euer Micha

Dean

Die Tipps sind gut, aber was tut man gegen seinen unzufriedenstellenden Schreibstil?
Lese selber gerne Bücher, Artikel, eigentlich alles, aber kreativ bin ich wie ein Sack Reis und meine eigenen Texte gefallen mir nicht.

Ist man da von sich selber enttäuscht oder setzt zu viel vorraus oder bin ich einfach ungeeignet fürs Bloggen.

Vermutlich letzteres, weil Besucher habe ich auch fast keine, aber es macht mir trotzdem irgendwie Spass.

Danke für deine Tipps!