Machst du einen dieser 10 Anfängerfehler mit WordPress Blogs?

Wir sind alle nur Menschen und wir alle machen Fehler, teilweise dumme Fehler und teilweise nicht mehr zu korrigierende Fehler. Diese 10 Anfängerfehler bei WordPress Blogs sind allesamt sehr einfach zu beheben und sorgen für bessere Performance, wenn, ja wenn sie denn entdeckt werden.

Trotz der relativ intuitiven Anwendung von WordPress gibt es doch bekannte Stolpersteine, über die Anfänger oft fallen. Kein Problem, nobody is perfect. Schau mal nach, ob du einen der folgenden Fehler selber machst und beheb ihn dann ganz einfach.

 

1. Blog auf WordPress.com gehostet

Fehler: Es gibt einen großen Unterschied zwischen einem selbst gehostetem Blog und dem kostenlos auf WordPress.com gehostetem gehostetem Blog. Letzteren erkennst du daran, dass die URL beispielblog.wordpress.com lautet und du nur eingeschränkte Bearbeitungsmöglichkeiten hast.

Lösung: Um Plugins installieren und das Design anpassen zu können, kaufe dir eine Domain und besorge dir einen Hosting-Anbieter. Ich kann dafür die All-in-Lösung von Strato empfehlen, wo ich alle meine Domains kaufe und auch hoste.

 

2. Benutzername nicht geändert und als Admin posten

Fehler: Fast jeder von uns macht diesen Fehler wohl bei der Einrichtung des ersten WordPress Blogs. Der vorgeschlagene Benutzername “admin” beinhaltet Administratorrechte und führt bei einem schwachen Passwort dazu, dass dein Blog ein leichtes Ziel für Angriffe ist.

Lösung: Wähle einen schwer zu erratenden Benutzername und Passwort. Außerdem solltest du auch nicht als Administrator posten, sondern einen weiteren Benutzer dafür anlegen, der den Namen des Administrators nicht sichtbar werden lässt.

 

3. Standard-Untertitel unverändert und Beispielseite nicht gelöscht

Fehler: Bei der Installation von WordPress lautet der Untertitel “Just Another WordPress Site”. Zudem gibt es eine Beispielseite und einen Beispielartikel. Bei einer Suche nach diesen Bergriffen findest du mehrere Tausend Blogger, die diesen Fehler machen.

Lösung: Ändere den Untertitel in Einstellungen -> Allgemein und verwende dafür am besten Keywords, unter denen du gefunden werden möchtest. Die standardmäßige Seite und der Artikel sollten in den Papierkorb wandern.

WordPress Beispielseite

Anscheinend begehen über 74.000 Blogs diesen (nicht so dramatischen) Fehler

 

4. Keine automatischen Backups eingerichtet

Fehler: Spätestens wenn es Probleme nach einem Update gibt oder du Opfer von Angriffen geworden bist, dann würdest du dir wünschen, ein Backup gemacht zu haben. Damit es nicht so weit kommt, richte die Sicherungen gleich von Anfang an ein.

Lösung: Erstelle vor jedem WordPress Update eine Sicherung deiner Datenbank oder noch besser, installiere ein Plugin, dass automatisch ein regelmäßiges Backup durchführt. Ich benutze dafür WPB2D (WordPress Backup to Dropbox) und auch BackWPup wird oft empfohlen.

 

5. Kein SEO-Plugin installiert

Fehler: Auch wenn deine geschriebenen Inhalte noch so gut sind, solltest du deine Artikel für Suchmaschinen optimieren. Wenn du dies nicht von Anfang an machst, dann wird das später viel Zeit und Nerven kosten.

Lösung: Ich empfehle das Plugin “WordPress SEO by Yoast”, wobei es auch andere gute Lösungen gibt. Das Plugin fügt eine Maske unter dem Beitragseditor hinzu, in der du zumindest den SEO-Titel und eine Kurzbeschreibung für jeden Artikel eintragen solltest.

WordPress SEO by Yoast

SEO leicht gemacht mit dem Plugin WordPress SEO by Yoast

 

6. Verwendung von kryptischen Permalinks

Fehler: Die voreingestellten Permalinks für WordPress Beiträge lauten in etwa so: beispielblog.de/?p=321. Das ist nicht nur für Leser ungünstig, sondern verschenkt vor allem Potenzial für die Suchmaschinenoptimierung deines Blogs.

Lösung: Bevor du den ersten Beitrag schreibst, gehe einfach zu den Einstellungen -> Permalinks, wo du die Linkstruktur einstellen kannst (am besten auf “Beitragsname” ändern). Jetzt sehen Links gut aus und sind auch für Suchmaschinen lesbar.

 

7. Hohe Ladezeiten durch fehlendes Caching

Fehler: Caching sorgt dafür, dass nicht bei jedem Seitenaufruf alle Daten deines Blogs erneut vom Server abgerufen werden müssen. Das verringert die Ladezeiten extrem und wird sowohl Leser als auch Google freuen.

Lösung: Installiere ein Caching Plugin, dass diese Aufgabe übernimmt. Die beiden besten kostenlosen Lösungen sind W3 Total Cache und WP Super Cache. Weitere Tipps zur Reduzierung der Ladezeit findest du in diesem Beitrag.

 

8. Zu viele Plugins sorgen für schlechte Performance

Fehler: Plugins sind eine der besten, wenn nicht sogar die beste Eigenschaft eines WordPress Blogs, da du damit unbegrenzte Funktionalität hinzufügen kannst. Aber Achtung: schlechte Plugins erhöhen die Ladezeit und können Schwachstellen für Angriffe darstellen.

Lösung: Überlege dir bei jedem Plugin ganz genau, ob du es wirklich brauchst oder ob es auch ohne geht. Schaue dir vor der Installation auch die Bewertungen und Anzahl der Download im WordPress Verzeichnis an. Zum Test kannst du das P3 (Plugin Performance Profiler) installieren und einen Scan deiner bestehenden Plugins durchführen.

P3 Plugin

Das P3 Plugin überprüft alle bestehende Plugins auf deren Performance

 

9. Hochgeladene Bilder sind viel zu groß

Fehler: Eine weitere Komponente für langsame Ladegeschwindigkeiten deines Blogs können zu große Bilder sein. Das verärgert Besucher und Suchmaschinen gleichermaßen.

Lösung: Bearbeite die Bilder vor dem Hochladen und komprimiere sie auf eine Größe von maximal 100 Kb. Das ist ungefähr eine Breite von 1.000 Pixeln. Viel größer können die Bilder aus Platzgründen bzw. aufgrund von Bildschirmgrößen sowieso nicht angezeigt werden.

 

10. Kein Analytics eingebaut

Fehler: Das mag am Anfang noch kein Beinbruch sein, hilft aber enorm bei der späteren Optimierung der Seite. Nur wenn du weißt, welche Beiträge oft gelesen werden und wie dich deine Leser finden, kannst du auch wirklich optimieren.

Lösung: Integriere sofort nach der Installation deines WordPress Blogs einen Analytics-Code von einem Anbieter wie Google Analytics. Das ganze ist kostenlos und dauert nur wenige Minuten.

 

Hast du dich dabei ertappt, einen dieser Fehler zu machen?

Kein Sorge, ich habe mindestens 8 der 10 Fehler begangen, als ich meinen ersten Blog eingerichtet habe. Also, dann ran an die Bouletten und behebe deine gefundenen Fehler.

Danke für 14 Kommentare

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Ob ich mich dabei ertappt habe EINEN dieser Fehler zu machen? Ich habe mich dabei ertappt mindestens 5 dieser Fehler zu machen >.<
Vielen Dank für die Liste !

Alles Liebe, Miri

Danke für den Beitrag, sehr hilfreich!

Hallo Sebastian,
hab’ recht herzlichen Dank für Deine Tipps. Dein Titelbild hat mich eingefangen, Deine kurzen und präzisen Hinweise hab’ ich ruckzuck umgesetzt. Ich freu’ mich auf die Veröffentlichung meines 1. Blogs! … demnächst

Raphael

Super! Vielen Dank ist sehr gut geschrieben und hilft mir unheimlich.

Steffen

Es sollte gerade am Anfang darauf geachtet werden das man gleich nach dem installieren von WordPress einige wichtige Änderungen vornimmt, damit man später auch gut in den Suchmaschinen nach vorne kommt. Wenn ich einen WP Blog aufsetze lösche ich zuerst den Bespielbeitrag und die Beispielseite. Als nächstes Klicke ich auf Einstellungen, dann auf Permalink und ändere die Permalinkstruktur auf “Beitragsname”. Das ist wichtig, damit später die neuen Beiträge und Posts komplett ausgeschrieben werden. Wenn das getan wird, dann werden später die Unterseiten viel schneller und besser bei Google & Co gelistet

Natürlich müssen da noch der Titel und Untertitel geändert werden. Am besten hier schon mindestens ein Keyword unterbringen. Außerdem wichtig bei jeder Bilddatei die auf dem Blog veröffentlicht wird immer im Dateinamen das Hauptkeyword unterbringen.
Beste Grüße

Steffen

Ulrike

Hallo, ich weiss nicht ob, und welchen Fehler ich gemacht habe, doch mein wordpress blog lässt sich nicht mehr öffnen, aauch Loggen Sie (wp-admin) Seite nicht. Hat jemand einen Idee oder einen Tip für mich?
Ich wäre sehr dankbar. Ulrike

Ken Winter

Danke für das Tut – allerdings sind ein Paar Tips nur mit der Business Version umsetzbar oder?
Kann in der Basis Version keine Seo und Analytics/Webmaster Tools Plugins laden.
Oder den Head bearbeiten?

LG

Hallo,
Ich habe eine Frage zum 3. Punkt:
“Ändere den Untertitel in Einstellungen -> Allgemein und verwende dafür am besten Keywords, unter denen du gefunden werden möchtest. Die standardmäßige Seite und der Artikel sollten in den Papierkorb wandern.”

Ich habe den Titel meiner Seite (www.henry-tornow.de) geändert, allerdings wird der alte Titel (Eine weitere WordPress Seite) bei Google unverändert angezeigt. Was hat es denn mit dem löschen der Standardseite auf sich, bzw was müsste ich noch tun damit der neue Titel angezeigt wird? Oder dauert es einfach eine Weile bis Google die Änderung anzeigt?

Danke schonmal in voraus für die Hilfe.

Wolfgang

Danke. Die aufgezeigten Fehler werde ich dann wohl vermeiden. Ich warte trotzdem noch bis morgen mit der Installation. Oder bis übermorgen. Als kleiner Techniktaliban habe ich trotz allem noch ein wenig Bammel vor der eigenen Courage. Ist leider so …

Coole Sache mir dem P3 Plugin. Es heißt ja immer man soll nicht zu viele Plugins installieren. Dabei reicht nur ein fauler Apfel um die ganze Ernte zu verderben…

Null Fehler, ein Keks bitte 🙂

Gruß
Andreas

PS